Dresden: Südvorstadt und TU Dresden

  • Technische Universität - update



    hier nochmal ein draufblick von der südhöhe auf das neue TU-technikum sowie einen anderen erweiterungsbau links davon an der nöthnitzer strasse



    das lehrgebäude des neuen bauing-campus ist äußerlich fertig, rechts der erste bauing-neubau von 2012 - voransicht hier



    oben die hofansicht mit einem zweiten geschossbau hinter dem hallentrackt


    ggü liegt der monumentale schumann-bau

  • Auch für das Amerikanische Viertel gibt es – wie so oft in Dresden – eine einfache, effiziente Lösung: In etwa aufbauen wie es 1945 zerstört wurde! Man hätte mit einem Schlag eine zweite Äußere Neustadt direkt vor der Uni und jeder Student würde sich um Wohnungen/WGs dort reißen! Ebenso wären genug Möglichkeiten für Gewerbe ala kleine Bars und Essenslokale, Cafes für den Morgen oder Nachmittag, copyshops etc. einfachst möglich! Projekte wie das Franklin Ding sind da total fehl am Platz! Sowas hätte ich lieber jenseits der Uni gesehen oben auf dem Hang irgendwo am Stadtrand. Für eine Innenstadt, wo es ans verdichten gehen müsste, ist das echt nicht so geeignet, vor allem nicht dort. Ebenso die ollen Plattenbauten gehören dort einfach weg und Platz für das alte Viertel gemacht. Kein Student will in einem Plattenbau wohnen außer aus größter Not. Deswegen bin ich auch absolut kein Freund dieser Plattenbauhochhäuser an der russichen Kirche. Dort wären Stadt-Villenbauten, wie es sie eh dort schon gibt, deutlich besser gewesen. Wie die Kirche vor Plattenbauten aussieht spielt doch absolut keine Rolle, wenn das Stadtquartier dadurch einfach nur verstellt wird. Und hey, ich weiß wovon ich rede, ich habe dort mal gewohnt. ;P Diese Ecke zwischen FH und TU hat so immens viel Potential, aber man verschenkt mal wieder alles, wie mit schöner Regelmäßigkeit in Dresden. Es ist einfach nur traurig.

  • Zitat

    Dort wären Stadt-Villenbauten, wie es sie eh dort schon gibt, deutlich besser gewesen.


    Klar, und da wär dann bestimmt auch günstiger Wohnraum für Studenten in den Stadtvillen entstanden...:nono:


    Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber hälst du so einen "macht doch alles platt und baut es wieder so auf wie es 1945 war" Ansatz stadtplanerisch für auch nur ansatzweise realistisch?
    Natürlich finde ich auch daß Dresden in den Quartieren um die Innenstadt herum Verdichtung braucht, aber das geht weitgehend nur mit der und nicht gegen die vorhandene Substanz; Tabula Rasa gab es doch schon mal - eben 1945.

  • Ähm … Wenn das Amerikanische Viertel stehen würde, dann wären um die Kirche sicherlich Stadtvillen drin. Stadtvilla heißt nicht automatisch, dass die sich nur überreiche Leute leisten können. Da gehen auch mehrere Wohnungen rein. ;P


    Ja sicher ginge das, wenn die Stadtplanung mal Arsch in der Hose hätte. Oder findest du die abgeranzten Plattenbauten, die absolut unförmigen Zweckbauten wie Mensa, Supermarkt etc. und die vielen halbleeren Grundstücke toll? Findest du die Äußere Neustadt schlecht? Es würde so einfach gehen, wenn die Stadt dort einfach kleine Grundstücke verteilen würde und eine Gestaltungssatzung mit Blockrandbebauung und ein paar Leitbauten anführen würde. Dann wären auch Kleininvestoren dort sicher dabei wo wie es gerade in der Friedrichstadt passiert. Und viola, man hätte einen spitzen Stadtteil, ein würdigeres Umfeld für TU und vor allem FH und auch den Bahnhof und DAS würde mehr Leute anlocken als jetzt. Würdest du in diesen Plattenbau ziehen wollen? Oder doch lieber in so ein Haus wie es sie in der Neustadt gibt? Die Substanz in der Gegend kann man großteils vergessen, wie schon gesagt die Plattenbauten und den anderen völlig wahllos hingerotzten Ramsch.

  • Zitat

    Würdest du in diesen Plattenbau ziehen wollen? Oder doch lieber in so ein Haus wie es sie in der Neustadt gibt?


    Ich weiß ja nicht genau welchen Plattenbau du meinst, ich nehme an einen der sanierten Wohnheimtürme?
    Ab 8. OG aufwärts würde ich da gerne einziehen, da ich hier in Berlin z.b. schon seit Jahren in einem klassischen Gründerzeitviertel wohne und zur Abwechslung mal echt gerne wieder eine schöne Aussicht hätte anstatt auf eine Brandmauer zu gucken.
    Nutzungsvielfalt läßt sich auch jenseits von klassischem Gründerzeitstädtebau, der übrigens auch seine Schwächen hat realisieren.
    Ich fand es bei meinem letzten Besuch in Dresden grade sehr angenehm wie aufgelockert und grün die Stadt im Vergleich zu Berlin ist, und daß sie einen eben nicht auf Schritt und Tritt mit Dichte und "Urbanität" nervt.

  • Ich kann Urbanist nur zustimmen. Ich habe die Hochhäuser an der Wundtstraße besichtigt, und ich war begeistert von den Aussichten. Ich habe es richtig bedauert, dass ich kein Student mehr bin. Wenn ich nach Dresden ziehen würde, dann würde ich auf jeden Fall versuchen, in ein Hochhaus mit Fernsicht zu ziehen. (Eine Villa am Weißen Hirsch wäre sicher auch nicht schlecht, aber die kann ich mir nicht leisten.)
    Hier gibt es ein paar Aussichten von den Hochhäusern.









    Ansonsten finde ich die Plattenbausanierung ziemlich gelungen, weil auch die Innenräume komplett verändert worden sind. Diese Wohnheime bieten jetzt eine große Bandbreite an Wohnangeboten, von Einzelzimmern über Wohnungen für Wohngemeinschaften bis hin zu kleinen Wohnungen für Paare. Und auf einigen Hochhäusern gibt es Penthauswohnungen mit Dachterrasse. Da kann ich die Kritik von d.henney nicht nachvollziehen.
    Alle Fotos: Klarenbach

  • Danke, Klarenbach, für die tollen Bilder. Ich wollte schon immer mal wissen, wie der Blick von da oben aussieht.


    Und auch danke für das Update, Elli. Ich finde den Bau gar nicht mal so schlecht. Die Fassade hat etwas Abwechslung durch die Farbwahl und auch durch die "Gauben/Erker" oder wie auch immer der Fachmann solche "Ausbeulungen" nennt :-) Was ich am besten finde, es ist nicht von oben bis unten in Weiß gehalten.

  • Stadthaus am Lukasplatz

    ^Ich persönlich hätte das Gebäude in Weiß besser gefunden, so wie es zeitweise während der Bauphase ausgesehen hat. Eine mögliche dunkle Umrandung der Fensterrahmen als angenehmer Kontrast zum Weiß und das Gebäude wäre doch ein wenig edler dahergekommen.
    Auf mich wirkt die Gestaltung wie die Farbpalette für eine 90er-Jahre-Wohnzimmergarnitur von Höffner. Grau und Orange (Terrakotta), die Kombination habe ich noch nie verstanden.
    Aber du hast Recht, dass die Vor- und Rücksprünge das Gebäudevolumen auflockern. In der Baugeschichte würde man dazu "Risalit" sagen, aber heute gibt es dafür wohl keinen Begriff mehr. :)
    Die zahlreichen Balkon- und Dachterrassengeländer fallen unangenehm ins Auge, aber im Großen und Ganzen ist der Bau passabel.



    Am Lukasplatz dauert es mit der Fertigstellung noch ein wenig (zuletzt in Post #53). Heute war so tolles Wetter, ich war nicht der einzige Sonntagsspaziergänger.




    Noch ein schönes Bild von etwas entfernterer Position, aber der Neubau ist gut zu sehen:


  • Neubau Hochschulstraße

    Einmal um die Ecke geschaut, hat man den Neubau in der Hochschulstraße Ende letzten Jahres fertigstellen können (letzter Post #15).
    Dieser präsentiert sich jetzt folgendermaßen:




    Im schönen Kontrast dazu die TUD-Hochhäuser auf der anderen Straßenseite:


  • Einsteinstraße 10

    Auch wenn das Projekt jetzt nicht so bedeutend war, möchte ich dennoch ein abschließendes Bild der Sanierung in der Einsteinstraße 10 zeigen (zuletzt in Post #7). Man hat neben dem Dach auch die Fassade überarbeitet, die weiterhin recht einfach, aber bei dem Winterwetter gut mit der Umgebung harmoniert.
    Südlich des Grundstückes liegt noch ein großes ungebautes Areal, das seit Jahren brachliegt, sich aber für sehr für eine mögliche Bebauung anbietet.



    Direkt gegenüber befindet sich ein sehr interessantes Gebäudes, dessen Fassade durch aufgeputzte Schiffsmotive geschmückt ist.


  • Forschungsinstitut für Fahrzeugtechnik

    Der Neubau an der Ecke Schnorrstraße/Uhlandstraße, in welchem der Studiengang Fahrzeugtechnik der Hochschule für Technik und Wirtschaft und das Forschungsinstitut Fahrzeugtechnik zusammengeführt werden sollen, befindet sich in den letzten Zügen (zuletzt in #8). Das Gebäude wirkt bezugsfertig, aber das gesamte Gelände ist noch abgezäunt.




  • Beim Neubau der Kindertagesstätte in der Uhlandstraße (zuletzt in #12) sieht man erste Fortschritte. Ein, das zukünftige Gebäude umhüllendes Gerüst wurde aufgestellt und es scheint so, als wären die Treppen- und Aufzugskerne im hinteren Bereich bereits fertigbetoniert. Das Objekt wird im nördlichen Teil des Geländes gebaut und der südliche Teil dient später als der Garten der Kita.




  • Bei den "Weißen-Bauten", die ich aus Dresden kenne, kommt mir die Farbgebung eher "steril" oder "billig" vor, aber "edel" wäre mir nicht in den Sinn gekommen. Aber jeder hat halt seinen Geschmack. Danke noch für die Info mit den "Risaliten". Schade, dass solche architektonischen Kunstfertigkeiten heute so selten verwendet werden, dass man die Begriffe noch nicht mal mehr verwenden kann.
    Auch schade, dass das Quartier mit dem einzigen erhaltenen Blockrandbau nur noch durch "Einzelbauten" bebaut wird. Hier hätte ich mir ne kleine Fortsetzung gewünscht.
    Der Neubau am Lukasplatz macht in seiner jetzigen Phase einen guten Eindruck. Bin mal gespannt, wie es am Ende mit Farbe aussieht.
    Bei dem Neubau in der Hochschulstraße hätte ich das Erdgeschoss in einer anderen Farbe gestaltet, wieder viel zu viel weiß!

  • Sanierung IÖR am Weberplatz (Nachtrag)


    nicht unerwähnt bleiben soll die erst vor wenigen jahren erfolgte umfangreiche sanierung des modernen bürokomplexes des Instituts für Ökologische Raumentwicklung. der komplex zeichnet sich durch flach- und aufbauten aus und wurde in klare bauhausoptik zurückversetzt. ich bin zwar nicht so ein großer fan von bauhaus, alledings finde ich die bildperspektive ganz gut.

  • Studentenwohnungen Münchner Strasse - fast fertig



    erfreulich die öffentliche erdgeschosszone, die mal geplante braune färbung der fenstervertiefungen bleibt wohl aus


    blick von hinten auf den weit in den hof ragenden riegel



    früher standen hier überall solche bauten wie diese ecke helmholtzstrasse

  • Studentenappartments am Weberplatz


    Eine Immofirma möchte dieses Jahr ein Gebäude an der Teplitzer Straße / Ecke Reichenbachstraße errichten, also nahe am Weberplatz und eher an der lauten Verkehrsstraße. Eigentlich möchte man hier nur den derzeit lukrativen Teilwohnmarkt der Studenten nutzen und vermarktet einen schnelllebigen Trivialneubau als Kapitalanlage.
    Der Standort ist hier.


    Projektinfos gibt es =1395&tx_realty_pi1[listViewLimitation]={%22uid%22%3A0}&tx_realty_pi1[listUid]=647&tx_realty_pi1[listViewType]=realty_list&tx_realty_pi1[recordPosition]=0&cHash=3044d80a0aee365a9f3b37d32e20a72c"]hier.

  • Von einem als Renditeobjekt beworbenem Gebäude kann man natürlich optisch nicht viel erwarten. Umso erstaunlicher, dass ich die Eckansicht (Bild 1) aufgrund der horizontalen Fensterbänder in Verbindung mit dem vertikalen Fensterband beim Treppenhaus und der verglasten Ecke recht gefällig finde. Das kann sich bei schlampiger Umsetzung natürlich wieder ändern.


    PS: Appartement (franz.) und Apartement (engl.) sind keine Synonyme. Auf der Infoseite werden die kleinen Studentenwohnungen korrekt als Apartements bezeichnet.

    Herr Duden dazu


    Zitat

    a. [französisch appartement < italienisch appartamento = abgeteilte, abgeschlossene Wohnung, zu: appartare = abteilen, zu lateinisch a parte = abgetrennt] Zimmerflucht in einem größeren [luxuriösen] Hotel
    b. moderne Kleinwohnung (meist in einem [komfortablen] Mietshaus), Apartment

    http://www.duden.de/rechtschreibung/Appartement


    *Klugscheißmodus wieder aus*

  • Bauarbeiten Strehlener Straße

    Saxonia : Interessanter Unterschied. Hoffentlich bleibt das im Kopf. ;)


    Diesem Beitrag von Elli möchte ich aktuelle Fotos hinzufügen.


    Es geht um die Revitalisierung der Industriebrache "Ehemaliges Betonwerk Strehlener Straße, 2. BA.
    Los 1 Entsorgung und Tiefenenttrümmerung
    Los 2 Landschaftsbaumaßnahmen und Grünanlagen
    Los 3 Neue Einfriedung
    Los 4 Baubegleitende Kampfmittelsondierung


    Auf dem vor Ort aufgestellten Bauschild kann man die folgenden Zeichnungen studieren:



    Generell ist die Wiedernutzbarmachung ein guter Schritt. Die geplante Nutzung ist jedoch in der Tat zweifelhaft, da muss ich Elli zustimmen.



    Im Hintergrund sind die beiden DDR-Wohnhochhäuser an der Gellertstraße zu sehen.



    Direkt gegenüber befindet sich die neue Feuerwache:



    Der 11 Millionen teure Funktionsbau wurde von Schulz & Schulz Architekten aus Leipzig entworfen und 2012 fertiggestellt. Weiterführende und interessante Informationen gibt es auf Baunetz Wissen.