Dresden: Wilsdruffer Vorstadt

  • Die Stadt will also eine möglichst begrünte Fassade und ein Gründach.
    Interessant.

    Ob das an dieser Stelle Städtebaulich passend ist und warum man z.B. bei den städtischen Schul-Neubau-Kisten regelmäßig auf genau DAS verzichtet, fragt sich der geneigte Leser.

  • Die ganze Aufregung war also umsonst...wenn die Baracke durch ein Haus ersetzt wird, ist das doch gut.


    Die Frage nach den fehlenden Gründächern auf den Schulen sollte man wirklich mal stellen.

  • Ein begrüntes Mansarddach also? Ist doch mal eine Herausforderung!

    Wäre gar nicht so schwer, wenn man ein Plattformdach verbaut, wie z.B. hier am Volksschulgebäude Oberkötzschenbroda.

    Tut sie aber, wenn sie begrünte Flachdächer "von Amtes Wegen" vorschreibt

    Dazu müsste es eine Gestaltungssatzung oder einen Bebauungsplan geben. Beides ist hier nicht vorhanden, weshalb die Stadt sich auch nur Dinge wünschen kann. Eine Baugenehmigung darf meines Wissens dann nicht verweigert werden, wenn ansonsten alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden (z.B. Abstandsregelungen, Gehölzschutz, Niederschlagswasser, Stellplatzsatzung, etc.). Die Richtlinie "Dresden baut grün", nach der Hochbauten generell Dachbegrünung und möglichst Fassadenbegrünung erhalten sollen, gilt nur für kommunale Bauvorhaben.

  • Weil Dresden nen versumpfter Haufen Klüngelbacken mit Günstlingswirtschaft für die einen und Auflagenlawinen für die anderen ist. Deswegen wird die Öffentlichkeit oder nicht genehme Bauherren halt in Dauerschleife für dumm verkauft, während man die eignen Projekte günstigenfalls natürlich so steuern kann, wie man das gerne mag.


    Hier ist doch sämtliche gerechte Regel oder Behandlung schon längst den eigenen Partikularinteressen einiger weniger Beamte und ihren Günstlingen gewichen.


    DD ist ein lokalpolitscher Beamtenwitz mit Anlauf.

  • Abriss Probst-Beier-Haus, Schweriner Strasse - Nachtrag update 26.10., zuletzt #1047, es soll noch bis ins Frühjahr dauern, ich versuche dran zu bleiben.

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    im rechten thumb: hier fällt gerade eine Wand... =O

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    Stand 1.11.:

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    Bild: https://abload.de/img/p1410420n8j0c.jpg


    An der Ex-Herkuleskeule @ Sternplatz gehts mit Abriss mE erst los - leicht verspätet.

    Aber mal ne andere Frage: Seit wann wird denn der Uhrturm des AOK-Gebäudes am Sternplatz so hübsch angestrahlt? Ist das neu, oder schon immer so?

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    alle fotos elli kny

  • ^ Abriss Probst-Beier-Haus, Schweriner Strasse - update heute

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    Wie erwartet, gings doch viel schneller als Baggerführer Klaus kürzlich orakelte ("bis Januar"). Vertrauen ist gut, Kontrolle besser... 8)

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    Stadtquartier Schützengarten (Deutsche Wohnen), Könneritz-/ Jahnstrasse - update

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    ^Gabs diese Visu schon ? Eckhaus Laurinstrasse/Schützenplatz - nicht spitzenmäßig, aber immerhin bemüht.

    Die (Schein)Staffel schließt v.a. bescheiden nach oben ab.

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    Ein Stück weiter am Bauzaun dann diese eventuell leicht konkretisierte Ansicht der Hofachse.

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    Rundung des Torgebäude-Ecks zur Jahnstrasse:

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    Blick von der Ecke Jahnstrasse zum Schützenplatz:

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    ^ alle fotos elli kny

  • Landtagsgebäude/Behördenzentrum Packhofviertel


    User Civitas fortis hat im APH-Forum die Neuigkeiten mitgeteilt, aber leider nicht hier, daher ein Link zum APH.


    Kernaussage war fernerhin, daß es so nix mehr würde aus einer "belebten Kulturachse durchs Packhofviertel", wie es einst erträumt wurde.

    (Aber seien wir mal ehrlich: da sprachen schon einst ziemlich viele Indikatoren dagegen, naja und heuer erst, da kommen noch zahlreiche Contraindikationen hinzu. Es war ein Traum, und nun schon ist's ausgeträumt, was wunder...). Da wäre mir die Altmarkt-Südseite echt noch zum Kampfe tauglich, aber hier im "Niemandsland" war's mE von anbeginn Wunschdenken. Im Übrigen halte ich auch den Aller-Belebungsretter namens Brunnen für ausgelutscht. Man wird schauen, wie viel Willen und Möglichkeit nach den "5 Jahren Landtag" noch da sind, um für bissel Alibi-Belebung zu sorgen. Für Begängnis wird der Klotz sicherlich qua Masse an Werktätigen sorgen, da sprudelts dann wie Brünnlein morgens hinein und frühabends plätschernd hinaus. ^.^

  • Diese Schützengärten sind nen Projekt auf Steroiden. 8 Etagen hat der Eckbau, dessen angedeutetes Staffelgeschoss fast mit der Firstkante der Bestandsgebäude abschließt. Da kann von hamonischem Einfügen keine Rede mehr sein und wer würde der Deutsche Wohnen auch hiernach noch anderes als Gewinnsucht bestätigen?!


    Eine weitere fatale Entwicklung von anfänglich guten Aussichten zu einem fehlgeschlagenen Endergebnis.

  • 8 Etagen! Un-glaub-lich! Wie kann man nur! Wie viele Etagen hat eigentlich der gegenüberliegende Eckbau? Nur 7? Skandal!


    Was sich im Kontext der bereits vorhandenen Bebauung harmonisch einfügt, wird wohl sehr stark im Auge des Betrachters liegen. Es ist ja nicht so, dass die Umgebungsbebauung auch nur annähernd homogen wäre.

  • Runtergebrochen ist dein Kommentar nichts anderes als ein: "Das ham'wor schon immor so gemocht."

    Weils ringsrum halt schon so ists wie es ist, warum also bei Neubauten anstrengen?! Ist in Ordnung. Aber süffisant Skandal brüllen.

  • Diese Schützengärten sind nen Projekt auf Steroiden. 8 Etagen hat der Eckbau, dessen angedeutetes Staffelgeschoss fast mit der Firstkante der Bestandsgebäude abschließt.

    Also ich zähle da 7 Stockwerke! Projekt auf Steroiden? Was stellt du dir denn hier bitte mitten in der Stadt vor? Das Gebäude folgt Traufhöhe, vollkommen normal. Sollte man hier etwa zweistöckige Reihenhäuser bauen?

  • Das Gebäude folgt Traufhöhe, vollkommen normal.

    Das stimmt nicht, in der Laurinstraße gibt es, am Anschluss zum Bestand, zwei Geschosse mehr, als im ursprünglichen Entwurf, und nichtmal ein Staffelgeschoss. Die Traufkante wird am Neubau eineinhalb Geschosse höher, als am Bestand, siehe hier. Auch an der Könneritzstraße wird die Traufkante höher als am Bestand liegen, weil die ursprünglich vorgesehene Mansarde zum Vollgeschoss, ebenfalls kein Staffelgeschoss, verändert wurde.


    Der Verzicht auf Mansard- und Staffelgeschosse nimmt dem Projekt die Anpassung an den Bestand, der jeweils eines von beidem aufweist.


    Mir fehlt außerdem eine gestalterische Parzellierung - das Gebäude wird wie ein einziger riesiger Baukörper wirken, weil es zu wenige unterschiedliche Fassadenabschnitte gibt.Auch das ist bei der Bestandsbebauung anders, mit Ausnahme des Eckgebäudes Könneritz-/Jahnstraße, das die Ausnahme im Gebiet bildet.

  • Der Verzicht auf Mansard- und Staffelgeschosse nimmt dem Projekt die Anpassung an den Bestand, der jeweils eines von beidem aufweist.

    Ich sehe das nicht als wesentliches Problem bzw. als notwendigen Maßstab. Zur Stadtentwicklung gehören solche Brüche doch dazu; und interessanterweise ist - nach meinem Dafürhalten - dieser Stadtbereich und konkret diese Gegend immer Beispiel für diese Brüche gewesen, quasi eine architektonische Spielwiese.

    Nehmen wir die Schützengasse vor der Zerstörung: repräsentative 5-Geschosser neben kleinsten Dorfhäusern.

    Das Volkshaus am Schützenplatz.

    In der Laurinstr. steht ein Gebäude, das zwar angedeutet Mansarden, aber liegende Fenster hat.

    In der Ritzenbergstr. ähnlich, aber ohne Mansarde (und dadurch auch mit anderer Traufhöhe).

    Im weiteren Umfeld dann noch so etwas wie das (abgerissene) Kühlhaus oder die Yenidze.


    Mir fehlt außerdem eine gestalterische Parzellierung - das Gebäude wird wie ein einziger riesiger Baukörper wirken, weil es zu wenige unterschiedliche Fassadenabschnitte gibt.Auch das ist bei der Bestandsbebauung anders, mit Ausnahme des Eckgebäudes Könneritz-/Jahnstraße, das die Ausnahme im Gebiet bildet.

    Jein. Die Ecksituation wird relativ groß wirken; der abgestufte Rest vermutlich dann doch nicht so monolithisch.

    Auch in diesem Zusammenhang möchte ich auf die "Tradition" dieses Bereichs (gewissermaßen zwischen Hauptbahnhof, Postplatz und Marienbrücke) verweisen. Das World Trade Center, das ehemalige Kraftwerk und seine Neubebauung, der Erlweinspeicher an der Elbe - oder das Stadthaus Theaterstraße. Gerade letzteres finde ich für einen Vergleich gut geeignet, denn es dürfte sich gegenüber der damaligen (Vor-)Bebauung ähnlich verhalten haben wie heute die Schützengärten.

  • ^ Wie das Resultat eines großen architektonischen Wagnisses, das einer Spielwiese gerecht würde, sieht der Entwurf aber nicht aus - statt dessen die bekannten, zeitgenössischen Gestaltungsmittel, so es denn welche gibt.


    Wenn Brüche gut sind, und die weitere Umgebung mit Kraftwerk Mitte, Stadthaus, WTC etc. die "Tradition" dieses Gebiets darstellen, dann müsste ein Neubau mit Mansardgeschoss doch genau diesem deinem Wunsch nach Bruch entsprechen. Oder gilt ein Bruch mit dem Bestand nur als erstrebenswert, wenn er in die zeitgeschichtlich "korrekte" Richtung verläuft? Wäre das nicht superspannend und total innovativ?

  • ^ Wie das Resultat eines großen architektonischen Wagnisses, das einer Spielwiese gerecht würde, sieht der Entwurf aber nicht aus - statt dessen die bekannten, zeitgenössischen Gestaltungsmittel, so es denn welche gibt.

    Das sehe ich übrigens genau so. Aus meiner Sicht sind die "zeitgenössischen" Gestaltungsmittel insbesondere beim Eckbau eher ein Rückgriff auf die 20er Jahre - was ja seit einigen Jahren wieder en vogue zu sein scheint. Ansonsten finde ich es architektonisch auch recht unspektakulär; aber "unspektakulär" ist auch keine Katastrophe.


    Der Rest ist dann eher eine strawman-Argumentation:


    Wenn Brüche gut sind,

    Das hatte ich nun aber gar nicht geschrieben. Ich hatte beschrieben, dass solche Brüche normal und quasi unvermeidlich sind.

    Als "Tradition" hatte ich eine gewisse Neigung zu großen und oft einheitlichen Baukörpern in diesem Gebiet versucht herauszuarbeiten; wenn Du mir dann schon einen Bruch unterschieben möchtest: Wie wäre es stattdessen mit hübschen kleinen Einfamilienwürfeln? Oder einer Orientierung an den "Dorfhäusern" der Schützengasse?

    Dass dies in diesem Zusammenhang sinnlos wäre, dürfte wohl einleuchten.


    Ich hatte schon weiter oben beschrieben, dass die ganze "Ecke" (Kraftwerk bis Elbe) architektonisch stark heterogen ausgebildet ist, womit sich für mich die Frage des "Einfügens" relativiert: Ein Gebäude, dass sich zum Nebengebäude "einfügt", tut das nicht notwendigerweise zum gegenüberliegenden Gebäude - und zu dem um die nächste Ecke gleich gar nicht.

    Wie ist es z.B. mit dem Konzertsaal der Musikhochschule? Wie korrespondiert er mit den gegenüberliegenden Häusern auf der Schützengasse? Hätte man ihn aber so bauen können, dass er sich in dieser Situation "einfügt"? Wohl kaum.