Dresden: Kulturhistorisches Zentrum - Residenzkomplex

  • ^ die Videoleinwand wurde nun per 6.6.'16 wieder entfernt, wie die Presse meldet.



    über das
    Residenzschloss


    In der DDR-Monographie "Denkmale der Geschichte und Kultur" (Henschelverlag 1974, Hrsg.: Institut für Denkmalpflege) taucht eine kurze Abhandlung über das Schloss auf (Seiten 189 und 190 auf), die für den einen oder die andere von Interesse sein könnte:


    Deutlich werden die permanenten Versuche, Stückchen für Stückchen an der Ruine voranzukommen oder die Substanz zu sichern. Bemerkenswert allein die Bemühungen in den 1960er Jahren.

    ^ erstaunlich, wie schon zur Redaktionszeit von einem umfangreichen Wiederaufbau ausgegangen wurde. Sicher mochte und konnte sich damals niemand ausmalen, wie lange ein solches Unterfangen unter damaligen Verhältnissen gedauert hätte. (^ im Bild unten rechts der Textabsatz von Seite 190).



    Dazu gabs im Bildteil eine Aufnahme des Pretiosensaals des Grünen Gewölbes
    (angegebene Bildquelle: Renate Opitz und Anita Wachs)

  • Elli Kny : Das letzte Bild in Beitrag #99 sieht ein bisschen verzerrt aus...


    Der Vasen nach zu urteilen, ist das der Eingang zum Landhaus. Dürfte sich also auf der gegenüberliegenden Seite der Wilsdruffer befinden. Dachte zuerst, dass es am Sachsenplatz war, ich meine da ein sehr ähnliches Gebäude gesehen zu haben. Da passt das aber nicht mit dem Zaun.

    Danke für den Tipp, damit war es recht einfach zu finden: Wilsdruffer --> König-Johann-Straße Dresden --> 2. Treffer in der Bildersuche Link --> 2. Haus (neben dem Eckhaus links) :D


    Damit ich hier aber nicht zu sehr vom Thema abweiche, noch eine Idee...



    vermutlich von Hans Erlwein.

  • ^ vielleicht Erlweins Kinderstube. Zumindest entspricht das Brückengeländer nicht den heutigen Fohrschrüften. :D



    Grosses Schauspielhaus
    am Postplatz wird baulich überholt


    Wie schon aus den Programmflyern ersichtlich war, schließt das Haus für etliche Monate, nutzt dafür aber auch die Sommerpause beim Theater.
    Mich erstaunt die Sanierungserfordernis, die 10-Mio-Investition des SIB ist aber voll berechtigt, sinnvoll und bedient vorwiegend die technischen Aspekte, die man als Besucher nicht so wahrnimmt. Der Freistaat muß es finanzieren und es macht schon bissel traurig, dass die Gelder so oft erneut in den hochfrequentieren Nutzbestand fließen müssen (Gemäldegalerie, Operncafé, nun hier etc...) anstatt mal endlich an z.B. den beiden Palais (Gr.Garten, Palaisgarten) voranzukommen oder an einem der vielen tollen Dinge, die diese Stadt baulich noch entbehren muss.


    Süffisant: das Motto der lang vorbereiteten und eng terminierten Baumaßnahme lautet: "Wir wollen kein Hamburg oder Berlin!" (Ludwig Coulin, SIB-Chef) :D - Anm.: klar, oder?!


    DD-TV


    DNN


    SäZ (ähnlich wie DNN)


    Der Umbau geht leider auch einher mit dem Ende einer großartigen Intendanz von Wilfried Schulz. Damit wechseln - für die Theaterwelt üblich - ebenso große Teile des Ensembles aus, sodass ab neuer Spielzeit/Intendanz stets von vorn begonnen wird.
    Die verlängerte Spielpause wird jedoch durch zahlreiche Interimspielorte in der Stadt gemildert - wie zB die Schlosskapelle, genanntes Palais im Gr. Garten sowie auch mal Open Air auf dem Theaterplatz.

  • Ich habe mal die zeitliche Entwicklung der vom Land Sachsen verausgabten Gelder für den Wiederaufbau des Schlosses in einem Diagramm dargestellt (seit 1. Juli 1990; Tag der Währungsunion):



    Anhand der Funktionskurve offenbaren sich zwei signifikante „Dellen“ in der Mittelbereitstellung. Der erste Knick zeigt sich in den Jahren um die Jahrtausendwende, was sich wie folgt erklären lässt. Bis 1997 wurde im Prinzip – Schritt für Schritt – nach den alten DDR-Planungen gebaut, ein durch den neuen Bauherren bestätigtes Gesamtkonzept lag noch nicht vor. Dazu kam es dann mit dem Kabinettsbeschluss vom 16.12.1997. Dies wiederum führte anschließend zu umfangreichen Anpassungen (wie ich es mal nennen will), nicht zuletzt in der Ausschreibungs- und Vergabepraxis. Der Baufortschritt verlangsamte sich spürbar (fehlender Planungsvorlauf).
    Ab 2002 nahm das Bautempo wieder deutlich an Fahrt auf – in den Folgejahren waren die jährlich vom Freistaat ausgereichten Mittel sogar noch höher als in der ersten Hälfte der 1990er Jahre:
    vom Juli 1990 bis Ende 1995 jährlich ca. 14 Mio Euro (gemittelter Durchschnittswert im angegebenen Zeitraum)
    vom 01.01.2002 bis 31.12.2009 jährlich ca. 16 Mio Euro (gemittelter Durchschnittswert im angegebenen Zeitraum)
    Die zweite Delle – ab 2011 – resultierte aus den verstärkten Sparzwängen des Landes infolge der Finanzkrise. Nunmehr scheint auch diese zweite „Langsam-Phase“ überwunden zu sein.
    Bei der Extrapolation (rot gestrichelt) bin ich freilich sehr optimistisch ran gegangen. Für die Paraderäume ist die Fertigstellung bis September 2019 zwar ziemlich sicher (weil mittlerweile offiziell verkündet). Aber für das Gesamtvorhaben eben noch nicht, obwohl das in letzter Zeit immer mal wieder zu lesen ist (allerdings nicht von offizieller Stelle). Außer dem Kleinen Ballsaal und der Gewehrgalerie sind gegenwärtig auch Ausbauarbeiten im 1. OG des Ost- und NO-Flügels im Gange (moderne Gestaltung) und offenbar schon recht weit gediehen. Dort wurden kürzlich der Einbau einer Schließanlage und die rückseitige Bespannung der Vitrinen beauftragt. Von anderen Bereichen hat man aber schon lange nichts mehr gehört:
    - Gotische Halle mit Kemenate
    - Säle im 2. OG des Nordflügels (auch ein Mega-Projekt: Großer Ballsaal, Turmzimmer, Propositionssaal)
    - Schlosskapelle
    - Gastronomie im EG des NO-Flügels
    - Hofgestaltung incl. Pflasterung
    Ende des Jahres wird die Richtung vielleicht klarer, wenn nämlich der neue Doppelhaushalt des Landes für 2017/2018 bestätigt wird (mit den entsprechenden Ausgabenplanungen für das Schlossprojekt). Und, um das nicht zu vergessen, laut Aussage des sächsischen Finanzministers vom Januar 2016 hat der Bund für die nächsten Jahre weitere 18 Mio € für das Schloss zugesagt.

  • ^ der Freistaat mauschelt aber die zuletzt zuverlässig zugeflossenen Zuschüsse des Bundes unter, sein Anteil bleibt verringert. Mit dem Terminus "Finanzkrise" ist hier konkret doch vielmehr die hausgemachte Landesbankpleite zu verstehen, die den glammheimlichen Aufbau eines Sicherungsfonds von zuletzt konstant gut 1,5 Milliarden Euronen Volumen erzwang, was gepuffert durch Einsparungen in vielerlei Ressorts gelang. Dennoch bleibt es supertraurig, daß nach wie vor ca. 35 - 40 Mio Euro Quartalsabschlag gen Gläubiger in Südwest abfließt, also jedes Quartal 2 Palaisrekos vom Schlage des Palais im Grossen Garten. Da hätte ich durchaus bessere Verwendungszwecke angedacht.
    Der Schlossausbau bleibt natürlich trotzdem eine großartige Sache und es geht ja auch voran. Von einem fixen Abschlußzeitpunkt hatte man sich längst verabschiedet. Sollten es hier oder da ein paar Jährchen mehr werden, wirds niemanden jucken.



    Meldung: Das Münzgassenportal der Brühlschen Terrasse ist nun fertig ausgebessert
    SäZ berichtet.
    Hier nochmal die nun sogar etwas aufgehellte Sandsteinoptik des Tores: Fotolink

  • Ex-Operncafé der Semperoper


    Aus Operncafé mach Opernkantine + Studiobühne.


    Seit einigen Monaten laufen die Arbeiten, nahezu nur innen, sodass von aussen keine Eindrücke möglich sind.
    Nun gibt es einen neuen Sachstand - die Baumassnahme liegt im Endspurt.
    DNN berichten.

  • ^^Zum Thema gibt es heute auch eine Pressemitteilung des SIB. Dort findet sich zusätzlich folgende interessante Information:


    Musenfries
    Mit der Planung und dem Beginn der Baumaßnahmen wurden verschiedene Baumaterialien, wie z.B. Vertäfelungen ausgebaut und bis zum Wieder-Einbau zwischengelagert. Das betrifft auch den Musenfries am Treppenaufgang in das erste Obergeschoss. Dieser Fries wurde durch den Dresdner Bildhauer Christian Gottlieb Kühn (geboren 1780/gestorben 1828) um 1826 geschaffen. Er war ursprünglich Teil der Fassade eines klassizistischen Gebäudes auf der Pillnitzer Straße 26, dem Elternhauses des Bildhauers. Das Relief wurde nach 1945 von der Fassade des ausgebrannten Hauses abgenommen und 1952 restauriert und eingelagert. Nach Restaurierung des Reliefs 1980 durch den Bildhauer Wilhelm Landgraf fand dieses am Treppenaufgang zum damaligen Opernrestaurant seinen Platz. Mit dem aktuellen Umbau des Gebäudes erhält der Musenfries einen neuen Platz an der Rückwand der Besuchertreppe der Studiobühne.


    Hier eine Fotoaufnahme des Frieses am Haus Pillnitzer Straße 26 (Aufnahme nach 1945)
    http://fotothek.slub-dresden.d…_hauptkatalog_0314222.jpg


    Detailaufnahmen vom Fries aus den 1980er Jahren (jeweils untertitelt: Fries der neun tanzenden Musen):
    http://fotothek.slub-dresden.d…bika076_0000242_motiv.jpg
    http://fotothek.slub-dresden.d…bika076_0000243_motiv.jpg
    http://fotothek.slub-dresden.d…bika076_0000246_motiv.jpg

  • Ganz frisch im Netz, der Entwurf für den sächsischen Doppelhaushalt 2017/2018. Und der enthält natürliche auch wichtige Angaben für das Dresdner Residenzschloss (die teuerste und langwierigste Baustelle des Freistaates). Es ist wie gesagt erst der Entwurf (die Verabschiedung durch den Landtag ist frühestens Ende 2016 zu erwarten), aber erfahrungsgemäß ändern sich die Ansätze für solche Objekte dann nicht mehr grundsätzlich. Gemäß Entwurf sind nun jeweils 6 Mio € für 2017 und 2018 vorgesehen. Diese Zahlen beinhalten noch nicht die in den nächsten Jahren vom Bund zugesagten Millionen für den Schlossaufbau. Erwähnen möchte ich weiterhin die neue Bezifferung für die vorgesehenen Gesamtbaukosten: Jetzt nämlich 380,3 Mio €. Zur Erinnerung: Über etliche Jahre war hierfür von offizieller Stelle die Zahl 337 Mio € genannt worden. Dann, vor etwa 3 bis 4 Jahren hieß es plötzlich 376,6 Mio €. Eine Erklärung für diese doch recht drastische Steigerung habe ich in den mir zugänglichen Quellen nie gefunden. Aber solch ein Anstieg um immerhin ca. 40 Mio € kann wohl nicht allein auf „Inflationsanpassungen“ zurückgeführt werden. Ich denke mal, dass im Zuge des sukzessiven Entscheidungsprozesses diverse rekonstruktive Maßnahmen integriert worden sind.
    Die wichtigste Formulierung zum Bauprojekt lautet wie folgt:
    Ab 2019 (soll heißen: incl. des Haushaltsjahres 2019) sind noch zu veranschlagen: 52,4 Mi €
    Daraus wiederum ergibt sich die eindeutige Schlussfolgerung, dass die Bauarbeiten am Dresdner Schloss mehr oder weniger weit in die 2020er Jahre hineinreichen werden. Soll keine Meckerei sein, gut Ding will Weile haben.

  • Danke für die Info, BautzenFan.
    Meinetwegen kann der Freistaat sich ja Zeit nehmen für die Innenräume. Doch mit der Fertigstellung der Hoffassaden und der Öffnung des Hofes könnte man sich gern etwas beeilen. So viel fehlt ja nicht mehr und für die Baustelleneinrichtung der einzelnen Ausbaulose könnte man ja Teilbereiche der Hoffläche wieder abtrennen, wenn es notwendig wäre.
    Ich denke hier wird großes Potential weitgehend brach liegen gelassen. Die Durchwegung des Großen Hofes stünde auf jeder Stadtführung weit oben.

  • Sehe ich ähnlich, Arwed. Eine regelrechte Durchwegung ist aber wohl nicht so bald zu erwarten. Erst muss das Gerüst am Altan weg und einer dauerhaften Öffnung des Grünen Tores steht zudem der noch auf Jahre recht intensive Bauverkehr im Weg (Anfuhr von Material und Baugerätschaften für die noch umfangreich anstehenden Innenarbeiten). Aber zumindest könnte man ja eine Art "Besichtungsplattform" abgrenzen, die vom Durchgang zum Kleinen Schlosshof erreichbar wäre.



    Kurz noch zum aktuellen Baugeschehen in der Gewehrgalerie. Als nächste größere Maßnahme erfolgen dort der vollständige Rückbau der in den 1950er Jahren eingezogenen Betondecke und der Einbau einer neuen Deckenkonstruktion. Die Arbeiten sollen Ende September 2016 beginnen und im April 2017 abgeschlossen sein. Eine gewisse Vorstellung darüber, was hier zurück gebaut wird, gibt diese Aufnahme aus den 1950er Jahren:
    http://www.bildindex.de/bilder/d/mi00446e07


    Zur Verdeutlichung der Vorgehensweise habe ich nachfolgend einige Sätze aus dem zugehörigen Leistungsverzeichnis zitiert:


    Das 1. Obergeschoss des Langen Gangs wird in der historischen Raumfassung wieder hergestellt. Dazu wird die Betondecke über dem 1. OG abgebrochen und neu hergestellt. Das Dach des Langen Gangs bleibt erhalten. Das Treppenhaus der Jagdtreppe wird entkernt, die Treppen und Podeste werden neu erstellt. […]
    Bei den ausgeschriebenen Arbeiten handelt es sich um Stahlbauarbeiten von neuen Decken und Podeste im Jagdtreppenhaus sowie um den Einbau von neuen Deckenträgern für den Austausch der Decke über 1. OG im Langen Gang. Der Austausch der Decke über 1. OG erfolgt gemeinsam durch die Gewerke Rohbau, Zimmerer und Stahlbau. Daraus resultiert, dass die Arbeiten in mehreren Abschnitten erfolgen. […]
    Im Zuge der Bauarbeiten wird die Decke über dem 1. O G ausgetauscht. Die neue Decke ist eine Verbundkonstruktion aus Trapezverbundblechen mit Aufbeton und Stahlträgern. Die Stahlträger und die Verbundbleche werden durch dieses Gewerk verlegt. Die zum Austausch der Decke erforderlichen Rohbau - und Abbrucharbeiten erfolgen durch das gesonderte Gewerk Rohbauarbeiten.
    Das vorhandene Dach bleibt während der Bauarbeiten bestehen, die Arbeiten finden unterhalb der vorhandenen Dachkonstruktion und der Dachdeckung statt. Die Dachkonstruktion ist ein Kehlbalkendach mit zusätzlichen Fußpfetten und stützt sich auf die vorhandene Decke ab. Im Zusammenhang mit dem Austausch der Decke wird die Auflagerkonstruktion des Daches durch das Gewerk Zimmerarbeiten umgebaut.



    Und schließlich noch eine Information zum Kleinen Ballsaal. Die DNN (Dresdner Lokalzeitung) berichteten am 16. Juli 2016 „querbeet“ über öffentliche Baumaßnahmen in der Stadt. In dem Artikel fand sich folgender Satz (aber eben wirklich nur ein Satz):


    Im Kleinen Ballsaal des ehemaligen Residenzschlosses sächsischer Kurfürsten und Könige ist im Oktober Termin für eine sogenannten Musterachse, die einen ersten Eindruck von der künftigen Gestaltung des Raumes vermitteln soll.

  • Belvedere


    http://www.sz-online.de/nachri…r-silhouette-3470391.html


    Die Baywobau steht nach wie vor bereit das Belvedere von 1842 nach den Plänen von Wolframsdorf wieder aufzubauen.


    2008 ist es gescheitert, da das Stadtplanungsamt lieber etwas Modernes dort gebaut hätte. Daraufhin stoppte der Freistaat die Ausschreibung.
    Aus dem Grund hat der Freistaat auch kein Interesse, das Grundstück auszuschreiben...


    Da kann man doch nur den Kopf schütteln. Da steht ein Investor bereit der das 1945 Verlorene wieder aufbauen will und dieses Stadtplanungsamt will plötzlich etwas Modernes an dieser Stelle bauen. Ohne die Idee des Investors es wieder aufzubauen, hätten die doch nichtmal an das Grundstück gedacht.


    Erinnert mich gleich wieder an das Narrenhäusl...

  • Das Thema Belvedere finde ich ganz schwierig. Zuerst einmal bin ich der Meinung, dass die Brühlsche Terrasse in ihrer Gesamtheit im Besitz des Freistaates bleiben und nichts davon an einen Investor verscherbelt werden sollte.
    Des Weiteren hielte ich es für ein Armutszeugnis unserer Zeit, gerade an diesem Ort ein Gebäude zu rekonstruieren. Nicht, dass ich etwas gegen das Vierte, das Wolframsdorfsche Belvedere, hätte, ich finde es sogar sehr schön. Das gilt aber auch für das Erste von Nosseni und besonders für das Zweite von Knöffel, mit kleinen Abstrichen auch für das dritte Belvedere. Immer wieder wurden die Belvederes zerstört und danach ein Neubau errichtet, welcher seinen Vorgängern würdig war. Ich glaube aber kaum, dass es in unserer Zeit einen Konsens geben kann für ein völlig neues, also fünftes Belvedere. Daher plädiere ich an dieser Stelle dafür, erst von einer späteren Generation die Lücke schließen zu lassen.

  • ^ Es ging schon damals um einen Erbpachtvertrag für das Grundstück und daran dürfte sich, sollte man es seitens des Freistaats wieder ausschreiben, nichts ändern. Die genauen Modalitäten müssten sicher ausgehandelt werden, doch von "verscherbeln" kann eigentlich nicht die Rede sein.


    Dass die zerstörten Belvederes immer durch ein neues ersetzt wurden, stimmt freilich, ist ja aber kein festgeschriebenes Gesetz. Davon abgesehen kann man es auch so sagen: Jedes Belvedere war ein Ausdruck seiner Zeit. Welches Projekt, wenn nicht der Wiederaufbau der Frauenkirche samt ihres Umfelds, den Neumarktquartieren, hat Dresden in den vergangenen Jahren baulich mehr geprägt? Somit würde auch der Wiederaufbau des Belvederes ein Ausdruck unserer Zeit sein, die vor allem von Rekonstruktion und Wiedergewinnung geprägt ist - siehe auch Narrenhäusel, Orangerie etc.


    Der Status Quo erfordert sicher nicht, dass sich hier schnellstens etwas ändern müsste. Etwas Belebung fände ich an dieser Stelle aber auch nicht verkehrt. Zu einer abschließenden Meinung habe ich mich aber noch nicht durchgerungen.

  • Beim Thema Belvedere bin ich ebenso geteilter Meinung. Wenn ich vor Ort bin, fehlt mir eigentlich nichts. Gerade die Rückseite des Gebäudes zum Albertinum hin war nach vielen Umbauten bis 1945 auch kein Schmuckstück mehr. Beim Blick von der Neustädter Seite kommt man schnell zum Eindruck, das die Ecke etwas leer wirkt... Allerdings gebe ich noch zu Bedenken, dass das vierte Belvedere in einer weiteren Beziehung ein Meisterwerk war. Es wirkte nämlich deutlich größer, als es am Ende war. Im folgenden ein Bild eines der Innenräume. Wesentlich mehr als reichlich 5 Meter hatte der Raum wohl nicht. Weiß nur nicht ob es sich um den unteren oder den oberen Raum handelte. Weiterhin hatte ich gelesen, dass die Erschließungsgänge teilweise nur 2 Meter in der Höhe maßen. Diese zu gering bemessenen Nebenflächen waren wohl auch der Grund für die anbauten in der Gründerzeit oder danach. Bei einem Wiederaufbau müsste man also einiges unterirdisch verstecken. Bisher weiß aber keiner, was da alles noch vom ersten Belveder in der Erde schlummert, welches direkt auf der Außenkante der Bastion saß. Die Nachfolgebauten waren dann je etwas zurückgesetzt. Die hist. Bilder sind aus meinem Fundus. Noch mehr Bilder gibt es in der Galerie "Brühlsche Terrasse in hist. Ansichtskarten" auf Arstempano und hier wäre noch der Link zur heutigen Situation auf der Brühlschen Terrasse im Panorama



  • mediterran-lauer Spätsommerabend gestern im höfischen Distrikt



    ^ die neue Skybar "felix" im sich belebenden Lebendigen Haus schaut über den Zwinger
    v Bärengarten- und Südflügel des Schlosses zur Blauen Stunde - mit Mond



    ^ Pflasterspiegelung trotz Trockenheit - mit Oper und Reiterjohann
    v Lüsterdetail am Theaterplatz



    ^ Kathedrale und Hausmannturm zur wahrlich Blauen Stunde
    v Brühls Terrassen mit Abendmond



    ^ Fama in Fühlung zum Erdtrabanten - hach... :rolleyes:
    v DER Blick schlechthin

  • ^ Jawohl, und nun auch etwas lichtempfindlicher, wie man abends und nachts dann zu schätzen weiß. :)



    Semper Zwei - Ex-Operncafé der Semperoper - Der neue Spielraum der Semperoper Dresden


    Also mE ist der Umbau abgeschlossen (finde auch keine aktuellen Lokalnachrichten) und das Gebäude längst in Betrieb.
    Kurzinfo mit Filmchen und ein bauliches Making of Semper Zwo gibts auf der Opernseite: Semper Zwei


    Ich sehe mich mittlerweile die doch aussergewöhliche Qualität (innen wie aussen) der einstigen Ergänzungsbauten des DDR-Opernwiederaufbaus immer mehr zu schätzen wissen und möchte daher mal eine ausführlichere Fotorunde ums Werk des Architekten Wolfgang Hänsch drehen. Also aus heutiger Sicht und verglichen mit zahlreichen anderen Nachkriegskulturbauten kann man hier doch von großem Glück sprechen, was aus damaliger Zeit heraus allemal bemerkenswert ist.










    Bonusbild: Supermoon over Theaterplatz

    -> da hatte noch jemand die gleiche Idee (siehe auch weiter oben) - Foto



    weitere Impressionen:



  • Rundgang


    Fürstenzug / Langer Gang im Umbau


    Fensterdetail


    Stallhofseite


    aktuelle Bauschilder am Schloss


    Kleiner Ballsaal


    Langer Gang - Gewehrgalerie


    Musealer Ausbau der Rüstkammer


    Gotische Halle - wo ist die eigentlich?


    Grosser Schlosshof - diese Visu zeigt eine ebene Pflasterung über die ganze Fläche. Ist das so auch angedacht?


    Nordtor am Hausmannturm - mit Fenstererneuerung


    Figuren unter dem metallenen Übergang vom Schloss zur Hofkirche


    Gemäldegalerie Alte Meister - nun der Westflügel im Bau


    Die Drei von der Tankstelle am Zwinger :)