Hochhaus 'Alexander - Berlin's Capital Tower' (150m | Bau)

  • Dieser Turm würde aber nun wirklich nicht nach Charlottenburg passen. Wer es hübsch mag, der zieht von vorneherein weder in solch einen Turm, noch an den Alex. Ich denke, er wird schon seine Klientel finden. Und bedenkt immer: auch hochpreisiges Bauen entlastet den Wohnungsmarkt insgesamt und umgekehrt wirkt sich auch Mangel im Luxussegment preistreibend auf alle anderen Segmente aus. Dementsprechend ist solch ein Wohnturm, der auf kleiner Grundfläche viel Wohnfläche bietet, aufjedenfall auch ein kleiner Beitrag um die Wohnungsnot in Berlin zu lindern.


    Ich denke wenn man es so sachlich sieht kann man damit leben. Der Alex+Drumrum ist ja nun generell nicht die Schokoladenseite der Stadt. Man kann damit leben.

  • Die meisten von uns wünschen sich, daß am Alex endlich Hochhäuser gebaut werden. Wenn jemand ein Bauschild sehen sollte, dann wäre ich ihm dankbar, wenn er es fotografiert und hier einstellt. Was das Thema Hochhäuser angeht, mache ich mir nichts mehr vor. Es wird niemals ein HH am Alex kommen, zumindest nicht zu meinen Lebzeiten. :-)

  • Naja, dann scheint in dem Projekt ja doch etwas Leben zu stecken. An die Umsetzung werde ich dennoch erst glauben, wenn die ersten Baggerschaufeln voll sind.


    Nichtsdestotrotz würde ich gerne Ortner und Gehry gerne tauschen. Ich finde, der Ortner passt besser zum "Saturn"-Bestandsbau und der Gehry besser zum Alexa...

  • Und noch ein neues Rendering vom Fernsehturm aus visualisiert:



    (C) Monarch Group | O&O Baukunst


    Die Fassade passt relativ gut zu den Behrens-Bauten, zum Alexa dagegen überhaupt nicht. Es ist mir wirklich ein Rätsel wie man auf diese Gestaltung gekommen ist.

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    Flacher Kommentar.
    Eckige, rechtwinklige Gebäudekörper wurden ja nicht von den Sozis erfunden. Wie schon geschrieben, sieht das aus der Perspektive ganz klar nach einem Zitat der Behrens-Bauten aus.

  • Es ist zwar müssig über das Gehirn eines Architekten zu spekulieren, aber die Proportionen der "Scheiben" passen gut zu den Plattenbauten dahinter. Auch die Ausrichtung. Was die Fensterelemente angeht hast du natürlich recht. Der Entwurf nimmt Gestaltungselemente aus beiden Richtungen auf. Als Randbau für den Kollhoff Plan halte ich ihn für sehr gut.

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    Kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Rechte Winkel sind ja bei Neubauten nichts Ungewöhnliches, aber wo ist in der Visu ein ähnlich verschachtelter Plattenbau mit so großen Glasflächen zu sehen?

  • Es ist mir wirklich ein Rätsel wie man auf diese Gestaltung gekommen ist.


    Des Alexa? Ich bin mittlerweile glaube ich froh, dass man sich gestalterisch nicht am Alexa orientiert hat, in diesem Falle tut ein Kontrast einfach sehr gut ;)

  • Für mich wirkt das Hochhaus wie aus flachen Quadern zusammengesetzt. Die Proportionen einzelner Quader sind ähnlich wie die der Plattenbauten dahinter, vor allem was die schmalen Seiten angeht.


    In der letzten Visu sieht man das ganz gut.


    Der Entwurf hat zwei hervorstechende Gestaltungsmerkmale: Die Fenster (ähnlich Behrens) und diese Einbuchtungen (Proportionen wie die Platten im Hintergrund). So funktioniert es als eine Art Bindeglied zwischen dem was hoffentlich am Alex noch kommen wird, und dem Bestand Richtung Karl Marx Allee.

  • In der letzten Visu sieht man das ganz gut.


    Nö, ich seh's nicht. Ich sehe schmale, langgezogene Platten, während sich das Alexa-Hochhaus aus, den Behrensbauten nachempfundenen, breiteren und hohen Quadern zusammensetzt. Zudem steht es quer zu den Plattenbau-Grundrissen aber relativ in Linie mit den Behrensbauten.
    Naja, jeder sieht was er will...

  • ...das alte Modell mit Turm in ähnlichem Art-Deco-Stil >klick mich<


    Den Entwurf hatte ich schon vergessen. Abgesehen von diesem komischen Giganten-Ei auf dem Dach sieht das Modell gut aus. Man sollte aber nicht vergessen, dass Hochhäuser nur selten monochrom-weiß von innen leuchten. Ein gut gemachtes Modell kann genau so geschönt sein wie eine Visu.


    Mit dem aktuellen Entwurf kann ich mich aber immer noch nicht anfreunden: Die Fassade mag bei entsprechender Umsetzung am Ende ganz ansprechend wirken, aber die Kubatur mit diesen versetzt ausgeschnittenen Ecken ergibt m.E. eine unförmige Silhouette – vielleicht ein schwacher Versuch, Phantasiemangel zu kaschieren? Da wäre mir eine einfache Kiste mit richtig guter Fassade lieber gewesen.


    Was die Debatte um den Kontext betrifft, schließe ich mich Bato an: Vor allem der Sockel ist eng an Behrens angelehnt (immerhin etwas!), während ich mit den umgebenden Platten kaum eine Ähnlichkeit zu erkennen vermag. Plattenbauten zeichnen sich stets durch – nun ja: Platten aus, die eines oder mehrere Löcher als Fenster haben. Die geplante Hochhausfassade besteht fast nur aus Fenstern mit dünnen Streben dazwischen. Außerdem sind sämtliche "Quader" der Plattenbau-Umgebung horizontal orientiert, während das Hochhaus in drei von vier Abschnitten die Vertikale betont. Wenn das tatsächlich eine Reminiszenz an das dahinterliegende DDR-Viertel werden sollte, dann wäre sie ziemlich misslungen.

  • Wenn die letzte Visu stimmt kann man dann vom Strausberger Platz den Fernsehturm nicht mehr sehen. Fünf Etagen weniger wären dann besser für den absichtlich in die Sichtachse gestellten Turm.

  • Also ich denke auch, dass die Fassadengestaltung ganz eindeutig die Gestaltungssprache der Behrensbauten aufnimmt, was besonders gut im Sockelbereich zu erkennen ist und da regerecht ins Auge springt; meiner Meinung nach sehr gelungen!


    Der Bezug zu den Platten im Osten ist aber in meiner Sicht auch herstellbar, aber nicht auf der Ebene der Fassade oder der Art und Längen/Höhenverhältnisse der Kubaturen, sondern in der Tatsache, dass die einzelnen Blöcke gegeneinander verschoben sind und damit der monumentale Hochhauslook gebrochen wird. Das wird wohl kein Zufall sein, sondern nimmt die aufgelockerte Anordnung der Platten der westlichen Karl-Marx-Allee auf.


    Hochhäusern bzw. Wolkenkratzern haben ja auch immer einen dominanten, phallischen Charakter, der sie faszinierend macht, aber auch Ablehnung hervorrufen kann, da sie als Macht- und Herrschaftssymbole gedeutet werden können. Viele Städte sind ja auch durchaus stolz darauf, eine Skyline zu haben, sozusagen die Kirchtürme und Kuppeln der Gegenwart.


    Und da liegt auch die Verbindung zu der Plattenarchitektur, die ja explizit in Architektursprache die Herrschafts- und Sozialverhältnisse aus Blockrandzeiten ablehnten und eine egalisierende Architektur anstrebten und umsetzten. Und in diesem Sinne macht die gebrochene Formensprache des MonArch durchaus Sinn, wenn man denn der darin angelegten Logik denn folgen möchte ...

  • Ja, das passt zu unserer Zeit. Mit der Gleichheit ist es real nicht weit her aber man muss sie permanent im Munde führen oder symbolisieren.


    Ich kann übrigens die Ähnlichkeit zu Behrens leider nicht erkennen und sehe dort ein riesiges Haus des Lehrers. Die Fassade entspricht genau der flachen Kongresshalle. Der Hochbau sind drei HdL aufgestapelt.


    Behrens ist poröser Naturstein und 20er Futurismus. Eine geniale aber föllig andere Ästhetik.


    Egal: Hauptsache es stehen bald Kräne. Die Phase der Vorfreude ist schon lange ausgelutscht.


    Ich finde den Bau übrigens nicht schlecht. Mit einer kleinen Korrektur wäre er sogar richtig gut. Im unteren Segment keine negativen Ecken; Mitte wie gehabt und Oben alle vier Ecken negativ. Man hätte eine einfache Verjüngung, was schöner wäre und auch die Segmentierung.

  • Die Fassade entspricht genau der flachen Kongresshalle.


    Hier mal ein Foto des BCC. Ich kann da beim besten Willen keine Ähnlichkeit mit der Fassade des Alex-HH feststellen, und schon gar keine "genaue".


    Und noch eine Visu mit 2 neuen Renderings:



    (C) O&O | Monarch Group


    Fassadengliederung und -material gefallen mir eigentlich ganz gut. Nur die Form stört mich halt.