Leipzig: Neubau der SAB (Bauphase)

  • ^^ Wenn ich mich recht erinnere, gibt es Geldprobleme - vielleicht mittlerweile gelegt -, weil der Bau wieder teurer wurde; und das neue Architekturbüro vielleicht die neuen Baupläne noch nicht ausgearbeitet hat.


    Im Großen und Ganzen wird man am Ende feststellen, dass die Bleibe in Dresden viel, viel besser gewesen wäre, als der Umzug. Aber ist ja wie mit den Museen in Dresden. Die Stadt hat zu viel, als müssen sie auf andere Standorte außerhalb von Dresden verlagert werden. Meine Güte, kann man es nicht belassen. Ist doch schön, dass Dresden so viel hat.

  • ^ keine Ahnung warum sich das Gerücht weiterhin hält, aber es gab weder noch gibt es Geldprobleme bei dem Bau. Mit den erhöhten Kostenkalkulation schon in der Platz wurde geplant und diese werden ohne größere Aufstockungen durchgeführt. Das hatte ich alles schon einmal ein paar Seiten vorher geschrieben.



    Was aber der triftige Grund für den Umzug - mittlerweile nur noch ein Teilumzug - der Bank war und ist, dass Leipzig DEN Bankenstandort für Mitteldeutschland stellt. Alles größeren Institute und Kreditgeber haben hier ihren regionalen Sitz und verwalten die ganze Region. Auch hat die Stadt mit der HHL eine sehr gute und vom Freistaat Anfang der 90er Jahre stark gewollte Wirtschaftshochschule.


    Ich sah und sehe den Umzug als absolut sinnvoll an.

  • Heute ein längeres Update vom SAB-Neubau. Es geht immer noch vergleichsweise schleppend voran, obwohl stets eine Vielzahl an Arbeitern 6 Tage die Woche schuften. Mit dem Einbau der Fassadenelemente bekommt das Gebäude jetzt deutlich Kontur und der Eindruck eines Parkhauses im Rohbau verschwindet. Mich dünkt, ohne übertreiben zu wollen, dass wir in Leipzig eines der spektakulärsten Neubauten der letzten Jahrzehnte bekommen werden. Die Arbeiten für den öffentlichen Bereich, dem "Säulenwald", der etwas mehr als ein Drittel der Fläche einnehmen wird, haben zudem noch gar nicht begonnen.



    Blick zur Nordwestlichen Ecke des SAB-Forums






    Ich glaube, mehr Säulen werden es an dieser Stelle nicht. Die restlichen kreisrunden Öffnungen fungieren später als Oberlicht.






    Noch kann man von der Keilstraße zum Ring gucken





    Ansicht von der Gerberstraße




    Ansicht des Bürotraktes, sozusagen die Rückseite, vom Ring, die später von einem dichten Säulenwald verstellt sein sollte.






    So richtig erschließt sich mir diese Rampe noch nicht.





    Ansicht Nordstraße mit den wellenförmigen Büroetagen







    Und nun sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt.



    Bilder: Cowboy

  • Ein paar Bilder in den Morgenstunden.


    Die Sichtschutzwand im Erdgeschoss ist zurückgebaut und man erkennt nun die aufwendige Muster der Innenarchitektur.

    Oh mein Gott kann man da nur sagen. Die Trockenbauplatten sehen auch alle wie Sonderelemente aus. Auf der Baustelle bekommt man die nicht gebogen. Gut ist auch der aufgeständerte Fußboden zu sehen in dem später die Kabel laufen werden.


    Kaum zu glauben ist die Dachentwässerung. Diese läuft wohl durch die Betonstützen und endet bisher am Fuß unten in einem provisorischen Kunststoffrohr? Was bitte ist das zum Zeitpunkt wo das Dach vor der Fertigstellung steht und die TG / Kellerdecke noch nicht mal abgedichtet ist?


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    Beeindruckend ist der Treppenturm der derzeit auf das Dach und die einzelnen Etagen führt.

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    Ansicht von der Gerberstraße aus

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    Ansicht vom Innenhof


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    TG Zufahrt

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  • Was für eine grandiose Platz- und Geldverschwendung!

    Wird sehr hübsch anzusehen sein, diese in Beton gegossene Unvernunft.

    Wunderbar unangemessen für eine staatliche Förderbank.

  • ^ Verstehe ich nicht. Wird irgendwas hingeklotzt, ist es nicht recht, weil billig und für die Leipziger Innenstadt unangemessen. Kommt was Extravagantes, ist es eine in Beton gegossene Unvernunft und für eine Aufbaubank unangemessen.


    Das Quartier ist ja als öffentliches Forum gedacht, von dessen Idee und Umsetzung man allerdings nichts hört. Bisweilen sieht es auch nicht danach aus, als ob bald der Säulenwald folgt. Falls dieser verworfen wurde, frage ich mich dann auch, was aus der riesigen Fläche werden soll.

  • Ich tippe mal darauf, dass derzeit alles darangesetzt wird, das Gebäude fertigzustellen und der Säulenwald daher nach hinten geschoben wird. Der könnte ja auch im laufenden Betrieb gesetzt werden.


    Mir gefällt das Gebäude richtig gut - klar hat es vieeel Geld gekostet und das sieht man auch. Dafür wird es ein echter Hingucker und kein Gebäude, wie es in jeder Großstadt mit kleinen Abweichungen in Farbe und Form steht.

  • Ich bin bei dem Bau hin und hergerissen. Auf der einen Seite mag ich das leicht Extravagante. Es ist zu begrüßen, dass es nicht die x-te Rasterkiste geworden ist. Das muss man dem Architekten wirklich anrechnen.


    Aber... trotzdem catcht es mich für den Aufwand, der hier betrieben wird, nicht so richtig. Es ist leicht extravagant, aber gefühlt irgendwie mit Handbremse. Es ist irgendwie eine etwas modifizierte Variante des Paul-Löbe-Hauses oder weiterer Teile des Bandes des Bundes. Und da ist auch schon das Problem. Es wirkt irgendwie nicht mehr so ganz zeitgemäß. Es ist irgenndwie etwas bieder retro, wenn ihr versteht was ich meine.


    Auch im Gesamtausdruck ist dieser Bau irgendwo zwischen etwas Surrealismus und moderner Wellnessanlage am Mittelmeer. Ich kann gar nicht sagen warum, aber irgendwie ist das Ganze zumindest auf den bisherigen Bildern nicht rund.

  • ^ Dass du hin und her gerissen bist, rührt wohl daher, dass das Projekt ja auch noch längst nicht fertiggestellt ist. Die Idee der Architekten ist ein ganz anderer als das, was man bislang sieht, und die Entwurfsverfasser werden sicher darauf bestehen, dass alles so kommt wie geplant. Allein die Ansicht auf den letzten drei Bildern von QM-magd wird man später so nicht mehr sehen können. Der Eindruck eines Paul-Löbe-Hauses wird dann definitiv nicht mehr gegeben sein.


    Was mir allerdings auffällt: Trotz Gewusel fleißiger Arbeiter sogar am Wochenende, geht es kaum merklich voran. Vor allem der Einbau der Glaselemente zieht sich ungewöhnlich in die Länge.

  • Wenn man auf den Fotos sieht, wie leicht zugänglich Baustelle und Tiefgarage trotz der Serie von Brandanschlägen in Leipzig sind, wird man sich über das Gebäude vielleicht bald keine Gedanken mehr machen müssen...

  • Kleiner Rundgang - Blick vom InterCity Hotel:

    Gesamtansicht Packhofstrasse:

    Rechts im Bild der Rohbau der Einfahrt zur Tiefgarage:

    Packhof- /Ecke Nordstrasse:

    Keil- /Ecke Nordstrasse:

    Bilder: meine, gemeinfrei