Alexander Berlin's Capital Tower (150m)

  • ^ Viel Spaß beim Warten, kann man auch Bewocon / Monarch wünschen -
    ob bis Oktober 2019, 2020 oder noch später geht aus obigem rbb-Text (ernsthaft) nicht hervor..:lach:

  • Vor einigen Jahren (leider weiß ich das Jahr nicht mehr genau) hat die Senatsverwaltung verlauten lassen, die städtebaulichen Verträge zum Alexanderplatz nicht gegen den Markt durchsetzen zu wollen.


    Dann braucht man sich auch nicht zu beschweren, wenn nicht gebaut wird.

  • Heute Abend in der Abendschau wurde die Meldung von Hallole bestätigt, dass der Investor im Oktober loslegen will. Also wenn die Abendschau schon .....
    I believe in Abendschau!

  • ^ Was genau, angesichts der aktuellen Situation, meinst Du damit?


    Na ja, was ich damit meine, kann man doch an einer Hand abzählen.


    Es wird ja immer wieder gesagt, daß Investoren abwarten, weil sie auf steigende Preise bzw. Erlöse spekulieren. Dem kann man einen Riegel vorschieben, indem man die in städtebaulichen Verträgen festgelegten Strafen auch konsequent durchsetzt. Wenn ich es richtig verstanden habe, sind solche Vertragsstrafen auch in den städtebaulichen Verträgen aus den 1990er Jahren zum Alexanderplatz festgelegt gewesen. Sprich: wenn nicht bis zu einem bestimmten Datum gebaut wird, droht eine Vertragsstrafe. Und solche Strafen müssen dann auch von der Stadt konsequent durchgesetzt werden.


    Es wird immer davon gesprochen, daß man ein investorenfreundliches Klima schaffen soll und Investoren nicht vertreiben darf. Es darf aber auch nicht umgekehrt sein, daß sich Berlin von Investoren verar***en lässt.

  • ^ Ja, wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Senat da aber in einer (politischen und juristischen) Zwickmühle: Monarch hat Baurecht seit Frühjahr 2018, und dieses Baurecht gilt für drei Jahre. Mir scheint (Spekulation!), dass sie möglichst spät anfangen wollen, um höchstmögliche Erlöse abgreifen zu können. Das hieße im ärgsten Fall: Baubeginn März 2021.


    Nun droht ja der Senat jetzt schon mit einer Vertragsstrafe, aber es ist unklar, ob das juristisch trägt. Gleichzeitig bietet er politisch Angriffsfläche, wenn er einem Investor die Pistole auf die Brust setzt. Platzt der Deal, wird es immer heißen, die Ideologen im Senat hätten das Projekt eh' nie gewollt, und das Scheitern sei die Schuld einer sozialistischen Camarilla an der Stadtspitze (siehe die Beiträge von Theseus und Odysseus – gleich zwei griechische Helden, wie mir gerade auffällt ;)).


    Ich vermute, es ist ein gutes Stück Diplomatie nötig, um Monarch zum Baubeginn zu stupsen. Möglich, dass Gothe und Gennburg gerade in diesem Sinne Guter Bulle/Böser Bulle spielen.

  • Mit jedem Jahr, das so ein Turm später fertig wird, steigen ja die Erlöse...


    Ich kann das nicht nachvollziehen. Das man mit Grundstücken und fertigen Wohnungen spekuliert, ist klar, aber wie will man effektiv mit einem noch nicht gebauten Wohnturm auf steigende Gewinne spekulieren. Es gibt dabei doch viel zu vieel Unwägbarkeiten (Inflation, Probleme beim Bauunternehmen, Mängel, Rezessioen, usw ) als das sich ein Investor z.Zt. sicher sein könnte, dass am Ende die Rechnung aufgeht.


    Der heutige Artikel bei Spiegel Online geht auch in diese Richtung.


    Ich finde auch nach wie vor, dass dieses Projekt von der Lage, der Architektur und der Nutzung her das falsche ist, um als Erstes der geplanten Hochhäuser am Alexanderplatz realisiert zu werden. Die Chancen würden m.E. möglicherweise steigen, wenn eines der Projekte direkt am Platz loslegen würde.

  • So langsam glaube ich daran, dass begonnen wird. Bin gerade daran vorbeigefahren und ein bekannter Erdbauer hat begonnen seine BE-Fläche einzurichten inkl. der neuen Verkehrsführung.

  • Wenn man das Projekt verkauft, verliert man auf jeden Fall das Baurecht für den 150m Turm und müsste erneut Baurecht mit 130m beantragen. Man verlöre also in jedem Fall 20m was den Preis schon deutlich (wohl mindestens um 12,5%) drücken dürfte. Da scheint es mir doch fraglich, ob eine spekulative Verzögerungstaktik hier noch Sinn macht, weil ich doch stark bezweifle, dass eine eventuelle Wertsteigerung diesen Verlust mittelfristig überhaupt übertrumpfen kann.

  • Ich war eben vor Ort, und wenn ich es auch selbst kaum glauben kann, muss ich doch zugeben, dass das, was dort passiert, durchaus den Anschein vermittelt, als ob mittlerweile ohne Überetreibung von "Bauarbeiten" gesprochen werden könnte.



    Bild von mir & gemeinfrei.

  • Wenn man das Projekt verkauft, verliert man auf jeden Fall das Baurecht für den 150m Turm und müsste erneut Baurecht mit 130m beantragen.


    Warum das? Die Baugenehmigung wird objektbezogen erteilt, sie hebt das auf dem Baugrundstück lastende Bauverbot im Umfang der genehmigten Veränderungen auf. Ein Wechsel in der Person oder Rechtsform des Bauherrn führt nicht zum Erlöschen der Genehmigung, der Wechsel ist lediglich anzuzeigen. Die Baugenehmigung erlischt, wenn nicht binnen drei Jahren (seit 2019: zwei Jahre) nach Erteilung mit dem Bau begonnen wurde, sofern nicht die Geltungsdauer verlängert wurde; die Frist kann bis zu 3 x um je ein jahr verlängert werden. Die Baugenehmigung erlischt außerdem, wenn das BVH nicht sieben Jahre (ab 2019: sechs Jahre) nach Erteilung der Genehmigung fertiggestellt worden ist. Ob Baurecht (noch) besteht, hängt also wesentlich davon ab, wann die Baugenehmigung erteilt wurde.

  • Die Baustelle ist durch einen Sichtschutz-Zaun abgesperrt- gibt es dahinter etwas zu verbergen?:confused:


    Vielleicht, dass der Grundbau bald durch "Stump+ Franki" beginnt. Erste "verdächtige" Bohrutensilien wurden gerade angeliefert.:cool:



  • Warum das? Die Baugenehmigung wird objektbezogen erteilt, sie hebt das auf dem Baugrundstück lastende Bauverbot im Umfang der genehmigten Veränderungen auf. Ein Wechsel in der Person oder Rechtsform des Bauherrn führt nicht zum Erlöschen der Genehmigung, der Wechsel ist lediglich anzuzeigen. Die Baugenehmigung erlischt, wenn nicht binnen drei Jahren (seit 2019: zwei Jahre) nach Erteilung mit dem Bau begonnen wurde, sofern nicht die Geltungsdauer verlängert wurde; die Frist kann bis zu 3 x um je ein jahr verlängert werden. Die Baugenehmigung erlischt außerdem, wenn das BVH nicht sieben Jahre (ab 2019: sechs Jahre) nach Erteilung der Genehmigung fertiggestellt worden ist. Ob Baurecht (noch) besteht, hängt also wesentlich davon ab, wann die Baugenehmigung erteilt wurde.


    Ich meinte aber eine Änderung der Gestaltung des Gebäudes. Ich hatte ja immer noch die Hoffnung, dass uns dieser riesige Hundeknochen erspart bleibt. Und das geht glaube ich nur, wenn man neues Baurecht beantragt und dann könnte man sich nicht mehr auf den alten Bplan berufen, soweit ich weiß, sondern müsste mit 130m ein neues Gebäude planen.


    Das ist jetzt allerdings eh vom Tisch, die Bagger rollen ja bereits. Hoffen wir, dass wenigstens die Fassade einigermaßen hochwertig wird.

  • Zwischen den hässlichsten Zeugen der jüngeren Zeit (Alexa und MotelOne - einem grauenhaft billigen Bau) ensteht jetzt scheinbar ein hoher Turm, der hoffentlich etwas mehr Qualität ausstrahlt:


  • Hässlich ist relativ - allein aufgrund des äußeren Erscheinungsbilds des ALEXA gibt dieses Gebäude dem Alexanderplatz eine besondere Note. Ich bin froh um dieses Gebäude, da ich kein Freund von gleichförmigen und monotonen Bauten bin. Ein bisschen Abwechslung zur öden Platte tut dem Platz mehr als gut.


    Zusammen mit dem Capital-Tower eine durchwegs interessante städtebauliche Komponente. Je nachdem wie der Capital-Tower dann letztendlich aussehen wird. Die im Vorfeld erstellten Visualisierungen haben ja leider oft genug nichts mit dem Endresultat gemein.

  • ^ Stimme ebenfalls zu. Für ein Einkaufszentrum ist das Alexa überdurchschnittlich gut.


    (Nein, ich finde das Alexa keinen besonders gelungenen Bau, kann nur angesichts vieler vollkommen unterirdischer (Neu-)Bauten in Berlin die gesteigerte Aufregung darüber nicht nachvollziehen.9

  • Wichtiger als die architektonische Qualität des Alexa ist für mich die Tatsache, dass es den gravierenden Nachteil aller Shoppingmalls teilt: Dass es sich von der Außenwelt abschottet und keinerlei Beitrag für den öffentlichen Raum leistet, sondern diesen umgekehrt verödet. Das ist gerade jetzt, wo die Südseite des Alexa bebaut wurde/wird und mehr Menschen hier entlang gehen, umso trauriger.


    Es wäre daher sehr zu wünschen, wenn es gelänge, die Verantwortlichen vom Alexa (und die politisch Verantwortlichen) auf die Idee zu bringen, dass sie durch Öffnung und/oder kleine Anbauten kleine straßenseitige Ladenflächen ermöglichen und damit einen Beitrag zur Belebung der Alexander- und Dircksenstraße leisten.


    Wenn ich das zu entscheiden hätte und es technisch möglich ist, würde ich an beiden Längsseiten des Alexa einige Dutzend kleiner Geschäfte mit günstigen Mieten ansiedeln, wo ausschließlich (am besten ohne Plastikverpackung) Naturprodukte verkauft werden: Brot, Käse, Fleisch, Fisch, vegane Produkte, Gewürze, Obst, Nüsse, Pflanzen etc.). Das würde nicht nur die Straße radikal entöden, sondern auch dem Alexa zugute kommen, ihm einen neuen Charakter verleihen und zusätzliche Kunden und Einnahmen generieren.