Dresden: Johannstadt

  • Da hier ja jetzt schon mehrfach das Seniorenheim am Kollwitzufer angesprochen wurde. Gibt oder gab es denn eine Planung/Konzepte in welchen Rahmen im dortigenBereich des Käthe-Kollwitz-Ufers und der Florian-Geyer-Str. Neubauten zu verwirklichen sind. Ich habe mich schon immer gefragt in welchem Glücksspiel der Architekt die Form und den Standort des Gebäudes damals ausgelost hat. (Seniorenheim) Nachdem man jetzt im Zuge der Brückensanierung die Staße verbreitert hat, frage ich mich das umso mehr.

  • Bin ich der Einzige, der die Sanierung der Zwanziger-Jahre-Wohnblöcke am Käthe-Kollwitz-Ufer in #156 eher als Verschlimmbesserung empfindet? Besonders schade finde ich den Verlust der stilprägenden Fenster, wo sich jetzt schnöde Loggien befinden.

  • ^^ Ich kann mich dunkel an das Verkaufsexposé zu den Baufeldern am Sachsenplatz erinnern (finde es im Web leider nicht mehr). Demnach sehen die Pläne so aus:



    (c) Google Maps


    Westlich des Pflegeheims ist eine neue Straße zwischen Kollwitzufer und Florian-Geyer-Str. geplant, ebenso östlich des Pflegeheims + anschließendem Neubau, quasi als Verlängerung der Elisenstraße - anknüpfend an den Vorkriegszustand . Dort gibt es derzeit zumindest einen Durchgang. Perspektivisch wärs natürlich schön, wenn die Platte dort aufgebrochen wird bzw. idealerweise ganz verschwindet ;-)


    Im Exposé war, wenn ich mich recht erinnere, auch festgelegt, dass die Neubauten ein Satteldach haben müssen.


    ^Den Verlust der Fenster kann man sicher bedauern, aber mit den Loggien kann ich rein optisch auch leben.

  • Bei den Loggien bin ich mir relativ sicher, dass diese den Ursprungszustand darstellen. Sicher sind sie einst aus den gleichen Gründen verglast worden, aus denen es beim östlichen Block jetzt auch wieder geschehen ist - zur Erweiterung des Wohnraumes und aus Lärmschutzgründen. Mir persönlich gefallen die Loggien beim westlichen Gebäude auch viel besser als die Fenster. Richtig störend finde ich bei beiden Häusern nur die riesigen Gauben.

  • Cowboy: da es meine direkte Nachbarschaft ist empfinde ich es definitiv als Verbesserung. Zumal es mir eh scheint dass die Fenster in den Loggien nachträglich eingebaut wurden. Zumindest scheint es auch vorher nicht einheitlich gewesen zu sein.
    Tobschi: danke für das Bild. Allerdings ist ein ANbau andas Pflegeheim durch die Gestaltung der Rückfront wohl kaum möglich. Naja mal sehen ob man das noch erlebt das dort was neues kommt. Schön wäre es allemal. Der Zug für einen Rückbau der Platten ist aber definitiv abgefahren.

  • Die Sanierung der Zwanziger-Jahre-Wohnblöcke am Käthe-Kollwitz-Ufer in #156 find ich nicht schlecht, wenn man bedenkt das es ja nur einfache Bauten der 20er sind ist es ein gutes Ergebnis. Man hat ja die gesprossten Fenster wie auch die Dachgauben zum Käthe-Koll.-Ufer beibehalten (is ja heute auch nicht selbstverständlich) und die Dämmung gehört halt heute leider mit dazu...
    Aber bei dem linken Gebäude versteh ich nicht ganz warum man dem Erdgeschoss nicht wieder einen neuen Sandsteinsockel verpasst hat, es schien ja mal einer vorhanden gewesen zu sein wie man an der Ecke noch erkennt?!

  • Sanierung KuK-Ufer: Ich finde sogar, dass die bündige 20er-Fassade infolge der - wirklich moderat gewählten - Aussendämmung von bereits mal erwähnten 6cm nunmehr eine wohltuende plastische Wirkung bekommen hat. Ebenso galten die Loggien wohl auch als Wohnfreiraum (so nennt man sonst Balkone und Terrassen) gen Elbaussicht und waren in ihrer Verfensterung mE nicht "stilprägend" für diesen Bau. Die Sanierung war lange überfällig. Im Übrigen wurde auch eine schmale TG im Hof errichtet, die über die durchgebrochene Zufahrt an der Blumenstrasse erreichbar ist.



    Neubaupläne KuK-Ufer: an die topsanierte Platte wird niemand mehr rangehen. Ausserdem besteht an der Elisenstrasse ein breiter Durchgang - man kommt gut zu Fuß oder Rad hindurch. Wozu ein Durchbruch da Sinn machen soll, ist in Anbetracht der Bedingungen unklar. Für die nördliche Johannstadt gibts einen alten Rahmenplan (hier vor Langem auch gezeigt), welcher im hier anliegenden B-Plan 079 auch fortgeführt ist. Planungsgrundlagen sind im Themenstadtplan (unter: Stadtraum -> Planen+Bauen) in unterschiedlicher Qualität abrufbar - hier bereits in Blatt 1 zum B-Plan - direkt verlinkt auf die PDF. Die Elisenstrasse wird bis ans Kollwitzufer durchgeführt, ebenso wie es eine Strasse geben wird hinter der mal für öffentliche Bauten vorgehaltenen Quadratfläche am Sachsenplatz. Und Richtung Hochhäuser wirds dereinst eine dritte Strasse geben, die vor dem Krieg Gneisenaustrasse hieß. Zwischendrin (siehe Stadtpläne um 1930) gabs noch eine Manteuffelstrasse, die Florian-Geyer- hieß Feldherrenstrasse, welche jenseitig des Sachenplatzes in die weltstädtische Marschallstrasse überging. Das Kä-Ko-Ufer hieß Hindenburgstrasse, der Th-Müntzer-Platz Feldherrenplatz. Man befand sich ja auch im Umfeld der Jägerkaserne (Elbkaserne) am Sachsenplatz. Viele Strassen von Nord nach Süd gingen von der Elbseite kommend meist bis zum Großen Garten, was heute vielfach verbaut ist. Der alte Rahmenplan Joh-Nord zeigt noch die Wunschvorstellung eines mehrfachen Durchbruchs des Plattenquartiers Hopfgartenstrasse, um die Relation der einstigen Gneisenau- wieder mit der Wintergartenstrasse zu Verbinden. Solche Zielvorstellungen waren illusorisch und ich halte große Eingriffe an der Stelle heute für nicht prioritär. Dafür gäbe es mehr als genug anderweitige Orte, wo man baulich "stadtreparieren" könnte.


    Zunächst werden ohnehin erstmal die großen und unbebauten Flächenpotentiale angegangen, solange es so etwas wie einen "Bauboom" zu geben scheint. Montag soll es eine Pressemeldung bzw erste Zeitungsberichte zu einem weiteren Großprojekt in Johannstadt geben - ich sage nur: .... nee, noch geheim! Bis Montag.


    sonst so: jetzt gibts ein Quartiersmanagement für die Joh-Nord - PM der Stadt. Am Samstag, 3.10., findet für Interessierte auch ein kleiner Rundgang durchs Viertel statt.

  • Nahversorgungszentrum Strassburger Platz - Seitenansicht
    zuletzt mal wieder in der Mopo als "Canaletto-Passage" bezeichnet

    ^ ich sehe jetzt schon, dass die Baustelle beeindruckender wirkt als wohl der fertige Klotzbau später



    ggü der hübsche Formschnitthain vor der Gläsernen VW-Manufaktur



    Sanierung des Victoria-Hauses von 1950 - Verwaltung des/im Botanischen Garten(s)
    Standort
    Geschichte des Botan. Gartens

    ^ scheint hübsch zu werden. Die Stadt hatte ja irgendwie 500 TE locker gemacht.


    Ausseneindrücke aus dem Botanischen Garten Dresden


  • arnold: wie will man dem geneigten Dresdner Bürger bei der momentanen Wohnungssituation noch Rückbauten verkaufen? Zudem würde wieder ein Aufschrei über den Verlust solch "toller" stadtbildprägender DDR-Architektur kommen. Mal abgesehen davon das die WGJ daran sicher keinerlei Interesse hat. Irgendwann evtl, aber nicht mehr in meinem Leben. Grundsätzlich hat man ja auch das beste daraus gemacht. Zumindest macht es Abends mit der Beleuchtung etwas her...

  • "ZBI AG und Sparkasse bebauen Brachfläche am Güntzplatz"

    DNN-Artikel


    Inhalt:
    - Zitat: "Für ungefähr 82 Millionen Euro entwickelt die ZBI-Gruppe in enger Kooperation mit der Ostsächsischen Sparkasse in Dresden ein „Quartier der Generationen“. Das teilte die ZBI AG am Freitag mit."
    - es soll Raum für 200 familien- und seniorengerechte Mietwohnungen, 80 Studenten- und 70 Businessapartments sowie Flächen für Büros, Kita, Fitness und Therapie geschaffen werden
    - Baubeginn angesetzt für 2017 (Bauzeit bis 2020)
    - Grundstück umfasst 22.000qm


    Pressemitteilung der ZBI

  • ^ genau das ist das Ding. Vielleicht haben die von ZBI doch bemerkt, dass morgen Feiertag ist und haben die PM daher schon heute - und zwar am Vormittag - versendet. Und die DNN hats gleich um 11:54 online geschickt.


    Interessant ist auch die Bemerkung zum Ende der ZBI-PM, dass die Firma derzeit ebenso ein Bauprojekt an der Dürerstrasse entwickelt. Derzeit wird an der Dürer aber nichts gebaut und es ist auch noch keine Bauabsicht bekannt. Es sollte mE die Fläche der abzureissenden Verkaufsbarracke Ecke Fetscherstrasse sein - mal sehen.

  • "Stuttgarter Genossenschaft will 40 Millionen Euro investieren"

    zu den oberen beiden Projekten kommt nun noch eins hinzu.


    DNN Artikel + Bild von einem eventuell ähnlichem Projekt an der Heidenauer Str.
    Leider kostenpflichtig, der Bildbeschreibung nach befindet sich das Projekt in Joh-Nord am Käthe-Kollwitz-Ufer.


    Online Zitat:

    Auf einer Fläche in Johannstadt-Nord sollen nach bisherigem Planungsstand für etwa 40 Millionen Euro 130 Wohnungen entstehen. Nach DNN-Informationen handelt es sich bei dem Investor um die Stuttgarter Genossenschaft Flüwo Bauen Wohnen eG.

  • ^ das ist die gleiche Sache am KäKollUfer - da gings doch auch nur um die FlüWoBau.
    Das andere an der Heidenauer Strasse - keine Ahnung wo das sein soll, ist auch egal und elend JWD.
    Hoffentlich bauen die nicht auch so am Elbufer.


    Die SäZ schreibt heute (gesperrt) auch noch vom Sparkassenareal und dass die Sparkasse einen Neubau für 20 Mille bauen will.
    Die ca. 82 Mill. bezogen sich also nur auf die anderen Blöcke. Man kann die Sparkassenerweiterung gut anhand der Visu entlang der Gerokstrasse sehen.

  • NVZ Strassburger Platz - update



    Stübelallee Nr. ? - Gamma nimmt sich alter Investruine an und setzt damit Engagement an der Magistrale fort.
    Hinten zu sehen die Villa Comeniusstrasse 22.

  • Gagfah-Plattenbau Nicolaistraße - Standort


    Das Gebäude ist entkernt, Abrissgenehmigung liegt vor. Das berichtet heute die BILD in einem Artikel über potentielle Asylbewerberheime - klick


    Den Abriss und Neubaupläne hatte die Gagfah vergangenes Jahr schon angekündigt - und gleich eine hübsche Visu (*hust*) vorgelegt - klick. Statt dieser Platte 2.0 wäre natürlich eine Blockrandbebauung wünschenswert, die an den Fetscherplatz anschließt. Offenbar ist aber nicht mal der Abriss sicher: Die WG Johannstadt will die Platte scheinbar kaufen und sanieren. Das legt jedenfalls ein DDN-Artikel nahe, auf den ich eben gestoßen bin (klick). Hab leider keinen Zugang und auch der Kauf eines Tagespasses ist eben gescheitert. Kann jemand helfen? ;)

  • Versteh auch gar nicht, warum so ein Müll wie dieser Würfel da überhaupt genehmigt wird. In den 90ern hat man hier mit den Eckbauten Striesener/Reißigerstraße oder Nicolaistraße/Fetscherplatz wunderbare Pionierarbeit in Sachen Stadtreparatur geleistet. Warum man daran nicht großflächig anknüpft, ist mir ein Rätsel.