Einzelne Projekte in Wöhrd

  • Einzelne Projekte in Wöhrd

    Dieser Thread soll die Vorgänge im Stadtteil Whörd zusammenfassen, wozu ich auch das Prinzregentenufer mitzählen würde.


    Im Stadtteil Wöhrd in der Nunnenbeckstraße wird ein Fünfzigerjahrebau, das Marienwohnheim, mit Styropor verpackt. An sich keine große Sache. Aber das Haus einen gewisses, wenn auch geringes Maß an "Kunst am Bau" aus seiner Zeit, und eine Spolie an der Hausecke zur Harmoniestraße.
    Das an sich schon nicht sehr attraktive Viertel verliert so eines seiner wenigen, farbenfrohen Hausfassaden:




    Ich vermute, das Haus wird dadurch nicht attraktiver. Wahrscheinlich wird man es hinterher weiss anpinseln.
    Direkt gegenüber steht eines der wenigen Gebäude, die den Krieg überstanden haben.



    Insgesamt gefällt mir der Stadtteil Wöhrd eher wenig. Es gibt nahezu keine Hausfassaden, die irgendwie eine Idee oder Mühen erkennen lassen, etwas schönes zu bauen. Naja....


  • Insgesamt gefällt mir der Stadtteil Wöhrd eher wenig. Es gibt nahezu keine Hausfassaden, die irgendwie eine Idee oder Mühen erkennen lassen, etwas schönes zu bauen. Naja....


    Da sagst du was richtiges.Es geht heutzutage meist nur noch darum schnell und billig zu bauen.Wo früher immer wieder Architekten (und Bauherren) verspielt bzw. richtig kreativ waren, wird heutzutage ......... .Gleichzeitig verschwinden immer mehr dieser alten Fassaden auf die eine oder andere Weise aus dem Stadtbild!

  • Georg Strobel Straße 6

    Neues aus der Wöhrder Vorstadt: In der Georg Strobel Straße Nr. 6 (Google streetview) wird demnächst ein schicker Altbau aus der Zeit um 1900 komplett renoviert. Der (verm.) Eigentümer erzählte mir, dass die schöne Sandsteinfassade aufgearbeitet werde, also nicht unter Styropor verschwinden würde. Was für eine tolle Nachricht!





    Die Herausforderung ist der Rückbau des Ladens im Erdgeschoss, dessen Fensterfront von einem Stahlträger gebrückt wird, der die gesamte, darüberliegende Steinfassade hält.


    Das Haus ist eines von 4 in einem Ensemble ohne Denkmalschutz. Das westliche, rosa gestrichene Gebäude ist von 1937, und damit das jüngste von allen. Gegenüber sind Plattenbauten aus den 70'ern. Wenn irgendwann die gesamte Straße mal überarbeitet wird, neuen Asphalt, einen schmaleren Straßenraum, breitere Gehwege und Bäume erhält, wird das mal zu einem gehobenen, altstadtnahen Wohnraum werden.

  • Update zur Sanierung des Schwesternwohnheims in der Harmoniestraße aus Beitrag Nr. 3. Die Fassade ist nun unter Styropor verschwunden. Der Aufputz wurde dennoch recht ansprechend gestaltet, allerdings für den Bau unpassend. Das noch strahlende weiss wird vermutlich schnell patinieren, was dann einfach nur schmutzig aussieht, und die Figur auf der Ecke, die zwar passend in die Ecke der verdickten Fassade integriert wird, wirkt trotzdem irgendwie deplaziert. Sie trägt eine alte Patina und wirkt dadurch wie ein Fremdkörper.


    Die Fassade wirkt nun wie die eines Neubaus, es handelt sich allerdings um einen Altbau aus der Nachkriegszeit. Die ursprüngliche Fassadengestaltung hätte dem Bau besser gestanden mit der farbenfroheren Gestaltung und den Fensterumrahmungen:


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    Update zu Beitrag Nr. 25: Die Spolie wurde wieder angebracht. Schaut restauriert aus:



    (weisse) Fensterrahmungen und ein dezenter, erdfarbener Anstrich hätte dem Gebäude besser gestanden als dieses öde, allgegenwärtige Weiss.

  • Hirsvogelstraße Ecke Wöhrder Hauptstraße

    An diesem Handtuchgrundstück, direkt neben dem Hirsvogelbunker (dem Dunkelcafé) entsteht ein Studentenwohnheim. Visualisierung:



    Quelle: Website des Baukunstbeirates Nürnberg http://www.nuernberg.de/intern…ell_34126_2013_01_31.html, Architekten: Löser+Körner Architekten + Generalplaner GmbH, Nürnberg


    Ist-Zustand: Google.
    ... sagen Wir mal so: Die Gegend ist Architektonisch eher uninteressant und auch ein wenig ungemütlich. Insofern sollten die Vorgaben nicht allzu restriktiv sein. Ich finde das Projekt ziemlich hässlich. Es schadet dort aber nicht. Aus der Altstadt, vom Ring her die äußere Kramer-Klett-Straße kommend ist das Haus jedoch sehr prominent und nicht zu übersehen. Mal sehen wieviel Architektur Wöhrd vertragen können soll. Ich würds genehmigen.


    Ich bin daher auf das Protokoll gespannt.

  • Interessant. Hiermal der Plan:



    Quelle: Online Service Stadt Nürnberg


    Das ganze scheint noch in einer frühen Planungsphase. Visualisierungen sind zumindest noch keine veröffentlicht.

  • Zu dem Studentenwohnheim an der Hirsvogelstraße ist auch ein Artikel in der NN-Online erschienen: http://www.nordbayern.de/nuern…hirsvogelbunker-1.2629614 Er zeichnet recht gut die jüngere geschichte des erst 2010 unter Denkmalschutz gestellten Bunkers nach. Sollte die Studentenwohnheimanlage so gebaut werden wie visualisiert, steht dann eine Groteke neben der anderen. Finde ich sogar reizvoll.


    Zum Areal Hirsvogelstraße Ecke Georg-Strobel-Straße:


    Interessant. Hiermal der Plan:


    .....
    Das ganze scheint noch in einer frühen Planungsphase. Visualisierungen sind zumindest noch keine veröffentlicht.


    Die Planung zur Georg-Strobel-Straße hin erscheint mir schlüssig und macht daraus endlich ein fertiges Wohnviertel. Der langgezogene Bestandsbau an der Inneren Kramer-Klett-Straße wird wohl abgerissen zugunsten des Supermarktes? Der Supermarkt könnte auch gerne im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Gebäudes Platz finden. Ob in diesem Wohngebiet unbedingt soviele Durchgangsparkplätze nötig sind - ich weiss nicht. Besser Tiefgaragen für die Bewohner der Neubauten erstellen und einen großzügigen begrünten Innenhof anlegen.


    Städtebaulich und ökologisch sinnvoll wäre m.E. auch, an die riesige Brandwand des Anwesens Georg-Strobel-Straße 10a Gebäude zu setzen, die nach Osten großzügig befenstert werden könnten. So richtig durchdacht finde ich den Bebauungsplan noch nicht.

  • Projekt Gießereistraße Ecke Georg-Strobel-Straße

    Zum Projekt Gießereistraße Ecke Georg-Strobel-Straße; Beitrag von Scritch (Link), gab es in der heutigen Ausgabe der Nürnberger Nachrichten heftige Kritik am geplanten Supermarkt-Flachbau. Vertreter der CSU-Fraktion kritisieren hier die mehrfache Verschandelung des Stadtbildes durch vielerorts entstehende Supermarkt-Flachbauten. Zum Artikel hat man aber ein Foto des Projektes an der Bessemerstraße abgedruckt. Beitrag hier: http://www.deutsches-architekt…php?p=367283&postcount=57


    An dieser Stelle sehe ich das ebenso. Die Lage, die Ecke und deren Wirkung auf die Benutzer der anliegenden Verkehrswege ist viel zu Prominent und Stadtbildprägend, um dieses Grundstück mit einem Supermarkt ohne Überbauung zu verschenken. Statt dessen besteht hier die Möglichkeit einen wunderbaren Innenhof zu schaffen, den die Bewohner für sich nutzen können. Parkplätze sollte man in Tiefgeschossbau schaffen. Hier sollte man nicht geizen.


    Nachtrag 25.02.2013: Artikel ist nun auch online lesbar: http://www.nordbayern.de/nuern…bau-architektur-1.2703551

  • Die Nürnberger Nachrichten berichten von der Sitzung des Baukunstbeirates am 14.03.2013: http://www.nordbayern.de/nuern…t-1.2765010?searched=true


    Darin sieht man deutlich, wie sich die Projekte Bessermerstraße 6 (der ALDI) und das Studentenwohnheim in der Hirsvogelstraße anpassen.


    Hirsvogelstraße (neuer Entwurf):

    Quelle: Website Baukunstbeirat Nürnberg, Sitzung vom 31.01.2013; Architekten: Kehrbach Planwerk


    Beide Entwürfe wurden durch die Architekten deutlich reduziert. Meiner Meinung nach hat die Hirsvogelstraße an Aussagekraft doch deutlich eingebüßt. Der neue Entwurf sieht doch reichlich banal aus und bleibt stilistisch in den Wiederaufbaujahren der Stadtgeschichte hängen. Man könnte sich von diesen quadratfenster-Rasterfassaden so langsam mal emanzipieren. Allerdings verrät die Visualisierung nicht, welches Material für die Fassade vorgesehen ist. Da ließe sich noch etwas retten.


    Ergänzung 13.04.2013: So sieht es an Ort und Stelle heute noch aus. Das kleine Gebäude in der Bildmitte kommt weg, links daneben wird ein Anschluss an den Bunker entstehen:


  • [Ausführungen zum Projekt Aldi Bessermestraße nun hier].


    Zu dem zweiten Projekt enthalte ich mich. Ich finde die erste Planung schrecklich! Auf mich wirkt es wie ein von einem Kind, das noch keinen Sinn für Symmetrie und harmonische Farbkombinationen hat, gestalteter Klotz aus Legosteinen. Die Überarbeitung ist hier auch wieder unspektakulär und auch nicht schön. Als Fazit würde ich mich aber fast trauen zu sagen "es ist das kleinere Übel!" :lach: Ich denke, wäre für die Fassade Naturstein, vor allem ein warmtöniger Sandstein angedacht, würde es zwar weiterhin seine Unauffälligkeit beibehalten, aber in einer angenehmen Art und Weise.

  • Die Grenze zwischen


    organischer und freundlicher...

    Wirkung


    und


    ...von einem Kind, das noch keinen Sinn für Symmetrie und harmonische Farbkombinationen hat, gestalteter Klotz aus Legosteinen.


    ist leider fließend. [Ausführungen zum Projekt Aldi Bessermestraße nun hier].


    Bei der Hirsvogelstraße stimme ich teilweise zu. Der erste Entwurf ist ziemlich unruhig und etwas chaotisch. Aber ich hatte und habe immernoch den Eindruck, dass die Fassade letztlich aus WDVS und weißem Überputz bestehen wird. Die vielen erkerähnlich ausgebildeten Fenster in verschiedenen Farben hätten der Fassade ein eigenes Gesicht gegeben, dass zu der Nutzung als Studentenwohnheim gut gepasst hätte ohne zu dominant und aufdringlich zu werden. Denn das Haus ist nun echt kein großer Baukörper. Nur das Treppenhaus-Fensterband störte etwas. Im zweiten Entwurf wurde aber jedes gestalterische Element entfernt, ohne dass etwas an dessen Stelle getreten ist. Einzig das Erdgeschoss hat profitiert. Grundsätzlich sieht das aber nach einer weiterhin weißen WDVS-Fassade aus mit nun Allerweltsfenstern. Von Naturstein keine Spur. Nürnberg hat aber mehr verdient als das, mehr nötig als

    das kleinere Übel!

    Ich bin enttäuscht.

  • Also,

    nachdem ich mit weinen fertig bin, gebe ich jetzt auch mal meinen Senf dazu:


    Der erste Entwurf des Aldi an der Bessemer-Straße ist millionenfach besser als der zweite, weil spektakulärer und außergewöhnlicher. Er wirkt einladend, ist ein Blickfang an dieser wirklich scheußlichen Kreuzung, wie ein Bild.


    Der zweite Entwurf ist nicht nur langweilig sondern auch abweisend. Außerdem sieht das Gebäude (eben durch die Runde Ecke) aus, als sollte sich links und rechts noch etwas anschließen, was aber nicht der Fall ist. Es sieht unfertig aus und absolut 08/15.


    Bei dem Studentenwohnheim ist der 2. Entwurf auch ganz nett, aber beim ersten Entwurf waren ja gerade die versetzten Fenster das schöne und außergewöhliche. Ebenfalls ein Blickfang, der weggeplant wurde. Allerdings hat mich auch das Fensterband gestört, das war ein Ding zuviel. Man müsste nun aus beiden Entwürfen einen machen: Variante 2 mit versetzten Fenstern, die aber auch aus der Fassade heraustreten wie Erker. Das wäre perfekt!


    So, hoffentlich richten sich die Verantwortlichen nach meinem professionellen und hoch qualifizierten Kommentar! :)

  • Georg-Strobel-Straße 6

    Der schöne Altbau in der Georg-Strobel-Straße 6 ist eingerüstet. Hier hatte ich ja schon einmal darüber geschrieben. Der Bauherr beabsichtigt den Erhalt und die Auffrischung der Fassade, der übrige Teil des Gebäudes wird sowohl im Innern als auch zur Hofseite modernisiert:



    Die kleinen 50qm-Wohnungen werden zusammengefasst zu einer Wohnung je Etage, es kommt ein Balkon und ein Fahrstuhl hinein.
    Vorderfassade eingerüstet:



    Unweit davon wird in der Hirsvogelstraße ja auch bald eine ziemlich große Baustelle begonnen. Könnte am Ende sogar zeitgleich fertig werden.

  • Georg-Strobel-Straße 6

    Der Investor ist nun bald mit der Außenfassade fertig. Die Sandsteinfassade wurde behutsam aufgearbeitet, die Dachlandschaft erneuert und auf den energetisch neuesten Stand gebracht. Hinten wurden Balkone und ein Fahrstuhl angebaut (Leistungsprogramm wie in der Fichtestraße 42), und es wurde stilvolle Fenster eingebaut.
    Die Sandsteinfassade hat ihren Ursprünglichen Glanz nach über 70 Jahren ohne Renovierung (!!!) zurück.


    Vorzustand Sommer 2012:



    Zustand Oktober 2013:



    Vor einigen Wochen waren die Erdgeschossfenster noch völlig anders aufgeteilt. Ein Käufer hat sicherlich Änderunsgwünsche hinsichtlich des Grundrisses seiner Wohnungt gehabt, wodurch die Fensterfront zur Straße hin verändert wurde. Das Verputzen der KS-Mauerwand steht noch aus. Ich denke das geht vollkommen in Ordnung.


    In diesem Zusammenhang sei auch der aktuelle Artikel in den Nürnberger Nachrichten zur "Stadtbild Initiative Nürnberg" erwähnt: http://www.nordbayern.de/regio…fassaden-retten-1.3240222

  • Projekt Hirsvogelstraße

    Und gleich nebenan geht es ebenfalls los. Die Tiefbararbeiten beginnen, der Untergrund wird mit Borungen und Beton stabilsiert, damit die Kellerräume ausgehoben werden können, ohne dass das Nachbarhaus Schaden nimmt.



    Das Fabrikgebäude zur Inneren Cramer-Klett-Straße (Google Streetview link)wird in diesem Zuge abgerissen (Foto September 2013):



    Hätten doch eigentlich tolle Lofts- oder Galeriewohnungen werden können! Stattdessen wird dort ein Supermarkt entstehen....

  • Georg-Strobel-Straße 6

    Die Instandsetzung ist wirklich ganz gut geworden, Glückwunsch! Nur diese Dachgauben, das hätte doch wirklich nicht sein müssen! Naja, jetzt ist's auch schon zu spät.

  • Hirsvogelstr

    Mittlerweile ist die Baugrube ausgehoben (eigenes Foto):



    Im Internet ist bisher, außer auf der Seite des Vorstadtvereins Nürnberg-Wöhrd klick nichts über dieses Projekt zu finden und auch vor Ort gibt es keine Bautafel mit Informationen. Recht ungewöhnlich bei dem Baufortschritt.

  • Projekt Hirsvogelstraße

    Hallo miteinander! :hallo:


    Ich verfolge nun schon seit längerem das Baugeschehen unserer Städte hier im Forum. Nun habe ich mich dazu durchgerungen mich selbst zu registrieren um selber Beiträge zu erstellen :daumen:


    Zunächst mal möchte ich auf einen Link zu den 2D-Visualisierungen für das Projekt Cramer-Klett 19 verweisen:


    http://www.vh-online.de/bauen/…/aktuelle-baustellen.html


    Mein Fazit ist etwas ernüchternd:


    Gerade der Bau, der zum Cramer-Klett Park an einer viel befahrenen Kreuzung liegt und damit am stadtbildprägendsten erscheinen wird, erhält eine schlichte Industrieloft Fassade (kaum besser als der Vorgängerbau). Hatte da mehr auf eine klassischere Stadtfassade gehoft. Die Wohnbebauung zur abgelgenen Georg-Strobel-Straße hingegen wird sich wohl meiner Meinung nach sehr gut in die schlichte Umgebung einfügen und wurde wohl auch schon in ähnlicher Ausführung andernortes in Nürnberg errichtet.
    Alles in allem ist die Nutzung als Wohn- und Geschäftsgebäude mit intergriertem Supermarkt als sehr zu begrüßen. Ich habe früher an der TH studiert und weiß wie ausgestorben und chronisch unterversorgt dieses Viertel im Augenblick ist. Der Supermarkt wird wohl auch einige Studenten aus der total überfüllten Mensa anlocken, wie das auch schon bei der WiSo Fakultät mit den Sebalder Höfen am Rathenauplatz zu beobachten ist.