Dresden: Südvorstadt und TU Dresden

  • Kurzinfo aus dem 1. Amtsblatt 2019 (S.36): Es wurde eine Baugenehmigung erteilt für:
    Errichtung eines Wohngebäudes sowie eines Doppelparksystems @ Rugestrasse 7a, 9 WE.
    Lage im Th.stadtplan, wo es m.E. schon länger so eingezeichnet war. Projekt bei Zander Archi - gefällt mir mal gut, wie schon gesagt.


    Ich vermute, es hing seit Jahren an Flurstücksfragen. Ob's nun bald gebaut wird - keine Ahnung.

  • Rund um die Sürdvorstadt 2

    Bei dem schönen Wetter bot sich ein Spaziergang durch die Südvorstadt an, hier und da hat sich tatächlich was getan (zuletzt hier #388 bzw, hier #419)


    Los gehts an der Kaizer Straße mit diesem Neubau (nach altem Vorbild)


    Am Ehrenfried-Walther-von-Tschirnhaus-Gymnasium wurde offenbar am Giebel gewerkelt (darunter die neu gebaute Sporthalle?, hier hat sich noch nicht viel getan):


    Weiter zum Neubau des Leibniz-Instituts für Polymerforschung, auch hier gehts eher schleppend voran (weiß jemand mehr?):


    Die beiden Projekte der WGS Dresden an der Liebigstrasse 14 bzw. Hübnerstrasse 7 kommen dagegen gut voran:




    Wieviel so ein bischen Grün, ein paar Bäume und etwas Sonnenschein doch ausmachen können, sieht glatt erträglich aus.


    Zuletzt noch ein Abstecher zum Münchner Platz:



    @ Elli: Deine Herausforderung mit den Südvorstädter Hexenhäuschen nehme ich gern an, dieses hier ist mir heute vor die Linse gelaufen (Standort):


    Noch zwei weitere Kuriositäten zum Abschluss (Quizfrage, was bin ich, und wo?):

  • Au Backe, der Neubau am Münchner Platz sieht ja noch unterträglicher aus, als auf den Visualisierungen. Null Dialog mit dem Bestand, weder farblich noch auf sonst irgendeiner Art. Wirklich sehr bedauerlich.

  • Das verstehe ich auch nicht. Wenn auf der grünen Wiese gebaut wird, werden die Würfel meistens grau/beige und in Straßenzügen mit Altbauten greift man zum Reinweiß aus dem Baumarkt. Das muss mit den berühmten Brüchen zutun haben, worauf Dresdner Architekten so stolz sind.
    Und wann kommen diese Brutkästenbalkone eigentlich mal aus der Mode? Am Zweck kann es nicht liegen, es sei denn man will noch bei Orkanböen in Ruhe seine Spaghetti essen können.

  • Neubau mit Doppelparksystem @ Rugestrasse 7a
    zuletzt Baugenehmigung per Amtsblatt oben #421


    basis/d vermarktet nun dieses Projekt.
    Leider gab es Veränderungen am Zander-Entwurf - hin zu trivialer Kiste. Warum? Lässt die Bauaufsicht den Archi nicht so, oder gabs einen Trägerwechsel?
    Möglicherweise ist Architekt Zander noch dabei, etliche seiner Entwürfe wurden nicht so umgesetzt, dabei gab er sich zu diesem Projekt schon 2014 in der SäZ optimistisch (Link).


    Zitat daraus:
    Einen Grund zur Sorge hat Architekt Jens Zander nicht. Mit der Wohnungsgenossenschaft Glückauf Süd hat er das Vorhaben an der Rugestraße bereits abgestimmt. Der Großvermieter verwaltet die vier umstehenden Viergeschosser. In den nächsten Wochen soll der Verkauf für die neuen Wohnungen beginnen. Im Frühsommer 2015 beginnt der Bau, zu dem auch neun Parkplätze gehören. Ein Jahr später schon sollen die neuen Südvorstädter einziehen. Grund für das große Interesse der Investoren an Plauen sind die konstant steigenden Einwohnerzahlen im Ortsamtsgebiet.


    oberes Bild: Zander Architekten - Link, unteres Bild: jetzige Visu bei basis-d.

    ^ immerhin sind die Büsche seit 2014 schon etwas gewachsen... :D

  • ^ Ich vermute mal, dass es wie bei so vielen anderen Projekten auch hier nur eine Ursache für die Umplanung gibt, die meistens zu einem down-grading führt: Kosten. bzw. daraus resultierend Rendite.

  • TUD - zwei neue Exzellenzzentren sowie grosser Neubau geplant


    Oiger berichtet über das weitere Vorgehen der Universität und präzisiert nochmal das DNN-Interview der Rektoren.
    So plane das Wissenschaftsministerium einen Neubau für 90 Mio für das „Zentrum für Materiomik Dresden“ (DCM) in sächsischer Eigenregie. Der Komplex von 10000 m² Nutzfläche solle die bisher verstreuten Werkstoff-, Nano- und Materialwissenschaftler konzentrieren. Es dürfte sich dabei auch um Teile des Plans zur Fakultätsunterbringung handeln, wobei frei werdende Flächen andernorts im Campus von anliegenden Fachbereichen schon heute dringend gebaucht würden. Bemerkenswert ist der Satz, daß auch die Biologen wohl irgendwann umziehen, was ja den recht guten Biologie-Neubau östlich der SLUB beträfe, welcher ja noch nicht alt ist.

  • Sanierung Universelle-Werke, Zwickauer Strasse - update
    zuletzt #413
    weitere Gerüste sind gefallen.

    Zu den Seiten erhielt der Fabrikbau eine helle Putzfassade, am Kopfbau zur Strasse wurde die Steinfassade sehr schön aufgearbeitet.

  • Neubauten Nürnberger Strasse / Nürnberger Platz / Münchner Strasse
    zuletzt #419 - ab Bild 15


    Nürnberger Strasse: Gerüste zur Seite bzw zur Strasse sind gefallen

    Endlich mal keine Putzschachtel sondern echte mal durchgebildete Fassaden.


    Ecke Nürnberger Platz:







    Mir gefällt das Bisherige an Nürnberger-Münchner Strasse ziemlich gut, hier passt auch die Dimension der Baukörper, die Fassaden sind gefällig. Am Studentenhaus NP1 sieht man noch ein Stück unverfugtes Klinkerbild, welches ich auch für den ganzen Bau besser gefunden hätte - weil mehr "Struktur" gebend. Also das nä. Mal bitte nicht bündig verfugen, sondern den Zentimeter getrost aussparen.


    nun entlang der Münchener Strasse:

    Es war schon jetzt extrem grelle Sonneneinstrahlung, vieles ist daher in den Fotos sehr hell wirkend. Ich denke, bei anderen Lichtverhältnissen wirkt das Ganze wiederum anders.


    Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS-EAS - Münchner-/ Bayreuther Str.


    ^ Rückansicht


    Neubau Münchner Platz - zuletzt obig^^^



    ^ Es ist wahrlich 'Effekthascherei-Architektur' - das Auge wird trotz gewissem Widerwillen hingezogen, diese Balkoneinhausungen in Glanzkleidung sind offenbar derzeit Mode in Dresden. Drücken wir alle Daumen, daß sich diese (hoffentlich Kurzzeit-)Mode oder Moden beizeiten als möglich wieder dahin zurückziehen, wo sie herkamen, nämlich aus dem gestalterisch wirren Kellerloch. :D



    Am grossen Dreieck Bergstrasse-Münchner Strasse wird derzeit gerohdet.

    Im Themenstadtplan ist seit Längerem eine gewaltige Baufläche markiert - und noch ist nicht klar was das sein soll. Im Uni-Campus-Konzept (s. Strang-S.28) war irgendwo kurz ein 'Rewe Fritz-Förster-Platz' miterwähnt, was orts-schwammig formuliert sein könnte, und was nun für hier natürlich Sorge bereitet. Wäre der Kolloss ein Unibau, wäre das vermutlich längst bekannt, ebenso bei etlichen anderweitigen Geschossbau-Nutzungen. Ich dachte bisher, diese Fläche gehört (zumindest mehrheitlich) dem Freistaat. Naja, vielleicht ja auch seit paar Jahren oder länger schon einem anderen. (?)
    Falls hier ein Flachbau-REWE käme, wäre das eine Flächenverschwendung und städtebauliche Verfehlung sondergleichen!


    Zum Vergleich mit den Großfassaden Nürnberger Platz hier noch der Blick auf die Studententürme am Fritz-Förster-Platz:

  • Am Studentenhaus NP1 sieht man noch ein Stück unverfugtes Klinkerbild, welches ich auch für den ganzen Bau besser gefunden hätte - weil mehr "Struktur" gebend. Also das nä. Mal bitte nicht bündig verfugen, sondern den Zentimeter getrost aussparen.


    Über den Klinkerriemchen liegt noch ein leichter Grauschleier vom Verfugen. Das wird sich nach par Regengüssen geben. Dann sind die farblichen Kontraste wieder etwas schärfer.
    Insgesamt ein gelungenes Projekt. Klare Fassadengestaltung, schöne vertikale Betonung zum Platz hin. Legt die Latte für weitere Eckbauten hier recht hoch.

  • ^^ Der Ausschnitt zeigt hoffentlich noch nicht den fertigen Entwurf. Könnte auch eine ganz grobe Baumassenstudie sein, ist heutzutage schwer zu sagen. Erinnert mich auch an Berlin und das ist kein Kompliment.

  • Höchstbedauerlich, dass diese erstklassigen Altbauten an Münchner Straße und Platz mit ihrer herrlichen Sandsteinfassade durch derartigen Schund gerahmt werden.

  • ^^Ich befürchte nein, aber natürlich ohne abschließende Gewissheit.


    Geht mal auf die Projekte-Seite (dort weiter unten), leider ist das Bild nicht in ganzer Größe zu öffnen, gibt aber einen Gesamteindruck. Für eine Baumassenstudie ist mir das Ganze zu aktuell, zu durchgestylt und entspricht außerdem 1:1 dem Grundriss im Themenstadtplan.


    Ich würde den Entwurf auch nicht in Bausch und Bogen verdammen, zumindest scheint, soweit man es aus den Bildchen entnehmen kann, die Materialität zumindest des Eckbaus zu stimmen und auch eine bei Dresdner Neubauten nicht unbedingt alltägliche Strukturierung der Fassade vorgesehen zu sein. Außerdem wird der Block perspektivisch am Nürnberger Platz mit Eckbetonung weitergeführt werden. Er wird wohl auch in der Realität mit seinen fünf Etagen plus Staffelgeschoss weniger brachial wirken als auf der Visu...

  • Der Eckbau mit dem Rewe Schriftzug scheint auch das Parkhaus zu sein, da kann man fassadentechnisch nicht viel rausreißen. Erinnert mich etwas an die Löbtau-Passage an der Kesselsdorfer.
    Die anschließenden Fassaden rechts haben alle unterschiedliche Materialien und Farben. Man arbeitet also auf eine gewisse Kleinteiligkeit hin.
    Diesen Fakt muss man schon positiv bewerten.


    Negativ ist, dass es zum Teil wieder ganz schöne Schüttelfensterfassaden sind.


    Und zu der Bebauung mit einzelnen Häusern an der anderen Straße des Dreieckes muss man dann irgendwie einen Übergang gestalten, aber den Teil sieht man ja nicht in der Visualisierung.

  • ^Sollte das tatsächlich das Parkhaus sein, dann hinterlässt es auf jeden Fall einen zehnmal hochwertigeren Eindruck als bei dem Billigding in Löbtau, wo ich mich schon sträube, den Begriff "Haus" überhaupt zu verwenden.


    Aber Chris, Du könntest Recht haben, die Fensteröffnungen des ersten und zweiten OG wirken so. Darüber scheinen aber Büroetagen angesiedelt, im Erdgeschoss sicher der Supermarkt. Ist dann die REWE-Markt-Anzahl in Dresden eigentlich schon dreistellig?


    Interessant wäre, wie im vielbefahrenen Abzweigbereich dann die Zufahrten untergebracht werden sollen. Vermutlich über die Bergstraße?



    Zur Historie des Areals:
    Bis 1914 befand sich hier der stadtbekannte "Bergkeller", der jahrelang auch der über die Bergstraße aus der Stadt kommenden Linie der Pferdebahn als Endpunktname diente. Sofort nach der Schließung wurden die hohen Wälle des Biergartens weggebaggert und zeittypische Bebauung an Bergstraße, Reichsplatz und Münchner Straße errichtet. Das ehemalige Postamt ist das letzte verbliebene Gebäude des Ensembles im typischen Heimatstil der Erlwein-Ära.



    Blick zum Reichsplatz. Anstelle der heutigen Hochhäuser die kriegsverlustige Amerikanische Kirche St. John, im Hintergrund die Lukaskirche mit ihrem prägnanten Turmhelm. Vorn die angesprochene hohe Terrasse des Bergkellers. Bei deren Beseitigung müssen gewaltige Erdmassen bewegt worden sein...

  • Sanierungen Vonovia Hochschulstrasse - 1.BA fertig
    zuletzt richtig #396


    Der Gesamtkomplex besteht ja aus 1 Nord-, 2 Mittel- und 1 Südriegel, wobei Nord und Süd zudem einen Winkel beschreiben.
    Und dann gibts freilich noch den Riegel südlich der Reichenbachstrasse, der vielleicht danach noch irgendwann drankommt.
    Nun also Bilder vom Nordriegel aka 1.BA: zunächst die Ansichten von der Fritz-Löffler-Strasse.




    ^ Blick vom Friedrich-List-(Hauptbahnhofsvor-)Platz


    Blicke von der Hochschulstrasse: hier sind nun noch die Aussenbereiche wieder herzustellen.



    ^ Übergang zum 2.BA am längeren der beiden Mittelriegel


    Nochmal Blick aus dem Grünzug Löfflerstrasse, welcher den offenen Spalt zwischen den Riegeln zeigt.