Dresden: Johannstadt

  • Dresden: Johannstadt

    Die Dresdner Johannstadt soll hier unser großes Thema sein und Stoff zur Diskussion bieten. Sie wurde nach König Johann (1801-1873) von Sachsen benannt und entwickelte sich insbesondere ab 1880, als man wichtige Infrastrukturprojekte in der Johannstadt realisierte. Unter anderem waren dies der Bau der Albertbrücke, die eine Verbindung zur Neustadt herstellte, aber auch der Bau der Grunaer Straße. In den Folgejahren gab es einen regelrechten Bauboom. Gebäude im Stil des Historismus und Jugendstils schossen wie Pilze aus dem Boden.
    Der Krieg brachte dann die fast vollständige Zerstörung mit sich. Nur wenige Häuser sind bis heute bestehen geblieben und wurden in der Zwischenzeit größtenteils restauriert. Das betrifft besonders einige Straßen im Norden der Johannstadt, wie auch manche Häuser am Böhnischplatz oder um den Fetscherplatz herum.
    Zur Zeit der DDR wurden weite Teile dieses Stadtteils mit großen Plattenbauten bebaut, die bis heute das Bild prägen.
    Hier mal wieder eine Karte, um einen groben Überblick über das Gebiet zu bekommen:



    © 1987-2013 HERE, Digital Globe


    Im Norden verläuft das Flussbett der Elbe. Im Osten bilden die Fetscherstraße die Grenze dieses Stranges. Offiziell gehört aber auch das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus zum Gebiet der Johannstadt. Es wird aber wegen seiner umfangreichen Projekte in einem eigenen Strang behandelt. Im Süden liegt der Große Garten und im Westen wird die Johannstadt durch die Güntzstraße und den Sachsenplatz von der Pirnaischen Vorstadt abgegrenzt.


    Soweit erst mal die kurze Erklärung zu diesem Stadtteil. Die Johannstadt bietet große Entwicklungspotenziale. Interessant wird auch sein, ob und wie sich die neue Waldschlösschenbrücke auf dieses Areal auswirkt und der Johannstadt so neue Impulse gibt.

  • Pfotenhauerstraße Ecke Arnoldstraße

    An der Ecke Pfotenhauerstraße/Arnoldstraße wird momentan ein Neubau errichtet.



    Ein Blick nach Osten in die Pfotenhauerstraße:



    Das Nachbargrundstück wird demnächst ebenfalls bebaut.



  • Pfotenhauerstraße 67

    Hier finden Sanierungsarbeiten statt. Zunächst ein Gesamtblick auf die Situation:



    Ein kurzer Blick auf GoogleMaps zeigt einen noch recht ordentlichen Eindruck des Sanierungsobjektes.


  • Käthe-Kollwitz-Ufer 34-37

    An dieser Stelle wurden bereits in den vergangenen Jahren so einige Häuser saniert. Nach den Nummern 34 bis 37 fehlt damit nur ein Objekt, das auf eine Sanierung wartet.






    Ein Blick auf den sanierungsbedürftigen Wohnblock an der Hertelstraße:


  • Marschnerstraße

    In der Marschnerstraße (ich weiß nicht genau, welche Nummer es ist) finden Bauarbeiten statt. Am Bauzaun war ein kleiner Zettel festgemacht. Dort war zu lesen, dass es sich um einen Erweiterungsneubau der KVS Dresden handelt, die nebenan bereits in einem Neubau sitzt, der auf dem dritten Foto gut zu sehen ist.





    Der Entwurf für den Neubau soll von nps Tchoban Voss kommen. Es gibt auch einige Informationen sowie ein aussagekräftiges Rendering auf der Seite des Büros.
    Es wird demnach ein Bürogebäude mit Tiefgarage entstehen, wobei sich diese an die bestehende Tiefgarage anschließen wird. Beide Gebäude werden mittels eines Verbinderganges zusammengeschlossen. Die Gebäudetiefe und die Bauflucht orientieren sich am bereits bestehenden Gebäude.

  • Gerokstraße 5-11

    Das Wohnhochhaus in der Gerokstraße ist fast komplett Geschichte. Ich habe noch ein paar Fotos der letzten Überreste gemacht.






    Ich persönlich habe mich über den Abriss gefreut, wenn ich ehrlich bin. Allein schon aus städtebaulicher Sicht hat dieses Gebäude die Entwicklung des gesamten Areals zwischen Gerokstraße, Elisenstraße und Elsasser Straße behindert. Ich hoffe, dass jetzt eine Bebauung realisiert wird, die sich an den Straßenfluchten orientiert. Weiß jemand, ob hier überhaupt schon etwas geplant ist nach dem Abriss?

  • Und ich habe noch ein Projekt in der Gerokstraße gesichtet. Das Brand- und Katastrophenschutzamt plant an der Ecke zur Hopfgartenstraße eine neue Rettungswache.



    Hier das Bauschild:



    Ein kurzer Verweiß auf die Seite des Architekturbüros Pussert Kosch Architekten.



    Mir ist dann erst so richtig bewusst geworden, was für riesige unbebaute Flächen hier noch zur Verfügung stehen. Spock99 hatte doch vor Kurzem in einem anderen Thread vorgeschlagen, die freien Flächen auf der Südhöhe für Wohnungsbau zu nutzen. Ich fände es eigentlich gut, wenn die Südhöhe nicht noch stärker bebaut wird. Hier in der Johannstadt wären jedenfalls genug Flächen vorhanden.


    Fotos von der Ecke Gerokstraße/Arnoldstraße:




    Wer weiß, was hier mal gestanden hat. Der aktuelle Zustand ist eigentlich ganz cool. ;)


  • Energetische Sanierung 102. Grundschule

    Diese Schule mit dem Namen "Johanna" befindet sich in der Pfotenhauerstraße und wurde 1974 im Zuge der Neubebauung der Johannstadt gebaut. Eine energetische Sanierung wird gerade durchgeführt.




    Das Bauschild:



    Der Heißluftballon wurde nicht reingeshoppt. ;)



    Alle Fotos waren wie immer von mir persönlich aufgenommen.

  • Pfotenhauer-/Arnoldstraße: Dieser Neubaublock ist ein Gebäude für Studentenappartements. Während der Rohbau des 1. Bauabschnitts steht, wird bereits nebenan der 2. Bauabschnitt begonnen. Es ist die derzeit schnellste Baustelle in Dresden. Da kann man sehen, wie schnell alles möglich ist. Es sind viele ausländische Bauleute beschäftigt.
    Der Entwurf (Bauschildchen am Bauzaun) ist schlicht, der Dachaufbau besteht aus 2 Staffelgeschossen. Man kann mit dieser Lückenfüllung leben. Ich bin schon gespannt auf das Endresultat.


    Am Käthe-Kollwitz-Ufer ist nun der 2. Bauabschnitt eines Bauträgers in der Sanierung, dem auch der gegenüberliegende, graue Block an der Hertelstraße gehört. Dieser noch unsanierte Block ist ebenso in zwei Bauabschnitte (3. und 4. BA) eingeteilt. Zunächst wird wohl der elbseitige Wohnriegel fertiggestellt. Mit dem bisherigen Tempo würde der 3. BA ca. 2015 angegangen werden und der 4. BA ca. 2017. Die Vermarktung läuft an der lauten Durchgangs-Uferstraße augenscheinlich nicht so gut, da auch etwas stadteinwärts der:


    Johann-Bogen an der Alfred-Schrapel-Straße (ausgehobene Baugrube) seit einem halben Jahr keinen Baubeginn aufweist. Die Mindestverkaufsmenge an Eigentumswohnungen scheint zur Baukreditfreigabe nicht so schnell erreicht zu werden, da die Vermarktung dort seit über anderthalb Jahren schon läuft. Dabei ist der Johann-Bogen ein sehr vorzeigbarer Entwurf. Vielleicht scheuen es die Dresdner, in Siebengeschossern zu wohnen, denn die Unmengen an kleineren Würfeln sind zumeist schnell verkauft. In der Baulücke gegenüber plant eine Baugemeinschaft einen Neubau, wobei dafür aber noch 2 bis 3 Familien gesucht werden.


    Rückbau Plattenzeile Gerokstraße: Nahezu das gesamte Areal gehört der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die über eine eigene Immobilienfirma dieses Areal langfristig entwickeln will. Derzeit gibt es noch keine Planungen. Der gegenüber an der Elsasser Straße erfolgte Neubau der Sparkasse für ein Schulungszentrum bekam allerdings eine rechtwinklige Tiefgarage, die sehr weit ins Innere dieses Gesamtareals ragt. Das behindert meines Erachtens eine sinnvolle Gesamtbebauung. Zum großen Teil sollen wohl Wohnungen gebaut werden. Das Stadtteil-Entwicklungskonzept möchte allerdings den Einzelhandelsstandort an der Pfotenhauer Straße (gegenüber der "Johanna"-Schule) als Stadtteilzentrum stärken und sieht an der Gerokstraße kein weiteres Einzelhandelszentrum vor. Mal sehen, wann die Sparkassen-Immo mit Planungen an die Öffentlichkeit tritt. Man scheint es nicht eilig zu haben.

  • baubeginn am Johannbogen (a-schrapel-strasse) ist erfolgt, möglicherweise werden beide einstmals getrennten bauabschnitte in einem aufwasch erstellt.


    baubeginn am KVS-Neubau (marschnerstrasse) ist erfolgt. bisher war nur der kampfmittelräumdienst zu gange.


    ausserdem versucht das stadtplanungsamt derzeit, die bauland-brache am kollwitzufer (zw. sachsenplatz und hochhäusern) an bauinvestoren zu vermitteln, so ist es auch auf der expo-real immo-messe in münchen im angebot. das plötzliche mobilisieren von etlichen innerstädtischen bauflächen hängt mE mit der einigung mit vormals langjährig verkaufsunwilligen eigentümer(gemeinschaften) zusammen, die durch preistreiberei nunmehr williger geworden sind. oft blockieren winzige teilflächen in drittbesitz entwicklungen auf zusammenhängenden flächen.


    auch die WGJ (wohnungsgenossenschaft johannstadt) schwenkte nun endlich auf ein eigenes wohnbauprogramm ein, wenn auch dies zunächst nur in striesen-west bzw. an der tiergartenstrasse erfolgen wird. danach sollte auch ihr hauptgebiet in der johannstadt-süd mal drankommen. wobei gesagt werden muss, dass die meisten der großplatten in johannstadt-nord zur gagfah gehören und nicht zur WGJ.


    die johannstadt besteht ja aus zwei unterschiedlichen teilen: joh-nord und joh-süd. die grenzlinie ist die striesener strasse.
    süd ist vorwiegend 50er- bis 60er-aufbau mit relativ gesunder sozialmischung und konsolidierter entwicklung. der nordteil hingegen mit viel großplattenanteil stellt für dresdner verhältnisse einen gewissen sozialen brennpunkt dar und ist in sich nicht stabil. man sucht derzeit nach weiteren fördermitteln für aufwertende imaßnahmen im öffentlichen strassenraum. so soll v.a. das "stadtteilzentrum" um den konsum-aldi-komplex an der pfotenhauerstrasse samt umfeld profitieren. mir ist bloß schleierhaft, wie das gehen soll, denn generell wäre auch ein ganz neues und echtes stadtteilzentrum zwischen güntz- und bönischplatz denkbar. das stadtplanungsamt möchte aber bisher den o.g. standort als zentrum betrachten und ausbauen.

  • Hier nochmal die eindrücke vom letzten grossen abriss von wohnungen in dresden.
    es traf die gagfah-platte an der gerokstrasse








    copyright by elli kny

  • Bild vom Baubeginn am Johannbogen (Alfred-Schrapel-Straße)



    Studentenapartements Pfotenhauer Straße



    So wird es an der Pfote bald aussehen:



    Alle Fotos sind von mir.

  • Wohnneubau der WG Aufbau in der Wallotstrasse


    die wohnungsgenossenschaft aufbau dresden, die in jo-stadt große bestände unterhält, errichtet eine größere wohnanlage an der wallotstrasse in der nähe vom fetscherplatz. es werden 55 mietwohnungen für ca. 10euro kalt, invest über 20 mill euro.
    standort ist HIER






    ebenso wertet die genossenschaft einige ihrer hochhäuser entlang der stübelallee durch kleinere maßnahmen und innensanierungen auf

  • Rückblick: Gläserne Manufaktur am Grossen Garten


    für alle, die dieses objekt noch nicht kennen, und um hier bilder davon zu haben:


    neben dem VW Phaeton werden aktuell auch Bentleys (vw-tochter) im werk produziert, da der nachlassende chinesische markt produktionskapazitäten freimachte. ein weiteres highlight steht auch bald an: die präsentation des neuen Phaeton 2.



  • Hochwertig sanierte Plattenbauten in Johannstadt


    sogenannte "Strassburg" am Strassburger Platz, Güntzstrasse


    Striesener Strasse / Pöppelmannstrasse


    Stübelallee am Grossen Garten


    Königshainer Platz, ein WGJ-Plattenquartier an der nahtstelle zu blasewitz

  • Nahversorgungszentrum mit Büros am Strassburger Platz


    bereits seit einigen monaten wird am objekt ggü der gläsernen maunfaktur geplant, die stadt musste einen flächentausch durchführen, nun wird es spruchreif:
    als nachfolger eines der gescheiterten nettekoven-schen stadtteilzentren möchte die hessische dietz-ag einspringen und etwas mehr als 10000qm mietfläche errichten. der baukörper gliedert sich ähnlich wie bereits beim vorgängerentwurf.
    eine erste grobe visualisierung zeigte die offenlage des vorhabenbezog. b-plans im juli:


    baubeginn der ca. 25 mill. euro-investition soll herbst 2014 und eröffnung im frühjahr 2016 sein. auf den gebäudesockel des einzelhandels (rewe + aldi + dm) werden 2 büroriegel aufgesetzt, auch um die von der stadt erwünschte bauhöhe für diesen standort zu bekommen. die canalettostrasse würde damit nicht mehr als diagonale bis zum platz verlängert (fuß+rad).


    aktuelle visualisierung: HIER