Baugeschehen: Kappel / Kapellenberg

  • Ehemalige Brauerei Braustolz in Kappel:


    "Noch dieses Jahr soll auch ein Großteil des Geländes in Kappel verkauft werden. Ein Chemnitzer Investor möchte dort Wohnhäuser bauen."


    Quelle: Morgenpost

  • Fernwärme und Erdgas

    Muss man sich das mit dem "Ökoviertel" so vorstellen wie mit den Eigenmarken - Bio- Siegeln?:lach:


    Naja, „Bio“/„aus ökologischer Erzeugung“ ist bei Lebensmitteln ein rechtlich geschützter Begriff.


    Klar, Fernwärme ist prinzipiell nichts schlechtes und hat viele Vorteile - aber ob Fernwärme aus einem Kraftwerk wie dem unsrigen so "öko" ist wage ich mal zu bezweifeln.


    Bestehende Gebäude neu ans Fernwärmenetz anzuschließen erscheint mir durchaus sinnvoll. Die Perspektive des Fernwärmesystems reicht über die des Heizkraftwerks Nord weit hinaus. Fernwärme heißt zunächst, an eine großtechnische oder koordinierte Wärmeerzeugung angeschlossen zu sein – und die kann auch massiv verändert werden.


    Dass im Zuge des Fernwärmeanschlusses die Gasinstallation aus den Häusern entfernt wird, klingt weniger ökologisch. Mit Strom zu kochen, braten, backen … („heizen“!) ist im Vergleich zum Kochen mit Gas ökologisch höchst zweifelhaft. Bemerkenswert ist auch, dass die Häuser in der größten Gasglühlicht-Gegend der Stadt liegen und die Gas-Erschließung dann nur noch der Straßenbeleuchtung dient.

  • Braustolz weg?

    Ehemalige Brauerei Braustolz in Kappel:


    "Noch dieses Jahr soll auch ein Großteil des Geländes in Kappel verkauft werden. Ein Chemnitzer Investor möchte dort Wohnhäuser bauen."


    Quelle: Morgenpost


    Ist Braustolz umgezogen, oder was?

  • Braustolz verlagert das Brauen nach Plauen. Dort wurde bereits bisher das Bier abgefüllt. Der jetzige Schritt ist also folgerichtig.
    Am derzeitigen Standort verbleiben wohl noch Reste der Verwaltung/Verkauf etc.
    Ob man sich in seinem Heimatmarkt damit Freunde macht, wage ich zu bezweifeln und sollte sich in den Verkaufszahlen widerspiegeln.

  • Braustolz weg

    Braustolz verlagert das Brauen nach Plauen. Dort wurde bereits bisher das Bier abgefüllt. Der jetzige Schritt ist also folgerichtig.
    Am derzeitigen Standort verbleiben wohl noch Reste der Verwaltung/Verkauf etc.


    Na toll! Für mich hat es sich damit erledigt.


    Chemnitz hatte stets drei Brauereien, die Gastronomie und Handel beliefern, jede für sich interessant. Wenn eine meint, gehen zu können, und trotzdem weiterhin irgendwie chemnitzer Bier zu machen, dürfte sie sich getäuscht haben. Ich war schon bei der letzten Etikett-Umgestaltung skeptisch ob der weiteren Entwicklung – Pseudo-Retro-Gehabe verheißt nur selten gutes.

  • Ich weiß nicht was da folgerichtig sein soll? Folgerichtig wäre doch eher das Bier dort abzufüllen wo es gebraut wird, oder? :lach:


    Mir persönlich ist das egal, die Chemnitzer "Brühe" kann man durch die Bank ohnehin nicht trinken. :nono:


    Interessanter wäre für mich die Frage, warum sich eine so große Firma quasi komplett anderswohin zurückzieht, es muss sich ja am Ende für die Firma lohnen oder zumindest massiv Kosten sparen. Erreichen kann man sowas zum einen durch modernere Produktionsanlagen die man dadurch besser auslastet (weiß ja nicht ob das Werk in Plauen besser / moderner ausgestattet ist) andererseits habe ich nicht nur einmal davon gehört, dass Firmen aus Chemnitz wieder abgewandert sind, weil im Vergleich die Gewerbesteuersätze relativ hoch sein sollen?


    Mit anderen Worten: Liegt der tatsächliche Grund in der Firma selbst oder eben am Standort? Dazu steht ja nichts im Artikel...

  • Die Brauerei in Plauen (Sternquell) und Braustolz gehören beide zum Kulmbacher Konzern.
    Da Sternquell größer als Braustolz ist, hat man denen vor ein paar Jahren eine neue Abfüllanlage spendiert. Seitdem werden die Biere aus Chemnitz dort abgefüllt.
    Wo der Weg dann hingehen wird, konnte man also bereits erahnen.


    Bei Wikipedia konnte ich folgende Kennzahlen zum Umsatz finden.
    Braustolz 7,7 Mio.
    Sternquell 24,4 Mio.

  • Brausternquell

    Ich weiß nicht was da folgerichtig sein soll? Folgerichtig wäre doch eher das Bier dort abzufüllen wo es gebraut wird, oder? :lach:


    Klar! Der „Plan“ war halt, die Abfüllung in eine Anlage anderswo zu verlagern und dann „folgerichtig“ das Brauen dorthin zu verlagern.


    Interessanter wäre für mich die Frage, warum sich eine so große Firma quasi komplett anderswohin zurückzieht, es muss sich ja am Ende für die Firma lohnen oder zumindest massiv Kosten sparen. Erreichen kann man sowas zum einen durch modernere Produktionsanlagen die man dadurch besser auslastet (weiß ja nicht ob das Werk in Plauen besser / moderner ausgestattet ist) […]?


    Bei Sternquell in Plauen wurde erst viel in den traditionellen Standort investiert, die Brauanlagen in besten Zustand versetzt, und dann eine neue Abfüllanlage an der Autobahn gebaut. Seither wurde das gebraute Bier aus der Stadt mit Lkw zum neuen Betriebsteil gefahren, um dort abgefüllt zu werden.


    Diese Abfüllanlage sollte dann auch Braustolz dienen. Inzwischen ist –so habe ich eben gelesen– bereits auch der Braubetrieb von Sternquell an den neuen Standort verlegt worden.


    In Plauen ist also in der Stadt nur eine „Markenbotschaft“ verblieben – so, wie es der historische Braustolz-Standort zukünftig sein wird. Was für ein überzeugendes Konzept die Kulmbacher doch haben!

  • Gewerkelt wird auch seit ein paar Wochen an und in der Chopinstraße 45/Stadtteil Kappel


    Eine Seite eines Schaufensters des einstigen Ladens hat man bereits begonnen zuzumauern.
    Vielleicht aber wird der Laden nicht in Wohnraum umgenutzt ?


    Das in Weiss zu sehende Fenster beim Aufbruch (1 OG, rechter Seite) ist eventuell Neu?
    Hier werden sicherlich Balkons angebracht werden. ?
    Da muss man sich einfach mal Überraschen lassen.


    Handybilder



    Mai 2017

  • Der erste Schritt für eine der größten und bedeutendsten Investitionen auf dem Chemnitzer Immobilienmarkt wird demnächst im Stadtrat vorgenommen. Für 590.000 € verkauft die Stadt den ehemaligen Schulstandort Chopinstraße 23 und 25 an die Leipziger EBV Grundbesitz GmbH (Beschlussvorlage). Auf dem Schulgelände Chopinstraße 23 - 25 möchte diese eine Mischung aus Arbeiten, Wohnen und Freizeiterleben umsetzen. Es sollen hochwertige Wohnungen und attraktive Geschäftsräume entstehen. Der Käufer plant einen Teil der Räumlichkeiten an der Straßenseite einer gewerblichen Nutzung (z. B. Büronutzung) zuzuführen. Im Außenbereich sollen Grün- und Spielflächen sowie straßennahe Stellplätze für die Bewohner entstehen. Ein Teilbereich innerhalb der Turnhalle könnte für eine Tagesmuttereinrichtung genutzt und im derzeit unbebauten hinteren Geländebereich ein Neubau errichtet werden. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 7,5 Mio EUR. Dass die Firma ein solches Vorhaben umsetzen kann, zeigt sie derzeit bei den Globuswerken in Leipzig. Man beachte auch die Visualisierungen in der Beschlussvorlage.





    Eigene Bilder

  • ^Für micht recht überraschend ist der Verkauf der Schulgebäude an der Chopinstraße nicht beschlossen worden, sondern wurde zu weiteren Beratungen in den Schulausschuss zurückverwiesen (Freie Presse). Hintergrund ist die Sorge, ob man die Schule nicht doch für ihren eigentlichen Zweck benötigen könnte. Die Stellungnahmen der Verwaltung haben das wegen der geringen Außenfläche und den Ausbaukapazitäten in der nahen Tereschkowa-Schule eigentlich verworfen, nicht genannt wurde die nicht ausreichende Sporthallenkapazität, die vor kurzem noch ein Argument gegen die Wiederbelebung als Oberschule war. ich verstehe nicht ganz, warum die Stadt keinen glasklaren Plan für die Anforderungen an die Schulkapazitäten zu haben scheint, zumindest muss man diesen Schluss aus dem Vorgang ziehen...

  • Neubau eines Motels an der Kappler Drehe:


    Bereits seit ca. Februar 2017 wird am Grundstück hinter der Zwickauer Straße 128
    des neu entstandenen Restaurants, direkt an der Tram Haltestelle "Kappler Drehe" gebaut.


    Der Standort der besagten Baustelle befindet sich streng genommen noch auf Kaßberger Flur.


    Das via Google Earth zu sehende Grundstück:


    Wie man erkennen kann, war es vorher ein verwildertes Grundstück mit einer Art Schuppen oder kleinen Gartenhaus,
    was aber genauso nicht mehr genutzt wurde.
    Auch gut erkennbar, das Restaurant davor, im Stadtteil Kappel & nicht im Stadtteil Kapellenberg
    wie im letzteren Beitrag beschrieben.
    Übrigens hat auch das Restaurant kürzlich einen kleineren Anbau abgeschlossen. Das Restaurant ist steht's sehr gut besucht.



    Im Netz findet sich noch nichts konkreteres. Der Bau hat aber bereits begonnen.


    Mai 2017

    9 Mal editiert, zuletzt von (dwt). () aus folgendem Grund: Text optimiert.....

  • ^Bitte melden, wem es bei der Ankündigung "zweigeschossige Bauweise mit beleuchtetem Werbeschild und zwei Gebäude in Silo-Form" nicht angst und bange wird.

  • ^
    Da muss man sich Überraschen oder dann eben abschrecken lassen. Vielleicht kommt vor der Fertigstellung auch eine Visu..