Stadthöfe Hamburg - Erweiterung des Passagenviertels

  • Ach ist das herrlich. Was habe ich mich auf den Moment gefreut. Welch unglaubliche Bereicherung die historischen Bauten, insbesondere die besonders wichtigen Eckbauten, doch fürs Stadtbild sind.


    Wenn man bedenkt, was sonst so landauf und landab gebaut wird, ist eine solche Teilrekonstruktion noch wohltuender. Von mir gibt es einen fetten Daumen nach oben. Ich hoffe, das Beispiel macht auch in Hamburg weiter Schule! :daumen:

  • Menno da wollte ich noch weitere Bilder hochladen und nun überschlagen sich die Ereignisse :)


    Also von gestern:





    von heute


    (etwas stümperhaft den Kran wegretuschiert)




    Kommt da noch ein Wetterhahn hin? Die sind noch am Feintunen des Turms. Bin gespannt.



    Wird der alte Teil der Fassade eigentlich noch mal gesäubert?


    die IST gesäubert. Das eine ist nur glatt verputzt und glatt gemalt, das andere ist Naturstein :)


    Bilder (c) Häuser

  • ...aber da hätte man sich mehr Mühe geben und stärker am Original orientieren können.


    Das hat mit Muehe nichts zu tun. Muehe suggeriert ja, dass eine Rekonstruktion (zumindest in Teilen) Ziel des Umbaus war, dann jedoch nicht konsequent verfolgt und umgesetzt wurde. Dies ist jedoch nicht der Fall.


    Es geht im Wesentlichen um die zukuenftige Nutzbarkeit der Immobilie. Hier wird - gottseidank - nicht wie frueher eine reine Verwaltungsnutzung entstehen, sondern eine das Viertel belebende Kombination aus Hotel, Wohnen, Buero, Gastronomie und Einzelhandel.


    Selbstverstaendlich erfordert dies (teils geringe, teils erhebliche) Abweichungen vom historischen Original. Von daher bin ich mit dem Resultat in der Summe sehr zufrieden.


    Mich 'aergern' hoechstens ein paar Kleinigkeiten, die in meinen Augen bei gleicher Nutzung und gleicher Flaechenausnutzung haetten besser geloest werden koennen: Zum Beispiel der meiner Ansicht nach eigentlich unnoetige Burch der vertikalen Fensterfluchten im Mittelteil des Gebaeudes (in den Seitenteilen werden die Fluchten beibehalten). Gut zu sehen in Haeuser's Foto hier. Allerdings wird das wohl 90% der Menschen nicht mal auffallen...


    Mich stoert es eher weil es eigentlich so unnoetig ist und relativ leicht haette vermieden werden koennen.

  • Ist schon klar, dass es einen Investor auch um die Nutzbarkeit geht.
    Aber zumindest die drei angedeuteten Satteldächer über dem dritten Obergeschoss und die Steinoptik an den Kanten hätte man doch realisieren können.
    Letzteres hätte man auch aufmalen können (wie die Gründerzeitfassaden an der Winsener Straße in Harburg).


    So sehen die Austockungen wieder wie ein Fremdkörper aus, wenn auch deutlich gelungener als das Provisorium zuvor.

  • Man war uebrigens neulich dabei am Eckturm dezente kleine LED-Strahler zu installieren und zu testen: unter anderem auf dem Balkon und in einigen anderen Ecken und Winkeln der Fassade. Wir duerfen uns also darauf freuen, dass das zumindest Tuermchen, oder ggf sogar die gesamte Fassade, in Zukunft abends illuminiert wird.


    Das wird sicherlich die Ecke an der Stadthausbruecke noch einmal sehenswerter machen.


    Zudem bekamen Anlieger kuerzlich post vom Bezirksamt: Ab April werden fuer einige Monate die Verkehrsflaechen rund um Stadthoefe und Bleichenhof, bishin zur Bleichenbruecke, saniert und in Teilen neu gestaltet.

  • ach das wird schon ganz fein!


    Noch mehr vom Gerüst abgebaut worden. Das "Hotel de Ville" links daneben braucht wohl am längsten. Daher ist offensichtlich noch keine Webpage online geschaltet.



    Erstes Teilstück vom Gehweg ist freigegeben



    Kurzer Blick in den Eingang vom Eckturmgebäude



    Bilder (c) Häuser

  • Zudem bekamen Anlieger kuerzlich post vom Bezirksamt: Ab April werden fuer einige Monate die Verkehrsflaechen rund um Stadthoefe und Bleichenhof, bishin zur Bleichenbruecke, saniert und in Teilen neu gestaltet.


    Und schon ist man dabei:



    Bild: ich

  • ^^ Ja. Hauptsaechlich allerdings wohl das Treppenhaus das eine vernuenftige Durchbingung fuer Fussgaenger zum Neuen Wall verhindert.


    Der Denkmalschutz in Hamburg hat sich laengst zu einem ideolisch motivierten Elfenbeinturm mutiert dem nichts mehr am Herzen liegt als die schlimmsten staedtebaulichen Sueden Nachkriegsdeutschlands unter Schutz zu stellen und vielerorts eine 'Heilung' des Stadtbildes zu verhindern oder zu erschweren.


    Mich wundert es, dass die Ost-West-Strasse noch nicht als 'einzigartiges erhaltenswertes Beispiel fuer die Verfehlungen der automobil-zentrierten Verkehrsplanung' unter Denkmalschutz gestellt wurde.


    Zusutrauen waere es diesen Gestalten... :nono: