Leipzig: Prager Projektfrühling (Bauvorhaben an der Prager Str.)

  • ^ Solche Bauten wären bei uns echt der Hammer! :daumen:


    Hochbau startet



    Prager Straße Ecke Stephanstraße.



    Das erste Stockwerk wird an der Prager Straße errichtet.



    Blick vom "Haus des Buches" in Richtung ehemaliges Postscheckamt.

  • LKG Carré



    Stephanstraße Ecke Goldschmidtstraße.



    Nahaufnahme durch die Hofein- und ausfahrt.



    Erdgeschoss und erstes Obergeschoss.



    Erdgeschoss bis drittes Obergeschoss stehen und das vierte wird gerade errichtet.



    Prager Straße Ecke Stephanstraße.



    Nahaufnahme des Rohbaus mit den Balkonen.

  • Update zum LKG-Carré. Inzwischen kann man die Flucht der Prager Straße mit dem Neubau schon gut ausmachen. Wenn die CG-Gruppe die geplanten Projekte bis zum Ostplatz verwirklicht, wird die Prager Straße vielleicht Leipzigs neue Prachtmeile sein, zumindest auf dem etwa 1km langen Abschnitt zwischen Ostplatz und Johannisplatz.


    Blick von Südost Richtung Johannisplatz




    Die Sanierung des Altbaus ist an der Südostspitze am weitesten fortgeschritten.




    Eine neue Treppe schwebt grad ein



    Blick in den künftigen Hof




    Rückseite des Technischen Rathauses

    Bilder: Cowboy




    geplante Rückseite des Technischen Rathauses nach Umbau

    Bildquelle: FB Stadtbau-Leipzig

  • Zwar versteckt sich die Fassade noch, doch das neue Raumgefühl am LKG-Carrè ist unverkennbar





    HALTSTOP!! Ein erstes Stück Altbau-Fassade illert schon hervor :)

  • ^ Auch von mir noch einige Fotos dazu >>



    An der Goldschmidtstraße, gegenüber dem Max-Planck-Institut.



    Links kann man gut die turmartige Ecke sehen. Der Hochbau ist erreicht.



    Die Lücke ist geschlossen! Prager Straße Ecke Stephanstraße.



    Kunst am Bau - mit Fischer-Art.



    Fenster sind eingebaut, gedämmt ebenso. Fehlen noch Putz und Anstrich.



    Die Konstruktion der Leuchtreklame wurde saniert.



    Wie von DrZott schon gezeigt - hier gegenüber vom ehemaligen Technischen Rathaus.



    Goldschmidtstraße Ecke Goldschmidtstraße.

  • ^ Mit dem Ergebnis der Sanierung des LKG-Carrés kann man wirklich zufrieden sein. Vor allem die Farbgebung überrascht mich, ich hätte mir diese erheblich grauer vorgestellt. Wenn die Projekte des ehemaligen Technischen Rathauses und der Buchanstalt genau so gut werden, hat sich die Prager Straße innerhalb von 5 Jahren stark gewandelt. Von einer perforierten Stadtlandschaft zu einer mit hohen und qualitativen Wohnbauten. Fehlen nur noch die Lückenschließungen am Johannisplatz und Ostplatz.

  • Beim LKG-Projekt ist die DDR-Leuchtreklame am Altbau fertiggestellt. Für den 30 Meter langen Schriftzug wurden 67 mundgeblasene blaue Neonglassysteme mit einer Gesamtlänge von 62 Metern gefertigt. Für das doppelseitige Buchmännchen wurden 69 mundgeblasene und mehrfarbige Neonglassysteme mit einer Gesamtlänge von 79 Metern hergestellt. 15 Hochspannungstransformatoren bringen künftig die Werbung wieder zum Leuchten. Ich bin auf das Ergebnis gespannt. Mehr dazu in diesem L-IZ-Artikel.




    Restaurierter LKG-Schriftzug an der Prager Straße


    Restauriertes Buchmännchen, ebenfalls an der Prager Straße.




    Der LKG-Altbau lässt auch in der Goldschmidtstraße immer mehr die Hüllen fallen.
    Bilder: Cowboy

  • Über die Restaurierung alter Ost-Werbeanlagen in Leipzig wundere ich mich immer wieder. Wird das in anderen Städten auch gemacht? Worin liegt der Reiz, für nicht mehr existierende Marken zu werben?

  • Im Denkmalwert? Als Zeugnis der Vergangenheit? Als wichtiger Teil der Fassadengestaltung?


    Randlich sind wir schon mal im Dezember 2012 auf denkmalgeschützte Leuchtreklame aus der DDR-Zeit eingegangen. Dabei hatte ich unter anderem auf das Margon-Haus in Dresden verwiesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Margon-Haus


    Für Leipzig als ehemals "hellste Stadt unserer Republik", wie 1957 ein Werbefachblatt Leipzig pries, hatte Leuchtreklame eine besondere Bedeutung: http://www.deutsches-architekt…m/showthread.php?p=361851


    In Berlin machen seit einiger Zeit Gerüchte über fehlende Bonität der CG-Gruppe aus Leipzig die Runde und verdichten sich nach und nach. CG-Geschäftsführer Christoph Gröner ist empört, immerhin sei sein Unternehmen die Nummer drei in der viel beachteten Studie von BulwienGesa über erfolgreiche Projektentwickler in Deutschland.


    Rohmert-Medien, 20.Februar 2015
    Berlin will die Problemimmobilie Steglitzer Kreisel verkaufen – und muss hoffen, dass es sich dabei nicht verrennt
    http://www.rohmert-medien.de/a…icht-verrennt,136537.html

  • Ein paar neue Infos zum Umbau des ehemaligen Technischen Rathauses durch die CG-Gruppe: Statt der 400 Wohnungen sind jetzt nur noch 260 bei einer Gesamtwohnfläche von 17.000qm geplant. Für Gewerbe seien 3650qm vorgesehen. Das Investitionsvolumen liegt bei 65 Mio Euro. (Quelle)


    Eine Visualisierung der Straßenfront gibt es jetzt auch.

    Bild: vertical-village.de

  • ^ Hinter der Bezahlschranke stehen ein paar neue Infos zum künftigen Nutzungskonzept im ehemaligen Technischen Rathaus. So sollen die Wohnungen in Hinblick auf steigende Baukosten und Mietpreise optimal bewohnt werden. D.h. 50qm Wohnfläche für Pärchen seien ausreichend, so CG-Chef Christoph Gröner, wenn alles, was nicht zwingend in der eigenen Wohnung gebraucht wird, zumindest im gleichen Gebäude vorhanden ist. Die Mieter sollen einige Büros sowie große Gemeinschaftsküchen samt Speisezimmer im Haus nutzen können. Ebenso seien Fitnessräume, Sauna, eine Lounge im Dachgeschoss sowie ein Restaurant geplant. Im Keller stehen außerdem Elektroautos (BMW i3?) zum Ausleihen bereit. Platzsparend soll es auch in den Wohnungen mit Fußbodenheizung, bodentiefen Duschen sowie großen Balkonen und Loggien zugehen. Motto: "Viel Lebensqualität auf nicht so verschwenderisch üppigem Raum".


    Beiläufig ist aus dem Artikel zu entnehmen, dass die CG-Gruppe ihre Leipziger Niederlassung in die 1927 als Rauchwarenlager errichtete Klinkerfabrik in der Haferkornstraße im Stadtteil Eutritzsch verlegt hat.

  • Danke für die Ergänzung.
    Wieso eine Firma aus dem Premium-Bereich aus der City (Querstraße) in so eine eher "abgelegene" Ecke geht, erschließt sich mir allerdings (noch) nicht.

  • Cowboy : Wie muss man das mit den Gemeinschaftsküchen und Speiseräumen verstehen? Etwa so, dass die Wohnungen dann keine eigene Küche haben? Das würde ich für nahezu unvermietbar halten. Andersherum wären die Gemeinschaftsküchen überflüssig, wenn die Wohnungen eine hätten.

  • Cowboy : Wie muss man das mit den Gemeinschaftsküchen und Speiseräumen verstehen? Etwa so, dass die Wohnungen dann keine eigene Küche haben? Das würde ich für nahezu unvermietbar halten. Andersherum wären die Gemeinschaftsküchen überflüssig, wenn die Wohnungen eine hätten.


    Der genaue Wortlaut der Passage aus dem LVZ-Artikel hilft hier zum Verständnis weiter: "So sollen die künftigen Mieter in der Prager Straße 20-28 einige Büros sowie große Gemeinschaftsküchen samt Speisezimmer für besondere Anlässe nutzen können."


    Es wäre in der Tat ein Wunder, wenn man Wohnungen ohne Küchen anbieten würde. Logisch ist, dass die Küchen bei einer 50m²-Wohnung nicht ausreichend Platz für Kochabenteuer und große Tafelrunden bieten werden. Zusätzliche (!) Bereiche, die gemeinschaftlich für diese Zwecke genutzt werden können, steigern im Endeffekt die Attraktivität der kleinen Wohnungen.


    Zum Projekt selbst: Das Ergebnis kommt einem Neubau gleich. Es ist ein wenig schade, dass die ursprüngliche Architektur vollständig getilgt wird. Wer vernünftig denkt, dem sollte allerdings auch klar sein, dass eine Vermarktung innerhalb der ursprünglichen Bausubstanz nicht machbar wäre :-/