allg. Projekte N. Nordost (NO-Bhf., Herrnhütte, Schoppershof)

  • Es hätte deutlich schlimmer kommen können. Immerhin.


    Trotzdem: Die großen Ein- und Ausfallstraßen als Aushängeschilder der Stadt zu begreifen und entsprechend zu präsentieren - darauf werden Stadt und Bauherren wohl in hundert Jahren noch nicht kommen.

  • Es hätte deutlich schlimmer kommen können. Immerhin.


    Trotzdem: Die großen Ein- und Ausfallstraßen als Aushängeschilder der Stadt zu begreifen und entsprechend zu präsentieren - darauf werden Stadt und Bauherren wohl in hundert Jahren noch nicht kommen.


    Ergänzung: ... in Deutschland.


    Trotz allem finde ich das Gebäude doch recht gelungen und ansprechend. Es ist wenigstens nicht die sonst so billige Schuhkastenarchitektur. Wenn noch Bäume vor das Gebäude kommen würden, dann wäre ich absolut zufrieden damit, aber platztechnisch sieht es, wie gesagt, wohl eher schwierig damit aus.

  • fertig: Neubau am Tempohaus

    Der Neubau an der wichtigen Straßenkreuzung Welserstraße Ecke Äußere Bayreuther Straße darf wohl als fertiggestellt bezeichnet werden:



    Die Straßenkreuzung ist nun doch deutlich urbaner geworden, und tatsächlich wurde glaube ich kein einziger Baum geopfert, da der Platz als verschwenderischer und völlig unternutzter Parkplatz bereits versiegelt war. So sah es noch Anfang 2016 aus:



    Obwohl die Lage des Neubaus sehr schwierig ist, kam ein ansehnliches Ergebnis dabei heraus:



    Die Baukante wurde bewusst etwas zurück gesetzt vom gehweh und so etwas Platz für Grün und Abstand geschaffen. So ist das Bewohnen der Erdgeschossdomizile wohl erträglicher. Freilich verschwinden dadurch die Autokolonnen, die morgens und abends dort an tuckernd an der Ampel stehen, keineswegs. Die Balkoen finde ich auch zur Abwechslung mal ganz ordentlich, die Bleche sind nicht so Baumarkt und passen zum Farbkonzept des Gesamtprojektes.



    Ebenfalls finde ich passt das zum benachbarten Hochhaus, das, soweit ich weiß, in den 1950'ern nach Plänen von Schlegtendal erbaut wurde. Unter denkmalschutz steht die zweiflügelige Wohnanlage, die wohl das älteste Wohnhochhaus Nürnberg sein dürfte, leider nicht:



    Die Ecke hat damit ein sehr großstädtisches Gepräge, ich wünschte mir nur dass die geschotterte Fläche vor dem riesigen Fassadenbild "Nürnberger Tiergarten". Da könnte man durchaus noch weitere Verschönerungen platzieren, z.B. Bäume oder weitere Kunstaktionen. Nackte Wand ist noch genug da.


    Alle Fotos sind von mir, wenn nicht anders gekennzeichnet.

  • Willis Autohof an der Äußeren Bayreuther Straße


    Willis Autohof ist umgezogen. Auf obigen Foto, das schon etwas älter ist, befindet sich der Autohof hinter der Europcar-Station.


    Leider weiß ich hierüber nichts konkretes, aber es könnte so sein, dass dem Eigentümer endlich das richtige Angebot gemacht wurde und nun eine Umnutzung des Geländes kommen könnte. Geschäftlich ideal gelegen gegenüber der Mercado-Shopping-Mall bietet dieses sehr tiefe Grundstück bis hinter an die Merianstraße große Möglichkeiten für eine Umnutzung. Zum Beispiel könnte an der Bayreutherstraße ein Geschäftshaus entstehen, und im hinteren Bereich Wohnungen. Die Brandwand des Wohngebäudes am rechten Bildrand zeigt schon an was hier entstehen könnte.


    Das langsame Aussterben der kleinen Autowerkstätten in den gehobeneren Wohnvierteln geht also weiter.

  • Abriss ehem. Luftgaukommando XIII in der Schafhofstraße

    Heute im Vorbeifahren habe ich mitbekommen, der der Abriss des ehemaligen Luftgaukommandos am Laufen ist. Das Haus wurde zuletzt als Flüchtlingsunterkunft genutzt und damit war wohl auch klar, dass eine weitere Nutzung oder Transformation nicht geplant ist. Informationen zu dem Gebäude findet man auf der Seite Bauzeugen (link).


    Ein Paar Fotos dazu:







    Was aber jetzt dort entstehen soll entzieht sich meiner Kenntnis.

  • Danke, nothor ! Durch den Abriss und Deinen Hinweis erfahre ich jetzt immerhin, dass da mal die Erfüllungsgehilfen vom GröFaZ dringesessen sind in diesem unansehnlichen Bau. Meine Eltern wohnen nicht allzu weit weg, insofern bin ich über die Jahrzehnte immer mal wieder vorbeigekommen. Um diesen Funktionsbau des nicht ganz 1000-Jährigen Reichs ist es nicht wirklich schade. Da gibt es in Nürnberg noch genug und reichlich prominentere Architektur aus dieser Epoche.


    Und die unansehnliche Schafhofstraße kann durch den Abriss und einen Neubau kaum hässlicher werden. Wirklich viel schöner wird sie aber wohl auch nicht werden, dazu ist sie einfach viel zu sehr Gewerbegebiets-Durchgangsstraße.


    Wenn schon in prominentester Lage wie an der Bahnhofstraße nur armselige Billigarchitektur zum Einsatz kommt, erwarte ich mir für Schafhof nichts Spektakuläres.

  • Äußere Bayreuther Straße

    Zwischenzeitlich ist das Bauprojekt von "Bauhaus Liebe und Partner" in der Von-Fürer-Straße mittlerweile fertig gestellt ist (hier 2016 vorgestellt) :



    Die Eigentumswohnungen in ruhiger, aber zentraler Lage wurden passend zum wenig älteren Nachbarbau gestaltet, Grau in Weiß und ausschließlich in einfachen Rechteckformen. Etwas interessanter könnte werden wie sich das Doppelhaus Äußere Bayreuther Straße 99-101 entwickeln wird:



    Während die linke Hälfte erst vor gut 7 Jahren komplett und denkmalgerecht überarbeitet wurde (Beitrag mit Fotos) und seine strahlende Stuckfassade im Rokkoko-Stil überarbeitet bekam, harrte die rechte Hälfte als hässliches Entlein kreativ-gestalterischer Aufmerksamkeit. Als vor Kurzem Gerüste dort standen dachte ich der Zeitpunkt für die Aufarbeitung sei gekommen, aber denkste. Es wurde nur der gesamte Putz herunter geschlagen. Zwischen hässlich-grau und einer neuen, attraktiven Stuckfassade ist nun alles möglich.

  • Die Eigentumswohnungen in ruhiger, aber zentraler Lage wurden passend zum wenig älteren Nachbarbau gestaltet, Grau in Weiß und ausschließlich in einfachen Rechteckformen. Etwas interessanter könnte werden wie sich das Doppelhaus Äußere Bayreuther Straße 99-101 entwickeln wird:


    IMG_8656.jpg


    Während die linke Hälfte erst vor gut 7 Jahren komplett und denkmalgerecht überarbeitet wurde (Beitrag mit Fotos) und seine strahlende Stuckfassade im Rokkoko-Stil überarbeitet bekam, harrte die rechte Hälfte als hässliches Entlein kreativ-gestalterischer Aufmerksamkeit. Als vor Kurzem Gerüste dort standen dachte ich der Zeitpunkt für die Aufarbeitung sei gekommen, aber denkste. Es wurde nur der gesamte Putz herunter geschlagen. Zwischen hässlich-grau und einer neuen, attraktiven Stuckfassade ist nun alles möglich.

    Eine Sanierung mit neuer Stuckfassade wäre sicherlich wünschenswert, ist jedoch wohl leider nicht angedacht.
    Im Sommer sind Teile des Putzes (unter anderem von der Traufkante - wie immer noch gut zu erkennen ist) auf den Gehsteig gefallen, weshalb man zur Sicherheit anscheinend erst einmal den gesamten Putz entfernt hat.

  • Ja, es ist ein Jammer, dass dieses Filetgrundstück so einfallslos zugeballert wird. Lange Zeit wurde das Grundstück als Erweiterung für das Museum Industriekultur/Tafelhalle vorgehalten, und man liest immer wieder dass das Museum bereits aus allen Nähten platzt und dringend neu aufgestellt werden muss. Durch die Aufgabe der Erweiterungsmöglichkeiten kann sich das Museum nicht mehr entwickeln und wird m.E. langfristig den Ort verlassen müssen. Oder eben die der Veranstaltungsort Tafelhalle.


    Vor Ort sind aber Visualisierungen der Neubauten, die verklinkerte Fassaden zeigen, wenn ich mich nicht täusche.

  • Die Fläche, um die es hier geht, war 1985 die große Ausstellungsfläche zum 150-jährigen Eisenbahnjubiläum. Danach gab es mehrere Ideen und zuletzt entweder das Centrum Industriekultur zu erweitern, ein "Sport"museum zu bauen (v.a. für die vielen eingelagerten historischen Objekt wie Pokale, Fahnen, alte Kleidung und Turngeräte usw. + Mitmachstationen), ein "hands-on"-Museum oder endlich die dringend benötigten Depotflächen für die zahlreichen städtischen Sammlungen.


    Im Zusammenhang mit dem starken Bevölkerungswachstum seit ca. 2010 hat die Stadtspitze entschieden, hier relativ kurzfristig Wohnraum zu schaffen... der Rest siehe oben