Kleinere Projekte Lichtenberg

  • An der Mittelstraße Ecke Sandinostraße entstehen derzeit die "Sandino Hofgärten". Geplant sind 21 Wohneinheiten, teilweise als Townhouses und Penthäuser.


    http://www.abload.de/img/p1014441qejv8.jpg



    Dies scheint nur ein Bauabschnitt von vielen zu sein.


    Hier eine Übersicht:

    © 2013 Ticoncept


    1. Bauabschnitt (bereits fertiggestellt)

    © 2013 Ticoncept


    2. Bauabschnitt (siehe oben Beitrag von Klarenbach)


    3. Bauabschnitt

    © 2013 Ticoncept



    © 2013 Ticoncept



    http://www.sandino-hofgaerten.de/



    Mal sehen wo dann der 4. Bauabschnitt liegen wird...

  • "AuenFlügel Berlin": Neues Wohn-Dreieck in Falkenberg

    Einem Bericht der BZ zufolge planen die Architekten des renommierten Architektur-Büros Graft ein neues Wohn-Dreieck an der Ahrensfelder Chaussee in Falkenberg, direkt am Gehrensee.


    Das Projekt mit dem Namen "AuenFlügel Berlin" soll auf einer Fläche von sagenhaften 320.000 qm entstehen und bis 2018 fertiggestellt sein. Von oben betrachtet hat es die Form eines Pizzastücks, im Innern des Dreiecks ist u.a. die Errichtung von zwei Häuserringen geplant:



    (C) Deutsche Eigenheim AG, abgerufen über die Internetpräsenz der BZ


    Entstehen sollen hier insgesamt 725 zwei- bis dreigeschossige Häuser mit einer Wohnfläche von jeweils 75 bis 125 qm, die Gesamtwohnfläche innerhalb des Quartiers wird sich den Planungen zufolge auf knapp 110.000 qm belaufen; auch die Errichtung einer Kita ist geplant.


    Mit dem Bau der ersten 105 Häuser soll noch im kommenden Herbst begonnen werden, die Kosten für das Projekt werden derzeit auf erfrischende 200 Millionen Euro geschätzt.

  • Singerstraße

    ^^ Anhand der Info auf der Projektseite und der Visualisierung ist mir nicht klar, wir das Gebäude auf dem Grunstück ausgerichtet werden soll.


    Lage Google Maps


    Die große Brandwand der Schule zeigt nach Norden, unmittelbar westlich steht ein breites Bestandshochhaus. Auf der linken Visualisierung sieht man rechts eine angedeutete schwarze Wand, soll das die Bestandsplatte sein?


    Jedenfalls wird es wenig Sonne auf einem Großteil der Balkone geben - entweder werden sie nach Westen ausgerichtet, dann spenden je nach Tageszeit die Brandwand oder das Bestandshochhaus Schatten, oder nach Norden. Vermutlich wird der Naubau an die Kante der Singerstraße gesetzt und es verbleibt ein größerer Abstand zur Brandwand.


    Zur Architektur kann ich mich aufgrund der wirklich sehr vereinfachten Visualisierung kaum äußern. Die linke Seite (erste Visualisierung) scheint sich der Plattenbau-Ästhstik anzuschließen, die geschwungenen Balkone... naja, kommt sicher drauf an, aus was für einem Material die Brüstungen sein werden.


    Man wirbt mit einer Briefkastenanlage (wow!), einem zentralen Müllraum und eine Waschmaschinen-Lounge... Da kriegt man doch gleich Lust, einzuziehen... ;)

  • Auenpark

    ^^ Ich verstehe es einfach nicht, dass so viele Menschen scharf sind auf solche Kaninchenställe mit geringer Wohnfläche, handtuchgroßen Grundstücken (hier gut zu sehen) und dann noch am Arsch der Welt. Auf den animierten Skizzen sehen die Häuschen aus wie aus Papier gefaltet.


    Klar, man hat immerhin den Bf. Ahrensfelde in der Nähe und der mickrige Gehrensee wird mal ins Bewusstsein der Menschheit gerückt, aber für so weit draußen finde ich das Umfeld nicht so dolle. Zu zwei Seiten befinden sich große Plattenbausiedlungen, und ansonsten ist das Gelände von einem breiten Steifen Einfamilienhäusern und/oder Lauben umgeben. Der freie Zugang in die Natur ist also eher so lala, und so richtig prickelnd finde ich die angrenzende Barnimer Feldflur zwischen Falkensee und Lindenberg auch nicht.

  • ^ Ich finde das Projekt aus den von Dir genannten Gründen auch weder besonders ansprechend noch städtebaulich sinnvoll, wollte es den interessierten Foristen aber natürlich nicht "vorenthalten". Der "Origami-Gedanke" kam mir beim ersten Betrachten der Visualisierungen übrigens auch... :headscratch:

  • Die Architektur finde ich gut. Sie sucht nach neuer Formensprache, ist nicht festgelegt, das finde ich gut. Gerade die "Giebelhäuschen" sind witzig und wenn man diese mit jenen eigenartigen Giebelhäuschen, die neuerdings in Weissensee projektiert wurden, vergleicht, kann man den architektonischen Qualitätsunterschied sehen.


    Unverantwortlich finde ich nur, wie man wieder so altbacken die Landschaft zersiedelt. Aber das liegt vermutlich weniger an den Graft-Architekten als an Beamten/Stadtplaner.


  • Unverantwortlich finde ich nur, wie man wieder so altbacken die Landschaft zersiedelt. Aber das liegt vermutlich weniger an den Graft-Architekten als an Beamten/Stadtplaner.


    Naja, das Gebiet war mindestens bis zum Jahr 2000 weitgehend versiegelt, ist also ohnehin eine Brachfläche. Obwohl ich zugeben muss, dass die Brache für Naturliebhaber und Erholungssuchende vermutlich attraktiver ist (war), als die restliche Lanschaft drumherum. Dennoch, das Gebiet ist im Vergleich zu anderen Eigenheimgebieten recht dicht bebaut, gut mit Versorgungseinrichtungen erschlossen und in weniger als einer halben Stunde ist man mit der S-Bahn am Alexanderplatz. Ich würde sogar sagen, es ist besser an dieser Stelle Freiflächen zu opfern, als in der Innenstadt, wo jeder Quadratmeter Grün zählt.


    Und zu den Kaninchenställen: na klar ist ein großzügiges Grundstück schicker, aber bei vielen Leuten reicht es finanziell eben nur zur Minimalvariante. Warum dann nicht lieber eine Wohnung in der Innenstadt? Auch wenn es nur ein sehr kleines Grundstück ist, so lässt sich dort dennoch etwas Gemüse anbauen oder ein Bäumchen pflanzen und die Katze kann auch mal vor die Tür. Solche Dinge sind vielen Leuten wichtig und die gibt es so eben nicht in der Gründerzeitwohnung. Ich persönlich würde eher in so einen Kaninchenstall mit S-Bahnanschluss und Geschäften in fußläufiger Entfernung ziehen, als mich irgendwo eine Stunde vom Stadtzentrum entfernt in der Pampa zu niederzulassen.

    Einmal editiert, zuletzt von Hobrecht () aus folgendem Grund: Zweiter Absatz hinzugefügt

  • In der Avantgarde sucht man nach neuen Ausdrucksformen, in der Architektur beispielsweise Formensprache.


    Sorry, falls ich das ein wenig esoterisch formuliert habe.

  • Hallo Hobrecht. Dennoch spricht ja nicht gegen eine dichtere Bebauung auch weit außerhalb. U.a. auch zur Schaffung von suburbanen Zentren bzw. einer polyzentrischeren Stadt.

  • ^hmm..dort sieht man doch aber, wie der Neubau ausgerichtet wird:


    Brandwand gen Norden, westlicher Platte ein paar Meter zurückgesetzt parallel und die renovierte Platte 45°C...


    Das war doch die Frage?

  • Hallo Hobrecht. Dennoch spricht ja nicht gegen eine dichtere Bebauung auch weit außerhalb. U.a. auch zur Schaffung von suburbanen Zentren bzw. einer polyzentrischeren Stadt.


    Ja, wenn es den Bedarf dafür gibt, spricht natürlich nichts dagegen. Obwohl dann wieder die Frage ist, wo denn Quartiere wie der Auenpark erreichtet werden, für die offensichtlich nach wie eine Nachfrage besteht.

  • In meinen Augen ist der Auenpark einfach eine zeitgemäße Neuinterpretation der seit über 100 Jahren bekannten Gartenstadtidee, mit einem einheitlichen Städtebau und Architekturkonzept auf hohem Gestaltungsniveau bei guter Infrastrukturanbindung für jede Wohneinheit einen wenn auch kleinen Garten zu realisieren.
    Es wird für diesen Wohntyp immer eine Nachfrage geben, und dann lieber so, also relativ kompakt und mit guter Anbindung, als die flächenfressende Suburbia im Speckgürtel mit ihrem ja auch hier im Forum oft beklagten Ästhetikgrauen auszudehnen.
    Und @ Konstantin:
    Wo entwerfen Graft hier denn Wolken?
    Sind doch nette Giebelhäuschen, wäre doch fast was für die Berliner Altstadt am Fernsehturm die hoffentlich nie kommt.:D

  • Ich habe nie behauptet, dass G. die Bubbles für Lichtenberg entworfen hätten. Aber sonst für x-Bauvorhaben. Ich finde diese "modernen" Giebelhäuschen ganz charmant - besser jedenfalls als so manches Typenreihenhaus aus dem Regel der üblichen verdächtigen Bauträger.

  • Im Gebiet rund um die Weitlingstraße wird auch allerhand gebaut. Dieses Gebiet hat ja nicht unbedingt den besten Ruf, aber es hat auch etliche baukulturelle Perlen zu bieten. Vor allem viele Wohnanlagen aus der Zeit um 1930 sind sehenswert.


    Das wohl interessanteste Gebäude ist die Wohnanlage "Sonnenhof" im Karree Marie-Curie-Allee / Archenholdstraße / Delbrückstraße / Bietzkestraße. Diese Anlage wurde von 1925 bis 1927 nach Entwürfen von Erwin Gutkind errichtet. Sie bietet nicht nur Wohnungen, sondern auch einen Kindergarten.






    Anlässlich des Themenjahres "Zerstörte Vielfalt" wurde eine Tafel zum Gedenken an Erwin Gutkind, der 1933 vor den Nazis emigrieren musste, aufgestellt.



    Eine andere interessante Wohnanlage sind die sogenannten "Rupprechtblöcke" im Karree Rupprechtstraße / Giselastraße / Münsterlandstraße / Archibaldweg. Sie wurde von 1925 bis 1930 nach Entwürfen von Bruno Ahrends gebaut. 2006 / 2007 erfolgte die Sanierung durch die HOWOGE Wohnungsgesellschaft mbH, die Planung übernahm das Büro IPB.B. Ingenieurbüro für Projektentwicklung und Baubetreuung (Berlin).




    Hier gibt es noch Impressionen aus der Marie-Curie-Allee. Hier sind mir die Architekten nicht bekannt.




    Nun zu den aktuellen Bauprojekten: Das größte Vorhaben ist das Wohnhaus Lückstraße 74. Hier entsteht eine Wohnanlage mit 50 Eigentumswohnungen. Der Bauherr ist die Lück74 GmbH & Co.KG (Berlin), die Planung stammt von der IKOS - Immobilien- und Projektentwicklung GmbH - Dimitrios Papageorgiu (Berlin). Der Kaufpreis liegt bei rund 1990 Euro pro Quadratmeter.
    Die Wohnungsgrundrisse sind relativ großzügig, die Belichtung ist gut, auch verfügt der größte Teil der Bäder über Fenster. Als besondere Vorzüge werden ein Blockheizkraftwerk und eine Solaranlage genannt. Die Verkehrserschließung ist sehr gut, der S-Bahnhof Nöldnerplatz liegt ganz in der Nähe. Ein Nachteil ist dagegen der Verkehrslärm, die Lückstraße ist in diesem Bereich doch relativ laut.
    www.glueck74.de






    Zwei Häuser weiter, an der Lückstraße 71, ist ein Bauschild zu finden. Hier sucht eine Baugemeinschaft Mitstreiter für ein Projekt namens "Fahrradloft". Geplant sind zwei Wohnhäuser mit insgesamt 43 Wohnungen, eines an der Lückstraße und eines an der Leopoldstraße. Der Baubeginn soll im Februar 2014 erfolgen, die Fertigstellung ist für Juli 2015 geplant.
    www.fahrradloft.de




    Ein kleines, aber interessantes Projekt entsteht auf den Grundstücken Sophienstraße 28 a / Eitelstraße 20. Hier wurde einerseits auf dem Grundstück Sophienstraße 28 a ein ehemaliges Pfarrhaus der Barmherzigkeitskirche zu der Kindertagesstätte "Sophies Welt" umgebaut. Andererseits wird auf dem Nachbargrundstück Eitelstraße 20 ein Jugendclub gebaut. Bauherr ist in beiden Fällen der Sozialdiakonische Jugendarbeit Lichtenberg e.V., die Planung stammt vom Büro Hinz Architekten (Berlin). Die Eröffnung des Kindergartens erfolgte am 4.5.2012, der Jugendclub wird noch gebaut.
    Das ist der Kindergarten:




    Und das ist der Jugendclub:




    Auch am Neubau "La Vida Verde" in der Sophienstraße 35 wird weitergebaut. Hier entsteht ein Energiesparhaus mit 18 Wohnungen. Besonderheiten sind Anlagen zur Wärmerückgewinnung, Trinkwasseraufbereitung, Stromspeicher, Solarstrom und evtl. Windrad. Der Bauherr ist die LaVidaVerde GmbH c/o Toussaint (Berlin), die Planung stammt vom Büro Dr. Beetstra + Körholz (Berlin). Gefördert wird der Neubau von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
    www.lavidaver.de






    Dann sind in dem Gebiet auch erste Verdrängungstendenzen zu beobachten. Ein Beispiel ist das Projekt Margarethenstraße 23 / Wönnichstraße 30, 32. Hier wird ein Haus aus der Zeit um 1910 saniert und in eine Eigentumswohnanlage umgewandelt. Die Sanierung umfasst den Dachgeschossausbau und den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems. Der Bauherr ist die S + E Stahrenberg + Emiroglu GmbH & Co.KG (Berlin), die Planung stammt vom Büro Atelier RTZ Robert Witzgall (Berlin).




    Der gleiche Bauherr ist auch an der Skandinavischen Straße 3, 3a / Egmontstraße 1-4 aktiv. Diesmal geht es um die Sanierung eines Blocks aus der Zeit um 1930. Die Arbeiten umfassen wieder den Dachgeschossausbau und den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems. Die Planung stammt vom Büro Atelier RTZ Robert Witzgall (Berlin). Allerdings werden diese Wohnungen vermietet.




    Gleich nebenan befindet sich das Karree Skandinavische Straße / Rosenfelder Straße / Egmontstraße, das ebenfalls um 1930 erbaut wurde. Dieser Komplex gehört allerdings der Berliner Baugenossenschaft. Diese hat das Quartier in diesem Jahr saniert. Die Arbeiten umfassten den Anbau eines Wärmedämm-Verbundsystems und eine Innensanierung. Die Arbeiten sind mittlerweile abgeschlossen.








    Alle Fotos: Klarenbach

  • Auftakt für Treskow-Höfe im "Dahlem des Ostens"

    Die HOWOGE bedient sich da einer wirklich tollen Wortwahl für ihre neue Wohnanlage auf dem ehemaligen Gelände der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) zwischen Treskowallee, Römerweg und Hönower Straße ;) Auf jeden Fall sollen bis Herbst 2015 nahe der Treskow-Allee 400 neue Wohnungen sowie eine Kita und eine Senioren-WG geschaffen werden. Der Gebäudeteil an der Treskowallee wird dafür saniert und durch 8 neue Gebäude ergänzt. Dabei wird auf eine möglichst breite Mischung geachtet: So soll es verschieden geschnittene Wohnungen von 1,5 bis 4 Zimmer für Familien, Paare und Singles und auch altersgerechte Wohnungen geben. Alle Wohnungen sollen aber barrierefrei zu erreichen sein. Zudem wird generell auf eine energiesparende Bauweise gesetzt (Konzept „KfW-Effizienzhaus 70“, das die EnEV 2009 um 30 Prozent unterbietet). Zugleich orientiert man sich nach eigenen Angaben am Siedlungsbau der 20er: Die Gebäude ordnen sich um einen Hofbereich mit Grün- und Spielflächen an (deshalb Treskower Höfe) und haben alle einen Balkon oder eine Terrasse. Auch eine Tiefgarage mit ca. 160 Stellplätzen wird es geben.


    Die Preisspanne soll bei 7€/m² beginnen und auch für Transfergeldempfänger soll es Angebote geben. Wowereit lobte das Projekt bei der Grundsteinlegung als beispielhaft für künftig benötigte Quartiere die "gerade im einfachen und mittleren Segment" und "sowohl für Familien als auch für ältere Bürgerinnen und Bürger" ein bezahlbares und zugleich doch innenstadtnahes Wohnen ermöglichen.


    http://www.rbb-online.de/wirts…gen-Grundsteinlegung.html
    Projektseite: http://www.howoge-baut.de/treskow-hoefe/


    Lageplan:


    Renderings:



    Quelle: HOWOGE


    In meinen Augen kann man optisch damit leben. Aber ich bin mehr von den inneren Werten überzeugt, so die Ankündigungen erfüllt werden können. Das könnte wirklich Modellcharakter für weitere Wohnbauprojekte (u.a. am Tempelhofer Feld) haben.