Dresden: Johannstadt

  • ^ Schokofabrik am Plattenwerksgelände


    Die Abteilung Ratsangelegenheiten im Rathaus war einen Tag zu spät, aber nun ist ist die Vorlage da:
    Ausbau des Ruinenteils der Schokoladenfabrik - 3,6 Mio aus v.a. Fördermitteln
    Vorlage Ratsinfo und Draufsicht
    Sehr interessante und sozialbedarfsmäßig sinnvolle Maßnahme im johannstädter Kontext. Gute Kinderstube = Prävention späterer Sozialprobleme.
    Ich ging immer von Abriss aus und verwechselte das Projekt bisher immer mit dem intakten, aber sanierungsbedürftigen Nachbarfabrikbau vom Bild oben.
    Der Fördertopf hat gewechselt, vormals war es innert EFRE-Stadt geplant, aber dort wurde ja nie genug Geld bewilligt, nun der neue gutgefüllte Bundestopf "Integration im Quartier" machts möglich.
    Es wird ein Familienzentrum des Kinderschutzbundes (Pläne in Anlage 3). Heißt auch: der schon länger genutzte Teil der Schoko (siehe Bild oben) bleibt also Künstler-, Kreativ- und Architektenhaus. Und siehe da: ein Architrupp von dort erstellte die Pläne für den Nachbarschuppen. Nach 5 Jahren Warten auf EFRE drängt nun die Zeit, der Rat muß beschließen, sonst geht alles krachen.


    Fehlt dann nur noch die Pfeifferhans-Wegedurchbindung sowie die beiden Hopfgartenstraßenverlängerungen. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

  • Sanierung Wohnhochhaus Blasewitzer-52/Fetscherstrasse (Vonovia) - fertig
    zuletzt #324 - Bild 2


    ^ Wäschestangen als Förderinstrument für mehr Lebendigkeit im Anwohnerhof. :D



    Eigentlich gibt sich nur das arme Studentenwerk Mühe zur "Differenzierung" der überliefert-immergleichen 16-Geschosser, was auch stadtplanerischer Wunsch ist.
    Die Wohnungsunternehmen hingegen generieren in letzten Jahren meist gesichtslose Einfachsanierungen, welche keinen merklichen optischen Mehrwert aufweisen. Verschenkte Chancen, welche prinzipiell gar nicht sein müßten. :einlichtgehtauf:



    Blick auf die dort benachbarten Spät-Platten Blasewitzer Strasse mit gewissen damaligen Gestaltungsbemühungen.



    WGJ-Aufstockungen Blasewitzer Strasse (Nr.36-42 und Nr.44-50)


    Der hinterste der drei Blöcke wurde bereits um 2 Etagen in Holzrahmenbau aufgestockt, dann hieß es: eigentlich zu teuer - nun nur noch 1 Stock hinzu.
    Laut Bauschild wird der mittlere Block nun aber doch mit 2 Etagen geadelt, wenn das Bauschild gilt.



    Doppelwürfel Fetscherstrasse 62+64 in Farb'auffrischung'
    völlig unnötig wird das bisherige Schweinchen-Rosa in - na ratet mal - in GRAU gewechselt.

    Passt aber nun besser zu den Nachbarn. :mad2:

  • Elly, wenn du noch mal zur neuen Kita an der Grunaer Straße gehst, da könntest du vielleicht auch einen kurzen Abstecher zum Hochhaus Stübelallee machen, denn der Rohbau wächst so langsam aus der Grube.


    Darüber hinaus scheint an der Kreuzung Canalettostraße/Wintergartenstraße ein neues Gebäude zu entstehen. Hier wird nämlich gerade eine Baugrube ausgehoben.

  • Am HoHa kam ich vorbei, aber Rohbaubilder mit 1.OG sind so bäähh..., von der Stübelallee wirkt das Ding neben dem SP1-Hintern geradezu vernachlässigbar. Also mit der Höhe gibts sicher mal wieder Bildchen, nur Geduld...



    1. Sterbe-Hospiz der Landeshauptstadt - Teil des St.Joseph-Krankenhauses
    2,74 Mio, Draufsicht Canalettostrasse
    gestriges Foto, abends dann der passende Artikel der DNN wie gerufen.

    Damit dehnt sich mE der St.Josephs-Campus erstmals über die Strasse hinweg aus - wenn auch für eine spezielle Sondernutzung.
    Das Projekt war aber schon länger angekündigt und war hier wohl auch erwähnt bei Abriss der alten DDR-Kita, welche daneben ein neues Domizil erhielt.

  • Und wieder eine Artikel in der DDN über das geplante Hochhaus Florian-Geyer-Straße. Die Bedenken der Anwohner, welche sich nun in einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben, werden dargestellt und wie sich die Stadtpolitiker/-parteien dazu positionieren. Argumente der Bürgerinitiative sind, dass angeblich eine Kaltlluftschneise von den Elbwiesen in die Johannstadt verbaut würde, dass zukünftige Mieter das Gebäude wohl nicht annehmen werden (diese These wird nicht weiter begründet) und dass 45 Jahre alte Bäume gefällt werden müssten. Die mangelende Beteiligung der Bürger im Planungsprozess wird zudem angeprangert. Die Bürgerinitiative schließt wohl ein Bauvorhaben an dieser Stelle nicht aus, heißt es, aber wünscht eher eine Bebauung in der Höhe der Gründerzeitbebauung (6 Geschosse). Meiner Meinung nach widerspricht dass allerdings der zuvor vorgebrachten Argumentation. Denn auch ein kleineres Gebäude würde eine Kaltluftschneise behindern und Bäume müssten auch gefällt werden.


    In dem Zusammenhang ist mir wieder ein interessanter Artikel im Spiegel eingefallen, der thematisiert, dass es auch in anderen deutschen Städten/Gemeinden immer wieder Proteste von Anwohnern gegen sozialen Wohnungsbau gäbe. Die Menschen seien zwar für sozialen Wohnungsbau, aber nicht in ihrem unmittelbaren Umfeld. Sie bringen meist bau-/umweltrechtliche oder infrastrukturelle Begründungen vor, aber hätten wohl eigentlich eher Angst vor Armen und Fremden, die ihr Quartier verändern.

  • Also das Gerede von irgendwelchen Kaltluftschneisen halte ich für ziemlichen Käse. Architektonisch ist das natürlich ein übler Trumm, der m.E. noch hinter die 70er Jahre Platten zurückfällt. Der Neubau wird sich mitten in diese Ansicht drängeln.



    https://commons.wikimedia.org/…en-Johannstadt-Platte.jpg


    Jetzt bekomm ich bei dem Anblick zwar keine feuchten Augen, aber diese Perspektive gehört meiner Ansicht nach doch zu den charakteristischen Blicken auf die Johannstadt. Ich will mal stark bezweifeln, dass der Neubau da bereichernd wirkt.

  • Meiner Meinung nach gibt es hier nur 2 Möglichkeiten einer Bebauung.
    Entweder normle Häuser 4-6 Geschosse oder Ein Hochhaus, welches exakt wie die 3 anderen Platten aussieht. Ein Fremdkörper-Hochhaus würde die Ansicht immens stören.

  • So ungefähr könnte es dann aussehen, wenn man es exakt, wie die anderen drei baut.



    Original: https://upload.wikimedia.org/w…en-Johannstadt-Platte.jpg bearbeitet von mir


    Bei competionline habe ich soeben die gesamten Planunterlagen des Gewinnerentwurfes gefunden. Neben der anscheinend favorisierten Variante (Bild 1-4), wurde auch eine zweite Varaiante (Bild 5-8) ausgearbeitet. Da sind auch mal ein Lageplan, Grundrisse sowie weitere Perspektiven zu sehen.


    Hier ist der andere Finalist zu sehen, der mit einer Blockrandbebauung ins Rennen gegangen ist.


    Das Argument der Blockierung der Kaltluftschneise halte ich bei einem Hochhaus auch für haltlos. Wie man in den Lageplänen erkennen kann, lässt eine Bebauung mit einem Hochhaus meiner Ansicht nach sogar mehr Freiraum zwischen den Gebäuden als Luftschneise zur Bundschuhstraße, als bei einer Blockrandbebauung.

  • ^ In einem hinteren Satz eines (DNN?)Artikels vor 2-3 Wochen war ja erwähnt, daß das Umweltamt nach erstem Aufkommen dieses Kaltluft-Arguments die Sache prüfte und abschlägig beantwortete. Und wenn die es schon sagen, dann ist es auch so. Ich denke nicht, daß eine Pro-WiD-Kungelei seitens der GB7-Führung vorliegt. Natürlich wird die Ente auch durch die Lokaljournallie fortgetragen, dabei ist es natürlich zuerst ein politischer Winkelzug, mit dem man als Anwohner mitentscheidende Stadträte krallen kann.



    "Wettbewerb Fetscherstrasse"
    Zander-Archi setzen offenbar die bisherige Zusammenarbeit mit der WGJ fort und beplanen die Freifläche Fetscherstrasse - zw. Dürer- und Blasewitzer Strasse.
    Lage Themenstadtplan
    Zander's sind natürlich ganz geritzt, und teilen auf der Webseite weder ein Datum mit, noch wer denn den vermutlich kleinen beschränkten Wettbewerb gewann.
    Es ist ein von der Hauptstrasse in den Wohnhof gerückter, großer verschachtelter Baukörper angedacht. Fraglich ist die winkelige Grundrissgestaltung der Wohnungen,
    was ja bereits auf die Ufos in den Höfen der Seidnitzer Strasse (zu Vonovia) zutrifft.
    Leider folgt man damit weiterhin keinem Prinzip einer klassischen Blockrandheilung, was hier an lauter Lage am 'Verkehrszug Waldschlösschen' auch nicht sonderlich wohn-attraktiv erscheint. Der Preis für erträgliche Wohnbedingungen ist dann eben das Breitmachen in den Wohnhof - samt Verbauung von Abschnitten der Wohnriegel.
    Es scheint leider immer noch nicht denkbar, daß große Wohngesellschaften auch mal einen Hausaufgang am Riegelende leerziehen, diesen rückbauen, und so zu deutlich besseren, effektiveren und stadtbild-heilenden Lösungen kommen können. Es wird ernsthaft Zeit, die offensichtlich versäumte Diskussion in den Leitungsebenen der flächenreichen Wohngesellschaften auszulösen und zu gutem Willen zu führen - eigentlich Beratungs- und Überzeugungsaufgabe der Stadtplanung.


    Visualisierungen von Zander Architekten Dresden (Grundriß, Ansichten Fetscherstrasse von Süd, vom Hof aus, und Fetscher von Nord.)

  • ^Recht hast du mit dem Ansinnen der "Verblockrandung" der Zeilenbauten - besonders der Wohnungsbaugesellschaften. Sie tragen eigentlich angesichts ihrer schieren Größe schon immense Verantwortung bei dem Thema, der sie endlich gerecht werden müssen. So viel Verweigerungshaltung ist schon bemerkenswert.


    Der Bau von Zander ist wie üblich 40% besser aussehend in der Visu als das endliche Produkt. Neben Zanders Lieblingsbeton, oh augenreib, es gibt goldblecherne Brüstungen... haha... diese lächerliche Architektenschaft. ´N bisschen gefällt mir ja das verwinkelt spitzige - aber die EG-Zone erinnert arg an Brutalistensozialismus-Beispiele.


    Tja, wieder nix gekonnt und schön das Vitamin B spielen lassen. Provinztheater, deine Bühne ist Dresden.

  • ^ "flächenreiche Wohngesellschaften"
    Dazu eine Frage: Kennt jemand hier im Forum eine Karte/ Liste, auf der die Flurstücke der Gesellschaften (gern auch aller sonstigen Eigentümer) vermerkt sind? Die würde auch bei der Diskussion hier im Forum ungemein helfen.

  • (...) Zander's sind natürlich ganz geritzt, und teilen auf der Webseite weder ein Datum mit, noch wer denn den vermutlich kleinen beschränkten Wettbewerb gewann. (...)


    Heißt also, dass Zander den Wettbewerb vielleicht nicht gewonnen hat und dieser Entwurf vielleicht garnicht umgesetzt wird. Es besteht noch Hoffnung für diese Baulücke...:D


    (...) Fraglich ist die winkelige Grundrissgestaltung der Wohnungen,
    was ja bereits auf die Ufos in den Höfen der Seidnitzer Strasse (zu Vonovia) zutrifft. (...)


    Im Bilderdurchlauf auf der Zander-HP kann man die Grundrisse ja sehen (http://www.zanderarchitekten.d…erstrasse/fetscher_07.jpg). Die Wohnungen sind an sich recht normal geschnitten. Außergewöhnlich sind jeweils immer nur die eckigen Loggien, welche durch ihre Form und Geschlossenheit außen natürlich auffallen. Ich denke, offene Balkone mit dieser Form würden schon viel besser wirken.
    Die Anordnung der Wohnungen zueinander ist auch ungewöhnlich und nicht gerade effektiv bei der Ausnutzung der Flächen, wie man z.B. an der Größe der Treppenhäuser sieht. Außerdem wird das Gebäude dadurch ziemlich tief. Die Verbauung der anderen Gebäude ist die Folge, wie du ja auch schon festgestellt hast.


    (...) Der Bau von Zander ist wie üblich 40% besser aussehend in der Visu als das endliche Produkt. (...)


    Ich kann jetzt nicht für Zanders bisherige Bauvorhaben sprechen, aber in der Regel liegt es nicht zwingend am Architekten, wenn ein fertiges Bauwerk billiger aussieht, als der Entwurf. Bauhherren schauen natürlich immer auch auf die Kosten und lassen manche Dinge dann lieber günstiger ausführen, wenn es geht. Und ein Entwurf ist auch keine fertige Ausführungsplanung.


    (...) Neben Zanders Lieblingsbeton, oh augenreib, es gibt goldblecherne Brüstungen... haha... diese lächerliche Architektenschaft.(...)


    Einer versucht es und alle werden verurteilt!(?)


    (...) Tja, wieder nix gekonnt und schön das Vitamin B spielen lassen. Provinztheater, deine Bühne ist Dresden.


    Meiner Meinung nach ist es noch garnicht raus, ob hier Vitamin B gewirkt hat. Ich glaube eher nicht, sonst hätte es Zander bestimmt hingeschrieben, dass der Entwurf den 1. Platz im Wettbewerb gemacht hat.

  • ^ "flächenreiche Wohngesellschaften"
    Dazu eine Frage: Kennt jemand hier im Forum eine Karte/ Liste, auf der die Flurstücke der Gesellschaften (gern auch aller sonstigen Eigentümer) vermerkt sind? Die würde auch bei der Diskussion hier im Forum ungemein helfen.


    Im Themenstadtplan sind die Hauptsitze der Genossenschaften ersichtlich.


    Grundstückseigentümer sind im Grundbuch ersichtlich, dessen Einsicht aber nach § 12 GBO nur bei berechtigtem Interesse zulässig ist.


    Über die Websites der Genossenschaften lassen sich sicher mit etwas Aufwand deren Mietimmobilien und somit die zugehörigen Grund-/Flurstücke ermitteln.

  • Also Eigentumskarten sind für die Allgemeinheit geheim, wie der ^Vorpost auch gesetzlich fundierte. Es kann keine offizielle Karte geben. Im Grunde kann jede(r) aber die Zugehörigkeit bei gerade den großen Eignern gut feststellen. Sie verfügen über meist alle Blöcke eines Teilgebietes und anbei enorme Flächen - eben ungenutzte bzw untergenutzte Flächen (zB Garagen etc.), idR. grosse freie Innenhöfe, Abstandswiesen, echte Brachen oder offene Blockränder wie hier. Das Mantra einer "Flächenknappheit" aus Lokalmedien oder Politik ist Schmarrn und nur Zeichen der Ahnungslosigkeit oder bewußten Desinformation. Die WiD hingegen hat noch kaum Flächen, und kann auch nicht solche der Großeigner erwerben, da man nur ohne heutige Bodenkosten auf Sozialmieten kommen kann (einzelne Ausnahmen ggf nicht ausgeschlossen).


    ^^ Ah ja, die Grundrisse. Naja, geht doch, keine Abkehr vom rechten Wohnwinkel. Allerdings sind die Winkel-Spielchen dann eben wie gesagt zu Lasten anderer Dinge. Ich hatte die Grundrisse nicht begutachtet - ich war schon bedient, da die Zanderseite ständig und ungefragt weiterspult wie ein Film.


    Sollte Zander den Auftrag zur Umsetzung erhalten (wovon ich mal ausgehe), gehe ich bei der WGJ nun nicht von großen Änderungen der Gestalt aus - das kommt dann so, wie auch andere Projekte schon. Auch haben wir diese Gold/Messing-Mode bisher eigentlich nur bei Wallhalla am Postplatz kopiert gesehen. Daß Zanders dabeibleiben, kann noch kein Vorwurf sein. An sich finde ich diesen Trend interessant, allerdings bitte nicht nur mit banalen und auch noch undurchsichtigen Stanzblechen. Solche Lochgitter wird man bald als "Mückenschutz" werten, welchen es mangels Fluginsekten allerdings kaum noch Bedarf.

  • Hallo, weis jemand was auf dem Gelände des Betonwerks in Johannstadt gemacht wird? Seit dieser Woche stehen im Teil zur Gerokstraße Bagger und graben den Boden um, sieben Steine aus etc.

  • Neubau DZNE und B-Cube - Tatzberg - offiziell eröffnet
    zuletzt in Bildern #342
    42 Mio Euro, bis zu 375 Wissenschaftler, 5700m² Nutzflächen


    PM des Freistaates


    Im dsbzgl. DNN-Artikel wird TUD-Rektorius Müller-Steinhagen zitiert, welcher die Landesregierung auf weitere drängende Sanierungen im Kerncampus hinweist.



    übrigens: SIB Termine sagt:
    Die Übergabe für die Baumaßnahme TU Dresden, Schönfeldhörsaal (Nöthnitzer-/Schumannstr.) findet am 23.11.2018 statt.
    Die Übergabe/Inbetriebnahme des Aufzugs Brühlsche Terasse findet am 10.12.2018 um 10:00 Uhr statt