Messe: 124-m-Hochhaus, Eingang Süd (2020), Messehalle 12 (fertig)

  • Danke Skyliner für die Arbeit.


    Mit dem Gewinner-Entwurf bin ich nun wieder etwas versöhnter. Es lag wohl hauptsächlich an den unguten Perspektiven die der Pressefotograf wählte.
    Besonders die Ansicht von der östlichen Europa-Allee gefällt mir.


    Mir persönlich gefällt allerdings auch der Astoc Entwurf besser, vor allem wegen der stringenten geradlinigen Formen (die meinem Geschmack besser in die vorhandene Baumasse des Europa-Boulevard Ost passt), ebenso wie der Vorposter empfinde ich auch dort den Eingangsbereich einladender.


    -Der Dudler Entwurf erinnert mich stark an die Formensprache Rotterdams, passt aber überhaupt nicht in die Mainmetropole. Ist mir zu extrem.


    -Schmidt Hammer Lassen gefällt mir überhaupt nicht. Viel zu unruhig obwohl ich den Grundansatz des grünen Hochhauses eigentlich mag.


    -Gruber & Kleine-Kraneburg hat eine interessante Form gewählt, jedoch finde ich die gewählte Fassade unpassend. Gibt es dazu vielleicht eine Ansicht vom Europaboulevard-Ost? Gibt es an der Ostseite des Hochhauses auch eine Schräge wie im westlichen Bereich?


    -Bille Beye Scheid, mag ich auch, hat aber wohl den Vorgaben der räumlichen Trennung Hotel/Büro nicht entsprochen.

  • Ich fühle mich nun noch weiter darin bestätigt, dass das Gewinnergebäude gut aussehen wird. Insbesondere dass Natursteinplatten genutzt werden sollen ist doch erleichternd. Als Klötzchengebäude im Tetris-Stil würde ich einzig und allein den kuperfarbenen Vorschlag beschreiben, der wäre zwar wenn er so gebaut worden wäre ein Hingucker, aber wohl eher für Fans des Grotesken.


    Der von Schmitdchen als "Grüne Hölle" bezeichnete Vorschlag der Dänen erinnert mich ein wenig an ein Gebäude neben der Societät auf der Frankenallee... Frage mich wie die solche eine Begrünung ohne größere Probleme realisieren wollten.. Wäre spannend gewesen. Gab es nicht im Commerzbank Tower Probleme mit den Grünebenen, der Raumlauft etc?


    Der ASTOC Entwurf ist am "normalsten" und hat am wenigsten etwas ausgefallenes - keine Spielereien wie der Versatz im Gebäude beim Gewinnerentwurf, und sonst auch keine Auflösung der Gesamtstruktur. Gerade die "Klötzchenbildung" (nur durch diese "Fugen" bewirkt) beim Gewinnerentwurf gefällt mir.

  • Laut FAZ (heutige Printausgabe) geht der Realisierungswettbewerb für die neue, zweigeschossige Halle 7 in die zweite Phase. Am Montag habe das Preisgericht sechs Büros ausgewählt, welche ihre Konzepte weiter bearbeiten sollen:
    - AOA Anttinen Oiva Arkkitehdit Oy, Helsinki
    - Behnisch, Stuttgart
    - Dietz Joppien, Frankfurt
    - Kadawittfeldarchitektur, Aachen
    - Sauerbruch Hutton, Berlin
    - Waechter + Waechter, Darmstadt


    Die Wettbewerbsentscheidung falle im September.


    Nach der ersten Phase ausgeschieden seien u.a. die Frankfurter Büros Ferdinand Heide, Meyer Schmitz-Morkramer, Raumwerk und Schneider + Schumacher.

  • Wettbewerb Neubau Halle 7 | Hochhaus Europa-Allee

    Im Realisierungswettbewerb für die neue Messehalle 7 (oben #12) wurde Anfang dieser Woche die erste, anonym durchgeführte Phase des zweiphasigen Wettbewerbs entschieden. Sechs Büro wurden für die zweite Phase des Wettbewerbs ausgewählt, in dieser sollen die Entwürfe weiter bearbeitet werden. Die Preisgerichtssitzung in der zweiten und entscheidenden Phase soll am 18. September 2014 stattfinden.


    Noch im Wettbewerb sind laut Print-FAZ von heute diese Teilnehmer:



    Ausgeschieden sind demnach Ferdinand Heide Architekten, msm Meyer Schmitz-Morkramer Architekten, raumwerk und schneider+schumacher Architekten, alle Frankfurt, sowie Henn Architekten, Ackermann und Partner Architekten (beide München), AFF Architekten (Berlin), Bayer & Strobel Architekten (Kaiserslautern), BIG Bjarke Ingels Group (Kopenhagen), Code Unique Architekten (Dresden), Dietrich | Untertrifaller Architekten (Bregenz), grafton architects (Dublin), Kauffmann Theilig & Partner (Stuttgart) und Team Ole Scheeren (London).


    ***


    Zum Ergebnis des Wettbewerbs "Messeeingang Süd" gibt es ein lesenswertes Gespräch mit den Inhabern des erfolgreichen Büro Cyrus Moser Architekten im eMagazin von german-architects.
    Andreas Moser schildert den Verlauf der Planung und lobt die Wettbewerbsform mit Zwischenpräsentation. Auch erfährt man, dass eine tragende Fassade vorgesehen ist. Im Hinblick auf den sommerlichen Wärmeeintrag und die angestrebte DGNB-Gold-Zertifizierung soll eine Fassade mit hohem Glasanteil vermieden und der Glasanteil auf 44% reduziert werden. Interessant auch die Ausführungen zur Strukturierung des Sockelbereichs.

  • Wettbewerb Neubau Messehalle 12 entschieden

    Den Wettbewerb bezüglich der neuen Messehalle, zuletzt Thema im vorherigen Beitrag, hat das Aachener Büro Kadawittfeldarchitektur gewonnen. Sauerbruch Hutton, Berlin, erhielt den zweiten Preis, den dritten Preis das Frankfurter Büro Dietz Joppien Architekten. Dem finnischen Büro AOA Anttinen Oiva Arkkitehdit Oy wurde eine Anerkennung zuteil. Waechter + Waechter, Darmstadt, und Behnisch Architekten, Stuttgart, gingen leer aus.


    Der Entwurf von Kadawittfeldarchitektur sieht eine Fassade aus Glas und Aluminium vor. Die Halle wird über die sogenannte Via Mobile mit dem geplanten Messeeingang Süd verbunden. Zusätzlich zu der zweigeschossigen Messehalle wird ein Parkhaus gebaut. 2016 will die Messe mit dem Bau beginnen. Zum Wettbewerb ein Auszug aus einer Pressemitteilung der Messe:


    [INDENT]„Das Wettbewerbsverfahren hat in zwei Phasen auf einem sehr hohen Niveau stattgefunden“, sagte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH. „Der Siegerentwurf von kadawittfeldarchitektur hat wegen seiner gelungenen Fügung der unterschiedlichen geforderten Funktionen in einem kompakten Baukörper und deren Ablesbarkeit überzeugt“. Klar dargestellt wurde nach Überzeugung der Jury die Einbindung des Gebäudes in das westliche Areal des Frankfurter Messegeländes sowie die Integration der Via Mobile. Dabei handelt es sich um das überdachte und verglaste Transportsystem mit Laufbändern und Rolltreppen, das die Hallen miteinander verbindet. Gleichzeitig ist die Via Mobile integraler Bestandteil der Fassadengestaltung. Die Halle 12 wird sich harmonisch in die sie umgebenden Baukörper eingliedern und dennoch – der architektonischen Tradition des Frankfurter Messegeländes folgend – eine erkennbare Eigenständigkeit vermitteln, ohne sich unangemessen in den Vordergrund zu drängen.[/INDENT]


    Ein zackiger Entwurf aus Aachen - Visualisierung (Klick auf Bild vergrößert Ansicht auf 4.500 x 3.000 Pixel):



    Modell aus der Vogelperspektive (Klick auf Bild vergrößert Ansicht auf 4.000 x 1.432 Pixel):



    Modellfoto, Ansicht von Norden:



    Alle Bilder: © Kadawittfeldarchitektur


    Die Nummerierung hat sich offenbar geändert, die neue Halle soll die Nummer 12 und nicht wie ursprünglich vorgesehenen die Nummer 7 erhalten. Ich habe das im Strangtitel bereits angepasst.

  • Sehr spannend die lange stützenfreie Brücke mit dem Glasdach, die noch nicht einmal innerhalb des Gebäudes auf Stützen trifft.
    Hat da jemand größere Vorkommen von Unobtainium gehoben und setzt das Zeug in der Architektur ein?

  • Es folgen jeweils eine Visualisierung des zweiten und dritten Preises, schließlich noch die Anerkennung. Der zweitplatzierte Entwurf von Sauerbruch Hutton:



    Bild: Sauerbruch Hutton


    Der dritte Preis (hier sind auch die beiden Hochhäuser des geplanten Messeeingangs Süd eingearbeitet):



    Bild: Dietz Joppien Architekten


    Man kann anhand der Visualisierungen gut sehen, dass die neue Messehalle stattliche Dimensionen erhalten und die Fläche zwischen dem Logistikgebäude an der Emser Brücke ("Cargo Center") und dem Portalhaus ausfüllen wird. Das Einplanen von Kfz-Stellplätzen auf dem Dach, wie es sie bei anderen Frankfurter Messehallen schon gibt, zählte offenbar zur Aufgabe. Es soll wohl auf zumindest zwei Etagen geparkt werden können, weswegen das wohl das in #47 erwähnte "Parkhaus" sein wird. Der mit einer Anerkennung bedachte Entwurf der Finnen:



    Bild: AOA Anttinen Oiva Arkkitehdit Oy

  • Der zweitplatzierte Entwurf von Sauerbruch Hutton sieht ein wenig aus wie ein Fussballstadion oder eine Multfunktionsarena und hätte mir rein optisch wegen der schönen runden, geschwungenen Formen noch besser gefallen als der gute 1. Preis von kadawittfeldarchitekten.


    Dass die Halle den Platz zwischen Halle 11/Eingang West (Portalhaus), beides fertiggestellt in 2009, und Cargo Center voll ausfüllt ist nicht verwunderlich, führt man sich vor Augen, daß sie genau so viel Platz bieten soll als die in 2001 fertiggestellte und ebenfalls enorme Halle 3 von Nicholas Grimshaw!

  • Ausstellung

    Die Wettbewerbsmodelle der neuen Messehalle 12 werden vom 22.09. bis 03.10. 2014 im Atrium des Planungsdezernats, Kurt-Schumacher-Straße 10, ausgestellt (Q). Geöffnet ist Montag bis Freitag von 8.30 bis 18.00 Uhr.

  • ^Oh, prima, da weiß ich jetzt ja, was ich am Montag zu tun habe...;)


    Bin auch gespannt wie die 6 Entwürfe im Modell (=von verschiedenen Blickwinkeln) wirken werden.


    Ein Lob an die Stadt, daß das Planungsamt diese Ausstellungen bei allen größeren Bauprojekten in Frankfurt immer (kostenfrei) anbietet.

  • Heute habe ich die Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge besichtigt.
    Nicht der spektakulärste, aber nicht der langweiligste Beitrag hat gewonnen, ich würde sagen: Gutes Mittelmaß.


    Überrascht bin ich von den Dimensionen der Halle, die man vor allem im Modell gut sehen kann. Leider ist in diesem das neue Hochhaus Eingang Süd nicht vertreten. Auch interessant das integrierte Parkhaus, ausgerichtet an der südlichen Längsseite der Halle, angrenzend an den Boulevard Mitte.


    Mit meinen Bildern beschränke ich mich auf das gezeigte Modell, damit Skyliner auch noch etwas zum posten hat :), die Hoffnungen auf ein Rendering in Form eines Luftbildes wurden auch bei der Ausstellung, zumindest was den Siegerentwurf anbelangt, nicht erfüllt.


    Alle Bilder sind vergrösserbar durch einen Klick:













    Alle Bilder: Adama

  • Vielen Dank! Der Vollständigkeit halber noch jeweils eine Ansicht der beiden leer ausgegangenen Entwürfe aus der zweiten Phase. Der Vorschlag der Darmstädter Waechter + Waechter:



    Bild: Waechter + Waechter


    Behnisch Architekten, Stuttgart:



    Bild: Behnisch Architekten

  • Die Modelle und einige Visualisierungen der Beiträge der Ausstellung von den anderen 5 Architekturbüro`s:


    2. Platz --> Sauerbruch Hutton Architekten, Berlin:







    3. Platz --> Dietz Joppien, Architekten, Frankfurt







    Anerkennung --> AOA Anttinen Oiva Arkkitehdit Oy, Helsinki, Finnland




    Kein Preis --> Behnisch Architekten, Stuttgart





    Kein Preis --> Waechter + Waechter, Darmstadt




    Bilder: skyliner

  • ^^
    In der Tat, "guter Mittelmaß" trifft's ganz gut. Schade, dass der zweitplazierte Entwurf (Sauerbruch Hutton) nicht das Rennen gemacht hat, denn gerade die Innenarchitektur ist in meinen Augen den anderen Entwürfen deutlich überlegen ... vielleicht zu "gewagt" für die Verantwortlichen. Jedenfalls würde dieser Entwurf auch ggü den anderen Messehallen aus dem Rahmen fallen, die wiederum teilweise auch wirklich gelungen sind (zB Messehalle 3), jedoch in ihrer architektonischen Grundaussage nüchterner daher kommen.


    Wieviele Ebenen wird die neue Halle den haben?

  • Zwei (wie oben mehrfach erwähnt).


    Das Preisgericht war vom Entwurf von Sauerbruch Hutton auch angetan. In der Beurteilung wird die hohe architektonische Qualität, sowohl im äußeren Erscheinungsbild als auch im Inneren, und eine durchgängig präzise Ausarbeitung gelobt. Seitens der Messe wurde aber die Gestaltung der Foyerzonen kritisiert. Besucher könnten Schwierigkeiten bei der Orientierung haben. Offenbar soll die Halle in der Regel für kleinere Veranstaltungen genutzt werden, dafür könnte das Raumerlebnis laut Jury "in seiner Geste überzogen" wirken. Insofern wurde in Frage gestellt, ob der erhöhte Aufwand für die Erstellung der Foyerzonen angemessen wäre. Außerdem wurden Schwachpunkte beim haustechnischen Konzept sowie Mängel bei der Führung der Rettungswege im südlichen Gürtelbau und deren Auswirkungen auf eine freie Nutzung des Logistikbereichs ausgemacht.


    Eine Entscheidung ist durch die Preisvergabe gefallen, nicht aber durch deren Reihenfolge. Zwar spricht einiges dafür, dass die Träger des ersten Preises den Auftrag erhalten*. Aber das muss nicht sein. Es gibt einige Fälle, in denen ein zweiter oder dritter Preis realisiert wurde. Aktuelle Beispiele sind der Neubau der KfW an der Bockenheimer Landstraße und das Stadthaus. Im ersten Fall wird gerade der dritte, im Fall Stadthaus sogar der vierte Preis gebaut.



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    *Die Ausschreibung nahm Bezug auf die RPW 2013. Die Regelung zur Auftragsvergabe kann, wenn es interessiert, in § 8 Abs. 2 der Wettbewerbsrichtlinie nachgelesen werden.

  • Zitat

    Außerdem wurden Schwachpunkte beim haustechnischen Konzept sowie Mängel bei der Führung der Rettungswege im südlichen Gürtelbau und deren Auswirkungen auf eine freie Nutzung des Logistikbereichs ausgemacht.


    Sind damit die 6 peinlichen Tausendfüßlerbeinchen für die Fluchttreppenhäuser gemeint? Dort könnte man in der Tat noch optimieren.


    Die Kritikpunkte der Jury klingen jedoch nicht nach unüberwindbaren Hürden. Orientierungskonzept, Haustechnikkonzept (in dieser Planungsphase) und Fluchtwegführung können leicht optimiert werden, wenn der Entwurf gut ist.

  • Die Beinchen werden gemeint sein, ja, die Jury nennt sie "Rüssel". Parallel zu den äußeren Enden sind offenbar schräge Parkboxen für Lkw vorgesehen. So ist die Logistikzone schon ziemlich eingeschränkt nutzbar. Klick vergrößert:



    Plan: Sauerbruch Hutton Architekten


    Was ich beim Entwurf von Sauerbruch Hutton noch nicht recht verstehe - wie sollen die Autos aufs Dach kommen? Spindeln gibt es anscheinend nicht (das rechts oben im Plan ist keine). Also muss es wohl über Rampen gehen. In der Ecke im Südwesten könnte die Zufahrt sein.


    Das Konzept mit dem angedockten Parkhaus ist bestimmt eine der größten Stärken des Kadawittfeld-Entwurfs, zumal die beiden Bauteile mit ihrer gemeinsamen Fassade von außen gesehen dennoch eine Einheit bilden. Das Dach über der Messehalle muss demnach nur den Regen abhalten. Stützen sind auf der oberen Ebene nicht erforderlich laut Begründung des Preisgerichts, das bringt sicher Vorteile bei deren Nutzbarkeit.

  • Offensichtlich wird der neue Messeturm Süd etwas höher als noch ursprünglich geplant. Auf den neuen Modellen wurden etwa 3 Geschosse und wohl Technik aufgestockt, sieht jetzt bei weitem stimmiger aus wie ich finde.





    Bilder. Adama

  • Vielen Dank. Wurde dem Modell des Hochhauses auf die Schnelle etwas aufgesetzt, was in Wirklichkeit noch eine Gestaltung erfahren wird? So ist es hoffentlich kein ernstgemeinter Abschluss, erinnert, auch in der Materialität, an Schaum auf einem Glas Caffellatte.