Moabit | Kleinere Projekte

  • Stromstraße 65/66

    Frisch abgerüstet wurde dieses modernisierte Wohngebäude mit Laubengängen (80er oder früher) an der Stromstraße zwischen Alt-Moabit und der Essener Straße. Hier rauscht man meist durch, ohne den Kopf zu heben. Der Vorzustand lässt sich am besten bei BING erkennen.


    Nach der Sanierung sieht es nun so aus:




  • Brüder-Grimm-Haus Turmstraße 75

    Das Brüder-Grimm-Haus in der Turmstraße 75 beherbergt(e) u. a. die Galerie Nord, die VHS und die Musikschule Fanny Hensel. Während das an und für sich repräsentative Gebäude zur Turmstraße hin eine (inzwischen etwas runtergekommene) Putzfassade hat, dominiert zum schönen grünen Hof hin der Backstein.


    Inzwischen hat man sich auf ein neues Nutzungskonzept verständigt. Im Vorderhaus soll ein Bildungs- und Kulturzentrum für alle entstehen. Genaueres dazu kann man u. a. diesem Artikel aus der Berliner Woche entnehmen. 800.000 Euro stehen über mehrere Jahre zur Verfügung.


    Inzwischen hat der Umbau auch sichtbar begonnen. Das Vorderhaus ist seit einiger Zeit eingerüstet und es wird auch gebaut:




    Die Hof-Fassade:


  • Meiner Meinung nach wieder ein Kandidat, der zeigt, wie unpassende Geländer Bauten doch verunstalten können. Dieser Baumarktgeländercharme und die angedeuteten historisierenden Elemente wirken in der Kombination doch reichlich unglücklich.


    Auch bei der Farbe hat man meiner Meinung nach leicht daneben gegriffen. Der Trend insbesondere in Berlin zurück zur historischen Architektursprache, in dem man zumindest teilweise Gestaltungselemente von anderen Epochen wieder aufgreift, ist offenkundig, leider beherrschen nicht alle Architekten aber diese Stilrichtungen. Bei Proportionenlehre, Architekturgeschichte und der Lehre vom Farbkreis haben wohl einige geschlafen bzw. dies seit Jahren wohl nicht mehr gebraucht, weil man ja mit weiß und grau treffend durch die letzten Jahrzehnte gekommen ist.


    Einige Architekten sollten es dann aber auch dabei belassen oder nachmal die Schulbank drücken um dann doch den sichereren Umgang mit diesen Elemeten zu lernen. Positiv kann man vielleicht sagen, dass man es zumindest versucht:lach:

  • Stadtvilla Lindgrün

    Und noch ein Update zur Stadtvilla Lindgrün, zuletzt #204.


    Auch die Fassade zur Rathenower Straße ist jetzt fertig, sowie die rückwärtige Seite zum Fritz-Schloß-Park:





    Für die künftigen Bewohner dürfte die Parkseite die schönere sein, da sie naturgemäß lauschiger und ruhiger ist. Ein paar Details:




  • Ich finde es wird oft unnötigerweise sehr viel mit billig aussehenden Balkon- und Fenstergittern kaputt gemacht. Das Haus ist eigentlich in Ordnung, nur durch diese grobschlächtigen Gitter kommt eine gewisse Knast-Wirkung auf. Die passen einfach nicht zur filigraneren Fassade mit ihren warmen Farbtönen.

  • Kaiser Lofts

    Das zweite Moabit-Update zeigt das Grundstück der geplanten Kaiser Lofts (siehe zuletzt #188).


    Von Baubeginn kann leider keine Rede sein, aber immerhin wurde das Grundstück vor einiger Zeit von einzelnen Gewerbebaracken beräumt:





  • Hamberger Großmarkthalle oder Moabit International

    Zuletzt #188 und #191

    Das dritte Update aus Moabit vermeldet eine kleine Sensation. Während die Fertigstellung der Großflughafens BER im Süden Berlins von weiteren Rüchschlägen gebeutelt wird, schafft Hamberger klammheimlich Tatsachen und baut in vergleichsweise zentraler Lage den neuen Airport "Moabit International" (IATA-Code MOA).


    Die Anbindung erfolgt über die schon vorhanden Flughafen-Expressbuslinie TXL, die dann in MXL umbenannt wird, und den S-Bf. Beusselstraße.


    Die Eröffnung dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen:






    Die Rückseite, vorne der Stadtgarten Moabit:


  • ^ Danke für die Info. Patzschke ist auch glatt geworden, der Entwurf ist ziemlicher 0815 Mainstream. Ansprechend, ohne irgendwelchen Anspruch. Aber da diese Gegend zu den unscheinbarsten und irgendwie auch abgelegensten innerstädtischen Gegenden gehört, wird das BV außer den künftigen Bewohnern und deren Nachbarn kaum jemand bemerken. ;)


    Aber immerhin - Moabit ist weiter im Kommen. :)

  • ^ Ist ja schon so gut wie Charlottenburg. Für diese weißen Standard-Boxen würde wohl auch ein Architektur-Büro, bzw. ein Computer reichen. Einfach Maße und gewünschte Raumaufteilung eingeben und voilà. Sieht immer gleich aus. Ich habe den Verdacht, in Architektur-Büros arbeiten zunehmend Stenotypisten.

  • Hamberger Großmarkthalle

    Zuletzt #211


    An vielen Stellen der Stadt sind Werbeplakate zu sehen, die darauf hinweisen, dass die Großmarkthalle im Winter eröffnet.


    Der asphaltierte Vorplatz bekommt derzeit nocht ein gewaltiges aufgeständertes Vordach. Wenn's mit dem Flughafen nichts wird, kann man hier gleich einen neuen Busbahnhof draus machen:




  • Ecke Havelberger Str./Stephanstr. wurde ein Altbau gedämmt (so glaube ich zumindest), aufgestockt und herausgeputzt. Die Arbeiten am Erdgeschoss sind noch nicht abgeschlossen.



    Fotos von mir.


    Vozustand hier.

  • ^ Im Vergleich zum Vorzustand natürlich eine Verbesserung, für sich genommen sieht dieser aufgeklebte Styroporstuck aber fürchterlich plump aus, und die Aufstockung ohne Dachabschluss wirkt auch nicht gerade ausgewogen.

  • Stimmt, Styroporstuck bleibt Styroporstuck. Auch wenn man diesem Projekt zugutehalten muss, dass hier ja noch relativ zurückhaltend gestaltet wurde. Dass der Eckbereich ein bisschen "wilder" ist, finde ich gut, so wird er betont. Hoffentlich bekommt das Erdgeschoss einen Abschluss ohne hohle "klock, klock"-Dämmung. Überhaupt hat mich der Gebrauch einer, zur Abwechslung mal, sehr dünnen Dämmschicht positiv überrascht.


    Insgesamt wäre so eine Renovierung doch eine akzeptable Lösung für die massenhaft vorhandenen entstuckte Altbauten, vor allem in eher "niedrigpreisigen Vierteln".

  • Sehe ich ähnlich: Dünne Dämmung und zurückhaltende Rückbestuckung entstuckter Gründerzeitler mit Styropor ist in Ordnung. Eine Katastrophe sind dagegen die Fälle, in denen eine intakte Fassadenstruktur zerstört wird, um Platz für dicke Dämmplatten zu schaffen. Da wird der verlorene, echte Stuck oft mit Klebestücken imitiert – und nach billigem Imitat sieht das Ergebnis dann auch aus.