Nachdem das Vorkommen des Heldbocks sowie weiterer geschützter Käferarten (Hirschkäfer und Eremit) erfasst wurde, wurden die Unterlagen für "das Planfeststellungsänderungsverfahren zur Erlangung einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung" fertiggestellt und sind bis zum 25.09. der Öffentlichkeit zugänglich [+]
Riederwaldtunnel / Lückenschluss A661/A66 (Planung & Bau)
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Laut HR-online sollen nun im Frühjahr tatsächlich die Bauarbeiten für den Tunnel beginnen. Der Bauauftrag für das westliche Tunnelvorfeld und den ersten Tunnelabschntitt werde demnächst vergeben, so dass mit einem Baubeginn in ca. drei Monaten zu rechnen sei.
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Riederwaldtunnel (update 25.2.2025 -I-)
Zum Riederwaldtunnel lässt sich berichten, dass nach der Fertigstellung des Betriebsgebäudes erste Arbeiten für die Verlegung der Stadtbahntrasse stattgefunden haben, die zur Freimachung des Baufeldes um 20-30 m nach Norden, direkt vor die Lärmschutzwand verlegt wird. Quer über die Flinschstraße wurde bereits ein erstes Gleisstück verlegt; normalerweise kennen wir solche Fragmente als Überbleibsel stillgelegter Strecken. An der Lärmschutzwand wurde ferner ein Betriebsweg entlang des künftigen Ausziehgleises (ein 3. Gleis zum Abstellen und Rangieren) montiert, auf dem das Fahrpersonal sicher am Zug entlanglaufen kann.
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Voraussetzung hierfür war die Fertigstellung des Tunnel-Betriebsgebäudes, vor dem entlang die Ausweichstrecke der Stadtbahn verlegt werden wird.
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Riederwaldtunnel (update 25.2.2025 -II-)
Am östlichen Ende der Baustelle wurde eine provisorische Baustellenzufahrt angelegt. In Höhe des Hessencenters führt eine Behelfsabfahrt zu einer Behelfsbrücke, die über das Autobahnende hinwegführt. Darüber erreichen Baustellenfahrzeuge das Baufeld. Die Abfuhr von der Baustelle erfolgt über einen Stichweg zur Borsigallee (etwa Höhe DEKRA) und später vielleicht noch über die Wächtersbacher Straße.
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Auch im westlichen Bereich sind Aktivitäten zu vermelden. Laut Homepage beginnen im Anschlussbereich des Dreiecks Am Erlenbruch/A661 Bohrungen zur Kampfmittelerkundung. Interessant, dass erst die Spundwände eingetrieben werden, dann wird gesucht.
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Und nun WURDEN die Aufträge für den ersten Tunnelabschnitt und den Trog davor mit einem Volumen von rund 120 Mio. Euro vergeben. Im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen. Wie im vorherigen Post berichtet, laufen derzeit im westlichen Baufeld Kampfmittelerkundungen. Auch werden Bodenverunreinigungen beseitigt. Im Oktober soll das Baufeld freigeräumt sein. Im östlichen Baufeld werden zunächst Baubüro und ein Informationszentrum eingerichtet. Der FAZ-Artikel geht auch kurz auf die Historie des Projekts ein: erste Überlegungen in den 1960er Jahren, ein erstes Planfeststellungsverfahren 1989, sowie ein "erster Spatenstich" kurz vor der Bundestagswahl 2009. Die Fertigstellung ist nach wie vor für Ende 2033 geplant.
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Die im Vorbeitrag angesprochenen Bodenverunreinigungen werden Schaufel für Schaufel ausgehoben, beprobt und sortiert. Im Hintergrund links sieht man abgedeckte und beschriftete Mieten.

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Implenia schreibt auf ihrer Facebook-Seite, dass sie in einer Bietergemeinschaft
bestehend aus den Firmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Bickhardt Bau SE und Implenia Civil Engineering GmbH den Zuschlag für den ersten Bauabschnitt VE 4.1.1.erhalten haben.
Der Auftrag hat ein Gesamtbauvolumen im niedrigen, dreistelligen (Implenia im zweistelligen) Millionenbereich und umfasst wie in den Vorbeiträgen geschrieben die ersten Trog-und Tunnelabschnitte östlich des Autobahndreiecks Erlenbruch.
Die geplante Bauzeit für VE 4.1.1 soll ca. 3 Jahre betragen.
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Für alle Interessierten: am 01.10. findet eine Informationsveranstaltung zu den aktuell anstehenden Bautätigkeiten im Bereich des westlichen Tunnelportals statt. Die hier genannten 4+16 Wochen für Spundwände und Bodenerkundung/-reinigung dürften beendet sein (hoffentlich), so dass die eigentlichen Arbeiten (Aushub etc.) beginnen dürften.
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Man ist geneigt zu sagen: endlich!
Das Verkehrsministerium hat jetzt die Fällung der letzten Bäume im östlicher Baufeld mit einer Ausnahmegenehmigung erteilt. Das berichtet die Hessenschau hier.
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Heute berichtet die Hessenschau hier, dass 2 Bürgerinitiativen vor dem VGH Klagen gegen die Rodung der letzten Bäume eingereicht haben. Es geht um einen halben Hektar und den Heldbockkäfer. Die Klage richtet sich gegen die artenschutzrechtliche Genehmigung die der Autobahn GmbH erteilt wurde. Die Initiativen verlangen, dass in den nächsten 5 Jahren erst die geschlüpften Larven umgesetzt werden.
Wenn ich sehe was alles im Taunus Wald jedes Jahr abgeholzt wird, da schaut keiner groß nach Käfern etc.
Durch den Bericht bin ich auf Grafiken aufmerksam geworden, die die Situation nach der Fertigstellung zeigen.

Tunnelein- und Ausfahrt

Obere Ebene


Visualisierungen: Autobahn GmbH
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Zu der Klage verkneife ich mir mal einen Kommentar, dafür hier ein kurzes Video von Die Autobahn mit ein paar kurzen Einblicken in das aktuelle Baugeschehen der Vorarbeiten im Bereich des westlichen Tunnelportals.
Herr Achauer war auch der Verantwortliche beim Bau der Salzbachtalbrücke.
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Es geht niemandem der Klagenden um den Heldbockkäfer. Den Bürgeninitiativen geht es nur um Verzögerung und die damit verbundene Hoffnung, dass die Autobahnanbindung damit immer teurer wird, was man dann kritisieren kann, und ggf. eine linke Regierung das Vorhaben dann einkassiert. Am Ende ist das ein völlig legales Verhalten, auch wenn mir dafür jedes Verständnis fehlt. Im Endergebnis wird das dazu führen, dass zukünftig Klagerechte immer weiter eingeschränkt werden, bis dann auch völlig berechtigte Klagen nicht mehr gestellt werden dürfen.
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Die von sipaq erwähnte Klage bzw. der Eilantrag der BI ist heute vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel gescheitert. "Es gebe andere Bäume für den Käfer, widersprach das Gericht", heißt es im Hessentext. Der Tunnelbau sei im öffentlichen Interesse.
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Die Pressemitteilung des HessVGH lautet so:
Alles anzeigenDie Antragstellerin, eine Bürgerinitiative, wendet sich mit ihrem Eilantrag gegen den Vollzug des Planänderungsbeschluss für den Neubau der Bundesautobahn A 66.
Mit dem Vorhaben soll die Lücke zwischen dem Autobahnende am Hessen-Center (AS Frankfurt-Bergen-Enkheim) und der A661 Ostumgehung Frankfurt - u.a. durch den ca. 1,1 Kilometer langen Riederwald-Tunnel - geschlossen werden. Hierfür soll ein Waldabschnitt im Fechenheimer Wald, durch den die Trasse der A 66 zur späteren Tunnelanbindung verlaufen soll, gerodet werden. In dem von der Rodung betroffenen Bereich ist das Vorkommen des Käfers „Heldbock“ nachgewiesen.
Der Planänderungsbeschluss enthält daher u.a. die Zulassung einer naturschutzrechtlichen Ausnahme für den Teilabschnitt der A 66 Frankfurt-Hanau in Frankfurt am Main und den östlichen Stadtteilen Riederwald und Bergen-Enkheim mit einer Länge von etwa 2,2 Kilometern.
Die Antragstellerin rügt im Wesentlichen die naturschutzrechtliche Ausnahmeregelung für die Käferart „Heldbock“ sei rechtswidrig, weil es bei einer Fällung der im Rodungsbereich vorhandenen Brutbäume zu Tötung komme.
Der 10. Senat hat keine durchgreifenden Zweifel an der Rechtmäßigkeit der erteilten Ausnahme nach dem Bundesnaturschutzgesetz und damit der Rodung. Zur Begründung hat er ausgeführt, dass das Vorkommen des Heldbocks hinreichend fachgutachterlich ermittelt worden ist. Zudem sei im gesamten Untersuchungsgebiet ein hohes Potenzial an geeigneten Bäumen für den Heldbock gutachterlich festgestellt worden. Zwar könnten bei einer Fällung der im Rodungsbereich vorhandenen Brutbäume Tötungen bzw. Zerstörungen von Entwicklungsformen aufgrund des Entfalls der Nahrungsgrundlage der Larven nicht vollständig ausgeschlossen werden. Es seien aber Minimierungsmaßnahmen vorgesehen, indem gefällte Brutbäume unter Beisein einer Umweltbaubegleitung in eine andere Fläche im Baufeld verbracht würden. Die artenschutzrechtliche Ausnahme sei auch gerechtfertigt, weil die Baumaßnahme als Lückenschluss im öffentlichen Interesse liege. Sie verfolge verkehrsinfrastrukturelle, soziale sowie wirtschaftliche Ziele.
Der Beschluss ist im verwaltungsgerichtlichen Instanzenzug nicht anfechtbar.
Aktenzeichen: 10 B 38/26
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Dieses Urteil ist leider obsolet, da sich die Fertigstellung um weitere Jahre verzögert. Die Finanzierung soll jetzt nicht mehr stehen und die Planungen verzögern sich ebenfalls.
Alles in allem ein gutes Beispiel dafür, dass in Deutschland egal was geplant wirklich nichts funktioniert und alles Jahrzehnte benötigt. Eigentlich sollte man jedes Projekt das irgendwo erwähnt wird, gar nicht ernst nehmen. Es ist erst dann eine Meldung wert, wenn Baustart ist.
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Die Fällarbeiten werden fortgesetzt und sollen bis Monatsende abgeschlossen sein. Das berichtet Die Autobahn hier.
Bereits erfolgt ist die Beseitigung des Unterwuchses, damit die Kampfmittelerkundung erfolgen konnte. Die nun beginnenden Fällungen der Restfläche von 0,5 Hektar werden in der vegetationsfreien Periode bis zum 28. Februar 2026 abgeschlossen.
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Der Heldbockkäfer ist kurzfristig - wahrscheinlich in den benachbarten Fechenheimer Wald - umgezogen und die Restfläche zwischen den Baustraßen von und zur A66 ist noch rechtzeitig gerodet worden. An der Zufahrt zur Borsigallee werden derzeit noch Bauleitungsbüros usw. errichtet.



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Riederwaldtunnel (Umplanung AS Borsigallee)
Die Planung des Riederwaldtunnels geht in die nächste Runde, nicht des Tunnels insgesamt, dafür besteht Baurecht und der Bau hat begonnen (von West nach Ost). Diesmal geht es um das Teilprojekt Anschlussstelle Borsigallee, die komplett umgeplant wird.
Die bereits planfestgestellte Variante...

...sieht ein 3-etagiges Bauwerk vor: die durchgehenden Fahrbahnen in der Ebene 0, die Zufahrt von der Borsigallee nach Osten in der Ebene -1 und die Ausfahrt von Westen zur Borsigallee in der Ebene +1 (so wie am westlichen Ende das AD Erlenbruch bereits fertiggestellt wurden).
Die Umplanung führt zum Wegfall der Ebene -1 ...

... die Ausfahrt von Westen zur Borsigalle und nach Osten von der Borsigallee nach Osten werden über die Ebene +1 und ein gemeinsames Ohr südlich der Autobahn geführt. Ändern wird sich auch die Anbindung des P&R-Parkhauses Borsigallee.
Der Grund für die Umplanung liegt in der Aufforderung des Bundesverkehrsministeriums zur Kosteneinsparung und in einem geänderten Regelwerk für 3-armige Anschlusstellen.
Nachlesen kann man dies wie immer, und übrigens die gesamte Planungshistorie mit allen Änderungen seit 1981, im Erläuterungsbericht. Zu finden ist dieser nebst allen Plänen auf der Seite des RP Darmstadt:
Neubau BAB 66, Teilabschnitt Riederwaldtunnel; Planänderung Anschlussstelle Borsigallee
Natürlich eröffnet die Planänderung den Autobahngegnern wieder ein Türchen für eine Klage vor dem HessVGH, die aber ebenso erfolglos bleiben wird, wie alle Klagen zuvor. Auf den Bau des Tunnel dürfte sich die Plänänderung nicht auswirken, weil der vom engegengesetzten Ende her gebaut wird, und bis das östliche Ende dran ist, dürfte der Spuk vorüber sein. Obs zu einer Verzögerung der Fertigstellung führt, werden wir sehen.
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Direkte Zu/Abfahrten zum P&R Parkhaus sind zu begrüßen ob sich der Aufwand für das schon jetzt stark ausgelastete Parkhaus mit nur 900 Plätzen lohnt ? Es wäre zu wünschen das eine Erweiterung der Kapazität mit den Anschluss an die Autobahn einhergeht. Ideallösung: Dekra Gebäude weg, Ausbau der Anlage bis an die Borsigallee, im 3 OG ein direkter, wettergeschüzter und barrierefreier Übergang zur U-Bahn. P&R muss attraktiv sein um Autofahrer zum Umstieg zu animieren, daher ggf ergänzt durch Supermarkt und andere Dienstleistungen im gleichen Gebäude. e.g Reinigung, KfZ Werkstatt etc. Oder habe ich Planungen zur Erweiterung der Parkhauses übersehen ?
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