Leipzig: Prager Projektfrühling (Bauvorhaben an der Prager Str.)

  • Dito mit den vorigen Kommentaren bzgl. der zu flachen Bebauung an der Ecke zur Riemannstraße! Dennoch löblich, dass man hier einen neuen Blockrand initiiert und anscheinend eine Art neue (Fußgänger-) Verbindung zwischen der Prager- und der Judith-Auer-Straße schafft. Dieser Bruch wird wahrscheinlich kongruent mit dem Durchgang der Krugstraße im Block des Technischen Rathauses sein. Bei der breiten begradigten Prager Straße ein positiver Bruch, ansonsten wird es bei den gleichen und langen Fassaden schnell sehr eintönig.


    Diese Ecke dann so (die Entwurfsansicht ist hier auch etwas dramatisiert - es handelt sich ja lediglich um zwei Geschosse mehr als der Blockrand) zu betonen theoretische nicht falsch. Scheint der Kopfbau zum Beispiel Nahversorgung zu beherbergen und besagten Durchgang zu pointieren. Das ist generell - als Fußgängerzone mit Nahversorgung - absolut stimmig.



    Eher fehlen eben bei dem eigentlichen Kopfbau zur Kreuzung zwei drei Geschosse mehr. Was sicher auch der dortigen geringeren Nachfrage nach Büroflächen zu tun hat. Dennoch ist auch die dortige Gestaltung für mich sehr gefällig. Vor allem sind die Arkaden an der Ecke eine Bereicherung und nehmen so einer Ecke etwas die Tristesse. Die Fensterraster finde ich auch stimmig und wirken eher offener als klein und gedrungen. Wenn hier die Fassadenmaterialien stimmen, eigentlich eine gelungene Blockrandbebauung an einer immer noch perforierten Einfallstraße.

  • Das Ostforum ist verkauft und soll bis Ende 2020 fertig werden. Käufer ist die Ampega Real Estate GmbH, die zum Talanx-Versicherungskonzern gehört.

    LVZ
    (noch bis 20:10 Uhr frei lesbar)

  • Four Living


    Stand: 17. September 2019



    Die Westseite (an den Kleingärten) ist mit einer Reihe von Kranen bestückt.



    Tiefbauarbeiten auf dem Außengelände.



    Der Hochbau an der Prager Straße.



    Die neuen Treppenhäuser und Aufzugsschächte im Rohbau.



    Im Bereich von Erdgeschoss und erstem bis dritten Obergeschoss.



    An der Liebigstraße (Ecke Ostplatz) mit Blick auf das City-Hochhaus. Davor soll das "Ostforum" entstehen.



    Und ein Ausblick von der Kleingartenanlage Johannistal.

  • Four Living

    Das sieht aber nicht mehr nach den ursprünglich geplanten vier Türmen aus.
    Gibt es eine Neuplanung, werden jetzt wieder neue Einschnitte erstellt oder bleibt es ein Block?

  • ^ Es wurden vier Einschnitte gemacht, um neue Treppenhäuser und Aufzugsschächte zu errichten. Danach - im Sommer 2019 geplant - sollte der Einschnitt der vier Türme erfolgen. Aktuell ist man jetzt weitestgehend soweit, dass die vier Türme sich herausbilden können. Das heißt, dass drei neue Einschnitte gemacht werden.

  • ^dazu noch eine weitere Impression:


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    ^ Immerhin sorgt es für einen schattigen Stadtplatz (ist in diesen Zeiten nicht zu unterschätzen) und schirmt die Wohngebäude dahinter etwas vom Straßenlärm ab


    Ich befürchte, dass dieser Bereich auch nach Abschluss der Arbeiten und mit ein bisschen Begrünung bestenfalls den Charme eines luftigen Hinterhofs versprühen wird...


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    :fiddle:

  • ^ Ob der Platz mit Leben gefüllt wird, wird sicher auch von den künftigen Bewohnern und dem Zusammenspiel Hotel-Einwohner abhängen. Die Wohnungen scheinen sich ja für die aktuellen Leipziger Verhältnisse nicht schlecht verkauft zu haben, sind nicht zu groß und meist auch mit brauchbaren Grundrissen. Die Bauten selbst finde ich so lala - über die Farbgebung und die Balkone hat man versucht, noch etwas herauszuholen - was den Weiße-Kiste-Eindruck etwas abmildert. Dass mit dem Projekt in zwei Straßenzügen die Brandmauern verschwunden sind, finde ich ebenfalls begrüßenswert.


    Die Gegend dürfte nach Fertigstellung von Four Living und dem Ostforum durchaus weiter an Attraktivität gewinnen.

  • Wie es aussieht beginnen am Ostplatz die Arbeiten zum Aushub der Baugrube für das Ostforum.


    Ansonsten ist es an der weiteren Prager Straße in stadtauswärtiger Richtung eher ruhig. Auf dem Dreieck zur Riebeckstraße passiert bisher nichts. Hoffen wir mal, dass die Entwicklung an dieser wichtigen Ausfallstraße nicht wieder einschläft in den nächsten Jahren...

  • Tja.... wenn der OBM lauthals tönt, dass er die Stadt nicht weiter wachsen sehen möchte, dann mag das summarisch vielleicht nachvollziehbar sein, sogar Luft zum Handeln verschaffen. Doch gleichzeitig würgt man damit die Dynamik ab, welche allerdings auch Grundlage des Wohlstandes ist.

  • Leipzig ist die letzten Jahre ohne die Lobgesänge des / der Oberbürgermeister(s) gewachsen - und wird auch unabhängig von Jungs Kommentaren in Zukunft stagnieren oder schrumpfen oder was auch immer. Vulgo: der Einfluß öffentlicher Bekundungen vom OB auf der Wachsen und Werden einer Stadt geht gegen null (0). Zumal unser OB es bis vor kurzem irgendwie wahnsinnig toll fand, daß Leipzig wächst (und das Wachstum immer geringer wurde) und jetzt, da die Wachstumsschmerzen größer werden, das Gegenteil super findet.

  • in gewisser Weise stimmt das, und das ist auch gut so. Doch die Anzahl der fertig gestellten zusätzlichen Wohnungen aller Art, welche ja gebraucht werden, um irgendwie den Zuwachs aller Art ein Dach übern Kopf anzubieten, ist noch lange nicht auf dem Level, welches stetiges Zuwachsen ermöglicht. Schauen wir mal, was die Realität daraus macht! :-)

  • ^^^^ Die Nachricht kommt gerade rechtzeitig:

    Die AOC Immobilien AG errichtet mit Beginn im Jahr 2020 einen spekulativen Büroneubau in Leipzig als Teil der Quartiersentwicklung „Prager RiebECK“. Das Magdeburger Unternehmen hat die gesamte Quartiersentwicklung bereits an die SOKA-BAU, die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes, veräußert. In den zwei Gebäudekomplexen des Projektes entstehen bis zum zweiten Quartal 2022 zu den Büro- und Handelsflächen noch circa 185 Wohneinheiten und 145 Pkw-Stellplätze. Volltext hier.


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    © AOC Immobilien AG | Fuchshuber Architekten

  • ^^ Gibt es überhaupt eine verlässliche Quelle für die Behauptung, dass der OB Leipzig nicht mehr wachsen sehen möchte? Mir ist lediglich ein Artikel in Erinnerung, in dem er zitiert wurde, dass ein Wachstum der Stadtbevölkerung nicht mehr oberste Priorität genieße. Und das ist ja auch logisch, denn in den letzten 10 Jahren ist die Stadt sehr schnell gewachsen, während Wohnungsbau und Ausbau der Infrastruktur vor sich hin dümpelten.

  • ^Den Artikel hatte ich ebenfalls so verstanden. Fokus auf Lebensqualitaet statt Wachstum bedeutet ja nicht Nullwachstum. Aber warten wir mal die OBM-Wahlen ab.

  • ^^ Gibt es überhaupt eine verlässliche Quelle für die Behauptung, dass der OB Leipzig nicht mehr wachsen sehen möchte? Mir ist lediglich ein Artikel in Erinnerung, in dem er zitiert wurde, dass ein Wachstum der Stadtbevölkerung nicht mehr oberste Priorität genieße.

    Ich darf an die neue kommunale Bevölkerungsvorausschätzung 2019 - Ergebnisbericht - erinnern, die nach ihrer Fertigstellung lange Zeit auf dem Tisch unseres OBM rumlag, bevor er sie freigab. Vermutlich hat er sich in dieser Zeit lange und intensiv damit auseinandergesetzt ;-)-


    Hier findet man auch Überlegungen und Zahlen zur erwarteten Neubautätigkeit in Abhängigkeit von der tatsächlichen Bevölkerungsentwicklung (bzw. umgekehrt).


    https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1013701