Dresden: Umbau DVB-Hochhaus am Albertplatz

  • images actuellementes



    Wers noch nicht bemerkt hat: einzelne Fensterachsen wurden zugemauert - auf der Ost- wie auch Nordseite des Turms - sehr schade.
    Mal sehen was noch an der obersten Turmstaffel wegkommt - als legten sie keinen Wert auf die Aussicht, dem Einzigen wirklich tollen Attribut des Turms.



    ^ das Brunnenhaus des Artesischen Brunnens verschwindet nun halb hinter den Lamellen - es wird also doch nicht gläsern eingehaust.

  • ^ Wie wärs mit "DRE... ähm... "Die NEUSTADT GRÜSST IHRE GÄSTE" :rofl2:


    oder: "SGD 1953" oder: "Der Sozia... ähm Konsum siegt"? Nee, im Ernst, ich fürchte mich schon vor dem angekündigten Riesen-SIMMEL-Werbedingsbums.
    Unser täglich Simmel gib uns heute. :master:

  • Soviele Fenster wurden aber nicht entfernt.
    2 Reihen nach unten zu pro Rückseite finde ich okay. So hat man wenigstens eine gewisse Symmetrie.
    Im Prinzip wurde ja Richtung Antonstraße nur die dritte Reihe entfernt.
    Und Richtung Königsbrücker wurden die großen Industriefenster entfernt und auch die 3. Reihe, aber dafür sind hier jetzt mehr Fenster in der 1. und 2. Reihe nach unten.


    So sah es vorher von hinten aus zum Vergleich
    https://goo.gl/maps/UqZk8

  • Nächsten Donnerstag ist Eröffnung (zumindest für die großen Geschäfte, DNN berichtete und Neustadt-Ticker). Daher ist die Bilderreihe eigentlich bissel sinnlos, denn in wenigen Tagen werden viele Baustellenbeeinträchtigungen dann verschwunden und auch der Vorplatz besser erlebbar sein.
    Egal, hier dennoch der Besuch zum heutigen "Tag der Arschi... ähm Architektur".
    Anmerkung gleich vorweg: es ging heute - leider leider - nicht auf den Tower hoch. Die Bauleute hatten unbemerkt eine Schutztür eingebaut und die Architekten kamen an keinen Schlüssel ran. Ist auch besser so, denn das Hochhaus ist gröbste Baustelle und das Durchschleusen von Rentnerhorden sicher nicht ganz sicher. Zum "Denkmaltag" im September wirds versucht nachzuholen. Ansonsten muss man später halt einen der Ärzte, die Büros im Tower belegen wollen, aufsuchen und mal ausm Fenster schauen.




    die Baumpodeste bekommen noch Sitzbänke rundrum aufgeschraubt

    198 Radstellplätze (also ca 100 Bügel) wirds geben, davon ein Teil in der Tiefgarage


    Blick in die Empfangshalle - es wird neustadterstmalig "gehobenes Einkaufen" zelebriert


    ^ Fassadenkonstrukt am Übergang Neubau zum Altbastand des gestutzten Seitenflügels
    v Brunnenhaus mit dann treppab etwas tieferliegender Bodenbefestigung drumrum


  • Das Hochhaus zeigt sich nunmehr oben ohne (Gerüst!) in einer Art beigigem Weiß oder sehr weißlichem Beige. Steht ihm auf jeden Fall sehr gut, besser zumindest als die gewöhnungsbedürftigen würfelhustigen Schoppingflügel seitwärts. Wenn, ja wenn man nur nicht...



    Zu früher Morgenstunde bietet sich aus der Carolinenstraße um punkt 6.10 Uhr dieser Anblick mit einer schwach leuchtenden Simmel-Werbung, die wohltuend unaufdringlich gestaltet ist.




    Nach heute sehr zeitiger Rückkehr von meiner Arbeitsstätte bot sich 11.02 Uhr aus der an der Haltestelle Albertplatz in nordwärtiger Richtung stehenden Straßenbahn folgendes Bild:
    Die Werbung, wenn sie denn schon unbedingt sein muss, ist in ihrer Zurückhaltung wirklich nicht schlecht gelungen. Aber ich vermisse den "Verkehrsbetriebe"-Schriftzug...




    Früher sah es bekannter Maßen mal so aus, in 1:87 existiert es in der Form noch:


    http://www.dresdner-modellstra…_kreuzung_albertplatz.JPG

  • Nach heute sehr zeitiger Rückkehr von meiner Arbeitsstätte...


    Hitzefrei? ;-)


    Ich finde, ein Gebäude steht und fällt mit seinen Fenstern und hier kann man schon mal sagen, dass die eingesetzten Industriefenster positiv zum Gesamtergebnis beitragen werden. Auch die dezente Simmel-Leuchtwerbung weiß zu gefallen.

  • Ja;-)


    Das Hochhaus selbst wird sicher sehr schön werden, auch wenn mein persönlicher Seitenflügel-Phantomschmerz noch sehr tief sitzt.


    Finde auch, dass die Fenster für den Charakter eines Gebäudes von äußerster Wichtigkeit sind, eine Tatsache, die m. E. oft unterschätzt wird. Da kann dann der Gründerzeitler noch so toll saniert sein, wenn man ihm dann unprofilierte Plastikfenster verpasst, kann man das ganze Ergebnis verhunzen. Das sieht besonders verquer aus, wenn das Fenster in seiner Gesamtbreite angekippt oder voll geöffnet ist, besonders dann, wenn man ihm noch einen Attrappen-Mittelsteg verpasst hat. Pfui Deibel!


    Übrigens ein Punkt, der mir bei den Sanierungen sagen wir mal in Leipzig z. B., aber auch in Dresden sehr gefällt, da hier diesem Umstand mit wenigen Ausnahmen Rechnung getragen wird. Welch Unterschied zu den totsanierten und entstellten Altbauvierteln in westdeutschen Großstädten!

  • - zur Bahnhofseite kommen keine gesprossten Fenster rein, ansonsten sind es wohl aufgearbeitete Fenster, die der Denkmalschutz auch strengst gefordert hatte
    - das Firmenlogo sollte eigentlich anders und wohl auch größer sein, doch auch hier strengste Handhabe der Denkmalpfleger. Zuletzt wurde mir aber gesagt, dass keine Farbigkeit im Logo sein darf sondern dass es mit Grautönen zu sein hat - nunja (?)
    - der Putz wurde in der Tat als schmutzig-weiß-beige bezeichnet, jedoch wird die Fassade aufgrund ihrer groben Rauhigkeit mE noch etwas eindunkeln (Schmutzpartikel). Ich hätte lieber 2 Dunkelweiß- bzw. Grautöne bevorzugt, also eine Gliederung der Fassade, und dies war tatsächlich auch Wunsch der Architekten, jedoch war das "nur Weiß" die härteste Auflage des Denkmalschutzes
    - die Betonsanierung am Hochhaus gestaltete sich wesentlich umfangreicher als gedacht, damit auch langwieriger. Die Tragfähigkeit des Turms und seiner Zwischendecken bleibt dennoch gering und die Nutzer bekommen maximale Deckenlasten als Auflage. Die Sanierung des Hochhauses (+ unter strengen Denkmalauflagen) ist für sich allein ein absolutes Defizitgeschäft, was allen seit Langem bekannt war und daher die ganze Fläche drumrum für entsprechende Nutzungen eingeplant war, um zu refinanzieren.
    - interessant wird die Verkehrsauswirkung des Centers auf Antonstrasse und Albertplatz sein - da wird man jetzt erstmal beobachten. Ändern kann man aber später nichts mehr.
    - sollte der Vorplatz ein Eldorado "trinkfester Halbstarker" bzw. vielmehr des (mit Verlaub) üblichen "zerlottert-hausierenden Lumpenproletariats aller Spielarten" werden - quasi neuer "Rumhängeplatz mit Bierpipeline" fürs Bahnhofs- sowie Alaunmilieu, dann beabsichtigt man keine Konsequenzen. Die Fa. Simmel toleriert die urbane Situation und wird die Sitzbänke auch bei Ärgernissen nicht wieder abschrauben - heisst es. Ich brachte das mal humorig ins Gespräch, da ich hier großes Potential für einen in dieser Form "lebendigen Stadtplatz" sah und sehe.


    Hier ein Fernblick vom Militärhist. Museum: das Turmdach ist wohl mit Zinkblech gedeckt

  • Seltsam, auf antonstädters Bildern von Gestern (Post 88) ist noch eine Farbigkeit im Simmel-Schriftzug zu erkennen. Heute erschien es farblos, wie die Architekten es auch besagt hatten. Sie meinten, noch zu überlegen, wie sie es machen - ggf auch mit Grautönen. Möglicherweise leuchtet es nur Nachts bunt, jedoch wars ja schon Tag bei antonstädters Nachmittagsbild.

    ^ der Beige-Ton ist in der Tat nicht zu hell und dadurch eher angenehm. In der Visu (im Bild) wars noch klatschweiß.

  • ^Am Morgen leuchtete die Werbung relativ schwach (mag durch die dämmrigen Lichtverhältnisse gegen früh um sechs gewesen sein), am Nachmittag war sie aus, das war das Foto aus der Strab, und sah da schon aus wie auf Deinem Bild. Allerdings leuchtet sie in der Dunkelheit doch recht kräftig in Simmelfarben, wir werden's verkraften.


    Mir gefällt der Farbton auch, und er ändert den Charakter des Hochhauses kollosal, dem man nun seine Herkunft aus der Frühmoderne auch wirklich ansieht. Was für ein grober dunkler Klotz war es doch im Vorzustand!


    Mit Seitenflügeln wäre das Ganze natürlich noch viel besser gewesen ;-)

  • So das wars erstmal.
    Nun haben wir dank userem lieber Herrn Koettnitz einen Baustopp.
    Straße und Fußweg darf seit der Eröffnung des Einkaufsmarktes nichtmehr zum Be- und Entladen benutzt werden und der KRan muss auch abgebaut werden.
    Die Ausnahmegenehmigung wurde nicht verlängert und das trotz mündlicher Zusage...


    Ich sag da zu garnix mehr. Die Verwaltung hat ne Klatsche...


    http://www.sz-online.de/nachri…-albertplatz-3142614.html

  • ^Nö, hat sie nicht. Wenn man das Chaos in den letzten Tagen dort gesehen hat, ist die Entscheidung nur konsequent. Wie groß wäre das Geschrei, wenn einer der auf der Straße latschenden Selbstversorger vom nächstbesten LKW überrollt würde? Dann wäre natürlich auch selbstverständlich die Stadt Schuld.


    Der Investor muss sich fragen lassen, wie er es verantworten kann, dass sein EKZ OHNE vorhandene Zuwegung überhaupt eröffnet wurde. Das finde ich unverantwortlich.

  • Die Fußgänger sind schon vor der Eröffnung gelaufen wie sie wollen. Genauso die Radfahrer. Diese Idioten kommen dir auf der Rechten Spur von der Königsbrücker zur Antonstraße entgegen. Und das obwohl extra Ampeln aufgebaut sind, um die Straßenseite zu wechseln.


    Aber das liegt an dem Neustädter "Volk". Da kannst du noch so große Absperrungen und 10 Ampeln aufstellen.
    Die würden trotzdem über die Straße laufen...

  • "Neustädter Volk?" Das verbitte ich mir dann doch ;-)


    Davon abgesehen ist es ja wohl kaum überraschend, dass mit Eröffnung des EKZ die Passantenzahl exponentiell zugenommen hat, allein schon deshalb, weil es vorher nicht einen logischen Grund gab, über die Antonstraße zu defilieren, zumindest nicht über deren unwirtliche Nordseite.


    Nee, die Schuld liegt hier eindeutig beim Investor bzw. der Baufirma, erster ist dafür verantwortlich, eine Baustelle, die noch meilenweit von einer Fertigstellung entfernt ist, für Besucherverkehr zu öffnen (das ist für mich der Skandal!), es geht ja nun nicht nur um ein paar Restarbeiten.


    Letztere, weil sie offensichtlich die Termine verschlampt hat und nicht in der Lage ist, die Baustelle ordentlich abzusichern.


    Ich habe mir die Zustände heute beim Warten auf die Strab am Albertplatz mal wieder zu Gemüte führen können - es ist wirklich unglaublich, was sich dort abspielt. Die Stadt musste hier handeln.

  • Jetzt mal ganz von der Öffnung des EKZ abgesehen, was würdest du ändern. Wie gesagt auch vor der Eröffnung des EKZ sind dort alle auf der Straße vorbeigelaufen.


    Es ist ja schon abgesperrt und beschildert. Es gibt ja schon Ampeln zum Wechseln der Straßenseite.
    Und trotzdem laufen alle am Turm vorbei, obwohl man dort garnicht vorbei muss. Es gibt auf beiden Seiten des Turms Eingänge in dne Supermarkt und wer da nur vorbei will, muss nunmal die Straßenseite wechseln oder Fußgänger könnten jetzt auch durch das EKZ laufen.


    Eigentlich ist die Situation jetzt besser als vor der Eröffnung.

  • ^ der Kran kann mE problemlos weg - der steht eh noch am Flachbau und wird nicht mehr gebraucht. Ansonsten ist halt der Zeitverzug der Baufirma am HH ursächlich und es wird wohl bald eine Lösung kommen. Ohne Kran kann mE der halbe Gehweg geöffnet werden. Es bleibt Problem des Bauherren, nicht der Verwaltung.


    aus der Ferne sieht man die Problemchen nicht.