Nbger Südosten: St. Peter, Gleisshammer, Dutzendteich

  • Ein bisschen was aus St. Peter:


    Nun im Rohbau: Zerzabelshofstraße 13-15. Im benachbarten Altbau Nr. 11 wurde das Erdgeschoss zu einer Wohnung umgebaut. Der schönste Ort zum Leben ist das sicher nicht, wenn einem die aus der Scharrerstraße kommenden Autos im Dunkeln in die Fenster leuchten:


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    längst fertig: Peterstraße 36:


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    und "Castle Appartments" in der Ernststraße 1


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    In der Schlosstraße 33 entsteht ein Neubau direkt neben dem vor einigen Jahren kaputtsanierten vorgründerzeitlichen Haus (links im Bild):


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    Der Neubau ist eigentlich garnicht so übel. Die zur Straße zeigenden Südbalkone sind eher ungewöhnlich für Nürnberg, ich meine das war bis vor einigen Jahren unüblich, Balkone zur Straße auszurichten. Nun ist die Schlosstraße aber auch eine eher ruhige Straße wo man das sicher machen kann:


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    Visualisierung: Rost Wohnbau GmbH, Fürth


    Bei dem wirklich hässlichen Neubau aus 2016 Regensburger Straße 79 direkt am historischen Straßenbahndepot wird auch wieder gebaut. Offenbar wird der aufgestockt, man setzt oben ein Mansardgeschoss drauf. Ich nehme an das Gebäude hatte eine Interimsnutzung z.B. als Asylbewerberheim, die nun aufgegeben wurde, das Haus kann man nun umrüsten z.B. als Studentenwohnheim. Ich habe mich dort aber nicht lange aufgehalten und daher nicht gesehen, ob das Haus bewohnt ist:


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    Und noch eine schöne Kleinigkeit, das Jugendstilhaus Stephanstraße 31 hat eine Frischekur erhalten. Sogar die Fensterläden sind erhalten geblieben, meistens verschwinden die bei Fassadensanierungen. Und lt. Denkmalatlas ist das nichteinmal ein Denkmal:


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    Dasselbe bei diesem Haus hier Zerzabelshofstraße 53. So wie hier hätte es auch mit der Schoppershofstraße 34 werden können, wenn man es schön machen will:


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    Sehr schön!

  • Die Peterstraße 36 gefällt mir ganz gut (Dach, Sockelbereich) und passt auch gut in die Gegend.
    Die Ernststraße 1 ist natürlich blanker Hohn in Anbetracht des Namens. Da gefällt mir sogar der Nachkriegsbau links daneben besser. Die mE unruhige Anordnung von Balkonen und Fenstern ist sehr unangenehm. Im EG freut man sich sicherlich auch über die Fenster fast auf Straßenhöhe. Schade, dass man dem schönen Altbau an der anderen Ecke nichts ambitionierte(re)s gegenübergestellt hat (eventuell sogar etwas, das den "Eckerker" des Nachbars wieder aufnimmt).

    Die Schlossstraße 33 schaut ganz nett aus und die Frischekuren für die Altbauten sind sowieso sehr erfreulich. Auch wenn die aufgesetzten Sprossen in der Zerzabelshofstraße 53 zu filigran ausfallen. Man muss ja schon dankbar sein, wenn nicht gedämmt wird..

    Vielen Dank für die Dokumentation!

  • Zufällig dran vorbei gekommen, eine Brandwand zur Regensburger Straße wurde mit FCN-Merch bemalt:



    Dabei handelt es sich um das Haus Velburger Straße 20, und wenn ich das so aus dem Augenwinkel richtig sehe ist das sicherlich ein Mietshaus einer Wohnungsbaugenossenschaft, welches auch nicht energetisch saniert ist. Daher ist es nur eine Frage der Zeit, bis das aufwändige Wandbild unter einer Dämmung verschwinden wird.

  • Ein bisschen was aus St. Peter:


    [...] Bei dem wirklich hässlichen Neubau aus 2016 Regensburger Straße 79 direkt am historischen Straßenbahndepot wird auch wieder gebaut. [...]

    Auf diesem Foto von Dirk Budach in einem Artikel über die 40 Jahre Jubiläumsfeier des Historischen Straßenbahndepots St. Peter im Urban Transport Magazin ist ein bisschen Fortschritt bei der Aufstockung zu beobachten. Scheint so, als bekäme das Haus zumindest eine Art Dachabschluss durch diese Maßnahme.

  • Genau, ich passe auch bei diesem Projekt den Wegfall des Gerüsts ab, denn es kann durchaus sein, dass der "hässlichste Neubau 2016" durch die Aufstockung etwas Profil bekommt und dann nicht mehr so schlimm aussieht. Ich sehe zumindest schonmal eine Mansarde nach Norden und ein differenzierter gestaltetet Dachgeschoss zur Regensburger Straße hin.

  • Fertig: Aufstockung des "Hässlichsten Neubaus von 2016"

    Wirklich verbessert hat man den Bau wirklich nicht, die Heizkörper stehen immernoch ganz praktisch vor dem bodentiefen Fenstern als Sichtschutz, und auch farblich ist es ein trister Kasten geblieben (Vorzustand hier)



    Immerhin, wohlwollend könnte man sagen, es ist nun ein Attikageschoss hinzugekommen, ein in der klassischen Architekturlehre sehr wohltuendes Gestaltungselement, da es ein Bauwerk nach oben hin begrenzt, ihm quasi einen Deckel aufsetzt und es so abschließt, v.a. wenn kein sichtbarer Dachstuhl existiert. Und auf obiger Perspektive ist natürlich die gewonnene Höhe ebenfalls positiv für das Erscheinungsbild. Aber gute Architektur ist wahrlich etwas anders.

  • Neubau Studentenwohnheim Ernststraße 4

    Zufallsfund aus Kleinanzeigen, ein Neubauprojekt mit Studentenwohnungen in der Ernststraße in St. Peter. Die gesamte Gegend entwickelt sich zu einem Studentenviertel, da sind in den letzten 10 Jahren zahlreiche, vielleicht ein Duzend Studentenwohnheime errichtet worden:


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    Visualisierung: New Modern Living Bauträger GmbH, Erlangen


    Aktuell befindet sich dort eine Brache. Streetview Vorzustand. Der Entwurf ist eigentlich ganz ok, finde ich. Von der Bahn bzw. Burg ausgesehen bereichert er die Dachlandschaft der Stadt, denn bemerkenswerterweise wird wohl eine hochwertige Bieberschwanzdeckung realisiert! Ist schon witzig wie ein Standard, der hier nicht zwingend nötig ist, in der Altstadt oft unterlassen wird, wo er allerdings Pflicht sein sollte. Verstehe das mal einer.

  • Burgerstraße 59/61: "Zeltner Living"

    Und noch ein Studentenwohnheim in St. Peter ist in Planung:


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    Aktuell stehen dort noch ein paar Bäume und kleine Gebäude mit einem Gemüseladen (Streetview). Das kommt wohl alles weg und die spitze Straßenecke wird bebaut, der Blockrand an dieser Stelle geschlossen. Das Erlangener Unternehmen Engelhardt Real Estate Group errichtet dort 91 Studentenwohnungen, sog. Mikrowohnungen zwischen 19 und 37 qm, die zwischen 160 bis 320 T€ kosten sollen, zuzüglich Möblierung. Wenn man dann sieht dass wir hier bei Quadratmeterpreisen von rd. 10.000 EUR sind haben wir hier Spitzenwerte für die Stadt Nürnberg. Da muss man sich auch nicht mehr fragen warum solche Studentenappartments bei den Immobilienentwicklern so beliebt sind.


    Das Gebäude an sich ist in meinen Augen jetzt nicht das Schlechteste und passt recht gut in dieses heterogene Viertel mit viel Gründerzeit:


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    Visualisierungen: Engelhardt Real Estate Group, Erlangen

  • Das Projekt hatten wir bereits vor 4 Jahren hier im Forum. Scheinbar ist man jetzt ein Schritt weiter und startet die Vermarktung. Die Bäume an der Ecke bleiben meiner Ansicht nach erhalten, ist ja augenscheinlich öffentlicher Raum und die Bäume sind sogar in der Visu dargestellt. Ein schönes Projekt :thumbup: