Dresden WEST: Projekte in Löbtau, Cotta, Gorbitz und Briesnitz

  • Sehr interessant, was man aus einem alten DDR-Schulgebäude noch alles machen kann. Die Kosten für den Umbau waren sicher nicht ganz so gering. Dafür ist das Ergebnis aber sehr ansprechend. Das schaue ich mir demnächst mal an.


    Thema Oederaner Straße:


    Zitat


    Die Strasse wird mE in den nächsten Jahren Stück für Stück fertiggestellt. Das Investinteresse scheint hoch, obwohl sie jahrzehntelang als Ladenhüter galt und noch vor Kurzem erstmals für eine Wächterhaus-Nutzung in Betracht kam.


    Ich hoffe sehr, dass du Recht behältst, Elli Kny! Die Oederaner Straße ist in meinen Augen wirklich beeindruckend, was vielleicht auch an ihrem Erhaltungszustand liegen mag. Der Entwicklungshemmer ist hier einfach das Heizkraftwerk direkt im Hinterhof der Ostzeile. Ich kann in diesem Fall schon verstehen, dass die Eigentümer bisher vor einer Sanierung zurückgeschreckt sind. Allerdings besteht hier eben ein besonderes Flair, obwohl dieses Quartier nur aus der Öderaner und der Saxoniastraße besteht. Die Anbindung ist hervorragend. Beide Straßen haben eigene Haltestellen der Straßenbahnlinien 12 und 7. Und die Kesselsdorfer Straße liegt nur auf der anderen Weißeritzseite, also direkt um die Ecke. Unglaublich wichtig ist auch die Erhaltung des Eckgebäudes an der Spitze zwischen Oederaner und Freiberger Straße. Hoffentlich findet sich da jemand, der sanierungswillig ist.
    Überhaupt hat die Stadt hier im Bereich der Freiberger Straße noch ungeahnte Entwicklungspotenziale. Die müssen einfach mal genutzt werden!

  • Zum Schulumbau am Gorbitzbach: Ich hatte einst gelesen, dass durch die Nutzung der Gebäudesubstanz eher Baukosten gespart und der Quadratmeterpreis gedrückt werden sollte. Vielleicht liest man mal, was es dann am Ende gekostet hat.


    Zur Oederaner Straße mit "oe": Das "Wunder" des derzeitigen Immobooms rückt dort die Kraftwerkslage in den Hintergrund (nur die Hinterhausostfassaden sind angrenzend) und vielmehr die nur wenig vorhandenen bedürftigen Gründerzeitler in guter Lage in den Vordergrund. Und wie gerade erwähnt, wurden weitere Objekte verkauft, wenn nicht sogar die restlich-verfallene Straße. Auch das Kopfgebäude wurde wohl verkauft (alles zuvor Gagfah-Bestand), denn es verschwand wie auch 2 Mietshäuser an der "oe" dahinter aus den Verkaufsanzeigen. Ich denke, man braucht sich erstmal keine Sorgen dabei mehr zu machen. Hemmnis war eher die Bestandhaltung bei der Gagfah, die selbst nichts machen konnte oder wollte. Wenn es durchsaniert ist, kommt mE eine beidseitige Baumreihe mit vermutlich kleinkronigen Bäumen.


    Für das weitere Umfeld wirds auch bergauf gehen, da ein 2. Gründerzentrum auf der Ex-Glaswerksfläche zur Hirschfelder Straße in 2015-16 von der Stadt gebaut wird (Teilfläche) und der hintere Teil des Geländes zum Weißeritz-Grünzug zugeschlagen wird. Entlang des Kohlebahnhofs könnte danach auch einiges in Bewegung kommen. Ich hoffe auf weiteren Wohnungsbau auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Freiberger Straße.

  • Oederaner Straße

    Für alle Interessierten und Ortsunkundigen gibt es jetzt mal eine Bestandsaufnahme der Oederaner Straße. Danke für den Hinweis "oe" statt "ö". Ich habe den Fehler gleich korrigiert. Starten wir auf der Ostseite der Oederaner Straße von Norden kommend.



    Die Nummer 1 ist heute nicht mehr erhalten. Die Nummer 3 folgt danach, wobei sie wie alle anderen Objekte auf der Ostseite noch unsaniert ist:



    Die Nummer 3 bildet zusammen mit der 5, 7, 9 und 11 einen großen symmetrischen Komplex, wobei die 7 als Mittelachse durch einen Giebelbau betont wird.






    Alle fünf in der Seitenansicht:



    Es folgen die Nummern 13, 15 und 17, die ebenfalls durch ihre einheitliche Gestaltung wie ein großes, zusammenhängendes Gebäude wirken:



    Elli Kny hat im Post #37 die Nummer 13 gezeigt, mit dem Bagger, der gerade durch die Haustür fährt. Ich habe heute auch Baumaschinengeräusche im Inneren des Hauses gehört und bin dann nochmal in die Fabrikstraße gelaufen, um mal einen Eindruck von der Hinterhofsituation zu bekommen. Dort konnte man Schuttrutschen an der Nummer 17 finden (Foto ganz unten im Post). Das bedeutet wohl, dass der gesamte Komplex auf einmal saniert wird, was höchst erfreulich ist. Ich dachte zunächst nur an eine der drei Hausnummern.




    Die Nummer 17 ist jedoch nur noch zur Hälfte erhalten. Ich vermute, die rechte Hälfte wurde abgerissen, nachdem sie im Krieg Schäden davongetragen hat. So genau weiß ich es jedoch nicht. In der Lücke stehen heute zwei Stützwände, wie mit rundbogigen Öffnungen versehen sind. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese noch vom Ursprungsbau stammen. Die äußere Fensterachse ist übrigens nur aufgemalt, wie unschwer zu erkennen ist. Mal schauen, wie hier bei der Sanierung verfahren wird und ob und wie man der verschwundenen Teil wieder aufbaut.



    Es folgen die Nummer 19 und im Anschluss daran das Heizkraftwerk:




    Zwei Fotos möchte ich noch von den Rückseiten der gezeigten Gebäude bringen. Auf dem zweiten kann man die Schuttrutschen an der Nummer 17 erkennen.



  • Kommen wir zur Westseite der Oederaner Straße, bei der schon einige Gebäude in den letzten Jahren saniert worden sind. Hier fange ich im Süden an (bei kleiner werdender Nummernzahl).
    Es geht los mit einem Wohnkomplex, der allem Anschein nach Anfang des letzten Jahrhunderts erbaut worden ist. Drei Aufgänge dieses Komplexes befinden sich in der Oederaner Straße (Nr. 28, 26, 24). Das Ensemble erstreckt sich entlang der Saxoniastraße bis hin zur Freiberger Straße. Eine Fassadensanierung täte dem Objekt aber ganz gut. Dann könnte man gleich diesen schrecklichen Kratzputz in Glattputz abändern, der viel besser passe.



    Ein Blick in die Saxoniastraße:



    Das nördliche Eckhaus ist die Nummer 22 (bei GoogleMaps unkenntlich gemacht):



    Es folgen die vorbildlich sanierten Nummern 20, 18, 16 und 14:






    Die Nummer 12 ist bei GoogleMaps noch unsaniert.



    Ebenso die Nummer 10 (Vorzustand):



    Die Nummer 8 wurde erst kürzlich fertiggestellt und sieht hervorragend aus:



    Die sich anschließenden Nummern sind wiederum alle unsaniert und stark in Mitleidenschaft gezogen:






    Im Eckgebäude zur Freiberger Straße konnte man schon kleine Bäume im ersten Obergeschoss wachsen sehen. Offiziell gehört das Eckhaus auch schon zur Freiberger Straße (Nummer 93).


  • Nu genau, denn die Oederaner ist nämlich nicht mehr nur "öde", sondern "nur" noch und vor allem "oede".
    Zu erwähnen ist, dass die Nummern 20, 18, 16 und 14 auch erst in den letzten 3 Jahren saniert wurden und das ein wichtiger Schritt für die Straße war. Dabei wurde (vermutlich, um deren Hausanschlüsse zu ertüchtigen) leider die westliche Fahrbahn im Nachgang zum Großteil asphaltiert. Ich wünschte mir einen Erhalt des intakten Kleinpflasters, da seitdem der "oede-Charakter" der Straße verloren ging.
    Die östliche Straßenseite hat die Besonderheit, aus eigentlich nur zwei größeren Gebäudekomplexen mit palaisartigen Symmetrien zu bestehen.
    Hoffen wir, dass im nächsten Jahr auch weitere verkaufte Häuser in Sanierung gehen. Dann hat es sich mit der Sorge um unsere "oe".

  • Emerich-Ambros-Ufer (Cotta)


    Übersicht: HIER


    Mittlerweile wurden alle Mietskasernen entlang der Straße ordentlich saniert.
    Das Flussbett der Weißeritz wird derzeit in diesem Abschnitt ausgebaut (Fotos siehe hier).






    Nicht unerwähnt bleiben soll Dresdens 1. Wächterhaus an der Straße. Es ist ein kleines Haus in unattraktiver Lage, hat aber noch ein Urban-Gardening-Projekt am Platz.

  • Neubau Groebelstraße

    In der Groebelstraße (nördlich der Kesselsdorfer Straße auf der Westseite) wird momentan ein Neubau errichtet, der mehrere Wohnungen beherbergen wird. Genauere Infos konnte ich aber noch nicht finden.




    Beim großen Neubau an der Haltestelle "Tharandter Straße" (zuletzt Fotos im Post #37) werden übrigens gerade die Schalungselemente für das zweite Obergeschoss gesetzt. Das bedeutet, dass beide Bauabschnitte definitiv direkt aufeinanderfolgend realisiert werden.

  • Cossebauder Straße 3

    Zitat von Dunkel_Ich in Post #36:

    Zitat

    Kommt dort mal jemand vorbei?


    Ich bin heute vor Ort gewesen und ich muss sagen, die alte Post sieht wirklich ansehnlich aus:



    Im hinteren Bereich des Grundstücks wird zur Zeit noch ein altes Nebengebäude auf Vordermann gebracht und sogar aufgestockt, wie es aussieht.




    Direkt daneben in nördlicher Richtung stehen zwei weitere Sanierungskandidaten.
    Cossebauder Straße 1:



    Ein rückwertig gelegenes Gebäude der Hamburger Straße 85:



    In Resten sind hier auch noch interessante Details im Bereich der Pilasterkapitelle und am Fries zu finden:


  • Heroldstraße

    Die Heroldstraße 1 wurde dieses Jahr saniert. Der Farbtupfer gefällt mir ziemlich gut. Jedoch ist der Verlust des Schmuckgiebels ein Minuspunkt.



    Nach Süden kann eine Baulücke noch gefüllt werden. Gegenüber an der Ecke zur Warthaer Straße sieht es so aus:



    Die Sanierung ist schon ein wenig her und scheint auch nicht vollendet worden zu sein.

  • Ockerwitzer Straße 57/59

    In der Ockerwitzer Straße nahe der Straßenbahn-Endhaltestelle der Linien 12 und 1 wird in der Nummer 57 gerade ein Mehrparteien-Wohnhaus errichtet.




    Nebenan in der Nummer 59 wurde nach dem Abbruch eines Altbaus in diesem Jahr ebenfalls ein neues Wohngebäude errichtet.



    Ich möchte noch ein kleines Schmuckstück zeigen, dass ein paar Häuser weiter östlich in der Nummer 43 steht.


  • Gottfried-Keller-Straße

    In der Gottfried-Keller-Straße hat das Architekturbüro Klinkenbusch + Kunze beim Bau zweier Kindertagesstätten die Entwurfsarbeit geleistet. Eine Kita ist fertig, die andere im Bau.
    Auf der Freifläche der Nummer 39 errichtet die Stadt momentan auf etwa 1.400 m² einen Neubau in Massivbauweise mit 45 Krippen- und 115 Kindergartenplätzen.





    Das Bauschild mit Darstellungen der zukünftigen Fassaden, die aber nicht so wirklich viel preisgeben:




    Südwestlich der katholischen Kirche St. Marien befindet sich die zweite Kita (Gottfried-Keller-Straße Nummer 52). Diese wurde bereits im Mai 2011 fertiggestellt und ich musste mich heute ordentlich durch das Gestrüpp kämpfen, um einigermaßen aussagefähige Fotos zu bekommen. Die Kita liegt sehr landschaftlich in der Umgebung und wird größtenteils von Grün umgrenzt. 45 Krippen- und 90 Kindergartenplätze stehen hier der jüngsten Generation zur Verfügung.




    Kita Pirolino und St. Marien:



    Zur Erschließung der neuen Kindertagesstätte wurde extra eine kleine Zufahrtstraße gebaut. Der Eingang präsentiert sich folgendermaßen:



    Die katholische Kirche St. Marien wurde 1905/06 im neoromanischen Stil errichtet und beeindruckt durch ihre Lage auf einer Anhöhe mit Blick auf die ganze Stadt. Ihr Glockenturm misst 38 Meter.



    Von hier hat man auch einen guten Blick auf die nahegelegene Heilandskirche. Schön auch zu sehen, wie selbst Schrebergartenanlagen gewissen städtebaulichen Leitbildern unterworfen sind:



    Die Heilandskirche finde ich noch beeindruckender. Nicht allein wegen ihrer außergewöhnlichen Architektur, sondern weil sie fast komplett von Schrebergärten umgeben ist. Ähnlich ist es bei der Christuskirche in Strehlen.

  • Zunächst war ich etwas erstaunt über die vielen Kindereinrichtungen in diesem doch dünn bebauten Stadtbereich. Allerdings sind die jetzigen Baustellen wohl Ersatzneubauten für die direkt dahinter liegenden maroden Einfachbauten aus DDR-Zeiten. Zu sehen HIER.
    Die Kitafläche scheint sich mit den Neubauten auch etwas zu verkleinern. Der ganze hintere und frei werdende Bereich könnte doch gut als Baugebiet zu Geld gemacht werden. Es müsste ja alles städtischer Grund sein. Geld zum Ankauf manch anderer wichtiger Fläche im inneren Stadtgebiet, wo oft das liebe Geld fehlt (angeblich).

  • So ganz ist das nicht korrekt. Der Neubau an der Gottfried-Keller-Straße hat nicht direkt etwas mit dem Abriss der alten Kitagebäude weiter östlich zu tun. Hier wird nämlich gerade der Ersatzneubau hochgezogen. Es entstehen nebeneinander also momentan zwei Kita-Neubauten.
    Der Ersatzbau am südlichen Ende der Roquettestraße wurde durch die Ingenieurgemeinschaft Wätzig und Koch GbR geplant.



    Hier das Bauschild:





    Die Bilder sind von heute Morgen.

  • dann sind es ja schon 3 neue kitas auf engstem raum, das wird mir langsam unheimlich. die fertilitätsquote der gemeinen dresdnerin liegt auch trotz "babybooms" bei nur 1,4 oder so.


    was passiert(e) denn mit dem anderen (kita?-)gebäude daneben? die hütte sieht ja nicht mehr allzu zeitgemäß aus.

  • Geschäftshaus Kesselsdorfer Straße (DD-Löbtau) - Update (zuletzt in Post #37)


    Legt alle Bedenken weg: Es geht weiter nach oben am Bau. Das 2. OG ist als erstes Wohngeschoss gestellt und die Bewährungen schauen fürs 3. OG raus.


  • Sanierung Wohnhaus Grillparzer Straße

    Hallo,


    kann mir jemand was zur Sanierung des Wohnhauses Grillparzer Straße 14 sagen? Ich kann an der Baustelle keine Details zum Vorhaben finden.

  • Hi matloe,
    wir hatten die Grillparzerstraße 14 einmal im Post #29, was du sicher schon gesehen hast. Ich war im Dezember nochmal vor Ort, aber die Entwicklungen waren nicht so umfangreich, dass sich ein Post gelohnt hätte. Ich habe jetzt nochmal das Internet durchforstet, bin jedoch auch nicht fündig geworden, was weitere Informationen anbelangt.
    Vielleicht hat einer der anderen Schreiber mehr Informationen. ;)
    Liebe Grüße

  • Rennersdorfer Straße 2

    Wie es aussieht, wird endlich das Gebäude in der Rennersdorfer Straße 2 saniert. Der Wildwuchs ist bereits entfernt worden. Die Bauarbeiten werden wohl in diesem Frühjahr starten. Es handelt sich um das folgende Objekt (Foto vom 16.11.13):



    Ein Blick von der Rudolf-Renner-Straße auf die rückwertige Front:


  • Kitaneubau Williamstraße

    @Elli: Zur Konzentration von Kindertagesstätten im Bereich der südlichen Roquettestraße wollte ich noch sagen, dass die bestehende Kindertagesstätte, von der du gesprochen hast, weiterhin bestehen bleibt. Das wäre das Kinderhaus "Tausendfuß", das über die Ockerwitzer Straße 19a erreichbar ist. Damit hätten wir hier also 3 Kitas auf einem Fleck. Ich finde hierbei jedoch positiv, dass sich alle drei im rückwertigen Bereich befinden und nicht direkt an der Straße liegen und den dortigen Baugrund besetzen.


    Wo ich schon beim Thema bin, kann ich gleich Fotos einer weiteren Kindertagesstätte zeigen, die aktuell hochgezogen wird. Diese entsteht jedoch viel weiter südlich in der Williamstraße 10. Rohdecan hat den Entwurf für die neue Anlage geliefert. Zuvor musste das alte und wesentlich kleinere Container-Gebäude abgerissen werden. Die Bauarbeiten sind schon weit fortgeschritten und werden in diesem Sommer abgeschlossen. 1900 m² Bruttogeschossfläche werden zukünftig Platz für 188 Kinder bieten (60 in der Krippe, 128 in der Tagesstätte). Zuvor hatte es hier gar keine Krippe gegeben.