Stadthöfe Hamburg - Erweiterung des Passagenviertels

  • Umbau der Baubehörde an der Stadthausbrücke

    Wenn die 2600 Mitarbeiter der Baubehörde in ein paar Jahren nach Wilhelmsburg umgezogen sind, soll der alte Gebäudekomplex mit mehreren Höfen zwischen Große Bleichen und Neuem Wall umgebaut werden.


    Gewünscht sind eine Shopping-Passage nach dem Vorbild der Hackischen Höfe in Berlin, Wohnungen, Büros und Gastronomie. Die Passage könnte mit der vorhandenen Passage Bleichenhof verbunden werden. Außerdem ist eine Gedenkstätte in Bezug auf die NS-Vergangenheit denkbar.


    Der Clou: Der im zweiten Weltkrieg zerstörte Turm am Eckhaus Neuer Wall/Stadthausbrücke soll wieder aufgebaut werden.


    http://archiv.mopo.de/archiv/2…dlen_shopping_tempel.html

  • Wunderbar!

    Modell der Hackeschen Höfe? Sanierung der Altbauten? Turmhelm Rekonstruktion? Mischnutzung aus Wohnen, Einkaufen und Entspannen? Ja ist denn heut' schon Weihnachten?


    Der Gebäudekomplex überspannt das Bleichenfleet, verfügt über mehrere Höfe mit interessanter Architektur, teils noch vom legendären Oberbaudirektor Schumacher. Könnte also durchaus eine runde Sache werden.


    Dort wird bald wieder der historische Turmhelm entstehen. Waxo, kleine GoogleMap Illustration?


    Info:
    Das Gebäude Der älteste Teil der heutigen Stadtentwickungsbehörde entstand schon 1814 an der Ecke Neuer Wall/Stadthausbrücke und war Sitz der Polizei und anderer städtischer Einrichtungen. Das Gebäude wurde 1892 zur Stadthausbrücke hin erweitert. 1914-23 errichtete Oberbaudirektor Schumacher einen weiteren Bau über das Bleichenfleet. Unter den Nazis war hier die Gestapo untergebracht. Nach Bombentreffern im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude vereinfacht wiederaufgebaut. Der Turm am Eckhaus Neuer Wall fiel den Bomben zum Opfer, soll jetzt neu gebaut werden.

  • Super Neuigkeiten!
    Vor allem der Wiederaufbau des Turms ist meiner Meinung nach sehr schön. Da schlägt man ausnahmsweise mal den richtigen Weg ein und macht nicht gleich alles platt, um es durch gesichtslose Neubauten zu ersetzen. :daumen:
    Aber auch die anderen Planungen lassen hoffen. Wenn die Vergleiche mit Berlin nicht übertrieben sind, kann eigentlich nicht viel schief gehen.

  • Wenn du im nord-östlichen Bereich bewusst den Bleichenhof markiert hast, dann ja.


    Garbe plant dort übrigens ein "Stilwerk-Cityhaus". Bin mir nicht sicher, ob der Bedarf für ein weiteres Stilwerk besteht.


    Der geplante Neubau ist ferner nur am Axel-Springer Platz möglich, sofern man alle Vorkriegsgebäude erhält.

  • Genau diesen Turm wünsch ich mir schon zurück seit ich auf alten Fotos gesehen habe, wie schön das Gebäude einst war. Von daher eine tolle Nachricht. Vollends aus dem Häuschen wäre ich wenn man noch das draufgesetzte Staffelgeschoss wegreissen würde und die originale Dachkonstruktion wiederherstellen würde. Denn ohne die bekommt das Gebäude seinen alten Charme nicht zurück, auch mit Turm nicht.
    Alles in allem scheint der Plan aber super. :daumen:

  • @waxo derzeit hast Du das Görtzsche Palais mitmarkiert (gegenüber vom freien Platz am Neuen Wall.)


    Ich denke es ist nur das Gelände direkt an der Straße Stadthausbrücke, eventuell noch ein Flügel entlang des Bleichenfleets. auf keinen Fall der Bleichhof und der angrenzende Bau an den großen Bleichen.

  • Ich hab heute mal eine kleine Fotostrecke des Gebäudes und seiner umgebung gemacht.


    Dieser Kanalüberbau verbindet den Gebäudekomplex mit der Bleichenhofpassage. Vielleicht bald auch in seiner Nutzung :)


    So sieht das kurze Stück am Neuen Wall aus


    Schräg gegenüber auf dem Neuen Wall


    Die Ecke Neuer Wall - Stadthausbrücke


    Hier erkennt man gut, wie der von Samuel gepostete Turm im Kontext wirken würde.


    Gegenüber der Ecke


    Blick nach links,in Richtung U-Bahnstation


    Lange Fassade


    Etwas aus direkter Nachbarschaft

    Fischmarkt, digga. ;)


    Die Fassade selbst ist mit unzähligen verschiedenen Ornamenten und Statuen geschmückt.


    Hier habe ich leider zu stark komprimiert. Man erkennt das leicht deplatzierte, aber stylishe Azteken-Gesicht kaum noch ;)


    Zu guter letzt einer der wichtigen Innenhöfe.

    Der Rundumblick reicht von...
    Aaaah :daumen:

    zu oooh :confused:

    bis zu iiiih :Nieder:


    Alle Bilder von mir.
    Auf Wunsch auch in Groß

  • Danke für den Hinweis Wmeinhart.
    Es ist dort schwer auszumachen, wo das eine Gebäude anfängt und das andere aufhört, da die Fassaden sich nicht so stark unterscheiden. Besonders wenn man bedenkt, dass alle umliegenden Gebäude völlig anders aussehen und der Fassadenstil sowieso mindestens einmal an der langen Seite des Komplexes wechselt.


    Ganz am Ende, Ecke Große Bleichen ist ja auch nochmal eine andere Behörde. Ich glaube die Umweltbehörde und von deren Umzug wurde ja nicht gesprochen. Wobei dort allerdings der Übergang zur Bleichenhofpassage sein könnte. Aus der Mopo: "Würde man den Bleichenhof mit der umgestalteten Baubehörde verbinden, ergäbe sich eine ganz neue City-Verbindung.".
    Kann da jemand anhand Waxos googlemaps-Bild Klarheit schaffen?



    Ben :
    Gute Frage. Noch muss da abgewartet werden, wer denn letztendlich tatsächlich den Zuschlag bekommt und wie das Konzept dann aussieht. Da die Innenhöfe nicht öffentlich relevant waren, wundern mich diese Horrorfassaden nicht. Das würde sich aber ändern, wenn dort Gastronomie und hochwertige Einzelhandelsflächen entstehen. Irgendwie bin ich da relativ optimistisch, dass wir dort noch einen Umbau erleben werden. (Vielleicht auch nach dem Vorbild einiger benachbarter Passagen mit Glasüberdachten Innenhöfen)

  • Danke Escobar finde ich jetz ganz ordentlich, aber Waxo hat recht;


    Der Komplex ist ja nur für eine Baubehörde (die in den Bezirken ja noch ihre Pendants hat) erschreckend mächtig , vor allem wenn man bedenkt, dass an der Wexstraße ja auch noch einiges von dieser Behörde ist.

  • ich glaube es weiß hier keiner so genau was alles zu dieser Behörde gehört.
    :)
    Maps google


    Du hast da noch dieses Palais integriert, welches bei meiner Fotoserie auf dem 2. und 3. Bild zu sehen ist. Das ist das Gebäude ganz südlich am Neuen Wall, rechts von der Ecke. Die Farbe des Daches unterscheidet sich auch vom angrenzenden Bau.


    Ich hoffe und bete, dass dieses Gebäude aber dennoch zum ausgeschriebenen Areal gehört (bitte bitte bitte). Ich bin da nämlich nochmal gedanklich durchgegangen und muss leider sagen, dass das letzte von mir gepostete und trefflich mit "iiiih :Nieder: " titulierte Bild höchstwahrscheinlich die Rückseite von dem Palais in dem Innenhof ist. Selbst wenn wir also mit Fassadenverschönerungen rechnen dürften, wäre die Fassade vielleicht nicht Teil des Projekts.
    Ich kann wirklich nur hoffen, dass ich mich da jetzt vertue, aber ich befürchte nicht.

  • heute früh sagten sie im Radio, der Verkauf sei nicht ok - da fehlen an die 15 Mio an Wert -
    Ich glaube es ist nur das Eckhaus - so wurde es auch in der Zeitung abgebildet

  • Ein (ANGEBLICHER) Investor meinte, das Gebäude sei 60mio wert und wurde dann halb-offiziell auf 55mio oder sowas geschätzt. Bin ja auch selber der Meinung, dass das Gebäude unter Wert verkauft wird und man mit anderen Investoren höhere Erträge erzielt hätte.


    ABER... es ist seit geraumer Zeit klar, dass die Behörde nach Wilhelmsburg zieht und das Gebäude frei wird. Wo waren die ganzen Investoren in der Zeit? Hier gab es kein heimliches Gemauschel, wo nur einem bevorzugten Investor mitgeteilt wurde, dass es hier was zu holen gibt.


    NUR EIN EINZIGER Investor hat sich gemeldet. Und nicht nur das... er hat sich mit einem für die entsprechenden Gremien hervorragenden Konzept zur Nutzung gemeldet. Samt Gedenkstätte für die in dem Gebäude gefolterten Menschen im dritten Reich. Samt über 200 neuen Arbeitsplätzen,was allein schon reicht, um die Wirtschaftsförderung zu geniessen, die es seit SPD-Zeiten gab. Der Berliner Bogen wurde so auch ohne Ausschreibung vergeben vom SPD-Senat.


    Ich freue mich, dass hier mal für deutsche Verhältnisse schnelle Tatsachen geschaffen werden. Meiner Meinung nach sehr Investorenfreundlich. Hinterher meckern ist nicht, die anderne Investoren hätten früher was ausarbeiten können. Noch ist übrigens ein Jahr Zeit, bevor der Verkauf überhaupt stattfinden darf. Wenn einem anderen Investor in der Zeit was besseres einfällt, dann immer her damit. Aber mit 10mio Extra für das Gebäude ist das sicherlich nicht getan.

  • na, die Infos über die Werte schwanken aber auch enorm
    45 Mio wollten sie zahlen - aber 56 Mio sei es wert und man denke - vermute, die Differenz solle in die politische Kasse fliessen.


    Ja, merkwürdig, dass man sich nicht schon sehr viel eher um Nacherben bemüht hat.

  • Hackesche Höfe können wir uns jetzt wohl auf absehbare Zeit abschminken.


    Aus der Mopo:


    Baubehörden-Deal: Der Senat knickt ein!

    Nur drei Tage nachdem die MOPO den Skandal um den geplanten Verkauf der Baubehörde aufdeckte, macht der Senat einen kompletten Rückzieher. Investor „Garbe Group“ bekommt die Immobilienperle in der City zum Schnäppchenpreis von 46,8 Millionen Euro nicht. Eine Entscheidung über den Verkauf wird erst nach der Wahl getroffen.


    Mir bleiben gerade meine Worte aus dem letzten Beitrag im Halse stecken:
    "Ich freue mich, dass hier mal für deutsche Verhältnisse schnelle Tatsachen geschaffen werden. Meiner Meinung nach sehr Investorenfreundlich."