Kleinere Projekte Lichtenberg

  • Ich will noch ein paar Baustellen in Lichtenberg vorstellen. Zu den "Treskowhöfen", an der Treskowallee Ecke Römerweg hat jan85 schon einiges geschrieben. Auf diesem Gelände befand sich noch vor kurzem ein größeres Studentenwohnheim aus der Zeit um 1955, das schon seit Jahren leer stand. Hier entsteht jetzt ein Wohnkomplex mit rund 400 Wohnungen, einer Kindertagesstätte mit 90 Plätzen, zwei Seniorenwohngemeinschaften und Gewerbeflächen von 640 Quadratmetern. Ein Teil des Studentenwohnheimes bleibt erhalten und wird umgebaut. Der größere Teil wurde abgerissen, auf der Abrissfläche entstehen jetzt Neubauten.


    Der Bauherr ist die Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH, die Planung stammt von den Büros Ligne Architekten - Anika Wolf (Berlin) und CN Architekten - Claus Neumann, Katrin Cramer (Berlin). Die Freiflächenplanung stammt vom Büro Stephan Hahn (Berlin). Die ersten Wohnungen sollen Ende 2014 übergeben werden, die Gesamtfertigstellung ist für Ende 2015 geplant.



    Das ist der Rest des Studentenwohnheimes:






    Ein Stück weiter, in der Straße Am Tierpark 51, ist ein kleinerer Neubau mit 26 Eigentumswohnungen geplant. Der Projektentwickler ist hier die andereswohnenp23 GmbH (Stuttgart), die Planung stammt vom Architekturbüro Jochen Hedtstück (Halver). Derzeit sind noch keine Bauarbeiten zu sehen, nur das Bauschild steht schon.


    www.wohnen-am-tierpark.de




    Bereits fertig gestellt ist der Neubau Gundelfinger Straße 26 in Karlshorst. Dieses Haus bietet 13 Eigentumswohnungen. Der Bauherr war die Gundelfinger26 GmbH & Co.KG (Berlin), eine Tochtergesellschaft der NOVA Liegenschaften GmbH (Berlin), die Planung kam von der IKOS Immobilien- und Projektentwicklungs GmbH (Berlin). Die Fertigstellung erfolgte in diesem Jahr.


    www.gundelfinger26.de







    Ein weiteres Bauvorhaben deutet sich an der Treskowallee 115, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofes Karlshorst, an. Hier will die BM Brezel GmbH (Aue) ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. Die Planung kommt vom Büro Studio Udo Weiss (Gelenau). Derzeit wird das Gelände aber als Baustelleneinrichtung für den Neubau der Bahnbrücken genutzt.




    Weitere Baustellen sind in Hohenschönhausen zu finden. An der Vincent-van-Gogh-Straße wird ein Seniorenpflegeheim mit 144 Einzelzimmern errichtet. Hier befand sich bis vor kurzem ein Feierabendheim des Typs SK Berlin 72. Dieses wurde abgerissen, auf der Abrissfläche wird derzeit ein Neubau gebaut. Der Bauherr ist die Paritätisches Seniorenwohnen gemeinnützige GmbH (Berlin), die Planung stammt von der Ingenieurgesellschaft Hartmann GmbH (Berlin).




    An der Suermondtstraße 20 entsteht derzeit die Wohnanlage "Wohnen am Obersee". Das Baugrundstück ist eine ehemalige Gleistrasse der Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde, die schon in den 1980er Jahren stillgelegt wurde. Hier entstehen sechs Stadtvillen mit insgesamt 32 Eigentumswohnungen. Der Bauherr ist die UNITO Bauträger Immobilien (Falkensee), die Planung stammt von der PLAN VITA Gunhild Kölke (Berlin). Die Preise reichen von 198.000 Euro für 70 Quadratmeter bis zu 377.000 Euro für 121 Quadratmeter.
    Bisher wurde eine Stadtvilla fertig gestellt, bei den anderen Häusern hat der Bau gerade begonnen. Der Gesamtkomplex soll im Dezember 2014 fertig sein.






    Schließlich will ich noch das Schloss Hohenschönhausen in der Hauptstraße 44 erwähnen, das derzeit saniert wird. Dieses Gutshaus wurde im 17. Jahrhundert erbaut und diente während der DDR-Zeit als Kinderklinik. Nach 1990 fiel das Gebäude dem Leerstand anheim, bis 1998 der Förderverein Schloss Hohenschönhausen" e.V. gegründet wurde und für eine Wiederbelebung des Hauses kämpfte. Der Verein konnte das Gebäude 2008 vom Liegenschaftsfonds kaufen und mit ersten Sanierungsarbeiten beginnen. Derzeit wird das Gebäude etappenweise saniert. Der erste Bauabschnitt mit der Dachsanierung ist bereits beendet, demnächst soll der zweite Bauabschnitt gestartet werden. Die Sanierungsplanung stammt von der Ingenieurgesellschaft BBP Bauconsulting mbH (Berlin).




    Alle Fotos: Klarenbach

  • Vielen Dank, Klarenbach. Das ist mal wieder eine interessante Übersicht. Besonders erstaunt mich, dass sich offenbar neben dem Tierpark allmählich eine etwas ähnliche Entwicklungstendenz zeigt wie neben dem Zoo. Es gab natürlich kein spektakuläres Zoofenster, aber immerhin wurde ein interessantes großflächiges Fassadenbild gestaltet, die Wohnungen werden saniert, Lücken werden geschlossen und inzwischen kommen offenbar auch höherwertige Wohngebäude dazu wie es sie ja teilweise auch schon in der Nähe gibt - wobei ich exklusive Wohngebäude jetzt nicht per se toll finde und mir die Architektur bei "Wohnen am Tierpark" irgendwie auch nicht so gefällt. Aber auch hier hat man offenbar ähnlich wie bei der Bebauung am Zoo bewusst große Balkons mit Einsichten in Richtung Tierpark eingeplant.


    Ich hoffe, dass der Tierpark selbst mittel- bis langfristig auch davon profitieren kann. Hier wurde ja schon das Schloss Friedrichsfelde aufwändig saniert (man sieht es beim oberen Bild der Bautafel rechts im Hintergrund zwischen den Bäumen) und momentan gibt es eine noch viel aufwändigere Sanierung des Alfred-Brehm-Hauses. Trotzdem wurde in den letzten beiden Jahrzehnten trotz eines erheblichen Sanierungsbedarf viel weniger investiert als in den Zoo. Es gibt daher bei den neuen und erneuerten Gebäuden und Anlagen viel Zweckdienliches aber kaum etwas optisch wirklich Ansprechendes oder gar Herausragendes. Dabei finde ich das Gelände an sich viel geeigneter für einen Tiergarten der modernen Ansprüchen genügen und zugleich eine tolle Freizeitqualität bieten kann (viel eher als im ebenfalls schön angelegten aber mE viel zu beengten Zoo). Bald wird es ja einen neuen Direktor geben und der spuckt schon große Töne: http://www.tagesspiegel.de/ber…rpark-lieben/8824494.html


    Ich bin gespannt. Wenn es weiterhin keine angemessenen Mittel gibt, wird da mE nicht viel passieren. Es sei denn man erhöht weiter die Preise, was katastrophal für die vielen Besucher aus dem näheren Umfeld wäre.

  • Mal zum Don Xuan in der Herzbergstraße - man nutzt hier vor allem die Freiflächen des ehemaligen EKL. Mittlerweile stehen 5 Hallen und es wurde auch so was wie ein Parkplatz für die immer größer werdenden Besuchermengen geschaffen (v.a. sonntags ist es rappelvoll). Alles in allem macht es aber immer noch einen ziemlich temporären Eindruck, vor allem weil die ganze Gegend eben ein ehemaliges Industriegebiet ist und ringsum noch so einiges als Ruine dahingammelt. Wünschenswert wäre hier eine etwas nachhaltigere Bebauung und Umfeldgestaltung...


    Da scheint wohl ein Anfang gemacht zu werden. Laut dieser kleinen YT-Reportage sollen wohl gerade weitere neue Hallen, ein Hotel und ein vietnamnesisches Kulturzentrum dort gebaut werden:
    http://www.youtube.com/watch?v=-SB0c16e4Go

  • Update Kaskelkiez/Victoriastadt

    Im Kaskelkiez werden momentan zwei Wohnungsbauprojekte realisiert. Die ruhige Lage und die trotzdem gute Anbindung zum Ostkreuz, Rummelsburger Bucht und dem Kiez um die Boxhagener Straße machen den Kiez sicherlich attraktiv.


    In der südlichen Pfarrstraße ist ein Neubau schon recht weit fortgeschritten, es wird eine Baulücke geschlossen:



    In der Schreiberhauerstraße haben die Bodenarbeiten begonnen, ein Entwurf ist auch dabei:



  • In der Bornitzstraße 17 (nördlich der Frankfurter Allee) entstehen ab Ende 2013 32 Eigentumswohnungen, eine altergerechtes Wohnhaus mit 32 Mietwohnungen sowie zweier Mehrfamilienhäuser mit je 5 Eigentumswohnungen und 62 Freistellplätzen. Hier bekommen man noch ein DG für unter 3.000€/qm, nicht schlecht.



    Quelle: Projektseite

  • Carrée Alte Post


    An der Ecke Dottistraße/Ruschestraße soll folgendes gebaut werden:



    © Raum Visionen, Hameln | http://www.raumvisionen.de ; © SDI GmbH


    Lageplan:

    © SDI GmbH




    Auf der Projektseite gibt es noch mehr Fotos von den geplanten Neubauten und die Ankündigung, dass es mit bauvorbereitenden Maßnahmen in Kürze losgehen soll
    http://capberlin.de/

  • alte Konsum-Bäckerei - Josef-Orlopp-Straße

    Die Josef-Orlopp-Straße GmbH möchte die alte Konsum-Bäckerei in der Josef-Orlopp-Straße ausbauen und Loftwohnungen errichten.


    Das Areal gilt momentan noch als Gewerbepark laut "Stadtentwicklungsplan für Industrie und Gewerbe" und darf für Wohnungsbau bisher eigentlich nicht genutzt werden.


    Dies will der Bezirk nun gemeinsam mit der Senatsverwaltung ändern. Die Gerwebeflächen sind laut Bezirk entbehrbar, da die Nachfrage verschwindend gering ist.


    http://www.berliner-zeitung.de…ei,10809148,25012652.html

  • Eine Frage. Ich weiß auch nicht, ob dies schon einmal behandelt wurde.


    Das Areal an der Landsberger Allee / Schallkauer Str. scheint infrastrukturmäßig voll erschlossen (Straßen, Straßenbäume..).
    Soll da was gebaut werden?

  • ^ Sollte. Irgendwann mal. Es handelt sich um das Wohngebiet "Weiße Taube", benannt nach einem ehm. Lokal. Zu DDR-Zeiten befand sich dort eine große Gärtnerei mit Gewächhäusern, in den 90er Jahren hat man begonnen, Wohnhäuser zu bauen. Der südliche Bereich zur Landsberger Allee hin wurde bis heute noch nicht realisiert.


    Wikipedia bietet dazu ein Unterkapitel im Berlin-Alt-Hohenschönhausen-Artikel.

  • Danke Backstein für die Info.
    Bei gut 7km vom Zentrum und Straßenbahn vor der Haustür sollte dies eigentlich ein begehrtes Bauland sein.
    Auch diese scheinbar leerstehenden Bau/Supermärkte (kenn die Ecke jetzt nur von der DAF Übersichtskarte) auf der gegenüberliegenden Seite wären für Wohnbebauung reizvoll.
    Wer ist im Besitz der Flächen "Weiße Taube".
    M.E. wäre dies ein ideales Genossenschaftsbaugebiet

  • Das Projekt Fahrradlofts (zuletzt erwähnt in Beitrag #58) am Nöldnerplatz wird immer konkreter. Mittlerweile liegen konkrete Entwürfe für die Gebäudefassaden vor:


    Lückstraße



    Leopoldstraße



    Gartenfassade



    (C) Fahrradloft 2013


    Zuletzt berichtete die Mopo über das BV. In den zwei Häuser sollen insgesamt 43 Eigentumswohnungen entstehen. Der Bauantrag wurde im September eingereicht. Für Februar 2014 ist der Baubeginn und für Sommer 2015 die Fertigstellung vorgesehen.
    Knapp 11 M€ soll das BV kosten.


    Artikel Mopo
    Projektseite

  • Es sehe das eher kritisch, dass dort keine Parkplätze für die Anwohner entstehen. Es ist jetzt schon schwierig, einen Parkplatz nach 18:00 im südlichen Weitling-Kiez zu bekommen.


    Gibt es keine Mindestanzahl von Stellflächen, die bei einem Neubau entstehen müssen?

  • Die Stellplatzverordnung wurde schon vor einigen Jahren abgeschafft, bzw. dahin geändert, dass man nur noch Behindertenstellplätze und Fahrradstellplätze nachweisen muss. Das kann kritisch betrachtet werden, ist aber gerade in dichtbebauten Gebieten sinnvoll, wo die neu zu errichtenden Stellplätze meist auf Kosten der Hofbegrünung errichtet wurden, weil die Mehrkosten für eine Tiefgarage oft nicht tragbar sind.

  • Rosenfelder Straße 11

    Für dieses Grundstück hat Jens Gehrcken im Auftrag von Proxima Projekt GmbH einen Entwurf für einen Neubau eines Mehrfamilienhauses entworfen. Über einen möglichen Baustart konnte ich nichts erfahren, bzw. ob dieser Entwurf nun auch umgesetzt wird.



    Quelle und ©: http://www.mic-arc.de/projekte/Rosenfelder_Strasse_22.html

    2 Mal editiert, zuletzt von Siegrief () aus folgendem Grund: Ergänzung von Informationen

  • Es sehe das eher kritisch, dass dort keine Parkplätze für die Anwohner entstehen. Es ist jetzt schon schwierig, einen Parkplatz nach 18:00 im südlichen Weitling-Kiez zu bekommen.


    Gibt es keine Mindestanzahl von Stellflächen, die bei einem Neubau entstehen müssen?


    Wenn ich die Webseite richtig lese, entstehen jede Menge neue Parkplätze/Stellflächen, aber halt für Fahrräder statt für Autos. Ist halt eine persönliche Präferenz der Bauherren, die ich eigentlich sehr schön finde.


    Warum ausgerechnet Neubewohner mit einer eher ökologischen Grundeinstellung und mutmasslich wenig Autobesitz pro Kopf für Autostellplätze für die Allgemeinheit sorgen sollen, erschliesst sich mir nicht.


    Sollte man nicht eher froh sein, solche Nachbarn zu bekommen (mit Blick auf die öffentlichen Autoparkplätze, die ja Neu- und Altbewohner mit gleichem Recht benutzen dürfen)?

  • Ehemaliger "Möbel-Max", Landsberger Allee 358


    Im Vorbeifahren fiel mir heute Morgen etwas Ungewöhnliches auf dem Grundstück auf: Dort waren Personen zugange, zudem stehen vor dem einstigen "Möbel-Max" jetzt mehrere Schuttcontainer. Ein Beweisfoto muss ich Euch leider (vorerst) schuldig bleiben.


    Bereits vor etlichen Monaten berichteten mehrere Zeitungen übereinstimmend, dass die Krieger Grundstück GmbH das Areal von "Möbel-Max" erworben habe und dort ein neues Haus für "Möbel-Kraft" bauen wolle. Möglicherweise stehen die beschriebenen Aktivitäten ja schon mit diesen Plänen im Zusammenhang. :???:


  • Wenn ich die Webseite richtig lese, entstehen jede Menge neue Parkplätze/Stellflächen, aber halt für Fahrräder statt für Autos. Ist halt eine persönliche Präferenz der Bauherren, die ich eigentlich sehr schön finde.


    Warum ausgerechnet Neubewohner mit einer eher ökologischen Grundeinstellung und mutmasslich wenig Autobesitz pro Kopf für Autostellplätze für die Allgemeinheit sorgen sollen, erschliesst sich mir nicht.


    Sollte man nicht eher froh sein, solche Nachbarn zu bekommen (mit Blick auf die öffentlichen Autoparkplätze, die ja Neu- und Altbewohner mit gleichem Recht benutzen dürfen)?


    Ich bin über jede Bautätigkeit im Viertel froh, die den Blockrand wenigstens im Ansatz einhält. Das Projekt würde ich sogar persönlich sehr positiv bewerten. Selbstnutzer sind immer zu begrüßen.


    Mir hätten halt nur bei 43 ETW 20 Parkplätze ein wenig besser gefallen. :)