Lichtenberg | Kleinere Projekte

  • Dann ist es keine Frage mehr der historischen Bebauung, sondern eher die Frage, ob das vorgeschlagene Gebäude an sich dort seine Berechtigung hat. Ich finde es problematisch, dort eine neue Zeile hinzubauen, wenn dort zuvor der eingeschossige Supermarkt stand und man ihn jetzt mit einem Gebäude ersetzt, mit der neunfachen Geschossigkeit und einem wesentlich höheren Volumen. Der "Freiraum" war ja in früheren Planungen beabsichtigt und hat seinen Zweck (genug Licht für die beiden Zeilen, genug Abstand damit es nicht erdrückend wirkt etc.). Ich finde, es sieht auf den Renderings für heutige Wohnstandards schon ein wenig eng aus. Da könnte die Verwaltung zum Beispiel ansetzen, wenn sie es ablehnen möchte.

  • "Reparatur" ist sicher der falsche Begriff. Und dennoch hat Humphrey schon nicht unrecht, wenn er verwundert anmerkt, wie aus der Zeit gefallen es erscheint, in Form der vorhandenen Riegel weiterzubauen, statt sich darüber Gedanken zu machen, wie man hier den Stadtraum verbessern könnte. Wenn ich mir die achtspurige Straße plus Tram anschaue, ist eine Verbesserung ja nicht nur aus Gründen des Stadtbildes wünschenswert.

    Leavel11 hat vermutlich recht, was die Gründe angeht.

    Für die Landsberger Allee zwischen S-Bahnhof und Weissenseer Weg und auch darüber hinaus wünschte ich mir eine stadtbauliche Idde, die über ein "weiter so" hinausgeht. Ich fürchte nur, da fehlt es nicht nur an städtbaulicher Initiative und Begeisterung sondern auch am behördlichen Personal, eine Planung dann auch in Form eines Bebauungsplans umzusetzen.

  • … ich finde das geht völlig in Ordnung so, diagonal und mit 9 Etagen. Berlin braucht Wohnungen und keine russischen Supermärkte, no !? :/ höchste Zeit, dass sich die ˋSpätaussiedler´ an deutsche Supermärkte gewöhnen, sollen nicht die schlechtesten sein auf der Welt.

  • Ich habe mir das ganze Mal nach den Renderings in einem Programm in 3D nachgebaut und mir den Schattenwurf angeschaut. Von der Verschattung und des Lichts her würde es mit ungefähr 3-4 Studen Sonne pro Tag noch knapp durchgehen, aber in den jetzigen Renderings wird entgegen dessen, was ich zuvor angenommen habe, die Flucht der beiden Zeilen nicht mehr eingehalten. Wenn der Architekt also auf BauGB §34 gesetzt hat, dann kann er das höchstwahrscheinlich vergessen, da sich das Gebäude nicht mehr in der Umgebung einfügt. Ein Bebauungsplan für das Gebiet gibt es nicht, also muss wahrscheinlich erst einer aufgestellt werden. Ich würde an Stelle der Verwaltung darauf pochen, dass der Investor die Baufläche des Supermarktes als Anhaltspunkt für ein neues Gebäude nimmt. Kann man sicher im B-Plan festsetzen.

  • Städtebaulich passt das Projekt. Ein weiteres höheres Gebäude an der Ecke Landsberger Allee/Storkower Straße passend zum Hotel Andel's wäre eine weitere Verbesserung.


    Einen "russischen" Supermarkt gibt es auch 500m weiter und Kaufland/Rewe bieten ein ähnliches Sortiment.

  • ^Rechtlich aber nicht (zumindest nicht ohne Bebauungsplan). Außerdem gilt das Hotel Andel's rechtlich nicht als Gebäude des im Zusammenhang bebauten Gebietes, da es in die Kategorie Sonderbau fällt (das Gebäude selbst fügt sich nicht in die Umgebung ein und es sind keine weiteren Gebäude mit ähnlichem baulichen Maß in der Umgebung vorzufinden).

    Zudem geht es hier nicht um den Erhalt des Supermarktes, es geht um das Festlegen von Baulinien für ein zukünftiges Projekt. Wenn dieses Projekt in der Form durchgeht, wäre ich verwundert, da es ein Kriterium des BauGB §34 bricht. Wenn man das Projekt in der Form durchbringen möchte, müsste man einen Bebauungsplan aufstellen und das kostet Zeit und Geld, vor allem wenn man bedenkt, dass die Verwaltungen wahrscheinlich unterbesetzt sind. Man nutzt lieber BauGB §34 um in drei Monaten zu Bauen als in drei Jahren. Zudem könnte die Verwaltung im Zuge eines städtebaulichen Vertrags, der an den B-Plan gebunden ist, Forderungen stellen, die dem Gemeinwohl nutzen würden, wenn man schon so ein aus meiner Sicht und auch aus städtebaulicher Sicht kritisches Projekt baut.

  • [Es wird] die Flucht der beiden Zeilen nicht mehr eingehalten.

    Ich denke nicht, dass die beiden vorhandenen Zeilenbauten allein bereits eine Flucht darstellen (können). Dazu bräuchte es schon noch eines dritten Gebäudes in fluchtbildender Lage.

    Anhand der Visualisierung habe ich eher den Eindruck, dass mit dem Neubau versucht wird, die Straßenlinie der Altbebauung Ecke Karl-Lade-Straße aufzunehmen.


    Ich jedenfalls würde es sehr begrüßen, wenn diese Planung zügig nach BauGB umgesetzt wird ohne langwierigen B-Plan.

  • … ich finde das geht völlig in Ordnung so, diagonal und mit 9 Etagen. Berlin braucht Wohnungen und keine russischen Supermärkte, no !? :/ höchste Zeit, dass sich die ˋSpätaussiedler´ an deutsche Supermärkte gewöhnen, sollen nicht die schlechtesten sein auf der Welt.

    Mal abgesehen davon, dass es sich nicht um den einzigen osteuropäischen Supermarkt Berlins handelt, dieser hier aber mit dem Fischbecken, der Gemüseauswahl und dem Schaschlikstand durchaus nicht nur von "Spätaussiedlern" gern genutzte Alleinstellungsmerkmale für die umliegende Gegend besitzt, hoffe ich, dass du entsprechend auch für die Schliessung sämtlicher Filialen von Eurogida, Go Asia und Centro Italia bist und auf den Kauf von Pasta, Pesto & Co im doitschen Supermarkt deiner Wahl verzichtest, die Leute sollen mal nicht so hängengeblieben sein und lieber Kartoffeln essen.

    Was die Positionierung des Blocks betrifft, ist die Ausrichtung doch völlig logisch, schliesslich ist hier die Landsberger Allee der Ausreisser aus dem vor mehr als einem Jahrhundert angelegten Muster, dass sich an der Karl-Lade-Strasse orientiert, das Grundstück bietet entsprechend keine anderen Möglichkeiten und eine auf die Ecke Landsberger/Storkower ausgerichtete Bebauung würde mit Howoge-Spielplatz, Grünfläche und dem ganzen Block an der Erich-Kuttner-Strasse kollidieren.

  • ^^Ich habe das ganze jetzt mal visualisiert, um darzustellen, was ich meine.

    Landsberger-Allee-116-Lichtenberg.jpg">maps


    (Eigene Darstellung basierend auf Satellitenbildern von Google Maps)

    Der rote Bereich ist der Teil des Gebäudes, der nach den Renderings meiner Auffassung nach nicht in die Flucht passt, der grüne Teil wiederum ist eine kürzere Variante, die das Kriterium erfüllt. Die beiden lila Linien sind in diesem Fall die möglichen Fluchten, auf die man sich beziehen könnte, wenn man wirklich BauGB §34 anwenden möchte, um nicht einen Bebauungsplan aufstellen zu müssen (die an der Landsberger Allee liegende Achse ist dabei aber etwas fraglich, weil der Baukomplex im Nordosten abknickt. Zudem fällt das Muster nach zum Beispiel Hobrecht Plan nicht unter BauGB §34, da der Paragraf sich ausschließlich auf die vorliegende Situation bezieht.

    Es kann aber gut sein, dass man mit einem Auge zugedrückt, doch das ganze aufgrund des Wohnungsmangels unter BauGB §34 durchwinkt. Am Ende hat ja nicht nur das Recht Einfluss, sondern auch die Politik.

  • BV: Gewobag-Quartier : Landsberger Allee 343-34

    Zuletzt hier


    Seit den letzen Update Sommer 2025 heute ein Blick des Quartier. Der Rohbau ist zum größten Teil abgeschlossen. Nun geht's auf der letzte Etappe. Die ersten Kern ( Rohbau). Stehen bereit.


    Ein Blick aus jeder Seite / Winkel.


    © Johannes_9065


    DSC_1046_2.jpg

    &


    DSC_1049.jpg

    &

    DSC_1047.jpg

    &


    DSC_1048_2.jpg

    &


    DSC_1050_2.jpg


    Fertige Rohbau bzw. Kern . Letzte Etappe ⬇️


    DSC_1052_2.jpg

    &


    DSC_1053_2.jpg

    &


    DSC_1056_2.jpg



    Zum größten Teil, sind die Etagen aus fertigen Platten eingebaut, wie beim Plattenbau der DDR. Zeit ⬇️ Hier zu sehen ( Update


    DSC_1054_2.jpg


    Abbau des Gerüst ⬇️


    DSC_1055_2.jpg


    Aus der Fahrende Straßenbahn ⬇️


    Screenshot_20260105_153957_2.png

    2 Mal editiert, zuletzt von Johannes_9065 () aus folgendem Grund: Alle Bilder nochmals hochgeladen, da die nicht mehr öffentlich sichtbar waren.

  • 1500 Wohnungen auf der verhältnismäßig kleinen Grundfläche, ist schon enorm dicht und schon eines der größeren Projekte. Und es geht sichtbar voran.


    Nun wäre auf dem Areal mit der alten Bezeichnung "Weiße Taube" gegenüber IKEA ja immer noch reichlich Platz für Neubau und/oder neu zu gestaltenen Parks oder Grünflächen. Konnte dazu nichts weiter finden. Weiß jemand mehr?

  • ^ Parrell neben der Baustelle gibt es auch eine große freie Fläche , wo ein Plakat steht: Fläche zu vermieten. / Kaufen. Leider habe ich kein Bild davon gemacht.


    Platz ist auf jedenfall da neben und gegenüber. Eine Info / Quelle habe ich nicht gefunden. Zeig sich das noch nix geplant Ist. Also Platz für Wohnungen ( hoffentlich nicht Büro) hat Berlin ;)

  • Johannes_9065 Danke, das dürfte wohl noch der alte Display/Banner vom Projekt "Weiße Taube" sein. Steht seit mindestens 12-15 Jahren herum auf weiter Flur. Umso erfreulicher, dass da mal wieder was passiert.

  • An der Landsberger Allee / Rhinstraße finden aktuell Abrissarbeiten statt. Das ehemalige Autohaus und zwei Wohnhäuser werden abgerissen.

    Das Projekt hat uns letztes Jahr Klarenbach Berichtet. Da leider alle seine Bilder nicht mehr angezeigt wird von gestern ein kurzer Blick von mir. Aktuell wird da nicht weiter abgerissen.


    Die 2 Abriss Bagger stehen außerhalb der Baustelle.


    © Johannes_9065


    DSC_1059_2.jpg

    &

    DSC_1057_5.jpg

    &


    DSC_1058_2.jpg


    & Man könnte Denken, dass, das Gebäude ( grüne ) verbannt wurde.


    ( Aus der Fahrende Straßenbahn) ⬇️


    Screenshot_20260105_154027_2.png

  • Victoria's Next (Kaskelkiez)

    KaBa1 hatte das BV vor gut 2 Jahren hier vorgestellt. Inzwischen hat der Bau auf dem Eckgrundstück Kaskel-/Geusenstraße begonnen. Die Fertigstellung ist laut Bauschildern für Februar 2027 geplant:


    viktoriasnext01.jpg


    viktoriasnext02.jpg


    viktoriasnext03.jpg

  • Neubauten Münsterlandstraße 56-64

    Zuletzt hier


    Die beiden Neubauten (Lage OSM) müssen ca. Anfang 2024 fertiggestellt worden sein. Sie entsprechen weitgehend den damaligen Visus. Beim längeren weißen Gebäude wurde die auf der Visu zu sehende strukturierte bzw. vertikal reliefierte Fassade allerdings so nicht umgesetzt, sondern glatt verputzt:


    muensterlandstr01.jpg


    muensterlandstr02.jpg


    muensterlandstr03.jpg


    Das Gartenhaus:


    muensterlandstr04.jpg


    Der Hofbereich zwischen Vorder- und Gartenhaus:


    muensterlandstr05.jpg


    Schöne Tordurchfahrt:


    muensterlandstr06.jpg


    muensterlandstr07.jpg

  • Schade, dass das mit der Fassade nicht umgesetzt wurde. Dennoch sieht das Ensemble insgesamt recht gut aus, auch dank der vorspringenden Erker. Die Tordurchfahrt ist in der Tat mal ein Hingucker, sowas wird heutzutage nur sehr selten so gebaut.


    Ich frage mich jedoch, warum der Neubau mit einer Brandwand abschließt? Ist es tatsächlich angedacht, da noch ein Gebäude ranzusetzen, um die Ecke zur Wönnichstraße zu füllen?