Dresden: Kulturhistorisches Zentrum - Residenzkomplex

  • Es wird im Erdgeschoss des östlichen Nordflügels (d.h. rechts neben dem Hausmannsturm) eingerichtet. Lagerräume kommen auch in die darunter liegenden Kellerräume, deshalb wohl die Angabe „2-geschossig“. Die Gasträume sind aber nur im EG (anstelle der einstigen Hofkellerei).

  • Hallöchen, und ein Elli-Stelldichein 2021, weil diese äusserst aussergewöhnliche Singularität lockdownig-menschenleerer Innenstädte doch herausragende Fotomotivik bietet, zudem aktuell Väterchen Frost das Zepter führt und alles bepudert, möchte ich teilhaben lassen, zumal eine Wiederkehr derlei Sondersituation desweiteren äusserst unwahrscheinlich ist. Genug der Einführung, gesehen wie abgelatscht, bitte anklicken zum Vergrössern. :)


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    ^ alle Fotos ich

  • Innensanierung Kathedrale Ss Trinitatis - fertig, fast 5 Mio €


    Infos gabs bei den Katholiken bzw gibts bei den Evangelen. :saint:


    Das Gebäude gehört dem Freistaat, "Betreiber" ist das Bistum. Hauptkosten trug der Freistaat, SIB und LfD waren selbstredend eingebunden.

    Es wurde 'ne Reihe interessanter Dinge getan. Leider hab ich noch kein Fenster im Detail als Foto, aber ich sah deren Auswechslung im EG.

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    ^ das Bauschild ist inzwischen längst weg.


    Auch wenn der grobe Blick keine Änderung sieht: ich war mal husch spähen. Man müßte die Details nochmal später checken, zB die Beleuchtung lt. Infos.

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    o+u: Altar- und Orgelblick

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    Also betreffs weiterer sachdienlicher Hinweise: her damit:!:


    Aussenbonus

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    alle fotos ich

  • Semperoper - weitere Fassadenarbeiten (jetzt Nordseite), Arbeiten an Pantherquadriga


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    Quadriga Ende 2018

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    ^ Fotos ich

    Der zuletzt sanierte Bereich des unterirdischen Rundfoyers sowie des Champagnerzimmers ist inzwischen fertig - SäZ exklusiv (vom Januar 2021).

    Große Teile der Haupt- und Nebenbühnen erhielt gleichsam neuen Bodenbelag.

  • ^ Dazu hab ich mal eine Zoom-Aufnahme vom Schloss aus versucht - leider ohne vorzeigbaren Erfolg... :rolleyes:


    Vor 145 Jahren hat es die Quadriga übrigens auf's Titelblatt der Illustrirten Zeitung geschafft:


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    größeres Bild


    ...eigentlich sollte sie wohl auf dem Augustusplatz untergebracht werden:


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    8)

  • Zwinger - Französische Pavillon - update

    zuletzt Post 378


    Die Gerüste zum Inneren des Zwingers hin werden abgenommen.


    Ebenfalls wurde im Südbereich des Zwingers mit größeren Arbeiten am Aussengelände begonnen.



    Alle Bilder von mir.

  • Die Ausgrabungen im Zwinger werden sicherlich interessante Ergebnisse liefern. Ich bin schon gespannt. Allein die Spolien, die man bis jetzt geborgen hat, dürften für die Bauhütte zum Teil von nicht geringem Wert sein.

  • ^ Nach "Ausgrabungen im Zwinger" googeln erbringt einige Links zur Thematik - auch aus Sondierungen und Vorgrabungen 2008 und 2015 - zB DNN free.

    Dabei sollte dann auch was bei archaeologie.sachsen.de bekannt gegeben werden, hoffe ich.

    Kürzlich berichtete die SäZ exklusiv , was bisher ergraben bzw entdeckt wurde. Dabei sind: etliche Köpfe (u.a. ein Dämon ergo Satyr), ein vormaliger Garten, oder ein Findling mit Inschrift (muss noch entschlüsselt werden). Beim Garten: der alte Zwingergarten von Pöppelmann 1709-18 angelegt, aber sogleich 1719 wegen der Megahochzeit dem Fest- und Turnierplatz geopfert, die Pflanzen wurden jedoch in den Herzogin Garten verbracht. Weiterhin wurden bisher Fundamentteile des alten Reithauses von 1618 entdeckt, was aber 1672 aus statischen Schwächen am Dach abgerissen wurde. Kurz drauf entstand noch ein 2. besseres Reithaus.

    Der Boden wird in 3 Ebenen freigelegt - bis 0,7m, danach bis 1,5m, letztlich bis 2,0m.

  • Brühlsche Terasse - Leitungsarbeiten - neu


    kleinere Leitungsarbeiten an verschiedenen Stellen

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    Impressionen Alstadt

    Bilder sind von Sonntag früh am Morgen, keine "Corona Leere", schlafen nur noch alle :-D

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    Alle Bilder von mir.

  • Zwinger - aktuell


    Das EG des Französischen Pavillon sowie die anschliessende Bogengalerie haben inzwischen geöffnet, dort befindet sich die zwinger-xperience.

    Zugang ist über die Treppe vom Zwingerhof aus. Im Obergeschoss mit Saal sowie auch sonst ist alles weiter Baustelle und nicht zugänglich.

    Auch der Französiche Pavillon wirkt nun sehr hell - wie schon der sanierte Rest des Zwingers. Zum Glück blieb das patinierte Kupferdach weitgehend.

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    Mittelrisalit am Französischen Pavillon (.. groß klicken erlaubt)

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    Bogengalerie

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    Hier nochmal die Helligkeitsdifferenz zur "ungereinigten" Fassade der Gemäldegalerie. Am Zwinger beweist sich - und das gar am berühmtesten Baudenkmal der Stadt - daß man durchaus aufgehellte Sandsteinfassaden umsetzen/erreichen kann, wobei das hier am Zwinger wohl angesichts der zahlreich notwendigen Eingriffe auch kaum anders Sinn gemacht hätte. Natürlich wurde hierzu auch wasser- bzw sandgestrahlt. Während dem Semperbau die dunkle Patina steht, gehen m.E. an den "rußschwarzen" Bauten von Hof- und Kreuzkirche sowie dem Ständehaus die architektonischen Qualitäten flöten und man vergeigt obendrein Stadtbildpotenzial samt touristischem Belang. Ich sähe das 21.Jh. als Aufhell-Zeitschicht für die Stadt. Man wäre erlöst vom rückweisenden Dogma angeblich rein natürlichen Schutzpatinierens - den Schmutzpartikeleintrag aus Dekaden des Industrie-, Kohle(heizungs)- oder Trabi-Zweitakt-Zeitalters dabei ausblendend. Ausgerechnet der Zwinger zeigts, wie es geht - und das gar in Abstimmung Staatsbaubetrieb und Denkmalschutz.

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    Rückseite vom Nymphenbad aus

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    Bonus Wallpavillon - man vergleiche mal mit dem rabenschwarzen Figuren- und Fassadenschmuck auf dem Ständehaus...

    Bild: https://abload.de/img/p139027403juf.jpg


    Grabungen und Stadtpavillon (jetzt ganz eingehaust gen Hof)

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    alle fotos elli kny

  • Zur Patina der Kupferdächer vertrete ich bekanntlich eine MInderheitsmeinung. Ich bin kein großer Freund dieser angeranzten Zustände und freue mich immer über Dächer, die noch schön dunkel sind und vielleich gerade mal einen leichten Schleier tragen, wie hier bspw. die Kuppel der Sempergalerie. Die Eindeckung des Französischen Pavillons hat offensichtlich die beste Zeit schon hinter sich. Da hätte ein Austausch sicher nicht geschadet.

  • Dresdner Schloss


    Freskenmalerei 3.OG am Altan im Schlosshof - aktuell

    Gesamtansicht mit Baustelle Grosser Schlosshof.

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    Gesamtansicht des 3. Obergeschosses des Altan: auch die Säulen, Kapitelle und die Rahmung des Fresko mit Kassettendecke und Sgraffiten sind fertig.

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    Details von links nach rechts:

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    Hier nochmal die 3 Haupttafeln in voller Auflösung:

    Bild: https://abload.de/img/p14000101mjq0.jpg   Bild: https://abload.de/img/p1400011qfjbu.jpg   Bild: https://abload.de/img/p140001293kvf.jpg

    Der Altan wird ganz super, aber ich empfinde es etwas zu farbintensiv und frisch, es wurde nicht "auf Alt" gemalt (also "abgenutzt"), die Details im Einzelnen sind flächig grob ausgeführt, lassen mich daher kaum an einen Besuch bei Alten Meistern denken. Gleichsam kann man gerade hierzu von vorzüglichster Fachexpertise der Ausführenden ausgehen. Da ich mir nicht sicher bin: kann ein Fachleut bestätigen, daß Renaissance-Malerei zur Entstehungszeit auch so farbintensiv und im Detail auch dergestalt sein konnte? Meine (angelesene/erschaute) Vorstellung davon geht vielleicht zuviel von (Jahrhunderte gealterten) Gemäldeansichten aus. Ausserdem ist der Altan der Witterung und Sonnenstrahlung ausgesetzt, was der Farbe zusetzen dürfte.


    gesamtes Fresko 3.OG

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    Vergleich mit einer entsättigten Farbintensität.

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    Nur im 1.OG ist das Baugerüst noch luftig, sodaß dieses Motiv dort erscheint.

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    Hofbaustelle gen Nordost-Wendelstein

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    Brunnen

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    Bonus: der Wohnwagen darf nun nicht mehr fehlen... ^.^ // PKW-Ansammlung vor dem Schloß

    Bild: https://abload.de/img/p1400018cdkci.jpg   Bild: https://abload.de/img/p1400019odj5l.jpg

    alle fotos elli kny

  • Der Altan wird ganz super, aber ich empfinde es etwas zu farbintensiv und frisch, es wurde nicht "auf Alt" gemalt (also "abgenutzt"), die Details im Einzelnen sind flächig grob ausgeführt, lassen mich daher kaum an einen Besuch bei Alten Meistern denken. Gleichsam kann man gerade hierzu von vorzüglichster Fachexpertise der Ausführenden ausgehen. Da ich mir nicht sicher bin: kann ein Fachleut bestätigen, daß Renaissance-Malerei zur Entstehungszeit auch so farbintensiv und im Detail auch dergestalt sein konnte? Meine (angelesene/erschaute) Vorstellung davon geht vielleicht zuviel von (Jahrhunderte gealterten) Gemäldeansichten aus.

    Also was die Farbintensität von Renaissance-Malereien betrifft, da gibt es doch das spektakuläre Beispiel der Sixtinischen Kapelle. Generationen von Kunstexperten und natürlich auch von ganz „normalen“ Besuchern kannten die Michelangelo-Gemälde der Decke mit diesem typischen „Grauschleier“, angeblich vom Künstler gewollt als Stilmittel eingesetzt. Dann kam die erstmalige umfassende Restaurierung (1982 bis 1994, finanziell und ausführungstechnisch sehr aufwändig und natürlich auf höchstem wissenschaftlichen Niveau). Mit dem hergestellten Ergebnis hatte aber wohl keiner gerechnet. Nachdem die Gemälde von ihrer dicken Schmutzschicht (Staub, Ruß) befreit worden waren, erstrahlten sie in intensiven Farben:

    https://upload.wikimedia.org/w…Sixtinische_Kapelle_1.jpg

    (Foto kann – und sollte - sehr stark vergrößert werden, deshalb nur als Link)


    Detail im Vorher- Nachher-Vergleich:

    https://commons.wikimedia.org/…_Daniel_beforandafter.jpg



    Zum Fragenkomplex, den Elli Kny angeschnitten hatte, noch einige interessante Ausführungen von Matthias Zahn, dem Chef (nennen wir ihn mal so) des siebenköpfigen Künsterlerteams, das aktuell an den Altanfresken arbeitet. Nachfolgend Auszüge aus einem Interview, veröffentlicht in der Baubroschüre des SIB: Der Wiederaufbau des Dresdner Schlosses, Teil 2, erschienen 2020.

    Für die Figuren und die gemalte Architektur-illusion gaben die Fotografien [Anm.: Fotos des leider vernichteten historischen Schlossmodells] und Stiche Anhaltspunkte, aber Details wie beispielsweise der Kleidung sind darauf kaum zu erkennen. Wie haben Sie sich deren Ausführung erarbeitet?

    Mit der Freskotechnik haben wir uns seit 2011 beschäftigt. Wir sind nach Italien gereist, um uns auf die Spuren der Tola-Brüder zu begeben [Anm.: Benedict und Gabriel Tola aus Brescia/Lombardei – Ausführende Künstler der Originalfrescen des Altans]. Der Maler Girolamo Romanino aus Brescia bildete den Ausgangspunkt für unsere Recherche nach dem künstlerischen Umfeld, in dem sich die Tolas bewegt hatten [Anm.: Originale Fresken der Tolas sind auch in Italien nach aktuellem Kenntnisstand nicht erhalten]. Sie arbeiteten in seiner Werkstatt. Doch er gehörte zu einer älteren Generation, also schauten wir in seinem Umkreis nach gleichaltrigen Zeitgenossen der Tolas und stießen auf Lattanzio Gambara, der ebenfalls in Romaninos Werkstatt gearbeitet hatte. Von ihm sind Wandbilder mit biblischen Themen in Parma erhalten, an denen wir uns schließlich orientierten. Anders als bei Romanino tragen Gambaras Figuren nicht mehr die zeitgenössische Renaissancekleidung, sondern antikisierende Gewänder. Wir schauten uns auch genau an, welche Farben er übereinanderlegte, denn wie damals die Freskomalerei gehandhabt wurde, konnte uns niemand mehr zeigen. In Italien werden zwar noch kleinere Bereiche von Fresken restauriert, aber für ein Vorhaben wie unseres, wo komplette Bilder neu entstehen, mussten wir das Verfahren neu erfinden.


    Mit welcher Technik und welchen Farben haben Sie schließlich gearbeitet?

    Gemalt wird auf einer vier bis fünf Millimeter dicken Schicht Kalkputz. Die Farben müssen also kalkecht sein, lichtecht sowieso. Das schränkt die Palette auf größtenteils mineralische Farben ein: Die Ocker-, Rot- und Grüntöne sind Erdfarben, das Rebschwarz stammt von Holzkohle, Kalk färbt weiß, und das Blau ist Smalte – ein blaues Glaspulver, dass sich direkt vermalen lässt. Romanino verwendete es auch. Wir nahmen Farbproben mit nach Parma und hielten sie an Gambaras Malereien, um die richtigen Töne herauszusuchen. Wir schauten uns auch an, wie großzügig Gambara die Konturen ausführte und wie er seine Figuren in Tagewerke aufteilte: Die Farbe muss aufgetragen werden, solange der Putz noch feucht ist, deshalb wird nur so viel Fläche im Voraus verputzt, wie ein Freskomaler an einem Arbeitstag bemalen kann.


    Nachfolgend ein Foto von den im Interview erwähnten Wandbildern im Dom von Parma (Laut Matthias Zahn Orientierung für die heutige Rekonstruktion):

    https://commons.wikimedia.org/…a)_-_Interior_2006-09.jpg


    Wie Farben auf einem Foto „rüberkommen“, hängt natürlich stark von den Lichtverhältnissen und der fotografischen Bearbeitung ab. Man beachte mal das Einzelbild etwa in der Mitte des voran stehenden Fotos (Kindermord zu Bethlehem). Gleiches Bild als separate Aufnahme und mit deutlich stärkerer Farbintensität.

    https://media.istockphoto.com/…bara-picture-id1075033578

    Und zum Schluss - wieder einmal - vielen Dank Elli für Deine Reportagen.