Dresden SÜDOST: Projekte in Strehlen, Prohlis, Reick und Lockwitz

  • Wohnpark F-Serre-Strasse - DD-Reick
    draufsicht hier


    die EFH-siedlung zwischen gasanstalt- und zschachwitzer strasse ist inzwischen auch fast fertig. hier ähnelt mal kein haus dem anderen und alles ist in moderner formensprache ausgeführt. die s-kurvige serrestrasse prägt als spielstrasse das neue viertel. für die vormalige brache eine vernünftige nutzung - noch relativ innenstadtnah.



    einzig diese ausgeburt schießt den vogel ab: die erfüllung des amerikanischen traums

  • @Letztes Bild: Was soll da denn den Vogel abschießen oder gar eine Ausgeburt sein? Schon mal daran gedacht, dass manche Menschen keine Treppen steigen können? Rentner, Menschen mit Erkrankungen des Knochenapparats, der Knie oder des ZNS, Rollstuhlfahrer oder gehbehinderte Menschen können nun mal gar nicht oder nur schwer Treppen steigen, daher hat sich der Bungalow als Wohnform auch etabliert. Oder dürfen diese Menschen nicht mehr wohnen?


    Immer diese Haltung... gefällt MIR persönlich nicht, deswegen ist es scheiße. Wie es den Menschen darin geht oder warum diese so oder anders gebaut haben, ist scheißegal.

  • Was daran den Vogel abschießt? Vielleicht die tolle Optik des trauten Domizils in Form eines Trafohäuschens gepaart mit dem als Garage dienenden Hochseecontainer, und das alles auch noch in schönstem Alpina-Weiß?


    Da braucht man nun wirklich auch auch über Geschmack nicht mehr zu streiten. Schade übrigens auch die mangelnde Umweltfreundlichkeit des Objekts: Es fehlt eindeutig der Platz für einen Zweitwagen...

  • Da möchte halt jemand von Einbrechern verschont bleiben. Ich frag mich hier eher, warum man bei diesem Traumobjekt an der sonnigen Südwestseite lediglich den Hauseingang ohne weitere Fenster in der Wand platziert und noch die Garage davor knallt.

  • Ich finde es auch nicht besonders schön, aber das ist nicht mein Bier. Und die Garage steht vlt. auch nur dort, weil es baurechtlich vorgeschrieben ist. Man muss meines Erachtens pro Wohneinheit einen Stellplatz einrichten. Könnte vlt. auch ein Carport oder einfach nur ein Freiluft-Stellplatz sein, aber wer weiß welche Richtlinien hier noch überall reinspielen (welche etwa Carports verbieten und nur Garagen erlauben, sowas gibt es m.W. auch).


    Noch wesentlich schlimmer finde ich die Sozialwohnungen im Hintergrund. Dort drin zu leben hat null Lebensqualität. Aber ich weiß auch, dass es Menschen gibt, welche auf diese preiswerten Wohnungen angewiesen sind. Ebenso wie andere Menschen eben auf barrierefreien Wohnraum angewiesen sind.


    Und die Dachform ergibt sich bei diesem Bungalow m.E. wieder aus den Bauvorschriften. Es sieht so aus, als wären dort nur Flachdächer erlaubt.

  • ich denke, ein zB ALS-kranker rollstuhlfahrender rentner tut sich kaum mehr die muße an, ein haus zu bauen. mE wohnt dort, wie auch in allen anderen häusern eine familie, höchstens noch das eine oder andere fitte berufstätige pärchen. die wohnblöcke nebenan sind völlig ok, das letzte haus ist unter aller kanone - quasi die einzige sozialwohnung, die man hier sehen kann. dort müssen lichtallergische und menschenscheue kulturbanausen hausen. eine komplette geschmacksverirrung. hier ist ein forum, wo man architektur durchaus auch persönlich beurteilen kann. stadt ist leben in gemeinschaft - ein geben und nehmen - das ist durchaus auch das "bier" der anderen, die solchen schrott sehen müssen. mich stört dieser flachbau dort nicht unbedingt, er ist nur ein musterbeispiel vollumfänglicher entfremdung von allem. das ist tragisch, noch tragischer ist, dass es auch manch andere nicht kapieren können.

  • Es gibt durchaus Krankheiten, wo man schon 10-20 Jahre vorher weiß, dass man später mal Probleme bekommt und irgendwann auf Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen ist. Stell dir vor, mancher baut sogar gerade deswegen, weil man sicher sein kann, auch im Alter in gewohnter Umgebung zu wohnen und sich alles so eingerichtet hat, dass man barrierefrei wohnt. Oder die eigenen Eltern sollen später mal einziehen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Oder, oder, oder ...


    Wie viel Licht dort hinein kommt, kann man auch erst beurteilen, wenn man das Haus von allen Seiten sieht. Vlt. sind dort vorne Bäder, WCs, Hauswirtschaftsraum und Abstellraum gebaut und im hinteren Teil, wo üblicherweise das Wohnzimmer ist, gibt es bodentiefe Fenster?


    Wenn man dieses individuelle EFH also beurteilen möchte, dann muss man erstens mit den individuellen Voraussetzungen vertraut sein, welche vom Auftraggeber (Bauherrn) vorgegeben werden. Zweitens sollte man das Haus schon von allen Seiten sehen und auch den Grundriss dazu kennen. Drittens muss man die Vorgaben durch den B-Plan kennen. Das Haus würde für die meisten wahrscheinlich durchaus um einiges besser aussehen, wenn es etwa ein Walmdach hätte. Ich vermute aber stark, anhand des Aussehens der anderen Häuser, dass Flachdächer eine Vorgabe des B-Plans waren.

  • Und das alles soll ich als Passant machen? Hingehen, klingeln, mir die Pläne aushändigen lassen, eine Wohnungsbesichtigung durchführen,...


    Und selbst wenn ich das alles weiß, werd ich es immer noch hässlich finden und nun?


    P.S. Ich glaube kaum, dass Flachdächer dort Pflicht sind.

  • Dann reden wir hier also nicht mehr über die Architektur, sondern über den subjektiven optischen Eindruck der straßenzugewandten Fassade? Ich dachte es geht um Architektur?


    Architektur ist zu aller erst am Bedarf der Nutzer ausgerichtet. Auch eine Aldi-Einkaufshalle ist Architektur. Auch eine Tiefgarage ist Architektur, ebenso ein Parkhaus.


    Aber wenn es hier nicht um Architektur geht, sondern um höchst subjektive Eindrücke von der Optik der straßenzugewandten Fassade ohne Beurteilung der Architektur im Gesamtkontext, dann kann man mit "schön" und "häßlich" arbeiten. Wenn man die Architektur beurteilen möchte, dann muss man schon oben genannte Punkte beachten. Bei einem x-beliebigen Mehrfamilienhaus kann man ja meinetwegen noch von den 0815-Standard-Use-Cases ausgehen, aber bei einem individuellen EFH ist das m.E. nicht möglich. Der Architekt wird schon seine Vorgaben gehabt haben, warum so gebaut wurde wie gebaut wurde. Wenn wir diese Vorgaben nicht kennen, dann kann man die Architektur nicht beurteilen.

  • ^doch dunkel, in solchen geschlossenen baugebieten können zur erreichung minimaler einheitlichkeit vorgaben festgelegt werden. beim bramschareal wollte man aufgrund der zentrumsnähe keine roten satteldächer. dort waren moderne würfel mit flachdach vorgeschrieben. hier scheints ähnlich zu sein, es gibt kein ziegelgedecktes schrägdach, allerdings keine festgezurrten bauformen.


    solcherlei vorgaben werden sogar sehr häufig gemacht. das geht dann bis zur art der dachziegel, auch dachneigungen, fensterart, gliederung der fassade usw. oft liegt ein ganzer katalog von mindestanforderungen vor, welcher aber letztlich keine verrisse unterbinden kann. hier hat das SPA sicher dreimal geschluckt, bevor der container genehmigt wurde, denn anzunehmen ist hier die vorgabe einer einheitlichen zweigeschossigkeit.

  • Zitat

    beim bramschareal wollte man aufgrund der zentrumsnähe keine roten satteldächer. dort waren moderne würfel mit flachdach vorgeschrieben


    Muss ich aber nicht verstehen, oder? Was haben denn die ganzen Altbauten (selbst die 60er-Wohnbebauung in der Willsdruffer Str) im Zentrum?


    Alleine auf diesem Bild können wir ganz unterschiedliche Qualitäten betrachten.



    Es bleibt jedoch dabei, das eingeschossige Teil im letzten Bild gehört an den unteren Rand.


    Zitat

    Architektur ist zu aller erst am Bedarf der Nutzer ausgerichtet. Auch eine Aldi-Einkaufshalle ist Architektur. Auch eine Tiefgarage ist Architektur, ebenso ein Parkhaus.


    Ja, wir reden von Architektur. Problem ist, dass man der Ästhetik fast keinen Raum mehr gibt. Die reine individuelle Funktionalität dominiert und verdrängt alles. Der Konflikt erwächst daraus, dass eine Stadt ein Raum der Gemeinschaft ist, in der es neben dem Ausleben der Individualität auch Spielregeln des Miteinanders und einen gewissen Lokalcolorit zu beachten gibt. So etwas nannte man mal Respekt vor der Stadt. Ist wohl aus der Mode gekommen.


    Und sorry, die copy&paste-Aldis und Lidls dieser Republik sind wohl der Inbegriff von Stangenarchitektur, ebenso wie etliche Prototypen im EFH-Hausbau*. Elli Kny hat da nun schon in mehreren Stadtteilen anschauliche Beispiele gebracht.


    *Da brauch's dann auch keinen Architekten mehr, sondern das kann jeder Bauingenieur.

  • ^dunkel: kleines missverständnis: hier konkret gehts doch um EFHs und das Bramschareal ist nur bzgl. EFHs erwähnt. ein abbild einer stadtrandsiedlung wollte man dort - kurz vor der city - nicht haben, wenn man schon die entdichtete kröte schlucken musste. hätte dort jemand geschossbau - wie sehnlichst erwünscht - geplant, hätt sich diese sache erübrigt.


    hingegen scheint das satteldach im efh-bau wie auch sonst auf dem rückzug, heute möchte fast jeder den geschossraum besser und voll ausnutzen, auch wenn das bisher gewohnte stadtbild etwas darunter leidet. kann man das "dachgeschoss" voll nutzen, kann - wer will - auch die hausfläche (L*B) minimiert werden.

  • Strehlen



    gegenüber der christuskirche wird ein scheunenartiges gebäude ausgebaut



    Stadtpalais Strehlen - Dohnaer Strasse 17, Altstrehlen - nun endlich in Bau
    zuletzt post 92
    bauschild in post 40


    an beiden brandwänden entstehen abschließende neubauten, die weite baugrube ist hinten mit stahlträgern seitlich abgefangen, es wird gearbeitet



    an der gustav-adolph-strasse 6b beginnt irgendwas - das gebäude scheint leer zu stehen

  • 20er Jahre Bau Dohnaer Straße

    Bei dem noch unrenovierten 20er Jahre Bau an der Dohnaer Straße tut sich nun endlich was. Ich hatte es zuletzt schonmal in Post53 gezeigt, April 2014.
    Nun geht es an den alten Putz und das Dach wird ebenfalls in beschlag genommen. An 3/4 des Hauses wird gewerkelt.



    MfG
    Christian

  • Mary-Krebs-Strasse 6 + 8 - DD-Strehlen
    zuletzt oben in post 114



    weil das Objekt schwer zu fotografieren bzw. zu umgehen ist, hier nochmal die Bahnperspektive (heute wirkte alles grau)



    sonst so:
    Neben (nördlich) der Christuskirche haben derweil Bauarbeiten für eine mE neue Kita begonnen.
    An der Dohnaer Strasse 17 wurde heute ein Kran aufgebaut (nicht der im obigen Bild).

  • ^ Beeindruckend wie einfallslos der Neubau neben die Altbauten geklatscht wurde. Und die gewollte Asymmetrie des oberen Dachgeschosses ist ebenso ein architektonischer Meilenstein.

  • ^Ja, das hat mir schon der Planung missfallen. Der Altbau nebendran wird gnadenlos ignoriert und der Neubau dreht ihm im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken zu. Ein Offenbarungseid erster Güte.

  • ^ da die SäZ gestern über die dohnaer 17 (siehe weiter oben) berichtete, wurde dort die erhaltungssatzung des gebiets altstrehlen erwähnt, ein eher selten angewendetes instrumentarium. aber eins, was auf die d.17 zutrifft, obwohl auch dort staffelgeschosse an brandwände grenzen werden. solche satzung dient dem erhalt des typischen ortsbildes, alle baumaßnahmen müssen im einklang stehen. die gebietsgrenzen der satzung im themenstadtplan prüfend, muss man feststellen, dass das satzungsgebiet bereits an der mary-krebs-strasse aufhört. die schuppen neben den beiden gründerzeitlern gehören schon wieder mit dazu, das schutzgebiet schlägt an der stelle einen großen haken. es bleibt sowieso fraglich, wie weit diese satzung zu verbesserten ergebnissen führt.


    wer selber gucken möchte - hier
    (unter stadtentw+umwelt -> planen + bauen -> erhaltungssatzungen)