Die Zukunft des Bonatzbaus

  • Die Zukunft des Bonatzbaus

    Der Bonatzbau verliert durch S21 seine Funktion als Zugang zu den Gleisen. Es wird sich also die Frage stellen, was mit dem Gebäude geschehen soll. Es stehen bereits verschiedene Gedanken an:
    http://www.stuttgarter-zeitung…fa-9458-70b8a55e7036.html


    Leider wurde ein "Einkaufszentrum" nach Leipziger Vorbild nicht in die nähere Erwägung gezogen, dabei wäre es ideal Möglichkeiten zu haben auch Sonntags einzukaufen.


    Was sind eure Vorschläge/Ideen für die zukünftige Nutzung des Bonatzbaus?

  • Maximale wirtschaftliche Nutzung... mh, ich fänd ein Laufhaus gut. Bhf-Gegend is immer anrüchig und so könnte man dann das Leonardsviertel räumen lassen :)

  • irgendwie verstehe ich diese Fragestellung nicht - wo sollen denn nach dem Umbau die üblichen verdächtigen Bahnhofsläden (Bäcker, Kaffee, Fast Food und sonstige Gastronomie-Ketten, Obst, und als mein absoluten Favorit die Bude mit medizinschen Instrumenten die es vor ein paar Jahren mal gab :)) denn sonst hin?


    Ich hoffe allerdings, dass sich wenigstens bezüglich Haupt- und Nebenhallen das Trauerspiel wie bei der Bahndirektion nicht wiederholt.

  • Würde Stuttgart eine "zweite" Markthalle vertragen? Könnte mir das von den Räumlichkeiten sehr gut im Bonatzbau vorstellen. Sollte natürlich keine wirtschaftliche Bedrohung für die bisherige Markthalle darstellen.

  • Ich glaube, dass die Beteiligten von unterschiedlichen Dingen sprechen. Die riesigen freiwerdenden Flächen, von denen SPD-Stadtrat Pfeifer spricht, können kaum in der Querbahnsteighalle entstehen. Die soll ja eher im Charakter einer Galerie Durchbrüche nach unten zur neuen Verteilerebene bekommen (vgl. unten verlinkte Visualisierung). Nachdenken kann man über eine vernünftige Nachnutzung der kleinen Schalterhalle. Da die ja Wand-an-Wand mit dem Intercityhotel liegt, könnten die Flächen von dem bespielt werden.


    Visu Querbahnsteighalle: http://www.bahnprojekt-stuttga…-Bonatz-Wandelhalle-2.jpg

  • Würde Stuttgart eine "zweite" Markthalle vertragen? Könnte mir das von den Räumlichkeiten sehr gut im Bonatzbau vorstellen. Sollte natürlich keine wirtschaftliche Bedrohung für die bisherige Markthalle darstellen.


    Es besteht durch den Status "Bahnhof" die einmalige Gelegenheit Flächen für Sonntagseinkäufe in Stuttgart zu schaffen. Daher wären erstmal Supermärkte das sinnvollste (1x Rewe, Edeka, etc... und 1x Aldi, Lidl, etc...).


    Durch die Sonntagsöffnungszeiten wären die schonmal ein erheblicher Magnet und dann kann man sich überlegen, welche Einkaufsmöglichkeiten noch dazu passen.


    Eine 2. Markthalle macht da m.E. keinen Sinn.

  • Das weis die Politik zu verhindern – wieso sollte auch einmal etwas pragmatisches entstehen. Viel warscheinlicher ist das man hier eine Gedenkstätte für die Opfer des S21-Protestes einrichtet

  • Dabei würden gute Einkaufsmöglichkeiten für Dinge des täglichen Bedarfs während ohnehin anstehender Warte und Umsteigezeiten einem guten teil der täglich 350.000 Bahnhofsbesucher einen kompletten Weg zum Einkaufen ersparen - und damit die Stadt deutlich von Verkehr entlasten. Ich vermisse einen stinknormalen Discounter an der Klettpassage extrem - wer kauft schon klamotten in 5min Umsteigezeit? Ein paar fehlende Sachen zum Abendessen sind da a) dringlicher und b)der verfügbaren Zeit eher angepasst und c) eben umwegeempfindlich - wenn ich die Muße habe, 30 min Klamotten anzuschauen, kann ich auch zur Königsstrasse laufen.

  • Es gibt ja diesen einen kleinen Spar-Laden hinter dem McDonalds, aber erstens ist der verdammt teuer und zweitens hat er ein sehr sehr sehr überschaubares Sortiment.


    Von daher würde ich euren Vorschlag mit dem Supermarkt im Bahnhof unterstützen!

  • Hotelprojekt

    Die Frage aus dem Eingangsbeitrag wird heute zum Teil beantwortet: Im Bonatzbau, dem historischen Empfangsgebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofes, wird ein Hotel der Marke "me and all" eröffnen, voraussichtlich im Jahr 2021. 153 Zimmer auf drei Geschossen sind geplant. Dazu die heutige Pressemitteilung der Lindner Hotels AG:


    [INDENT]Unmittelbar nach der Gründung der me and all Hotels GmbH - bestehend aus der Lindner Hotels AG, dem Family Office von Clemens Tönnies und der Hanseatic Group - nimmt die Expansion der me and all hotels Fahrt auf: Mit der DB Station & Service AG wurde der Vertrag für ein me and all hotel mit 153 Zimmern in Stuttgart unterzeichnet.


    Wie es das Konzept der me and all hotels vorsieht, wird auch das Hotel in Stuttgart in bester Lage eröffnet: Der Bonatzbau, im historischen Empfangsgebäude des Stuttgarter Hauptbahnhofes, erhält durch das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ eine neue Haupterschließungsebene und wird so direkt an die neu entstehende unterirdische Verkehrsstation angebunden. Im Zuge dieser Maßnahmen wird das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk umfassend modernisiert und erhält ein neues Tragwerk sowie moderne Gebäudetechnik. Vor allem im Inneren erfährt das Empfangsgebäude eine erhebliche gestalterische und funktionale Aufwertung. Das stadtbildprägende Äußere des Bahnhofsgebäudes bleibt dabei erhalten. Reisende und Besucher erwartet im neuen Empfangsgebäude ein vielfältiger Branchenmix mit zahlreichen Einkaufs- und Verweilmöglichkeiten. Die oberen drei Gebäudeebenen beherbergen zukünftig das me and all hotel.


    Architekt ist, wie für das gesamte Projekt „Stuttgart 21“, die Ingenhoven Architects GmbH. Rund um den Bahnhof soll perspektivisch eine verkehrsberuhigte Zone entstehen, sodass Gäste des me and all hotels entspannt zu Fuß in die Stuttgarter Innenstadt und die Szeneviertel gelangen können.


    „Gleichzeitig wollen wir natürlich auch hier wieder die Bürger der Stadt ins Hotel einladen und mit unserem Local Hero Konzept lokale DJs und Künstler in das Hotel einbinden. Dafür ist dieser Standort im Herzen der Landeshauptstadt ideal“, erläutert Andreas Krökel, Vorstand der Lindner Hotels AG.


    Aufgrund der Lage direkt im Drehkreuz Stuttgart Hauptbahnhof wird dieses me and all hotel erstmals einen Konferenzbereich vorsehen. Zehn Boardrooms können für Meetings für bis zu zwölf Personen gemietet werden. Die angrenzende Lounge sieht zudem Co-Working-Bereiche vor. Abends werden hier After-Work-Partys, Lesungen und Wohnzimmerkonzerte stattfinden.


    Der neue Bonatzbau schafft somit nicht nur Angebote für Reisende und Pendler, sondern bezieht auch Touristen, Geschäftsreisende und Anwohner ein. „Ein me and all hotel stellt die optimale Nutzung für den historischen Bonatzbau dar. Mit der Lindner Hotels AG haben wir einen dynamischen Partner an unserer Seite, der das Gesamtpaket aus urbaner Modernität und Lokalkolorit schnürt“, bekräftigt Horst Mutsch, Leiter der Geschäftseinheit Vermietung/Marketing/ServiceStore bei der DB Station & Service AG. Neben architektonischen Raffinessen wird sich die fertiggestellte Immobilie durch ein nachhaltiges Energiekonzept auszeichnen. So wird das historische Bahnhofsgebäude in Zukunft ein attraktives Entrée zur Stuttgarter Innenstadt und zum neuen Stadtquartier bilden. [/INDENT]



    Bild: Lindner Hotels AG / Ingenhoven Architects GmbH