City & Wallring | Hauptbahnhof [Umbau II. BA]

  • ...Es geht weiter

    Nach quälenden Monaten des scheinbaren Stillstands geht es an der U-Bahnhaltestelle nun endlich weiter.


    Auf der gesamten Verteilerebene werden neue Kabelrinnen gezogen für die Elektroinstallationen verlegt. Die alten hängen offenbar zu tief für die neue Deckenverkleidung. Außerdem haben die gemauerten Verteilerschränke nun Türen bekommen.

  • Nicht nur im Untergeschoss schreiten die Arbeiten voran, auch an der Oberfläche macht sich der Umbau immer stärker bemerkbar. Der Bahnsteig für die Gleise 26 und 31 ist inzwischen fast vollständig verschwunden. Ein Bild von mir dazu:


  • Im Bereich des früheren Gleises 26/31 wird nun auch sichtbar nach unten gebuddelt. der eingehauste Fußgängertunnel ist von oben gut zu erkennen. zwei Bilder von mir dazu:



  • Ich weiß, ein wenig spät - aber vielen Dank für die Fotos von der Großbaustelle! Die Eingriffe in die Bausubstanz sind nicht gerade unerheblich. Vermutlich erwartet den Bautrupps auch noch die ein oder andere böse Überraschung wie zum Beispiel Weltkriegsbomben oder etwa Rohre und Leitungen im Untergrund, die in den Plänen nicht verzeichnet sind. Ich hoffe inständig, dass die Arbeiten pünktlich zur Fussball-Europameisterschaft in rund fünfeinhalb Jahren abgeschlossen sind.

  • Jetzt geht es voran...

    Nachdem der Abriss der alten Gleisbrücke mit dem Bahnsteig 26/31 und die Stabilisierung des Baugrundes quälend lange gedauert hat, geht es derzeit richtig schnell voran.:daumen: Die neuen Wände des Fußgängertunnels sind hier schon im Rohbau fertig und derzeit ist der Hbf in diesem Bereich wieder "oben ohne", da der provisorische Blechtunnel abgebaut wurde und der Boden des neuen Fußgängertunnels gebaut wird. Auch die Treppenaufgänge sind schon erkennbar....schön zu sehen, dass tatsächlich ALLES von Grund auf neu gebaut wird. :) Hoffentlich wird dabei die Chance genutzt, möglichst viele bisherige Unzulänglichkeiten zu verbessern.

  • Wenn alles neu gebaut wird, darf man dann hoffen, dass auch die Aufgänge und die Bahnsteige vergrössert / verbreitert werden? Bin gestern mal wieder Mittags in einen RE nach Westen eingestiegen und der Bahnsteig war einfach hoffnungslos überfüllt mit ein- und aussteigenden Personen.

  • Ja, die Betonagearbeiten schreiten gut voran, bald dürfte der Fußgängerdurchgang auf die andere Seite verlegt werden um auch hier die Bodenplatte zu erstellen.
    Im Fußgängertunnel der U-Bahn unterm Königswall sind die Wände nun fertig. Zwar wurde hier auch auf wohl eher günstige Fliesen zurückgegriffen und es gibt hier auch ein Mosaik, dieses ist aber nur in rot, grau und weiß gehalten, mit einem gewissen Verlauf, so dass in der Tunnelmitte vorwigend rote Fliesen zum Einsatz kommen und es zu den Enden ausläuft. Die keramischen Kunstwerke bleiben erhalten.


    Da es im Tunnel zuvor sonst nur schlichte weiße Fliesen gab kann man hier sogar von einer Verbesserung des Erscheinungsbildes sprechen.:)


    Zwei Fotos von mir dazu zwecks Dokumentation:



  • Deine Hoffnung auf eine Verbreiterung der Bahnsteige und Treppenaufgänge dürfte sich nicht erfüllen Tzuio. Der Platz für eine Verbreiterung ist einfach nicht da und die vorgegebenen Mindestbreiten der Bahnsteige für den Fall durchfahrender Züge lassen keine breiteren Treppenaufgänge zu. Das kann man an der Breite des ersten neu gegossenen Aufgangs schon sehen. Auch die Verbreiterung des Fußgängertunnels wird durch die Fahrstühle in der Mitte des Tunnels ja wieder "aufgefressen". Da wo etwas geändert werden könnte, nämlich an der viel zu geringen Breite des langen Weges zu den Gleisen 2 - 5 wird sich gemäß den Planunterlagen aber auch nichts tun. Dafür müsste die Bahn ja ihre eigenen Büroräume verkleinern. :nono: Bis auf Bahnsteigüberdachungen bei diesen Gleisen, eine verbesserte Barrierefreiheit und eine aufgehübschte Optik ist der Umbau mit keinem Komfortgewinn für seine Nutzer verbunden.


    Der ästhetische Kontrast zwischen der Keramikkunst der 70er und den in der Tat sehr preiswert anmutenden neuen Fliesen im Verteilerbereich ist schon eine ziemliche optische Zumutung...

  • In der Tat, aber auf Grund von Geldmangel und Geschmacklosigkeit bei den Entscheidungsträgern nicht zu ändern. Im Vergleich zu anderen Städten ähnlicher Größe besitzt Dortmund nun einmal mit Abstand den hässlichsten Bahnhof. Man hätte damals die Chance gehabt den Bahnhof wieder originalgetreu aufzubauen, das scheiterte aber an der Stadtplanung (siehe auch altes Rathaus). Durch die Landespolitik der letzten 20 Jahre, hat Dortmund leider immer weiter den Anschluss verloren und der Abstand zu Düsseldorf, Stuttgart oder Frankfurt wird anstatt kleiner immer größer. Daran kann auch der immer wieder propagierte Strukturwandel nichts ändern. Mittlerweile geht der Stadt auch bei anderen Bauvorhaben die Luft aus. So bleiben Grundstücke an eigentlich ambitionierter Lage schon seit Jahrzehnten unbebaut (Bender Areal, Kronenbrauerei etc.). Es wird immer viel geplant aber wenig realisiert.

  • Deine Hoffnung auf eine Verbreiterung der Bahnsteige und Treppenaufgänge dürfte sich nicht erfüllen Tzuio.


    Das ist schon arg verwunderlich und traurig. Da man ja vor allem hintenraus Richtung Norden gerade alles neu baut hatte ich die Hoffnung, dass die Gleise gleich mitverlegt werden und der ganze Bahnsteig etwas breiter wird.


    Aber gut...mit Wünschen ist es ja so eine Sache. Zu den Fliesen ist eh alles gesagt. Unverschämtheit ist noch das netteste Wort was mir einfällt. Das ist an Stillosigkeit schon kaum noch zu übertreffen. Und nein es ist keine Geldfrage. Sichtbeton, schwarze Out-of-Home Mediaflächen, vielleicht etwas Metall und/oder Holz und schon wäre das eine runde, zeitlose und ansprechende Sache geworden.

  • Mimimi...mimimi

    Zitat von Bedenkenträger

    Bis auf Bahnsteigüberdachungen bei diesen Gleisen, eine verbesserte Barrierefreiheit und eine aufgehübschte Optik ist der Umbau mit keinem Komfortgewinn für seine Nutzer verbunden.


    Verstehe in diesem Kontext das "bis auf" nicht...


    Zitat von FrankDTM

    Daran kann auch der immer wieder propagierte Strukturwandel nichts ändern.


    So viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze wie noch nie, einen Haushaltsüberschuss in 2018, sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen, die Arbeitslosenquote wohl schon ab diesem Jahr dauerhaft unter zehn Prozent - was heißt denn propagiert?


    Zitat von FrankDTM

    Mittlerweile geht der Stadt auch bei anderen Bauvorhaben die Luft aus.


    Ich verfolge das Dortmunder Baugeschehen mittlerweile seit über zwei Jahrzehnten. Ich für meinen Teil kann mich nicht erinnern, dass jemals mehr gebaut, saniert noch (konkret) geplant wurde.


    Zitat von tzuio09

    Das ist an Stillosigkeit schon kaum noch zu übertreffen.


    Puh, dann bin ich auch stillos. Mir gefällt's nämlich. Bin gespannt auf den neuen Bodenbelag und die neue Deckenverkleidung.

  • Ich schätze im Fußgängertunnel zum Königswall wird's keinen anderen Bodenbelag geben, der weißgraue Terrazzo hier ist auch noch ganz gut erhalten, vielleicht fräßt man noch einen Blindenleitstreifen rein, aber nach Erstellung der Wände auch noch den Boden hier rauszureißen macht keinen Sinn. Wollte man Platten draufkleben wird der Tunnel nur niedriger. Die Verkleidung der Decke wird das Bild verbessern und so schlecht zum Vorszustand schaut's auch nicht aus, immerhin gab es hier vorher nur weiße einfache Fliesen an den Wänden.


    Jedenfalls wirkt es besser als die Verteilerhalle direkt unterm Königswall, wo man die Fliesen nicht nur deutlich bunter gemischt hat, sondern jede Ecke anders aussieht: Bei den Aufgängen zur Straße Freistuhl sind die alten schwarz-braunen Fliesen geblieben sind, beim Aufgang zum Bahnhofsvorplatz wird's eher quietschgelb und der Bereich der Ladenzeile mit seinen hochwertigen roten Fliesen aus der Erbauungszeit, scheint so zu bleiben wie er ist.


    Wie die eigentliche Verteilerebene an den U-Bahnzugängen ausehen wird bleibt abzuwarten, wirklich viel zum orange-weißem Vorzustand verschlechtern kann sich hier nicht, nur die schönen großen, blauen Fliesen direkt an den Zugängern werde ich vermissen.


    Sicher, luxussaniert wird der Bahnhof Dortmund nicht, funktionaler wird er mit Sicherheit. Auch wenn's keine große Bahnsteighalle wird, werden die Bahnsteige dann wenigstens alle und einheitliche Dächer haben, dies wird das Erscheinungsbild mit Sicherheit verbessern. Bei den Bodenbelägen und Aufgängen dort bin ich mir nicht so sicher. Zwar wird es nicht wie in Essen Gussasphalt geben, aber die jetzige Farbigkeit mit dem roten Pflaster und den roten Ziegelsteinen an den Umrandungen der Treppenaufgänge fällt halt weg.


    Insgesamt besser wird es aber besser aussehen, alleine schon weil es dann einheitlich ist - und erstmal den Reiz des Neuen hat.;)


    Je nachdem zu welchem Entwurf man sich für die Nordseite einigt, wird dort ja auch eine deutliche optische Verbesserung eintreten.



    Und allgemein:


    Ich verfolge das Baugeschehen in Dortmund nun ja sogar schon seit 30 Jahren und da erkenne ich schon an, dass es gerade in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gegeben hat, die das Stadtbild extrem aufgewertet haben.
    Frustrierend ist allerdings wie lang sich manche Projekte hinziehen, wie eben z.B. der Umbau des Bahnhofes oder der der Kampstraße - und bis es einen Tunnel unter der B1 gibt werden wohl mindestens nochmal 15 Jahre ins Land ziehen...

  • ... der Abstand zu Düsseldorf, Stuttgart oder Frankfurt wird anstatt kleiner immer größer.


    Die beiden Landeshauptstädte haben auch den Vorteil, dass sie Solche sind. Hier wird aus repräsentativen Gründen deutlich mehr bewilligt und es siedeln sich leichter große Firmen an. Ähnliches gilt auch für Frankfurt am Main, als Tor zur Welt und Bankenzentrum.


    Dortmunds stärke aufbauend, auf den alten Industrien, ist die sehr gute Verkehrsanbindung ans Autobahnnetz. Hier hat aber z.B. die Bahn ein Problem, da man Dortmund besser über die Straße erreichen kann, ist der Bahnhof eher ein "muss" Objekt. An den Planungen für den HBF sieht man gut, dass die Bahn sich in Dortmund dem Auto geschlagen gegeben hat, sonst hätten sie einen Kundenmagneten gewollt.


    Das sind einfach die falschen Ansprüche, riesige Großprojekte anzufordern. Wichtiger ist die StartUp-Szene durch die größte Hochschuldichte Deutschlands, in der Region zu behalten. Hier sind die Haupt- und Millionenstädte natürlich auch hipper, aber durch vernünftige Stadtplanung kann man hier mit einen attraktiven Nährboden schaffen. Vielleicht gönnt sich dann aus alter Standortverbundenheit eine dieser Firmen, etwas Besonderes. Der Strukturwandel ist nämlich noch voll im Gange und viele Unternehmen zu jung um riesig zu investieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Flo-Joe-Do () aus folgendem Grund: Zeichenkodierungsprobleme.

  • Ich sehe weder, dass sich die Bahn in Dortmund geschlagen gibt, noch dass Dortmund sonst wie oder von sonst wem benachteiligt wird. Der Kampf unter den NRW-Städten und -Kommunen um die Geldtöpfe ist schlicht und einfach einzigartig in Deutschland. → In Nordrhein-Westfalen befinden sich über 36 Prozent der deutschen Großstädte (29 von 80) und sogar 50 Prozent der 20. größten Städte. Zum Vergleich: In Bayern gibt es acht Großstädte, wobei gerade einmal eine über 500.000 und eine über eine Millionen Einwohner hat, und in Baden-Württemberg neun (eine einzige mit über 500.000 Einwohnern). Hinzu kommt, dass Nordrhein-Westfalen einen gigantischen Schuldenberg von annähernd 230 Milliarden Euro (!) vor sich her schleppt.


    Alleine vor diesem Hintergrund stellen die rund 190 Millionen Euro Gesamtinvestitionsvolumen für die drei großen Baumaßnahmen im Dortmunder Hauptbahnhof (Bahnhofshalle, Passantentunnel samt Bahnsteige, Stadtbahn) das wahrscheinlich absolute Maximum dar. Und jetzt bitte nicht mit dem UFO/3do kommen. Ich bin froh, dass die Überbauung des Hauptbahnhofs auf den letzten Metern gescheitert ist. Denn wo wäre die Dortmunder Innenstadt heute, wenn diese überdimensionierte Shopping Mall mit Gleisanschluss tatsächlich realisiert worden wäre?!

  • Da möchte ich Kreuzviertel Recht geben. Das Shoppingcenter mit Gleisanschlüssen wäre eine Katastrophe geworden. Ein Riesenkasten, die bis an das 17. !!! Geschoss des Harenberg Hauses gereicht hätte, mit den Verkehrsbewegungen, der Monumentalität und möglicherweise oder wahrscheinlich sogar den äußerst negativen Auswirkungen auf den Einkauf auf dem Hellweg, das hätte Dortmund auf keinen Fall gutgetan.
    Auch die anderen Argumente zu der Wettbewerbssituation in NRW kann ich nur unterstreichen. Wir jammern schnell, aber es ist nicht alles eine Angelegenheit der Landesregierung. Im Augenblick läuft viel Positives, man denke nur an den Phönixsee, aber auch die vielen Verbesserungen entlang des Wall.

  • Zwischen den aktuellen Baumaßnahmen und den Megaplänen ala 3do und Ufo, gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten, wie z.B. den "Viewdoo"-Entwurf, den es hier im Thread schon häufiger gab.


    Die aktuellen Eingriffe sind doch ehrlich gesagt, nur soviel wie nötig um die Betriebserlaubnis des Bauwerkes zu erhalten, bezüglich Barrierefreiheit und Fluchtwegen. Stichwort "§ 8 Abs. 3 PBefG", bis 2022 muss die Barrierefreiheit für den Personennahverkehr umgesetzt werden.

  • Das ist natürlich enorm viel. Stuttgart21 kostet da nur läppische 8,01 Milliarden Euro mehr. Und ob die jemals so schöne, bunte 70er Jahre Fliesen bekommen möge ich mal bezweifeln.


    Und jetzt mal Spass bei Seite. Ich sehe die Entwicklung in Dortmund im Allgemeinen auch sehr, sehr positiv. Aber im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs ist das eine einzige Katastrophe, wenn man den Vergleich zu anderen Großstädten zieht. Dass man sich im Jahr 2019ff über Aufzüge, Barrierefreiheit und gut ausgeleuchtete Bahnsteige freut beschreibt in etwa das böse Spiel der Bahn mit dem Dortmunder HBF.


    Der zweigleisige Ausbau nach Münster ist ebenso seit Jahren überfällig, wie ein Ausbau der kurzen Strecken, Schaffung von S-/U-Bahn Knotenpunkten (z.B. Barop Parkhaus, Dortmund West S etc etc). Das was heute mal "angedacht" wird, war schon vor Jahren absehbar.


    Wir reden seit Monaten über Klimaschutz, Verkehrswende etc - am Ende muss man aber doch auch mal so ehrlich sein und sagen, dass die Bedingungen dafür seit Jahren einfach nicht geschaffen wurden. Und es gibt im Bereich des HBF für mich auch wenig Hoffnung, dass sich dies ändert. Es wird und ein bleibt ein Ort, an dem man lieber gleich wieder weg will. Sich am ende dann fragen, wieso so wenig Leute aufs Auto verzichten wollen, ist fast schon lustig.

  • ... Dortmunds stärke aufbauend, auf den alten Industrien, ist die sehr gute Verkehrsanbindung ans Autobahnnetz. Hier hat aber z.B. die Bahn ein Problem, da man Dortmund besser über die Straße erreichen kann, ist der Bahnhof eher ein "muss" Objekt. An den Planungen für den HBF sieht man gut, dass die Bahn sich in Dortmund dem Auto geschlagen gegeben hat, sonst hätten sie einen Kundenmagneten gewollt.


    Für mich ein sehr schwaches Argument ! Welche Großstadt ist denn nicht über Autobahnen zu erreichen ?
    Wenn Politiker etwas wollen und den nötigen Biss haben, kann vieles realisiert werden. Aber da fehlt es in Dortmund leider an den richtigen Kräften und ggf. auch an der Lobby. Es ist ja schön dass es den Phönixsee gibt, aber wir beweihräuchern uns jetzt schon 10 Jahre daran. Der damalige OB Langemeyer, ein Verfechter von U-Turm, Phoenix See, Bahnhofsumbau, Flughafen etc. wurde aus dem Amt gejagt. Diese ganzen großen Projekte wurden vor zig Jahren realisiert, mittlerweile gibt es kaum noch Vergleichbares. Es kann doch nicht sein, dass wir uns hier mit Kleinprojekten zufrieden geben sollen, im Gegenteil der Nachholbedarf ist groß, da sollte man nicht so kleinkariert auftreten.

  • Richtig ist, dass OB Langemeyer das Verdienst für viele Anstöße umd Verbesserungen zukommt, Du hast sie aufgezählt. Damit hatte sich Dortmund allerdings auch bis zur Decke gestreckt und seinen Haushalt dem RP unterworfen. Dass man nach diesen Rieseninvestitionen erstmal durchatmen muss, ist normal und erfolgt ja auch erfolgreich. Dortmund hat seit Jahren wieder einen ausgeglichenen Haushalt.
    Welches Großprojekt schwebt Dir denn vor?
    Natürlich sehe ich auch einen Riesenbedarf beim Thema Verkehr. Aber das kann Dortmund ja alles nicht allein entscheiden.
    Und Investitionen hängen von Investoren ab, die müssen kommen und loslegen. Da hapert es häufig und geht nur langsam vorwärts.
    Im Übrigen fehlen mir einige städtebauliche Akzente, die gar nicht Großprojekten zugeordnet werden müssen.
    Wir müssen mal grundsätzlich über einige Stellen in Dortmund nachdenken, wie die leblose Kampstraße, die auch durch die geplanten Lichtbänder nicht belebter wird.
    Hier müsste städtebaulich noch einmal ganz anders nachgedacht werden, der riesige Mittelstreifen müsste komplett kleinteilig bebaut werden, oder die großen Parkplatzflächen entlang des Schwanenwalls, Ostwalls u.s.w. Warum hier die Stadtmauer nicht fortsetzen oder die Plätze anders bebauen?
    Ich denke, im Kleinen könnte was für die Attraktivität der Innenstadt getan werden, meine Devise ist kleinteilige Bebauung dieser Bereiche.
    Auch das Thema Altes Rathaus gehört dazu, das ist viel zu schnell wieder eingeschlafen. Wo sind die, die uns einen Verein, eine Initiative zugesagt haben? Warum hat es noch keine öffentliche Veranstaltung über die Dortmunder Innenstadt gegeben? Bei facebook ist die Initiative auch eingeschlafen, dabei war das doch mit den Videoanimationen über den alten Markt 1909 oder die Stadtmauer eine riesige Sache.