Kleinere Projekte Lichtenberg

  • Kleinere Projekte Lichtenberg

    Nicht nur in Friedrichshain gibt es diverse Projekte sondern auch in Lichtenberg, genauer Alt-Hohenschönhausen unweit von der Landsberger Allee entfernt, befindet sich der Kiez im Aufwind.
    Die Moritz Gruppe GmbH entwickelt dort derzeit die alte Industriebrache zwischen Konrad-Wolf-Straße, Sandinostraße und Simon-Bolivar-Straße.
    Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerwarenfabrik entstehen bis Mitte/Ende 2013 ca 200 Wohneinheiten in Form von Lofts, Etagenwohnungen und Townhouses.
    In einem Tagesspiegel-Artikel ist man skeptisch ob man das Verkaufsvolumen i.H.v. 55 MEURO tatsächlich "an den Mann" bringen kann. Immobilienberater bescheinigen dem Gebiet dagegen positive Zukunftsaussichten.


    Das Ganze macht auf mich einen sehr positiven Eindruck. Hier der Gesamtentwurf:

    Bildquelle: Moritz Gruppe GmbH



    Projektseite
    Projektseite Sadinostraße 21
    Artikel Tagesspiegel

  • Schokostücke

    Zu den Schokostücken in Hohenschönhausen: ich kann mir gut vorstellen, dass die nun angestoßene Entwicklung der ganzen Gegend weiteren Auftrieb verleiht. Nach Auskunft des Investors sind die Lofts in der Zuckerfabrik jetzt schon zu 97 Prozent verkauft. Es wäre schon, wenn diese Dynamik auch auf andere Gebiete in Weißensee ausstrahlt. Weiß jemand zufällig, ob es dort für die alten Niles-Gebäude in der Liebermannstraße irgendwelche Planungen gibt?


    Foto-Link


    Eine Antwort darauf findest du hier.
    Bato

  • Kleinere Projekte Lichtenberg

    Schräg gegenüber vom neuen Ikea in Lichtenberg gab es direkt an der Landsberger Allee über Jahre hinweg eine provisorische Brache, die meines Erachtens dem angrenzenden Plattenbauviertel doch etwas das Wuchtige genommen hat und nicht wirklich deplatziert gewirkt hat.


    Ein kleiner Teil wird davon seit einigen Monaten bebaut. Mit einem Self Storage-Kasten. Unglaublich, aber sie klotzen da tatsächlich einen vermutlich größtenteils fensterlosen Solitär hin, der... nun ja... eben seine übliche Wirkung entfalten wird.


    Das eigentlich Ärgerliche ist für mich vielmehr der Umstand, das sich gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein großes Gewerbegebiet in Umwandlung/ Revitalisierung befindet. Da hätte man das Ding ganz wunderbar hinklatschen können und es hätte weniger gestört, aber seht selbst:




    Gleich gegenüber wurde neben dem Ikea eine alte DDR-(Lager?)halle teilweise in einen Baumarkt umgebaut. Den Umbauprozess fand ich ganz interessant und irgendwie auch ganz gelungen. Die andere Hälfte wartet derweil auf einen Investor. Platz für den Storage-Kasten wäre hier auf alle Fälle genug:




    In keinem Bezug dazu steht der ehemalige Einzelhandelsstandort auf der gleichen Straßenseite nebenan. Grob würde man ihn wohl als "Dead Mall" klassifizieren können. Das Objekt wurde Mitte der 90er errichtet und war von Anfang an eine Pleite: Trotz der idealen Lage an einer der größten Hauptverkehrsachsen der östlichen Bezirke war das Center wohl keine 10 Jahre in Betrieb. Am Aussehen kann es nicht wirklich gelegen haben, dafür viel mehr an den katastrophal verbauten Parkplätzen mit vielen Pflanzenkübeln und engen Fahrwegen. Ein Möbelhaus wurde als Ankermieter in einem sechstöckigen verglasten Neubau untergebracht, den man wohl lieber als Büroobjekt genutzt hätte: Geringe Nutzfläche durch viele Erschließungsschächte. Außerdem hat die vergleichsweise geringe Verkaufsfläche im Verdrängungswettbewerb durch die vielen anderen Standorte in näherer Umgebung wohl den Ausschlag für die Schließung gegeben.


    Das Gelände verwildert jetzt schon seit einigen Jahren, genaue Pläne sind mir nicht bekannt.



  • 3000 Wohnungen sollen in Lichtenberg bis 2013 entstehen. Um den Wohnungsbau im Bezirk vorranzutreiben wurde ein "Bündnis für Wohnen in Lichtenberg" gegründet. 2012/13 werden u.a. diese Wohnprojekte umgesetzt: 1.200 Wohnungen in Karlshorst, 400 Wohnungen an der Frankfurter Allee im "Quartier 216", weitere 400 Wohnungen in der Wartenberger Str, 350 Wohnungen Treskowallee/Römerweg und 200 Wohnungen an der Konrad-Wolf-Straße.

  • Im April habe ich hier kurz über ein neu entstehendes Lagerhaus an der Landsberger Allee geschrieben. Der Kasten ist mittlerweile auf der Zielgeraden und ist an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten. Gerade die einfache Fassadengestaltung mit vorgehangenen Fertigelementen sollte doch ein bisschen Abwechslung zum Einheitsgrau ermöglichen (und damit meine ich nicht den gelben Farbklecks)... :mad:


  • Die Mieterzeitschrift der Wohnungsbaugenossenschaft Lichtenberg kündigt den bevorstehenden Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses der WBG Friedrichshain und ihrer Tochtergesellschaft GfWOB an.


    Der Neubau soll auf einer unbebauten Fläche an der Kreuzung Storkower Straße/Rudolf-Seiffert-Straße errichtet werden (direkt westlich anliegend der Kreuzung).
    Das Gebäude soll in 5 bis 7 Etagen gestaffelt sein und eine Tiefgarage besitzen. 90 barrierefreie Wohneinheiten sind geplant. Mit dem Bau soll März 2012 begonnen werden. Die Fertigstellung soll im Sommer 2013 erfolgen.


    Seit geraumer Zeit herrscht auf dem Baufeld trotz einer mehrmonatigen Verzögerung des Baubeginns rege Aktivität.



  • Kann man an diesem Entwurf ein gutes Haar lassen?
    Die "Flügelbauten" scheinen sich an den 70ern zu orientieren, die zurückgesetzte Front an einer wesentlich konservativeren Architektursprache - Erker, Symetrie (ohne Dachgeschoss). Passt schon mal nicht. Das Rückversetzen schafft hier auch keinen Vorplatz, sondern lässt wieder mal die 70er asoziieren - Rücksprung aus der gründerzeitlichen Bauflucht. Wenn wenigstens die Übergänge zu den "Flügel"bauten schön gelöst wären. Es ist wie abgehackt.

  • Derzeit gibt es mehrere Entwicklungen, die auf eine stärkere Ansiedlung von Künstlern und Musikern in Lichtenberg hindeuten.


    Über das begeisterte Urteil von Arno Brandlhuber über Lichtenberg auf der IBA-Veranstaltung am 22.1.2013 habe ich schon berichtet.


    http://www.deutsches-architekt…php?p=366854&postcount=56


    Am 26.1.2013 erschien in der Berliner Zeitung ein Artikel über die Ansiedlung des Galeristenehepaares Haubrock auf dem ehemaligen Gelände der Fahrbereitschaft des Ministerrates in der Herzbergstraße 40-43. Das Ehepaar hat dieses Areal vor drei Wochen erworben und will ihn zu einem Ort mit Galerien, Veranstaltungsräumen und preisgünstigen Ateliers entwickeln. Geplant ist auch ein Restaurant und eine Bar. Die Mieten in dem Komplex sollen fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter betragen. Schon jetzt sind 50 Künstler und Gewerbetreibende auf dem Gelände ansässig.


    http://www.berliner-zeitung.de…ft,10809150,21557650.html


    Weiterhin gibt es in Lichtenberg mehrere Häuser mit Probenräumen für Bands. Ganz in der Nähe der Fahrbereitschaft befindet sich das ehemalige Bürohaus des VEB Auto-Trans Berlin Herzbergstraße 100, das heute von Bands genutzt wird. Im Erdgeschoss gibt es auch noch eine Kantine, in der man relativ preiswert essen kann.



    In der Buchberger Straße 6 befindet sich das "Berliner Rockhaus". In diesem Fall wurde ein ehemaliges Bürohaus der Deutschen Post umgenutzt.




    http://www.berlinerrockhaus.de/


    Das bekannteste Musikerhaus ist zweifellos das "Orwo-Haus" in der Frank-Zappa-Straße. Dieses befindet sich allerdings nicht mehr in Lichtenberg, sondern in Marzahn, aber es ist die gleiche Gegend.



    http://www.orwohaus.de/index.php?id=8


    Meines Wissens sind die drei vorgestellten Gebäude die größten Probenhäuser Berlins. Auf der Homepage des Orwo-Hauses kann man lesen, dass das Orwo-Haus das größte Probenhaus Europas, vielleicht sogar weltweit wäre.


    Zum Schluss will ich auch noch ein paar Impressionen vom mittlerweile berühmten "Dong Xuan Center" beifügen. Dieses Center ist ein kleine vietnamesische Stadt in Berlin mit Geschäften, Gaststätten, vietnamesischen Ärzten, Rechtsanwälten, Fahrschulen, Friseuren, Konzertagenturen etc. etc. Insgesamt ist es doch erstaunlich zu sehen, wie vielfältig das vietnamesische Leben in Berlin doch ist.






    Während der IBA-Veranstaltung am 22.1.2013 wurde auch diskutiert, ob dieser Lichtenberg-Hype nicht zu einer Gentrifizierung führen könnte. Ich halte die Gefahr gering, da sich in Lichtenberg 70 Prozent aller Wohnungen im Eigentum der städtischen Howoge und der Genossenschaften befinden. Daher denke ich nicht, dass es hier zu rücksichtslosen Mieterhöhungen und zur Vertreibung der ansässigen Bevölkerung kommen wird.


    Alle Fotos: Klarenbach

  • Schönes Beispiel - Stichwort Gentrifizierung

    Hier sieht man natürlich zwei sehr gegensätzlich zu bewertende Dinge:


    1. Zum einen sieht man wie wichtig es ist das die landeseigenen Wohnunsbaugesellschaften existieren und bezahlbaren Wohnraum anbieten können.


    2. Auf der anderen Seite, muss man in Lichtenberg leider auch konstatieren, das so eine Ghettoresierung gefördert wird. Also Viertel da wo der Durchschnittsbürger wohnt und Viertel wo die Armen wohnen, nun ja und Viertel wo Reiche wohnen gibt es ja nun schon seit längerem.


    Es wäre aber eben wichtig, damit die oft diskutierte Spaltung der Gesellschaft nicht noch ein Gesicht bekommt, weiterhin die Mischwohngebiete zu erhalten und zu fördern. Schon im "Alten" Berlin, haben in den Vorderhäusern die Wohlhabenderen gelebt und in den Hinterhäusern die Menschen mit weniger Geld. Das sind sehr moderne Stadtentwicklungskonzepte die man leider völlig über Bord geworfen hat.


    Es mag in Lichtenberg nicht zutreffen, weil es momentan entsprechende kulturelle Angebote mit den günstigen Mieten einhergehen, auf der anderen Seite finde ich es bedenklich das in Prenzlauer Berg/Pankow ein Mieterschutz quasi nicht existiert und der Wohnungsmarkt völlig dereguliert erscheint.

  • Ich denke wie Klarenbach, dass Lichtenberg einen (mE sehr wünschenswerten) Boom erlebt ohne dass man gleich von einer flächendeckenden Verdrängung ausgehen muss. Es wäre schön, wenn die Gegend durch die vielen zuzügler auch etwas aufgewertet wird, ohne dass daraus gleich ein neues Friedrichshain o.ä. wird.


    P.S.: Das Dong Xuan Center wird zwar primär von Vietnamesen getragen, aber es soll mW ein asiatisches Viertel repräsentieren/ werden. Es sind auch Hotels und Wohnungen geplant und es soll mW auch asiatische Architektur oder zumidnest Fassaden geben...

  • Also Lichtenberg kenne ich gar nicht. Aber die Bilder vermitteln den Eindruck, dass die Gegend doch einige Brachflächen aufweist und zudem nicht so dicht bebaut zu sein scheint wie die HotSpots der (Innen)Stadt. Liege ich mit dieser Annahme richtig?
    Wenn ja, dann Frage an die Ortskundigen: Könnten allein diese Bedingungen nicht schon eine ziemliche Hürde für eine Gentrifizierung sein, weil ja noch viel an Bauland und im übrigen auch viel Nachverdichtungspotential noch vorhanden wäre?
    Schließlich steigen Preise in der Regel erst/v.a. dann, wenn sowohl das vorhandene als auch das potentielle Immobilien-Angebot ggü der Nachfrage gering ist.

  • Mal zum Don Xuan in der Herzbergstraße - man nutzt hier vor allem die Freiflächen des ehemaligen EKL. Mittlerweile stehen 5 Hallen und es wurde auch so was wie ein Parkplatz für die immer größer werdenden Besuchermengen geschaffen (v.a. sonntags ist es rappelvoll). Alles in allem macht es aber immer noch einen ziemlich temporären Eindruck, vor allem weil die ganze Gegend eben ein ehemaliges Industriegebiet ist und ringsum noch so einiges als Ruine dahingammelt. Wünschenswert wäre hier eine etwas nachhaltigere Bebauung und Umfeldgestaltung...

  • ..Frage an die Ortskundigen: Könnten allein diese Bedingungen nicht schon eine ziemliche Hürde für eine Gentrifizierung sein, weil ja noch viel an Bauland und im übrigen auch viel Nachverdichtungspotential noch vorhanden wäre?


    Lichtenberg ist natürlich sehr groß und hat dementsprechend sehr unterschiedliche Potenziale. Es gibt durchaus Gegenden, in denen in den vergangenen Jahren zumindest die Kaufpreise deutlich nach oben gegangen sind. Die hier gezeigten Areale befinden sich aber überwiegend in Gewerbegebieten mit mehr oder weniger hohem Brachflächenanteil. Obwohl dazwischen auch einige echte (und meist drindend sanierungsbedürftige) Perlen zu finden sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass die beschriebene Entwicklung gravierende Auswirkungen auf die Mietpreise in den angrenzenden Wohngegenden haben wird.

  • Update Rigaer Str. 67 + Neu: Parkterassen

    Und in der Lückstraße in Lichtenberg, wo nebenan ja Glück74 entstehen soll, gibt es jetzt das Projekt Parkterassen mit ein paar unverbindlichen Illustrationen:




    (c) ANES Bauausführungen Berlin GmbH


    So einen semitransparenten Baum hätte ich ja auch gerne mal.

  • filmeschneider
    "Semitransparenter Baum" ist schön.
    Aber nicht nur der Baum sorgt für Beschattung bei dem von dir vorgestellten Projekt in der Lückstraße " Parkterrassen".
    Bin da gestern vorbei gekommen. Der Bau ist schon recht voran geschritten.
    Die Bilder im Prospekt sind aber wieder mal sehr optimistisch, was die Lichtverhältnisse und die Weitläufigkeit angeht. So luftig und transparent kann's eigentlich nicht werden, wenn man sich die Gegebenheiten vor Ort anschaut.
    Auch die Lückstraße selbst wird bei den Bildern "vergessen".

  • Wo ist da was vorangeschritten?
    Ansonsten stimme ich zu - auf den Renderbildchen wie immer ganz nett anzuschauen, so hat es mit der realen Situation wenig gemein. Früher stand da das Wehrkreiskommando (also da wo jetzt Glück 74 versprochen wird). Die Lückstraße war leider noch nie sonderlich attraktiv für irgendwas - weder fürs Wohnen noch Arbeiten. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Der Eckladen genau gegenüber hat in den vergangenen 20 Jahren sicher 10mal den Besitzer gewechselt, mit mindestens ebensovielen Geschäftsmodellen. Alles erfolglos.

  • Ein paar Impressionen von aktuellen Bauprojekten aus Lichtenberg will ich vorstellen.


    Eines der größeren Projekte ist das "Carre Parkaue" im Bereich Möllendorffstraße / Normannenstraße / Rudolf-Reusch-Straße. Hier befand sich bis 1990 eine Textilfabrik des VEB Herrenoberbekleidung "Fortschritt". Jetzt wurden die Bestandsgebäude zu Wohnhäusern umgebaut, außerdem wurden neue Wohnhäuser errichtet. Der ganze Komplex umfasst 308 Wohnungen. Der Bauherr ist die CG Deutsche Wohnen GmbH (Berlin), die Entwürfe stammen von den Büros Homuth & Partner Architekten (Leipzig) und JMJ Architekten (Berlin). Die Bauarbeiten dauerten von 2010 bis 2013.


    http://www.cg-gruppe.de/immobilien/project/detail/242


    Nun zu den einzelnen Bauabschnitten. Hier ist das um 1975 errichtete Verwaltungsgebäude. In diesem Stahlbetonbau wurden 65 Wohnungen eingerichtet. Die Arbeiten umfassten umfangreiche Grundrissänderungen und den Anbau von Balkonen. Die Mieten betragen 8 bis 9 Euro pro Quadratmeter.




    Das Fabrikgebäude wurde 1907 erbaut. Hier sind 105 Wohnungen entstanden, die zwischen 8,50 Euro und 9,50 Euro pro Quadratmeter Miete kosten.





    Auf dem Fabrikhof wurde fünf Stadtvillen mit insgesamt 93 Wohnungen gebaut. Die Mieten reichen hier von 9 Euro bis 10 Euro pro Quadratmeter.





    Schließlich sind noch an der Rudolf-Reusch-Straße zwei Blockrandbebauungen entstanden, die insgesamt 45 Wohnungen bieten. Die Mieten betragen hier ebenfalls zwischen 9 Euro und 10 Euro pro Quadratmeter.




    Ganz in der Nähe des "Carre Parkaue" befindet sich das ehemalige Postamt Dottistraße 12-16. Dieses denkmalgeschützte Gebäude wurde von 1925 bis 1927 erbaut und soll ebenfalls zu einem Wohnhaus mit 48 Wohnungen umgebaut werden. Außerdem sind Neubauten mit 90 Wohnungen auf dem ehemaligen Posthof geplant. Bisher sind aber noch keine Bauarbeiten zu beobachten, lediglich seine Banner hat der Investor schon gesetzt.





    http://www.desakon.de/objektem…enberg-dottistrasse-12-16


    Eine weitere Baustelle in der Nachbarschaft befindet sich in der Gotlindestraße 51. Hier befand sich bis zum letzten Sommer eine Kaufhalle. Diese wurde im Juli und August abgerissen. Nun wird ein Seniorenpflegeheim mit 174 Pflegeplätzen errichtet. Bauherr ist die HBB Hanseatische Gesellschaft für Seniorenheime mbH & Co.KG (Hamburg), die Planung stammt vom Büro melzerarchitekten - Horst Melzer (Berlin). Als Betreiber ist die Domicil Senioren-Residenzen GmbH (Hamburg) vorgesehen. Hier wird derzeit am ersten Geschoss gebaut.





    Alle Fotos: Klarenbach

  • Auch im Wohngebiet am Fennpfuhl sind diverse Bauarbeiten zu beobachten.
    In der Ernst-Reinke-Straße 4-6 wird das Projekt "Duo Lichtenberg" gebaut. Es entstehen zwei Hauszeilen mit 35 Eigentumswohnungen und einer Tiefgarage. Der Bauherr ist die Ziegert-Bank- und Immobilienconsulting GmbH (Berlin), der Entwurf stammt vom Büro Heim & Balp Architect (Berlin). In der Präsentation wird mit hellen Zimmern und natürlich belichteten Bädern geworben. In der Realität besitzen aber nur rund 50 Prozent aller Wohnungen Bäder mit Fenstern. Dennoch sind die Grundrisse deutlich großzügiger als bei vielen Innenstadtprojekten. Die Kaufpreise betragen zwischen 2800 und 3100 Euro pro Quadratmeter.


    http://www.ziegert-immobilien.…duo-lichtenberg/index.php


    Dieses Projekt hat bei den Anwohnern für einigen Ärger gesorgt, weil der grüne Wohnhof durch diese Baumaßnahme verkleinert wurde.




    Auch hier werden im großen Stil Betonfertigteile verwendet.





    Auch am schon erwähnten Neubau der Wohnungsgenossenschaft Friedrichshain an der Rudolf-Seiffert-Straße geht es voran. Hier entsteht eine Wohnanlage mit 75 Wohnungen und einer Geschäftsstelle. Die Planung stammt vom Büro IBT GmbH (Berlin), die Fertigstellung ist für den Dezember 2013 geplant. Auch bei diesem Bau kommen Betonfertigteile zum Einsatz. Die Nachfrage nach den Wohnungen ist offenbar sehr groß, für alle Wohnungen ab 2 Zimmer gibt es Wartelisten. Ursprünglich war der Neubau mit elf Geschossen geplant, doch dieses Vorhaben führte zu Konflikten mit der Nachbarschaft, weil der dahinterliegende Elfgeschosser der Wohnungsgenossenschaft Lichtenberg verschattet würde. Daher wurde die Bebauungshöhe auf sieben Geschosse reduziert.




    http://www.wohnen-mit-zukunft.…au-storkower-strasse.html


    Ein Stück weiter kann ein kreativer Umbau eines ehemaligen Schülerspeisungsgebäudes in der Rudolf-Seiffert-Straße 83 besichtigt werden. Den Ausgangspunkt bildete ein eingeschossiger Typenbau (Mehrzweckgebäude Berlin, MZG), wie er in großer Zahl in Ost-Berlin gebaut wurde. Dieses Gebäude wird derzeit zu einem Gemeindezentrum mit einer Kindertagesstätte umgebaut. Dabei wird der Altbau erweitert und um ein zweites Geschoss in Holzbauweise aufgestockt. Der Bauherr ist die Evangelische Christengemeinde Berlin e.V., die Planung stammt von W. Schulz (Altenbeken). Dieses Projekt gefällt mir sehr gut, zeigt es doch, dass man auch aus einem unscheinbaren Gebäude etwas machen kann.






    Eine weitere Baustelle ist der Neubau der Kastanienhof-Grundschule in der Otto-Marquardt-Straße 12-14. Hier befanden sich ursprünglich zwei Schulbauten des Typs SK Berlin 68. Diese wurden 2010 abgerissen. Der Entwurf für den Neubau stammt vom Büro Numrich, Albrecht, Klumpp Gesellschaft von Architeken mbH (Berlin).




    Alle Fotos: Klarenbach

  • Dennoch sind die Grundrisse deutlich großzügiger als bei vielen Innenstadtprojekten.


    Und umgekehrt gibt es auch viele Grundrisse die wiederum großzügiger sind, als das von Dir benannte Projekt. (soviel zum Thema Phrasen...)