Dresden: Umbau DVB-Hochhaus am Albertplatz

  • Dresden: Umbau DVB-Hochhaus am Albertplatz

    Ein Filetstück im Herzen der Stadt, direkt am Albertplatz gelegen. Bald soll das vom Verfall bedrohte ehemalige DVB-Hochhaus von Grund auf saniert, modernisiert und erweitert werden. Die umliegende Fläche wird bebaut, damit es der zentralen Lage gerecht wird.


    Hier eine Visualisierung wie es aussehen soll/könnte:


    http://www.neustadt-ticker.de/…012-05-22-Alberttower.jpg


    Das hier etwas geschehen MUSS, steht völlig außer Frage. Und so sieht es zurzeit aus:



    http://24.media.tumblr.com/385…pwmOzBz1sm1k6eo3_1280.jpg



    http://25.media.tumblr.com/d76…pwmOzBz1sm1k6eo4_1280.jpg



    http://24.media.tumblr.com/af7…pwmOzBz1sm1k6eo6_1280.jpg



    http://31.media.tumblr.com/7be…pwmOzBz1sm1k6eo7_1280.jpg


    Modhinweis: Visualisierung ge_urlt, da Hotlink. RianMa

  • Nein, keine Parkdecks. :)



    Bald Baustart am Albertplatz?
    22.10.2013
    "Nach jahrelangem Warten könnten die Bauarbeiten am geplanten Einkaufszentrum rund um das sogenannte DVB-Hochhaus am Albertplatz schon bald beginnen."


    "Investor Peter Simmel will dafür rund 30 Millionen Euro ausgeben. Wie Baubürgermeister Jörn Marx (CDU) in der gestrigen Sitzung des Stadtrates mitteilte, seien die beiden Bauanträge für die Sanierung des Hochhauses und den Neubau des Einkaufszentrums im Juni dieses Jahres bei der Stadt eingereicht worden. Für das Einkaufszentrum müssten noch Fassadenentwürfe vorgelegt werden, so Marx. Er rechne aber damit, dass die Baugenehmigungen in zwei bis drei Wochen erteilt werden können. Laut einer früheren Aussage des Investors sollen dann noch vor dem Winter Sicherungsarbeiten an dem Hochhaus beginnen.


    In das Einkaufszentrum, das entlang der Antonstraße und der Königsbrücker Straße geplant ist, soll unter anderem ein Edeka-Markt einziehen. Unternehmer Simmel betreibt bereits 20 Filialen in Sachsen, Thüringen und Bayern. Den Zuschlag hatte er allerdings nur bekommen, weil er zusagte, auch das 1929 und unter Denkmalschutz stehende Hochhaus grundlegend zu sanieren. (SZ/win)"


    Quelle: Sächsische Zeitung vom 18.10.2013

  • Hochhaus am Albertplatz


    nach langen nichtöffentlichen verhandlungen und verzögerungen im ablauf kann man nun von einem tatsächlichen baubeginn in wenigen tagen bzw. wochen ausgehen. da der nachgebesserte bauantrag im august gestellt wurde, müsste in kürze die baugenehmigung ausgestellt werden, sofern alle probleme ausgeräumt wurden.
    aktuell wurden vom investor einladende werbebanner am hochhaus angebracht.


    leider bekam die öffentlichkeit keinerlei informationen zur art der architektur und baulichen gestaltung. intern gab es aber zähes ringen mit dem denkmalschutz (seitenflügel des hochhauses abreissen oder nicht), unklarheiten zur statik des altbaus sowie ablehnung der bisher wohl zu tristen fassadenentwürfe der shopping-center-anbauten. rechtlich steht dem bauherrn die gestaltung frei, er wollte es ja bis zum schluss auch durchboxen, nun wird es spannend, ob es doch noch änderungen gab.

  • Hochhaus Albertplatz - Büro- und Einkaufszentrum


    wie die SäZ heute mitteilt steht der baubeginn der 30 mill. euro-investition in kürze an. wie bereits vermutet gibt es noch abstimmungsbedarf bei der fassadengestaltung, daher wurde dieser bereich aus der nun erfolgten baugenehmigung herausgenommen. aushub, baugrube sowie der rohbau wurden genehmigt. der bau soll noch bis zum winter starten - mit setzung von bohrpfählen zur stabilisierung ums hochhaus. die seitenflügel werden bis zum 2.og abgetragen und bleiben ansonsten erhalten und in den neubau integriert. 5800qm verkaufsfläche entstehen, davon 2800qm für einen edeka-markt. das hochhaus wird bürohaus.

  • Na endlich, dass sind ja gute Neuigkeiten.
    Klingt soweit eigentlich ganz vernünftig, die Diskussion über die Fassaden lässt sich vielleicht sogar als neuer Wille der Stadt interpretieren, sich nun ab sofort Mühe zu geben bei moderner Architektur.
    Das könnte vielleicht den Auftakt geben zur Aufwertung der Region nordwestlich des Albertplatzes. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Königsbrücker sieht's ja immer noch sehr trist am Nudelturm aus. Hoffentlich wird das bald.

  • den anfang für die gammelgegend vom neustädter bahnhof bis zur königsbrücker hat schon vor kurzem die USD gemacht mit dem "neustadt-palais". ein privater baut an der antonstrasse einen würfel und eine größere fläche neben usd steht zum verkauf. es werden die nä. jahre sicherlich weitere projekte kommen, meist wohnungsbau, das image der gegend wird sich positiv verändern. wichtig wird die entwicklung auf dem postgelände sein, also hinter der hauptpost an der königsbrücker. dort sehe ich ein urbanes stadtquartier, jedoch möchte die stadt dort evtl. eine öffentliche einrichtungen unterbringen wie schule, kita, sporthalle oder freizeitzentrum. es ist noch nichts konkret in planung. es gab auch mal einen komischen investor für ein einkaufszentrum, was aber mit dem hochhaus albertplatz gegessen ist.

  • Da ich die Situation in DD nicht kenne – was machbar ist, ob der geplante Supermarkt endlich eine schmerzlich empfundene Lücke füllt – möchte ich mich zurückhalten mit Kritik. Ich möchte zumindest meine Verwunderung äußern ob der nahezu kritiklosen Berichterstattung hier. Die bisher veröffentlichten Skizzen sind sehr vage, lassen aber nichts Gutes vermuten. Die geplante Nutzung ist auch wenig prickelnd: ein Einkaufszentrum, wie es andernorts in einem Gewerbegebiet am Stadtrand gebaut würde, Hauptnutzer ein schnöder Supermarkt, mit dem der Investor auch noch seine bevorstehende Investition im Stadtraum groß ankündigt und dazu das Hochhaus, um das es hier eigentlich geht, als Werbefläche „missbraucht“ (warum keine Werbung ala : „wir sanieren ein Stück Dresden“ o.ä. mit Bild vom sanierten Hochhaus). Die Kubatur des geplanten Einkaufszentrums passt zu diesem Konzept – zum Hochhaus passt sie überhaupt nicht, darüber hinaus darf auch noch der Anbau abgerissen werden, das finde ich überhaupt nicht gut – gerade der Anbau vermittelt doch zu einer potenziellen, niedrigeren Nachbarbebauung. Und als solche, an das Hochhaus anschließende Nachbarbebauung wären Gebäude angemessen, die eine ähnliche Breite der Straßenfront aufweisen, wie das Hochhaus und in der Höhe nicht wesentlich unter dem nun zum Abriss freigegebenen Anbau liegen und nicht ein solch langgezogener, vergleichsweise niedriger (ohne Übergang) und wahrscheinlich fensterloser Bunker. Ist man so verzweifelt in DD, dass man über jeden Investor an dieser Stelle froh ist und es sich nicht leisten kann, vom Vorhandenen – also dem Hochhaus – aus zu denken, zu schauen, was steht da, was passt jetzt daneben und dann das Gebiet zu entwickeln? Beim Investor, den man gefunden hat, habe ich eher das Gefühl, er sieht in erster Linie die Chance, sein Stadtrand-Gewerbegebiets-Einkaufszentrum in attraktiver Lage mitten im Zentrum der Stadt zu platzieren. Diese Verheißung bietet ihm die Stadt mit besagtem Grundstück an. Dass da noch eine alte Bude drauf rumsteht, die die Stadt unbedingt erhalten will, diese Kröte kann er schlucken, aber ansonsten sind ihm wahrscheinlich Hochhaus, und Stadtbild egal.

  • ja, es wird versucht was machbar ist und ja, es ist eine schmerzliche lücke, und ja, die meisten leute ersehnen sich die rettung des bald einsturzbedrohten denkmals, ja, an der stelle ist ein kleines einkaufszentrum am ehesten verkraftbar und vielleicht sogar sinnvoll.
    wir versuchen hier neutral zu bleiben, freuen uns über das bald erstrahlende hochhaus, kennen aber die jetzt gültigen aussen- und innengestaltungen nicht (alles geheim) und können daher auch noch nicht auf gewerbegebietsanalogie schließen. die alten entwürfe waren schwach, dem investor gehört der grund und boden, da kommt kein anderer mehr ran. es werden wohl nur gebäude bis zum 3.OG, das passt sich aber in die gesamte umgebung gut ein, auch wenn man sich höheres gewünscht hätte. fallen die fassaden zu primitiv aus, wird kritik folgen, aber hier geht eine endlos-geschichte mal zuende, und vor paar jahren war man durchaus noch verzweifelt, das ist ausserhalb berlins fast normalität im osten, dass investoren nicht schlange stehen und wenn einer kommt, dann setzt er sich durch. der architekt möchte gern das hochhaus als turmskulptur hervorheben, daher die niedrigen anbauten. aber warten wir mal ab, noch verhandelt die stadt um die fassaden und details. dass sie sich da nicht mehr ducken muss bei der jetzigen marktlage wird deutlicher als früher. mal sehen was dann hoffentlich bald präsentiert wird. alle wissen, dass man dort so viel wie es nur geht eine bestmögliche lösung umsetzen muss.
    allein schon aufgrund des denkmals sowie einer durchaus städtischen passagenstruktur, neuen parkplätzen in einer TG, weiteren geschäften und büros, und noch einer reihe anderer nutzungen, würde ich keinesfalls von einem gewerbegebiets-gleichen center sprechen.

  • Heute wurden durch den Investor Peter Simmel die finalen Entwürfe für den gesamten Komplex der Öffentlichkeit präsentiert. Hierbei hat es bei den neuen zweietagigen Anbauten noch größere Veränderungen gegeben. Das Architekturbüro hat sich für eine mineralische Fassadenoberfläche entschieden. Dies betrifft die Baukörper, die direkt an die Straßenflucht gesetzt werden. Die Zwischenbauten erhalten Glasfassaden.


    Das Hochhaus wird nach der Sanierung einen cremefarbenen Anstrich aufweisen.


    Visualisierungen gibt es hier: Klick

  • Na endlich passiert was. Finde die Visualisierungen voll in Ordnung - nicht spektakulär, aber durchaus annehmbar.


    Was ich allerdings bedaure, ist das nicht mehr geplante Restaurant ganz oben :( Das wär's doch gewesen, ein Blick über die Neustadt. Schade, aber der Edekamann kann ja auch nicht jedem Wunsch nachkommen, mag er noch so viel investieren können.

  • Ich finde den Entwurf auch recht angenehm. Natürlich kann man den Abriss der Anbauten als falsch empfinden. Wenn man dadurch aber das Hochhaus erhalten kann, dann würde ich in den sauren Apfel beißen wollen. Zumal man durch den Abriss die Wirkung des Hochhauses als Hochhaus noch stärker herausarbeiten kann.
    Die Höhe des Einkaufszentrums finde ich genau richtig, da sich westlich in der Antonstraße, wie auch nördlich in der Königsbrücker Straße Gebäude befinden, die ähnliche Ausmaße besitzen. Und hier greift auch die Betonung des Hochhauses. Denn durch die niedrigeren Ladenpassagen und durch die leichte Kurvung beider Straßen hat man das Hochhaus sofort im Blick, wenn man vom Bahnhof Neustadt kommt oder die Königsbrücker runterfährt.


    Die steinsichtigen Fassaden wirken erstmal recht hochwertig. Größere Sorgen bereiten mir die in der Visualisierung sehr dunkel gehaltenen Glaszwischenbauten. Hier kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie das letztlich aussehen wird.


    Das Restaurant im obersten Geschoss wäre sicher interessant gewesen. Ich hätte mich aber vielmehr darüber gefreut, wenn hier Wohnungen integriert worden wären. Unten Büros, weiter oben große Wohnungen. Die wäre man sicher schnell losgeworden.

  • es ist aber leider auch eine der stellen der stadt wo es für wohnungen am ungünstigsten ist, da spielt selbst die lage nur eine untergeordnete rolle. wohnungen waren hier allein immissionsschutzrechtlich nicht zulässig, wie sogar eine zeitung berichtete. übrigens sind schon auf einem gelände wie dem drewag-areal an der lössnitzstrasse deshalb nur am rand wohnungen möglich, weil die bahnlinie eben ein paar nächtliche güterzüge aufweist, die kurzzeitig die grenzwerte überschreiten. man sollte echt mal einen stadtplan erstellen, auf welchem alle nicht- und bedingt bebaubaren flächen gemäß bauGB-restriktionen erkennbar sind. das sind scheinbar ne ganze menge. insofern blockieren die immer schärfer gewordenen richtlinien letztlich die stadtentwicklung, wenn auch mit relativ guter absicht.


    den verzicht auf das restaurant halte ich auch für schmerzhaft. vielleicht kann man eine begehbare dachterrasse irgendwann mal nachreichen.


    beim entwurf war eigentlich klar dass nichts besonderes rauskommen würde. es ist zwar kein verriss, jedoch bin ich letztlich enttäuscht. die größe der kuben ist verständlich aber an so einer prägenden stelle muss mehr möglich gemacht werden. leider hat dies 20 jahre lang niemand gemacht und nun ist es immerhin noch ein tilgen eines schandflecks. vorteilhaft sind die vielen funktionellen effekte (nutzung, belebung, raumkante, schallschutz nach hinten usw.) und möglicherweise wird es auch ein typischer aufenthaltsort (es gibt ja miniplätze/unterstände vor den zugängen) für die übliche neustädter "strassenbourgeoisie" bzw. die bahnhofsumfeldklasse.

  • Alberttower am Albertplatz (Edeka-Projekt) - Update


    Derzeit findet eine Baufeldfreimachung statt (Rodungen), der Baubeginn ist vollzogen.
    Man wird wohl weiterarbeiten, wie es die Witterung zulässt.


  • Alberttower - Edeka - Baubeginn und Aushub der Baugrube hat begonnen


    Alle Baugenehmigungen sind erteilt. In Kürze sollen die beiden Seitenflügel teilabgerissen werden.
    Spundwände werden gesetzt und in den nächsten Wochen die riesige Baugrube für 2 TG-Geschosse ausgehoben.


  • Blick ins Hochhaus


    Karfreitag konnten einige Leute im Zuge des Filmfestes eine Führung durch das Haus machen. Die DNN berichten nun mit einer Fototour.


    Ich habe zufällig eigene Aufnahmen vom Mai 2006 entdeckt. Damals fand dort ein Kunst-Event statt.