Senckenberg Gesellschaft baut um und erweitert (seit 2014)

  • Da wird jegliche Verantwortung vermieden. Auf Stadtebene verweist man auf die Landesebene bzw. das Landesdenkmalamt. Wie ich erfahren habe, hat aber auch das städtische Denkmalschutzamt diesem Umbau wohlwollend zugestimmt. Auch andere städtische Behörden haben im Hintergrund mitgewirkt.
    Bei den Entscheidungsträgern dieser Stadt besitzt alles was vor dem Krieg gebaut wurde keinen Wert. Hingegen wird der Nachkriegsbebauung ein viel zu großer Stellenwert eingeräumt. Völlig unverständlich, die Auflage, die Nachkriegsnotaufbauten als Zeitschichten sichtbar zu erhalten. Diese Denkhaltung würde es in München nicht geben. Darum ist München auch eine schöne Stadt und Frankfurt eben nicht. Da die Nachkriegsgeneration immer noch die Entscheidungen trifft ist ein Umdenken erst in ein paar Jahren zu erwarten.
    Unverständlich ist auch der vielzitierte Hinweis auf den Umbau Kulka's in Potsdam. Hier wurde historisierend aufgebaut, was in F nicht geplant ist. Da ist als ob man ein Bild von Picassso mit einem von Rembrandt vergleicht.

  • Der Schlamassel wäre gar nicht erst entstanden, wenn die Öffentlichkeit angemessen an dem anscheinend durchgeführten Wettbewerbsverfahren beteiligt worden wäre. Zumindest über alle Phasen und Entscheidungen informiert worden wäre. Stattdessen wurde stets hinter verschlossener Tür gehandelt, auch wenn Repräsentanten der Senckenberg-Gesellschaft nun in der Presse einfach das Gegenteil behaupten.


    Es ist anzunehmen, dass es eine bewusste Entscheidung war, die Öffentlichkeit nicht zu informieren. Zur Erinnerung: für die "Sanierung" von Jügelhaus und Alter Physik geben der Bund und das Land Hessen 116,8 Millionen Euro. Angesichts der herausragenden Bedeutung des Gebäudeensembles für Stadtbild und Stadtgeschichte sowie der Tatsache, dass das Vorhaben komplett aus Steuergeldern finanziert wird, ist das Vorgehen der Gesellschaft in meinen Augen ein Skandal.


    Angemessen transparente Wettbewerbsverfahren wurden bei anderen öffentlich finanzierten Vorhaben durchgeführt. Etwa bei den einzelnen Bauabschnitten für den Campus Westend, um nur ein Beispiel für Projekte des Landes zu nennen. Selbst private Bauherren führen mustergültig transparente Verfahren durch. Richtig wäre gewesen: Ankündigung des Wettbewerbs, der Teilnehmer und des Zeitplans. Nach ergangener Preisgerichtsentscheidung eingehende Information der Presse sowie Veröffentlichung von Visualisierungen, Modellfotos und der Begründung der Jury im Internet. Anschließend öffentliche Ausstellung der Teilnehmerentwürfe sowie Einrichtung einer umfassenden und aktuell gehaltenen Website zum Projekt. Dadurch hätte sich die Öffentlichkeit rechtzeitig eine Meinung bilden können. Im Idealfall wäre diese in die Entscheidung bezüglich des zu realisierenden Entwurfs und dessen Weiterentwicklung eingeflossen. Doch all dies wollte man offensichtlich nicht.

  • Da kann ich Schmittchen leider nur zustimmen...


    So viele bedeutende Gebäude aus dieser Zeit existieren in Frankfurt ja nun nicht mehr ( Das Bürgerhospital könnte man noch nennen) und dann wird ein freundlich ausgedrückt reduzierter Entwurf im kleinen Kreis beschieden...


    Wollen wir hoffen, das ein Teil nur auf die wirklich schlechten Renderings zurück zu führen ist.

  • Schmittchen bringt es auf den Punkt. Und genau das ist das Unerhörte in dieser Angelegenheit: Steuergelder nach "privatem" Gusto zu verbauen.

  • Bislang habe ich mich nicht zu den Plänen geäußert...


    Ich persönlich finde die Umbaupläne einfach nur abscheulich! Der Umbau ist überhaupt nicht durchdacht und nur auf Zweckmäßigkeit ausgelegt, irgendwie fühle ich mich in die 80er gebeamt. Von der Optik mal ganz abgesehen, der Architekt bleibt sich selber treu, aber wer bleibt diesem historischen Ensemble treu!?


    Kann man denn gar nichts mehr gegen die gefassten Beschlüsse machen? Als gebürtiger Frankfurter blutet mein Herz, wenn ich mir vorstelle das "umgebaute Objekt" (sorry für die Wortwahl) 40 oder 50 Jahre noch sehen zu müssen.


    Der Vorkriegszustand wäre natürlich ideal, würde es auch die Geschichte der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung unterstreichen, mit ihrer fast 200jährigen Geschichte.


    Ich werde auf jeden Fall weiterhin den Strang hier verfolgen!

  • So viele Menschen können sich nicht irren.

    Langsam müsste es eigentlich sogar dem Architekten Kulka auffallen: So viele Menschen können sich nicht irren. Selbst derart schaumschlägerische Wort- und Begriffsschöpfungen wie „Erhaltung der Zeitschichten“ erzeugen beim „Normalbürger“ kein anerkennendes Raunen oder gar Begeisterung. In jedem mir bekannt gewordenen Kommentar in der Presse oder im Internet erntet der planende Architekt ungewöhnlich harsche und emotionale Kritik. Die Stimmigkeit zwischen dem Bestand und den aufgesetzten Neubauteilen wird vermisst und jeglicher Einfallsreichtum bei der Neuplanung ist nicht im geringsten Umfang erkennbar.


    Architekten hinterlassen gern ihre „Duftmarken“ als Zeichen ihrer Präsenz und ihres Einflusses auf die Gegenwartsarchitektur, oft mitten in gewachsenen Altstädten. Manchmal nennen sie es „Kontrast“, so als wäre ein Kontrast wie selbstverständlich etwas Positives. Im Fall des Senckenberg-Ensembles soll jedem Gebäude diese Diskrepanz zwischen alt und neu bzw. zwischen schön und hässlich aufgesetzt werden. Fast könnte man glauben, das PC-Programm des Architekten ist noch nicht ausgereift genug, um ideenreiche Entwürfe umzusetzen. Vielleicht kann seine Software nur schmucklose Wände und Dächer erzeugen. Das würde auch erklären, warum das Hauptgebäude des Museums auf den veröffentlichten Visualisierungen keinen Fassadenschmuck und keine Figuren mehr besitzt. Aber vielleicht sollen diese ja auch tatsächlich abgenommen werden, damit das historische Gebäude besser zum neuen „Ensemble der Einfallslosigkeit“ passt.

  • Wolpertingerarchitektur

    Auch wenn hier im Forum einmal seltene Einigkeit darüber herrscht, dass das was hier gebaut werden soll, eher von Einfal_t_sreichtum als von irgendetwas anderem zeugt - vielleicht machen auch wir es uns mit dem Herumhacken auf Herrn Kulka zu einfach.


    Der Architekt entwirft, was der Kunde verlangt. Der Kunde ist die - sicherlich ehrenwerte Motive verfolgende - Senckenbergische Naturforschungsgesellschaft. Und so wie sich in deren Sammlung ein kunstvoll zusammengebastelter Wolpertinger versteckt, an dem demjenigen, der jedes ausgestopfte Tier für bare Münze nimmt, gezeigt wird, dass der Präparator eben auch Künstler ist und die Welt gestaltet - genau so lassen die ehrenwerten Männer dieser Gesellschaft hier einen architektonischen Wolpertinger bauen.


    Ein bewusst grausliches Tier, mit dem der öffentliche Bauherr hier etwas tut, was einem Privaten nie einfallen würde: Er zeigt uns das, was herauskommt, wenn man tatsächlich einmal gezielt alles zusammenführt, was in anderen Projekten aus schlichter Nachlässigkeit passiert.


    Die ehrenwerten Männer dieser Gesellschaft lassen neue Baukörper erstellen, deren Erscheinungsbild außer von dem Gedanken an effiziente Nutzung keinerlei Prägung bekommt. Kein Ortsbezug, keine Funktionsaussage, keine Referenz zum Inhalt. Shanghai, Mönchhof, Erlangen - Bockenheim: egal.
    Das kombiniert man mit einem Bestandsbau. Als Bestandsbau nehmen die ehrenwerten Männer nicht irgendwas, sondern sie opfern - sonst entgeht dem Betrachter ja der Lerneffekt - einen historischen, weitgehend erhaltenen Bestandsbau. Dabei auch nicht irgendwas, was schon zur Unkenntlichkeit entstellt wurde, sondern ein ganzes Ensemble, dem in weiten Teilen nur die Wiederherstellung seiner letzten anderthalb Dachetagen fehlt.
    Und für notwendig erklären das die ehrenwerten Männer, die sie sind, damit, dass nur dadurch, in manchem der vielen Gebäude dieses Ensembles, die historischen Änderungen, die für Jahrzehnte die Universität prägten, konserviert und sichtbar gemacht werden können.


    Vielleicht müssen wir die (ehrenwerte) Senckenbergische Naturforschungsgesellschaft wirklich einst dafür loben, dass sie das Opfer auf sich nahm, eine derartige Verunstaltung auf Jahrzehnte mit ihrem Namen zu verbinden: Vielleicht ist eine solche Aktion notwendig, um in Frankfurt ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass ein ausschließlich kurzsichtig monetäres Nutzenprinzip, so es denn so in Beton und Alu gegossen an die Oberfläche dringt, im öffentlichen Raum den für die Gemeinschaft nützlichen Charakter einer Gesellschaft zur wüsten Karikatur verzerrt.


    Denn wenn diese Tat, durch ihre Übertreibung, ihre Umkehrung des Denkmalschutzes in sein Gegenteil, ihre gesamte Absurdität - in Verbindung mit dem großen Namen eines Wohltäters und Gönners unter den Bürgern der Stadt - dazu führte, dass sie die letzte dieser Art in der Stadt wäre, wenn die Bürger und Behörden in dieser Stadt dadurch aufwachen und gegen die vielen kleinen "Sparsamkeiten" und "Effizienzchen" angehen, die den Anblick Frankfurts immer wieder so sauer werden lassen - dann wäre es das Opfer wahrlich Wert.


    Und wenn dann, nach der Altstadt, den Rathaustürmen und -dächern, dem Theatertunnel... und allem was die privaten Bauherren noch an Bausünden beheben und vermeiden können, die Alubleche undicht werden und die Isolierung wegbröselt, dann reißt man den ganzen Müll ab und macht's richtig.


    Und der Wolpertinger kommt wieder in den Schrank.

    Bild: Wikimedia, CC 1.0 Gemeinfrei

    3 Mal editiert, zuletzt von Xalinai () aus folgendem Grund: Kommas und Konjugation

  • SPD beantragt Einwirkung

    Die SPD-Fraktion im Römer hat einen Antrag gefertigt, wonach der Magistrat auf die Senckenberg-Gesellschaft einwirken soll, den "Abriss großer Teile der bestehenden Fassade des Ensembles Senckenbergmuseum/Jügelbau an der Senckenberganlage zurückzustellen". Damit solle Zeit gewonnen werden, die Umbauplanungen so zu verbessern, dass zumindest die Proportionen des historischen Ensembles gewahrt blieben. Des weiteren soll der Magistrat darauf einwirken, die Gestaltung des alle Bauten übergreifenden Einheitsdaches aus Aluminium nochmals zu überarbeiten, um die negativen Auswirkungen auf das Stadtbild so weit wie möglich zu reduzieren.


    Je nun, an sich falscher Adressat - aber vielleicht bringt es ja etwas. So wie auch die Äußerung des Oberbürgermeisters, stark in Anspruch genommen mit Staatsbesuch beim Genossen in Groß-Gerau, Pflege seiner Website und Busfahrt zum Auswärtsspiel der Eintracht in Nürnberg, so ein Dach ginge einfach nicht.

  • Schön wäre es, wenn sich weitere Fraktionen diesem Antrag anschließen würden, wie z. B. die Freien Wähler, die sich für den Erhalt oder auch für die Rekonstruktion von Baudenkmälern einsetzen.

  • ^^^Der von Schmittchen erwähnte SPD-Antrag scheint Wirkung zu zeigen. Laut heutiger FAZ-RheinMain-Zeitung sucht die Senckenberggesellschaft nun das Gespräch mit den Kritikern ihrer Erweiterungspläne. Nach Auskunft einer Sprecherin habe man die SPD-Fraktion, die sich in einem Antrag kritisch über das geplante Aluminiumdach auf den Altbauten äußert, eingeladen, um ihr die Umbaupläne zu erläutern. Derzeit sei aber keine Umplanung vorgesehen: "Das wäre auch ein finanzieller und zeitlicher Faktor für uns", sagte die Sprecherin weiter. Allerdings sei eine Änderung auch nicht ausgeschlossen: Die Dächer kämen immerhin erst zum Schluss an die Reihe. Außerdem stehe ihre Farbe noch nicht fest. Ein dunklerer Farbton als auf den veröffentlichten Bildern sei möglich!

  • ^


    Die haben den Schuss anscheinend nicht gehört. Es geht doch nicht nur um die Farbe des Daches, es geht darum dass ein klassisches Ensemble, das für viele Frankfurter eine hohe emotionale Bedeutung hat, ohne Not verschandelt wird! Was uns ärgert ist das die schöne klassische Fassade des Gebäudes nicht saniert und restauriert, sondern weiter verhunzt wird! Ich wage zu behaupten dass hier womöglich ein ähnlich schwerer Fehler begangen wird wie seinerzeit beim Schauspielhaus (wir erinnern uns, in dem Tschernobyl-Sarkophag am Willi-Brandt-Platz liegt ein herrliches wilhelminisches Theater begraben).

  • Das grauere Grauen

    Auf der Website der Architekten finden sich neue Visualisierungen. Offenbar sind die von der Senckenberg-Gesellschaft in Aussicht gestellten Änderungen bei der Farbe der Dächer bereits berücksichtigt. Durch das jetzt graue Aluminium ist, man ahnte es schon, nichts besser geworden. Auch zeigen neue Perspektiven mehr vom wahren Ausmaß der geplanten Verunstaltungen.


    Ihr müsst jetzt ganz stark sein - das Jügelhaus erschlagen von einem weißen, gänzlich unstrukturierten Klotz:



    Die beiden folgenden Ansichten lassen sich durch Anklicken vergrößern:



    Die Alte Physik, kaum mehr wiederzuerkennen:


    Man weiß ja nicht, wo man mit der Kritik anfangen soll, doch was dem Mittelrisaliten angetan werden soll, das spottet jeder Beschreibung. Bildausschnitt, vergrößert und etwas aufgehellt:



    Bilder: Peter Kulka Architektur


    Der oben erwähnte Antrag der SPD-Römerfraktion steht übrigens am 12. Mai auf der Tagesordnung des Bauausschusses (Punkt 11).

  • Grauenhaft, mir wird speiübel! Das sieht aus, als wäre ein Notdach aus der direkten Nachkriegszeit, wie man es leider so häufig in Frankfurt sieht, irgendwann in den Neunzigern einmal neu gestrichen worden, weil das Geld für eine echte Dach-Rekonstruktion fehlte. Von dem plumpen Klotz auf dem Jügelhaus noch gar nicht zu sprechen, und bei der Physik verschlägt es einem sowieso die Sprache.
    Es lässt mich schaudern, wenn ich höre, dass so etwas im Jahr 2014 an einem wichtigen öffentlichen Gebäude als millionenteurer, moderner Umbau und Ergebnis einer Renovierung geplant ist. So kann ein Gebäude vielleicht vor einer Renovierung aussehen, nicht danach. Ich bin schockiert.

  • Die Notdächer waren auch mein erster Gedanke, ansonsten kann man nur sagen: widerlich, grauenhaft. Ein ersatzloser Komplettabriss wäre für das Ursprungsgebäude würdevoller wie dieses Desaster.


    Und dem Architekten kann ich nur raten: Schulen sie um zum Müllmann, kommt ihrer Berufung deutlich näher.

  • Ich könnte ja noch verstehen, wenn man die alten Geschoß- und Dachformen in weissem Stein und Alu nachvollziehen würde, um den Bruch nach dem Krieg zu zeigen.


    David Chipperfield hat das ja auf der Museumsinsel teilweise ganz gut hinbekommen. Stella beim Berliner Stadtschloss auch.


    Aber das hier ist einfach nur Billigbauweise. Der Aldi unter den Architekten. Dabei will ich Aldi nicht zu Nahe treten. Die Wahl von Hern Kulka war an sich schon falsch für so ein Gebäude.


    Und das muss man der Senckenberggesellschaft vorwerfen, die vollkommen unsensibel mit Ihrem Erbe umgehen. Vermutlich im Denken der 1969er-Jahre gefangen. Alles Alte erscheint scheinbar reaktionär und muss weg beziehungsweise darf nicht mehr wiederhergestellt werden.


    Professor Mäckler bitte übernehmen sie!

  • Entstellung eines Prachtbaus - Senckenberg meets Fort Knox

    Man fragt sich wo sich die 116,8 Millionen Euro für den Umbau von Jügelhaus und Alter Physik in dieser Architektur wiederfinden?


    Wenn man es positiv sehen will: Je mehr Publicity diese gewagten, sowie aussagekräftigen "Renderings" von Peter Kulka erhalten, umso eher schwindet die Wahrscheinlichkeit, dass das Gebäude so kommt. Das Senckenberg ist einfach ein zu wichtiges Gebäude im Stadtgefüge als dass es den Leuten egal wäre, wie dieser einstige Prachtbau entstellt werden soll.


    Wie man mit Rücksicht anbaut, haben schneider+schumacher eindrucksvoll beim Städel bewiesen. Rücksichtsnahme auf Erbautes bei gleichzeitiger Schaffung eines modernen Kerns. Eines muss das andere nicht übertrumpfen, lieber Herr Kulka.

  • Das mit der schwindenden Wahrscheinlichkeit nenne ich wahren Optimismus, Golden Age. Am 15. Mai 2014 ist nämlich Spatenstich, verkündet das Büro Kulka auf seiner Website. Offenbar hat man es nun eilig und will Fakten schaffen.

  • Irgendwie ist diese Sanierung inkonsequent. Am Mittelbau müsste zumindest der verbliebende Giebel entfernt und durch so einen fensterlosen Betonblock mit einem weiteren Schriftzug der Gesellschaft ersetzt werden.... wirklich grausamer Entwurf.
    Aber scheinbar erleben die 50er Jahre und der damalige respektlose Umgang mit der Bausubstanz des Historismus eine architektonische Renaissance... siehe die aktuelle Diskussion um die Sanierung des Domhotels in Köln und die Entscheidung gegen eine Rekonstuktion der ursprünglichen Dachlandschaft zugunsten eines Dachs in der Optik eines 50er Jahre Notdachs.

  • Also, das ist ja einfach nur scheußlich.
    Kein Deut von Verbesserung, eher Verschlimmerung - vor allem das Jügelhaus, aber auch die restlichen Dachaufbauten.

  • Es kommt also noch dicker als gedacht. Ich finde schlichtweg keine Worte für das, was man dem alten Hauptgebäude und der Physik vorhat anzutun. Ich bin da 100%ig bei Miguel et al. Dass so ein Umgang mit historischer Bausubstanz heutztage noch möglich ist, hätte ich nicht gedacht. Ein Abriss wäre in der Tat wenigstens konsequent gewesen. Ich fürchte es werden wie Schmittchen schreibt jetzt wohl schnellstmöglich Fakten geschaffen.


    @ die Fachleute: Wieso versagen an dieser Stelle Denkmal- und Ensembleschutz (in Bezug aufs Senckenbergmuseum) komplett?


    Ich bin fassungslos!!!