Hochhaus "EDGE East Side" + "East Side Mall" (140m | in Bau)

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    Der (seinerseits reißerische) Ausdruck "Lügenpresse" scheint mir dennoch nicht legitim. Grundsätzlich nicht, da er historisch belastet ist. Sachlich nicht, weil er den Eindruck erweckt, als ob die Berliner Zeitung eine politische Agenda hätte.


    Der Begriff "Lügenpresse" hat hier Relevanz, da er synonym für einen Zeitgeist steht, in dem die klassischen Medien einen Vertrauens- und Bedeutungsverlust erleben, der sich im Wesentlichen aus dem Vorwurf speist, sie würden politisch oder weltanschaulich gefärbt berichten und diese Färbung nicht etwa als Kolumne, Leitartikel oder Kommentar kennzeichnen, wie es üblich wäre, sondern in die allgemeine Berichterstattung, Reportagen, Berichte usw. einbetten ohne dies entsprechend zu kennzeichnen.


    Man kann diesen Artikel darunter subsumieren, weil er den Eindruck erweckt, der Redakteur steht dem Gebäude grundsätzlich -analog dem Baukollegium- negativ gegenüber und versucht, durch diese Manipulation den Eindruck zu verstärken, dass das Baukollegium mit seiner Beanstandung des Entwurfs vollkommen richtig liegt. Aus gewisser Perspektive, könnte man der Berliner Zeitung also durchaus eine politische Agenda unterstellen. Zugegeben, das wäre in diesem Fall vermutlich etwas übertrieben, da es vermutlich eine Einzelentscheidung des Redakteurs war, sich dieser Methodik zu bedienen.

  • ^ Deine Kritik an der Bildmanipulation leuchtete mir vollkommen ein. Dass aber gerade dieser Artikel mit dem (deutlich politisch gefärbten und polemischen) Kampfbegriff "Lügenpresse" belegt wird, nicht. Weder ist der Artikel selbst besonders reißerisch oder emotionalisierend geschrieben. Noch lässt der Redakteur in seinen sonstigen Beiträgen eine deutliche politische oder weltanschauliche Richtung erkennen.


    Ich vermute, dass es hier es so wie mit dem Wort Ideologie: Die wertende Färbung erregt nur dann Entrüstung und wird beklagt, wenn sie mit der eigenen Meinung konllidiert. Man beklagt die unzulässige Vermischung von Wertung und Bericht, aber man merkt nicht, dass man das stets nur dann tut, wenn einem die Wertung nicht passt.

  • Also ich gehe schon lange davon aus, dass fast jede Zeitung auch eine politische Agenda hat. Am deutlichsten ist es mir tatsächlich bei den Kölner Tageszeitungen aufgefallen, die zum gleichen Verlagshaus gehören, wie bislang die Berliner Zeitung. Da wird m.E. schon ganz deutlich eine bestimmte politische Richtung "unterstützt" und sei es nur mit der Auswahl und Positionierung der Artikel.


    Auch wenn es ärgerlich ist, so ist es doch auch teilweise verständlich, da sie ja noch von Menschen gemacht werden, die vielfach auch eine politische Meinung haben.


    Mit dem Begriff "Lügenpresse" und dem damit verbundenen Konstrukt, hat das aber noch lange nichts zu tun!


    Der Artikel zum EDGE ist zu allererst mal schlecht recherchiert und schlecht gemacht. Das sagt viel mehr über die Verantwortlichen aus, als der Vorwurf der Lüge.

  • Das mit dem Manipulierten Bild ist mir auch irgendwie aufgefallen. Ich habe es mal "zurückgestaucht". Ich denke, so kommt es eher der Realität nahe. Ist schon ein dolles Ding.




    Quelle:Berliner Zeitung / edge.tech

  • Amazon verlegt seine neue Zentrale in Berlin in den Edge-Tower und hat 55.000 qm2 ab 2023 dort angemietet!!!



    Ursprungsmeldung (leider defekter Link): www.thomas-daily.de/de/td_morning_news/1293228-td-exklusiv-amazon-bekommt-neue-berlin-zentrale/


    Zweitmeldung unter: www.thomas-daily.de/de/td_morning_news/1293312-amazon-mietet-55-000-m²-in-berlin-und-sucht-in-muenchen/


    Demnach entsteht ab 2023 ein neuer Berliner Sitz auf 55.000 Quadratmetern im Edge Tower. Zugleich suche man am Standort München, der (bisherigen?) Deutschlandzentrale, nach einem neuen Standort auf 40.000 Quadratmetern. Mal abwarten, ob da wirklich etwas dran ist. Amazon wollte die Meldung nicht bestätigen, hat zunächst aber zumindest auch nichts dementiert...

  • Hm, seltsam. Thomas Daily scheint ja an sich eine recht seriöse Quelle für Immobiliendeals zu sein und sie schreiben von bereits unterschriebenen Verträgen. Aber auch zwei Tage nach der Ursprungsmeldung kommt nichts nach. Dabei wäre das doch eine ziemlich große Sache. 55.000 Quadratmeter wären rund 85 Prozent dieses 400 Mio Euro Projekts (immerhin eins der höchsten Gebäude der Stadt) und dürften gut 2.000 Mitarbeiter aufnehmen. Wieso gehen andere Medien nicht darauf ein?

  • ^ Amazon wird 28 Etagen des Turmes beziehen und wie schon bekannt 55.000 qm für künftig 3.800 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beziehen. Primär sollen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Entwicklungszentrums hier untergebracht werden. Bisher sind in Berlin in diesem Bereich etwa 1.000 Personen beschäftigt.
    Q: Tagesspiegel

  • ^ Der Artikel geht darauf ein. Es empfiehlt sich, wie ich finde, ihn zu lesen.
    Amazon stellt schon jetzt im größeren Umfang Mitarbeiter ein. Zu diesem Zweck wird auch das ehemlige Hertzog Kaufhaus bezogen.


    Hier noch ein Link zu einem Rendering des Hochhauses, bei dem man den Gebäudeanschluss an die East Side Mall von außen sieht. Link

  • Der gerade verlinkte Artikel im Tagesspiegel berichtet, dass der jetzt genehmigte Entwurf so stark vom ursprünglichen abweichen soll, dass Bezirk und Senat erwägen das Projekt zu stoppen und neu aufzuziehen.


    Es verwundert mich dahingehend, da der aktuelle Entwurf ja seit anderthalb Jahren besprochen wird und jetzt plötzlich, nach erfolgter Baugenehmigung, nicht mehr den ursprünglichen Plänen entsprechen soll :confused:.


    Außerdem soll der Turm der Bundeswehr ein Dorn im Auge sein, weil er Radarstrahlen reflektieren soll :confused:.


    Das ist doch eine Ente !?

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    Daran sieht man, dass man solche Entscheidungen einem offenbar so schlecht aufgestellten Bezirksamt mit so wenig Expertise nicht überlassen kann.


    Auffällig ist auch, dass dieser Widerruf der als Vertragsbruch des Investors begründet wird, so kurz nach dem Bekanntwerden des Hauptmieters Amazon öffentlich gemacht wird.


    Sehr tendenziös.

  • Hoffnungslos

    Mir persönlich fällt leider nichts mehr zu solchen Entwicklungen bzw. eben Nicht-Entwicklungen" ein. Leider habe ich die Hoffnung für Berlin verloren, wir hätten so viel aus der Stadt machen können. Eine ganze Generation wird Stolz auf Projekte wie die Heidestraße sein können/müssen. Schade um die vielen tollen Ideen, Vorschläge, Lösungen, Planungen.

  • Flamenco- und Tangogitarrenspieler Florian Schmidt meets Bundeswehr, um 3.400 hoch qualifizierte Arbeitsplätze zu verhindern.


    Das ist der Treppenwitz des Jahres!


    ....sowas kann man sich nicht ausdenken

  • Ich wage jetzt mal die steile These das Herr Schmidt vor allem parteipolitische und eigene Interessen vertritt. Seiner Karriere dürfte sein markiges Auftreten gegenüber Investoren und sein “Kampf” gegen den Kapitalismus jedenfalls nicht schaden. Erschreckend finde ich wiederum wieviel Zustimmung in Deutschland Politiker erhalten, die offensichtlich meinen geltendes Recht nach ihrem Gusto verbiegen zu können. Das auch an diesem Projekt Arbeitsplätze und menschliche Schicksale hängen scheint Herrn Schmidt jedenfalls am A**** vorbeizugehen.