Dresden: Kulturhistorisches Zentrum - Residenzkomplex

  • Die SKD haben die Termine für die Eröffnungsveranstaltungen des Kleinen Ballsaals präzisiert. Demnach darf die Öffentlichkeit ab 27. Januar (also heute in einer Woche) rein. An den nachfolgenden Wochenenden finden interessante Sonderveranstaltungen statt. Ich zitiere von der HP der SKD:




    Die Firma *Parkett Kleditzsch* (Sitz in der Nähe von Chemnitz) hat vor kurzem auch den Auftrag für der Verlegung des Parketts in den Paraderäumen erhalten (1 130 m^2 Versailler Tafelparkett; vereinbarter Preis ohne MwSt.: 291 642.75 EUR).

  • Sanierung Gemäldegalerie Alte Meister - Besuch im Ostflügel


    Im Dezember soll die gesamte Galerie fertig sein und eröffnen, bis dahin ist im Westflügel noch viel zu tun - aber auch noch einiges im Ostflügel (derzeit Interimsausstellung).
    Wie es alles am Ende mal wird und aussieht, konnte von den einfachen Bediensteten vor Ort nicht benannt werden. Man darf also gespannt sein.


    Zugang im bergmännisch ergänzten Tiefgeschoss des neuen Erschließungs- und Funktionstraktes.


    Treppauf ins sempersche Galeriegebäude und die Heiligkeit der Malerei.


    Blick zurück an der Treppe zum Tiefgeschoss.


    Hier befinden wir uns im ehemaligen Rüstkammerbereich im EG, wo künftig die dresdner Skulpturensammlung ihre Zentrale findet - eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit.
    Die grauen Zwischenwände kommen wieder raus.


    Im Zugang zum Marmorsaal im Französischen Pavillon des Zwingers hängt diese historische Ansicht. So ähnlich werden die Skulpturen vielleicht wieder kommen.


    Am östlichen Ende der Galerie dann dieses neue Treppenhaus - v.a. eine Auflage des Brandschutzes.
    Unten erwartet uns ein steinerner Treppenwart, im Teilbild rechts unten: der Blick von unten, rechts oben: der Blick hinunter.


    Blick vom neuen Treppenhaus aus dem Fenster.


    Marmorsaal mit der Gipsabgussabteilung der Skulpturensammlung. Auch hierzu gabs keine Kenntnis, ob diese Saalbestückung so bleibt.
    Hier ist man bereits im Zwinger, allerdings ist die Verbindung zur Galerie schon länger so.


    Wieder zurück und trepphoch ins oberste 2.OG der Galerie: hier wartet u.a. Canaletto auf uns. An der Decke neue Glasebenen unter den Dachlichtern.
    Hier waren auch vor der Sanierung die Wandbespannungen in Grau und vermutlich wurde hier sonst auch nicht viel erneuert.


    Nun eine Etage runter ins 1.OG und Hauptgeschoss. Hier zeigt der Trennvorhang zur Baustelle Westflügel in Printversion, wie es zuvor im Bereich aussah.


    Die roten Wandbespannungen wurden in graue getauscht. Der Fußboden ist auch hier noch der alte. Vielleicht gibt es aber auch hier noch Korrekturen bis zur Eröffnung.


    Da ich die Gemäldemotive hier spare, ist die Runde schon rum und es geht zum Abgang in den letzten Saal vor dem Haupttreppenhaus.


    Ein Lieblingsbereich der Galerie: das Haupttreppenhaus sowie folgend das Eingangsentré samt Kuppelgewölben.


    dort Querblick von der Treppe


    Ich ende mit dem Blick durch die grandiose alte Eingangshalle.

    ^ ob die Rampe am unteren Bildrand so bleibt, ist unklar, aber wegen des nicht-barrierefreien Gobelinsaals ggf auch künftig notwendig zur barrierefreien Erschließung.

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny () aus folgendem Grund: korrektur

  • Grosser Schlosshof aktuell



    Tor zur Schlosskapelle


    Am 1. Testbild am Altan, welches wieder abgebrochen werden wird, hat sich seit Bild 2 aus #244 nichts weiter getan.


    Weitere Malproben am Altan - wohl auch schon älter.


    Panorama Richtung Westflügel


    Grosser Schlosshof als Parkplatz. Den "ewigen Queck Junior" (DDR-Wohnwagen-Ei, unten links) würde ich als "höfisches" Baudokument dann mittig als Denkmal stehen lassen. :D


    Impression: Giebeldetail am Westflügel


    Nordost-Wendelstein - also Richtung Georgenbau

    ^ die Lichteffekte sind Spiegelungen, und man mußte mal wieder durch zeimlich dreckige Scheiben fotografieren - wohl dem Winter geschuldet.


    Dort am Erdboden sind zahlreiche Steine gelagert.

  • Vielen Dank Elli für die aktuellen Fotos, immer ein Genuss – und man bleibt auf dem Laufenden. Zu dieser Aufnahme einige Anmerkungen:



    Foto von Elli Kny



    Man sieht hier den entstehenden Haupteingang in das Schlossrestaurant (die bogenförmige Maueröffnung links neben dem Treppenturm. In dem Bereich sind aber in Kürze noch deutliche Umbauten zu erwarten. Die aktuelle Gestaltung (einflüglige Tür rechts, kleines bogenförmiges Fenster links daneben) geht noch 1:1 auf die Vorwende-DDR-Planung zurück. Basis dafür waren historische Ansichten, wie dieser Kupferstich von Weck (entstanden um 1680):
    http://www.deutschefotothek.de…8/df_hauptkatalog_0017150



    Im Unterschied dazu zeigt das folgende Foto den Zustand von 1936:
    http://www.deutschefotothek.de…5/df_hauptkatalog_0310909



    Diese veränderte Gestaltung (1936 vs. 1680) war keine Folge des großen Schlossumbaus (1889 – 1901), denn VOR dem Umbau des Nordflügels sah das schon genauso aus:
    http://www.deutschefotothek.de…j/89003309/df_dat_0005707


    Seit kurzem läuft nun eine Ausschreibung für die Herstellung und den Einbau der endgültigen Fenster und Außentüren um Bereich Gastronomie (= EG und Kellergeschoss im Nordostflügel). Anhand der dort enthaltenen Rissdarstellungen wird deutlich, dass der betreffende Eingangsbereich nochmals umgebaut wird. Im Ergebnis wird das dann so ähnlich aussehen wie im unmittelbaren Vorkriegszustand:



    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen



    Anderes Thema: das Turmzimmer. Am 1. November 2018 fand die Jahrespressekonferenz der SKD statt. Hauptinhalt waren die im Jahr 2019 zu erwartenden Neueröffnungen und Sonderausstellungen (alles Hochkaräter). Auf der HP der SKD wurden die Aussagen anschließend zusammengefasst. Dort heißt es u.a.:


    Zitat

    Einen weiteren Schwerpunkt der Jahrespressekonferenz bildeten die baulichen Aktivitäten, die 2019 in herausragende Neu- bzw. Wiedereröffnungen münden. Auf dem Weg zur Vollendung des Residenzschlosses als ein europäisches Projekt der Kunst und Wissenschaft geht es einen großen Schritt voran: Der Eröffnung des Kleinen Ballsaales im Januar folgt die Eröffnung der rekonstruieren Paraderäume im September. August der Starke hatte sie vor genau 300 Jahren anlässlich der Hochzeit seines Sohnes Kurprinz Friedrich August und der Kaisertochter Maria Josepha einrichten lassen. Zeitgleich eröffnet das Turmzimmer mit kostbaren Stücken aus der Porzellansammlung.
    Quelle: https://www.skd.museum/presse/…ntgarde-und-alte-meister/



    Eine ganz aktuelle Ausschreibung verdeutlicht, dass die Terminstellung ziemlich eng ist. Es geht dabei um die Vergoldung der Konsolen für das Turmzimmer. Fertigstellungstermin laut Ausschreibungstext ist der 13. September.

  • Festung Dresden


    Der Rohbau des neuen Aufzugs auf der Brühlschen Terrasse, welcher bald Zugung zur umgebauten Festung ist, steht schon. Es fehlt quasi nurnoch die Verkleidung.


    Blick vom Lipsiusbau

  • ^ etwas im Schatten liegend, ist dies ja die weitere grosse Eröffnung, die dieses Jahr ansteht. Ein neues Zeitalter fürs Festungsmuseum beginnt.


    Kleiner Ballsaal im Residenzschloss - aktueller Besuch


    Im vorgelagerten Silberwaffensaal - auch erst zeitnah zuvor rekonstruiert - stehen seit letztem Besuch nun Vitrinen entsprechenden Gehalts. Damit hatte ich nicht gerechnet, bzw war ich über museale Raumbestückung nicht im Bilde, denn ich empfand den Raum interessanter und schöner ohne Klimbim. Natürlich ist es aber einleuchtend, daß die Räumlichkeiten idR nicht nur ihrer selbst willen da sind.


    Blick zurück im selben Saal (Ri. Westen), links kann man zur Schloßstraße rausschauen.


    Den Silberwaffensaal empfand ich seither auch schon als vorzüglichst, daher noch dieses "vitrinenfreie" Motiv.
    Doch halten wir nicht länger an uns - hinten wartet schon das noch Größere Wunder auf uns.


    Liebe Leute, wir betreten den Kleinen Ballsaal - und schauen sogleich leicht nach oben.
    Auf den ersten Eindruck kam er mir doch kleiner vor als gemutmaßt, doch mit jeder Minute des Aufenthalts und der
    Wahrnehmung der Detailfülle weitete sich subjektiv das in real "nur" 120 m² messende Raumwunder.

    ^ V.a. das obere Gebälk über der Balustrade kommt einem auf Fotos wie ein weiteres Geschoss vor - allerdings ist es niedriger und wirkt zum Saal quasi wie ein Halbgeschoss.


    Da es schon etliche Bilder im Web gibt, habe ich versucht, eigene Motive zu identifizieren oder zu finden - gleichsam ohne hier eine ellenlange Bildreihe zu verursachen.
    Ob's gelang bleibt dem Betrachtenden überlassen. Zunächst schauen wir aber nochmal nach oben, wie es schon andere Fotos taten.
    Immer wieder ist feststellbar, daß jeder Kameratyp andere Bildqualitäten generiert - v.a. Handys und Kompakte.
    Insofern erreicht auch meine nicht billige Kompakte keine ganz realistische Wiedergabe - v.a. in Farbe und im Kontrast.
    Es scheint, daß die Goldmasse die Bildaufnahme manipuliert, denn per Auge ist das Abbild irgendwie anders.


    Bewußt gewählter Blick eines Kronleuchters von unten und in Richtung Saaloberlicht.


    Wie zu sehen ist, kann man auch ganz allein im Raume sein, wenn man Glück hat.
    Hier soll der Fußboden in herrlichem Tafelparkett im Blicke sein.

    und noch einmal:


    Geradezu spitzenmäßig gefallen mir die Saaltüren, welche in ihrer fast schon sachlichen Wirkung doch allerhöchste Harmonie in Handwerkskunst zeigen.


    Vorschnell und im Vorwurf meist gegenstandslos, müssen jene Unkenrufe zur Saal-Ausführung aus dem APH-Forum gewertet werden. Die Kritik anhand von Webbildchen war und ist mE im Einzelnen widerlegbar, wie sich u.a. an dieser Wandnische längst bewiesen hatte. Die Wandnische mit Kinderfries ist zudem im weiß-gräulichen sanft-matten Kunstmarmor-Farbkanon dieser Wandseite angesiedelt, soweit als machbar der Überlieferung entsprechend und in umfangreicher Klärung vorab so gewählt und zur Ausführung bestimmt worden. Wie gesagt, die Kameras und Knipsen liefern oft ein geändertes Abbild.

    ^ Die Kritik an den Standleuchtern war obendrein Pfennigfuchserei, denn da wurden Nahaufnahmen im Zentimeterbereich gefertigt, dann aber mit viel größeren anderen Objektfotos in abwertenden Vergleich gesetzt. Die Stanzungsart der Metallverblendungen an Kamin und fensterseitigen Heizkörpernischen ist dem Normauge kaum zugänglich, zu winzig und nebensächlich ist die Angelegenheit. Die glubbschige Sphinge suchte ich übrigens vergebens (wo soll jene sein?). Da sich einige Mitbesucher (sicher nicht ganz zufällig) als Stuck-Handwerker oder Restaurator outeten bzw im Gespäch sachkundig wirkten, ergab sich keine Grundlage für Kritik an der Saalausführung. Viele Dinge sind irgendwo normal, waren teils auch schon immer so, und im Vergleich hierzu sei eher an der Semperoper eine Vielzahl von Unstimmigkeiten passiert, welche den Fachleuten freilich bekannt sind.



    Die beiden Kinderfriese seitlich sind in Farbe gehalten und spiegelbildlich gleich - ebenso wie dann jeweils diagonal ggü auch alle restlichen Motive mit Instrumenten- oder Ziermotiven.



    ^ Hier eine kontrastreiche Bildautomatik, darüber eben ein Normalfoto im Vergleich. Die Wirklichkeit liegt etwa dazwischen - also daß was das Auge vor Ort sieht.


    Eckbereich Balustrade im Detail



    letztes Motiv: "Hängungsgloriole" eines der Kronleuchter an oberster Saaldecke


    Fazit: eine wichtige Saalreko eines Historismus-Saals - von Semper-Mitarbeiter und Hofbaumeister Bernhard Krüger - und ca. 6 Mio € gut investiertes Geld.
    Großen Dank an alle Beteiligten für die restauratorisch-denkmalpflegerische Glanzleistung, welche dem Schloßkomplex weitere Reputation angedeihen lässt.

  • Ich war gestern ebenfalls im Kleinen Ballsaal und stand mit offenem Mund staunend da. Naja, nicht wirklich, aber doch immerhin mit leicht verklärtem Blick. Der Saal ist sagenhaft schön. Ich habe mir aber verkniffen, selbst mit meiner Handkamera Fotos zu machen. (Während ich da war, machte eine Frau mit ihrer Spiegelreflex eine Menge Bilder. Ich glaube, ich will auch so eine haben.)
    Jedenfalls hatte ich auch den Verriss der Expertenrunde im Nachbarforum gelesen und mir deshalb besonders diese Punkte gezielt angesehen. In dem Saal ist alles sehr stimmig und von höchster handwerklicher Qualität.
    Ich bin auch ganz besonders froh, dass der Kleine Ballsaal im Zuge des normalen Ausstellungsrundgang zu besichtigen ist.

  • Hier noch die Restbilder meiner kürzlichen SKD-Visite:


    Ausblicke rund ums Schloss








    Innenaufnahmen:
    Herkulessaal mit Rüstkammer im 2.OG


    Verlässt man den Kleinen Ballsaal, trifft man in der Fensternische des Nebenraumes auf diesen besonderen Kronleuchter.


    Dort befindet man sich bereits im schlichten Funktionsbereich des neuen Treppenhauses samt Lift und WC.


    Blick ins implantierte Treppenhaus.


    ebenso zur Rüstkammer zählend: das 1.OG unter dem Herkulessaal.
    Hier splittet sich die Dauerausstellung "Macht und Mode" (seit 2017) in die Sektoren "Kurfürstliche Garderobe" sowie "Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht" (Link).
    Hier Durchblicke durch den Saal unter dem Herkulessaal.



    Englische Treppe


    Fürstengalerie mit Ausgang West


    Modell für den Berliner Fernsehturm anno (ich glaube...) 1568 ! aus dem Neuen Grünen Gewölbe. :lach:

  • Vielen Dank fuer Deine Arbeit! Elli Eny!
    Unglaublich toll geworden, deine Photos!



    Auch eine sehr Tolle Arbeit, Bautzen Fan!
    Grossartig, dass Ihr beiden Euch so bemueht!

  • Palais Sekundogenitur - wie geplant diesjahr die östliche Fassadensanierung


    Seit Wochen stehen schon die Gerüste. Es wird gearbeitet. Im Foto stehen Bauleute ganz oben am Mittelgiebel.

  • Ich möchte einen interessanten Bildfund melden, und zwar aus dem Bereich der EG-Zone im Nordostflügel. Es handelt sich um eine Visualisierung mit integriertem Echtfoto. Ich habe ein Weilchen grübeln müssen, um die Raumdarstellung zu lokalisieren, bin mir aber nunmehr relativ sicher – Korrekturen/Richtigstellungen oder Ergänzungen sind natürlich sehr willkommen. Wir blicken hier in den sogenannten Vorraum, gelegen zwischen dem Gastronomiebereich und den Ausstellungsräumen zur Schlossgeschichte.



    Quelle: Das Dresdner Schloss - Sicherung der Bausubstanz, herausgegeben 1989 vom VEB Gesellschaftsbau (bunte Eintragungen von mir)


    Und hier also das besagte Bild: https://static.wixstatic.com/m…h_1199,al_c,q_90/file.jpg


    In einer Schnittdarstellung einer früheren Ausschreibung war die Südwand dieses Vorraumes abgebildet. Rechts stand dort: "Eingang Schlossstraße*. Den aktuellen Zustand dieses Eingangs sieht man hier:



    Im Vorkriegszustand waren dort keine Türen waren, sondern 2 Fenster:
    http://www.deutschefotothek.de…6/df_hauptkatalog_0111027


    Die DDR-Planung sah hier (d.h. an der Schlossstraße, direkt südlich des Georgenbaus) übrigens auch keinen Eingang vor. Demnächst wird der im folgenden Bild dargestellte Zustand hergestellt (auch für Laien erkennbar NEUE Türöffnungen – also kein „Disneyland“, aber gestalterisch m.M.n. sehr gut an den Altbestand angepasst). Bin schon gespannt, wie das real ausschauen wird:



    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen



    Ich möchte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen, dass Arwed die betreffende Eingangssituation schon vor geraumer Zeit treffsicher prophezeit hatte. Am 15.10.2017 schrieb er:


    Zitat

    Liebe BautzenFan, ich kann der Diskussion zwar keine Informationen hinzu fügen, die auf genauerem Wissen beruhen, doch bin ich mir ziemlich sicher zu wissen, wofür die Räume direkt nördlich der gotischen Halle dienen werden: als Foyer und Kassenbereich für das Schlossmuseum in der gotischen Halle und den Turmaufstieg. Auf jeden Fall benötigt die Halle einen Eingangsbereich in dem der Einlass kontrolliert wird (selbst wenn der Eintritt tatsächlich frei sein sollte), der aber auch als Windfang dienen wird. Direkt vom Großen Hof wird man nicht in die Halle gelangen können.




    Das letzte Foto (vor einigen Wochen aufgenommen) zeigt die neu geschaffene Treppe am hofseitig gelegenen Haupteingang des zukünftigen Schloss-Restaurants.


  • Kurze Vorbemerkung: Der Beitrag entwickelte sich leider zu einer „Klick-Orgie“, ging nicht anders. Ich empfehle, alle verlinkten Fotos aus der fotothek nach dem Öffnen mittels Plus-Icon zu vergrößern – dann sieht man (meistens) mehr.


    Vor kurzem brachte ein lokaler Radiosender (mdr) eine Reportage über den aktuellen Arbeitsstand in der Gewehrgalerie. In dem online-Bericht darüber waren auch einige Fotos integriert. Eines davon wurde mit der Untertitelung versehen: "Die Hälfte der rund 100 Meter langen Decke ist fertig".
    https://cdn.mdr.de/sachsenradi…_w-1216.jpg?version=59448


    Das nächste Foto zeigt die Maler bei ihrer Arbeit in dem noch nicht fertigen Teil der Decke (man muss dazu wissen, dass die Kassettentafeln in der Werkstatt bemalt werden und anschließend fertig bemalt eingesetzt werden):
    https://cdn.mdr.de/sachsenradi…_w-1216.jpg?version=35922


    Wie man auf dem ersten Bild schön sieht, wird im Inneren jede 2. Fensternische durch die Ausstellungsvitrinen zugestellt. Diese Situation hat logischerweise Konsequenzen für die Situation außen, was aber für die Hof- bzw. Straßenseite unterschiedlich gelöst worden ist. Beginnen wir mal mit der Straßenseite (Augustusstraße, Front mit dem Fürstenzug). Die Fenster sind – wie in der Entstehungszeit des Gebäudes - paarig angeordnet (der Lange Gang entstand ja um 1590, so eine Fensteranordnung ist typisch Renaissance). Aber nun ist jedes 2. Fensterpaar (wo innen Vitrinen stehen) zugemauert. Die folgende Abbildung stammt aus den Planunterlagen von 2016 (Ausschreibung: *Erneuerung der Fenster im Langen Gang).



    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Dieser Zustand entspricht genau dem unmittelbaren Vorkriegszustand (mit Ausnahme der Butzenscheiben, aber dazu später):
    http://www.deutschefotothek.de…9/df_hauptkatalog_0054833



    Beim Wiederaufbau nach dem Krieg (Außenaufbau bis 1958) war auf der Straßenseite eine andere Fensterlösung realisiert worden: Fast alle Fenster wurden zugemauert, bis auf die beiden Fensterpaare in Nähe der beiden Gebäudeenden:
    http://www.deutschefotothek.de…032748/df_mbs_0080011_002


    Das wiederum resultierte aus einem völlig anderem Innenraumkonzept des Wiederaufbaus – an die Rekonstruktion der Gewehrgalerie war damals nicht ansatzweise zu denken. Hier der Rohbauzustand 1958 nach dem Wiederaufbau (der Fotograf stand mit dem Rücken zur Verbindungstür in das Johanneum, im Bildhintergrund die Tür zum – noch zerstörten – Georgenbau):
    http://www.deutschefotothek.de…9/df_hauptkatalog_0137613


    Kommen wir nun zur Stallhofseite. Im unmittelbaren Vorkriegszustand war auch hier jedes 2. Fensterpaar zugemauert (Stichwort: Vitrinen innen):
    http://www.deutschefotothek.de…0/df_hauptkatalog_0148596



    Dieser Zustand wurde beim Wiederaufbau (Außenaufbau bis 1958) nicht wiederhergestellt, man realisierte vielmehr die Situation aus der Entstehungszeit des Gebäudes (in jeder dieser ursprünglichen Fensteröffnungen war jetzt wieder ein „richtiges“ Fenster – siehe vorletzten Fotolink).
    Jetzt, aufgrund der (weitgehenden) Rekonstruktion der Gewehrgalerie wird nun auch auf der Hofseite in jeder 2. Fensternische eine Ausstellungsvitrine stehen. Die Lösung für den Außenzustand sieht so aus, dass die betreffenden Fenster als so genannte „Blindfenster“ gestaltet werden. Hier ein Planauszug mit Legende aus den Ausschreibungsunterlagen von 2016:




    Quelle: SIB, Ausschreibungsunterlagen


    Zum aktuell laufenden Reko-Projekt *Gewehrgalerie* gehört auch die Erneuerung aller Fenster. Und hier kommen nun die eingangs schon erwähnten Butzenscheiben ins Spiel. Die gab es im unmittelbaren Vorkriegszustand nicht. Besser gesagt – nicht mehr, denn damit waren die Fenster im ursprünglichen Zustand ausgestattet (wie schon gesagt: typisch Renaissance). Hier ein Kupferstich von Weck aus dem Jahr 1680:
    http://www.deutschefotothek.de…1/df_hauptkatalog_0121618


    Beim Wiederaufbau in den 1950er Jahren hatte man noch keine Butzscheiben verwendet, erst irgendwann bei den diversen DDR-Maßnahmen ab Ende der 1970er Jahre erfolgte ein Austausch.
    Die schon mehrfach erwähnte Ausschreibung zur Fenstererneuerung (veröffentlicht im November 2016) erbrachte bzgl. der vorgesehenen Fensterverglasung folgende Information (sinngemäße Zusammenfassung):
    Alle Fenster (auch die auf der Straßenseite) werden mit Butzenscheiben ausgestattet. Dabei sollen die vorhandenen Bleiglaselemente für eine Wiederverwendung am Objekt aufgearbeitet werden.
    Da es nunmehr mehr Fenster-ÖFFNUNGEN geben wird als unmittelbar VOR den aktuellen Baumaßnahmen (aufgrund der vorher zugemauerten Fenster auf der Straßenseite, die jetzt bereits wieder geöffnet worden sind), wird man auch etliche Verglasungselemente (Butzenscheiben) neu herstellen müssen. Vielleicht ist das der Grund für die erhebliche Verzögerung der Fertigstellung der Fenster, denn laut Ausschreibungstext vom Nov. 2016 sollte diese Maßnahme im August 2018 abgeschlossen sein.

  • Am Altan werden wohl die ersten Malereien aufgetragen. Ein Teil ist zumindest eingerüstet und verdeckt.



    Am Schlosshof selber passiert noch nichts.

  • Zwinger Dresden


    https://www.saechsische.de/plu…r-geschichte-5081994.html


    Anlässlich der Jahrhunderthochzeit 1719 wird gerade eine provisorische Kuppel im Zwingerhof aufgebaut, wo ein Auschnitt der neuen Austellung "Zwinger Xperience" als audiovisuelle 270-Grad-Projektion ab 29.Juni zu sehen sein wird.
    Für 3€ erlebt man 8 Minuten des Reiterballetts.


    Ab September 2020 wird diese Ausstellung dann nocch größer in der dann fertig sanierten Bogengalerie L zu sehen sein.
    In den Französische Pavillon kommt das Foyer und ein Cafe. Außerdem wird ein Aufzug in den Verbindungsgang zur Sempergalerie eingebaut


    Anschließend beginnt die schrittweiße Zwingerhofsanierung, wo der rötliche Belag gegen eine gelbe sandgeschlemmte Decke ausgetauscht wird und wie ich früher schon mal erwähnte werden die Asphaltbahnen der Hauptwege durch einen Sandsteinbelag ersetzt.


    Zitat

    Geplant ist, ab Herbst 2020 zwei Jahre lang schrittweise den Hof zu sanieren. Die rötliche Schotterdecke soll durch eine besser wasserdurchlässige gelbe Schicht ersetzt werden. Zudem sind die asphaltierten Hauptwege zwischen Kronentor und Sempergalerie sowie Glockenspiel- und Wallpavillon dem großen Besucheransturm nicht mehr gewachsen. Deshalb ist geplant, dass diese Hauptwege einen stabilen Sandsteinbelag bekommen.

  • Frauenkirche bekommt neue (LED)-Aussenbeleuchtung


    DNN berichtete. Damit dürfte ein weiteres Puzzleteil des Lichtmasterplans umgesetzt werden, denn die Kirche soll im Dunkeln etwas heller erstrahlen als bisher.


    Edit:
    DD-TV zeigt es nochmal genauer im Film - v.a. im 1. Film von dreien.

    Einmal editiert, zuletzt von Elli Kny () aus folgendem Grund: edit

  • ^^ Baumaßnahmen am Zwinger


    Die PM des Freistaates gibt noch weitere Einblicke:


    Insgesamt wurden seit 1991 sage und schreibe 176 Mio Euro investiert (inkl. Semperbau). Das ist etwa die Hälfte in Relation zum Residenzschloß und sehr erstaunlich.
    Die aktuelle Maßnahme an der Bogengalerie L kostet 14,3 Mio. Die kommende Hofsanierung nochmals stolze 10 Mio.


    Sehr erfreulich ist zudem Folgendes, was wiederum ein Puzzleteil des Lichtmasterplans Innenstadt betrifft und schon lange überfällig schien:

    Zitat

    Auszug aus der PM:
    Auch die Beleuchtung im Innenhof wird neu gestaltet. Insgesamt wird eine unauffällige Ausleuchtung der Hoffläche für Fußgänger angestrebt. Zusätzlich zur Ausleuchtung der Wege ist eine dezente Anstrahlung für die Gebäudefassaden der Pavillons, der Lang- und Bogengalerien, des Kronentors und der Gemäldegalerie vorgesehen.


    Zur Bewässerung der im Mai 2019 festlich aufgestellten 72 Orangenbäume wird zukünftig eine separate Gießwasseranlage mit aufbereitetem Wasser installiert. Parallel dazu erfolgt die Sanierung von zwei Hofbrunnen.


    Damit dürfte das spätabendliche Wandeln im Zwingerhof an Attraktivität zulegen, wobei dies mit späteren Verschließzeiten des Hofs einhergehen müsste. Inzwischen scheint man aber demgegenüber offener zu sein.