Sächsische Landesausstellung 2018 in Zwickau - Industriekultur im

  • Sächsische Landesausstellung 2018 in Zwickau - Industriekultur im

    Der Horch-Hochbau stellt nicht nur ein frühes Zeugnis des sächsischen Fahrzeugbaus dar, sondern ist ein eindrucksvolles Beispiel für Industriearchitektur. Das denkmalgeschützte Bauwerk ist der Erweiterungsbau für die seit 1904 in Zwickau ansässige Firma A. Horch & Cie und wurde 1914 als Eisenbeton-Skelettbau durch die Zwickauer Firma Walter Rüde - Beton- und Eisenbetonbau Zwickau i. Sa. errichtet. Er verfügt über eine für diese Zeit bemerkenswerte Anzahl von vier Etagen und eine sachliche und zweckmäßige Grundriss- sowie Baukörpergestaltung. Das Bauwerk stellt eine klare kubische Stahlbetonkonstruktion dar, innen und außen kompromisslos modern, frei von traditionellen Formen und Inhalten. Er ist damit ein sehr frühes Zeugnis einer fortschrittlichen architektonisch-ästhetischen Entwicklung in dieser Zeit, die zuerst insbesondere der Industriebau nahm und die schließlich zum Neuen Bauen und zur Klassischen Moderne führte. Für die Landesausstellung wird die Stadt Zwickau einen Erbbaupachtvertrag mit dem derzeitigen Eigentümer abschließen, um den Bau entsprechend sanieren zu können. Die Sanierungskosten belaufen sich auf ca. € 15 Mio. Der Hochbau wird nach der Landesschau industriell nachgenutzt.

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