Wohnen am Humboldthafen [in Bau]

  • Wohnen am Humboldthafen [in Bau]

    Wohin denn jetzt damit? :confused:



    @Bato:
    Würde vorschlagen diesen Thread ganz allgemein einfach in "Humboldthafen" umzubennen, gibt ja noch einige andere Baufelder, die exakt dieser örtlichen Bezeichnung zugeordnet werden können...



    Anyway...zum eigentlichen Thema:


    Im nördlichen Bereich des Humboldthafens auf den Baufeldern H3 und H4 (siehe Visualisierung) sind Wohn- und Geschäftshäuser geplant.
    Zum Wasser hin sollen 250 Miet*- und Eigentumswohnungen gebaut werden. Zur Straßenseite, also Invalidenstraße sind 7.500 m2 Bürofläche sowie rund 3.500 m2 Einzelhandel- und Gastronomiefläche vorgesehen.
    Im Juli hat ein international besetzter Architekturwettbewerb mit 17 renomierten Teilnehmern begonnen. Die Wettbewerbsergebnisse werden Herbst 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt, geplante Fertigstellung: 2016


    http://www.deal-magazin.com/index.php?cont=news&news=32563




    * Neubau von Mietwohnungen, welche nur einen Steinwurf zum de facto Sitz der europäischen Regierung liegen. Sowas gibts wieder nur in Berlin :D


    Könnte ein interessantes Projekt mit ausreichend Stoff für einen eigenen Thread sein. Thread-Name zunächst mal vorläufig.
    Bato

  • ^ Mal abgesehen davon, dass der Entwurf alles andere als originell ist...


    Wie kann man nur so eine unattraktive Visualisierung erstellen? Dank der grau-beigen Farbe der Fassaden und dem überhaupt blassen Bild kommt das Gebäude ungefähr so rüber wie die Betonplatte an der Ecke K.-Liebknecht- Memhardstraße.


    Die gleiche Visualisierung in kontrastreichen Farben mit weißer oder farbiger Fassade würde einen wesentlich positveren Eindruck machen. So bringt nur der lila Luftballon vom Kurzen etwas Farbe ins Spiel.

  • ^naja ich vermute mal die Fassade soll auch grau-beige werden und nicht weiß oder farbig...;) insofern ist es doch allemal besser, als irgendwelches unrealistisches Blendwerk.

  • Backstein
    Ich finde das Eckhaus gar nicht so schlecht. Schön hohes Erdgeschoss (zumindest optisch). Das links daneben sieht schon eher wie die Beton-Platte aus.
    Das Rendering ist nicht besonders gut, aber ich mag es trotzdem eher realistisch als eine idealisierte Darstellung bei der das Original dann nur enttäuschen kann.

  • Backstein : Deine ablehnende Haltung gegenüber der Visualisierung kann ich absolut nicht nachvollziehen, zumindest in Bezug auf das Eckgebäude.


    Ich bin ehrlich gesagt sehr positiv überrascht. Das Eckgebäude wirkt sehr klassisch und zeitlos, ich hätte nach den bisherigen Erfahrungen mit Neubauten in der Umgebung des Hauptbahnhofs etwas deutlich stilloseres und langweiligeres à la Meininger-Hotel erwartet. Das Gebäude hat sehr stimmige Proportionen, eine schon erwähnte schöne Erdgeschosszone, die vertikale Gliederung der Fenster und die abweichende Gestaltung des obersten Geschosses wirken auf mich auch sehr positiv. Weiß-, Beige- und Grautöne wirken meiner Meinung nach ebenfalls sehr viel stilvoller als knallbunte Fassaden. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was du für eine Farbgestaltung erwartest: Etwa solche Bonbon-farbenen Fassaden wie sie bei vielen Gründerzeithaus-Renovierungen in Prenzlauer Berg entstanden sind? Insbesondere in der Oderberger Straße empfinde ich diese Farbvielfalt als too much und es grenzt schon sehr an Kitsch (kuckst du beispielsweise hier). Grausam! Dann lieber klassisch weiß, beige oder grau. Meine Meinung.


    In Bezug auf das andere Gebäude auf der Visualisierung gebe ich Dir allerdings recht. Das ist wirklich nicht sonderlich originell und entspricht ungefähr dem, was ich erwartet hatte.

  • Wien

    Das einzige was an dieser Visualisierung enttäuscht ist, dass ich mir für diese Stelle eine Kunsthalle für moderne Kunst ala Guggenheim in Bilbao in klein und kostengünstiger gewünscht hatte. Da es aber Finanzierungsprobleme gab und diese Architektur von der Wirkung des HBF weggenommen hätte, war es nur eine Träumerei.


    Das Eckgebäude hat eine eigene immerhin 1,5 stöckige Sockelgestaltung (vgl. neue Siemenszentrale im München Thread, Willkommen in den 70igern) Staffelgeschosse und immerhin ein anders gestaltetes Obergeschoss mit eingezogenen Abschlusskanten. Abgesehen davon das es wie eine Blaupause eines wiener Gebäudes aussieht, lässt sich gerade im Kontrast zum Glasbürogebäude an der gegenüberliegenden Hafenkante gut damit leben.

  • ^^ Ich teile dagegen Backsteins kritische Anmerkungen. Für mich sieht es so aus, als sei hier ein Plattenbau auf das Staffelgeschoss eines ganz anderen Gebäudes gehievt worden.


    Und dass eine Fassadenseite ohne Fenster bleiben soll, kann ich nicht nachvollziehen, es ist doch gerade reizvoll, Fenster zu haben, die in unterschiedliche Richtungen schauen, Abgesehen davon sieht dadurch auch die Fassade nicht besser aus.


    Für die hervorgehobene Ecklage am Wasser eine Enttäuschung.

  • Ideenlose alte Herren Architektur. Fassaden und Fenstergestaltung wie in den 50er Jahren. Das einzig positive ist die Tatsache,dass die Balkone nicht ungeschützt an der Fassade kleben. An so einem zentralem Ort solch unambitioniertes bauen. Der Block daneben sieht genauso furchtbar aus.

  • Also, ich weiss nicht was ich von dem Bau halten soll, grundsolide, könnte überall gebaut werden, aber an diesem exponierten Wassergrundstück. Ich weiss nicht, aber für meinen Geschmack hätte hier ein "kleiner" Hingucker nicht schlecht hingepasst, aber wie schon gesagt, das Bahnhofumfeld soll wohl homogen schlicht und einfallslos baulich geschlossen werden. Mein Bauchgefühl sagt, dass kein Bau sich hervortun wird, geschweige etwas Neues gewagt wird. Bisher, muss ich sagen dass ich erneut ein wenig enttäuscht bin, denn Potenzial bietet die Gegend zur Genüge.

  • Hadi Teherani ausführender Architekt / Baustart Herbst 2014

    Aus der heutigen Pressemitteilung (dpa):


    Zitat

    Der Hamburger Architekt und Designer Hadi Teherani soll den Humboldthafen am Berliner Hauptbahnhof bebauen. Teherani habe den Zuschlag für zwei Wohn- und Bürohäuser mit einer Fläche von mehr als 35 000 Quadratmetern gegenüber der Charité erhalten, wie der Investor Ludger Inholte am Freitag in Berlin mitteilte.


    Auf dem Grundstück mit Blick auf Kanzleramt und Parlament sollen etwa 250 Miet- und Eigentumswohnungen sowie Büros entstehen. Mit dem Entwurf, der auch Einzelhandel und Gastronomie vorsieht, werde das Ufer direkt am Hauptbahnhof zu einem attraktiven innerstädtischen Ort, sagte Berlins Senatsbaudirektorin Regula Lüscher. An dem Wettbewerb hatten sich 13 Architekturbüros beteiligt. [...]


    Über die genaue Höhe der Investitionssumme wollte sich Mitinvestor Rainer Sticken nicht äußern. Sie liege im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Der Bau soll im Herbst 2014 beginnen und Ende 2016 fertig sein.


    Ein paar Entwürfe sind auch anbei:


    http://www.rbb-online.de/panor…original/size=708x398.png


    http://www.rbb-online.de/panor…original/size=708x398.png


    http://www.rbb-online.de/panor…original/size=708x398.jpg
    (C) LIP ABG


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    Hinweis der Moderation: Die Einbindung der Bilddateien wurde in Links geändert. Bitte künftig auf die Richtlinien für das Einbinden von Bildern achten! Vielen Dank.
    Bato

  • Bescheuert hässliche und grotestke Klötzchenspielerei, wie nicht anders zu erwarten, wenn Lüscher mitreden darf. Das Beste an dem Entwurf ist IMHO, dass er eine Sichtachse auf den Hamburger Bahnhof freilässt.
    Die prominente Lage hätte besseres verdient. Ich habe aber die Hoffnung längst aufgegeben, dass da noch was Brauchbares kommt in der Ecke.

  • Das ist vielleicht nicht die Neuerfindung der Architektur, aber sieht doch ganz ok aus, jedenfalls deutlich besser als der weiter oben gepostete Tchoban Voss Schinken.
    Meines Wissens außerdem das erste größere Projekt das Teherani in Berlin verwirklichen kann, und frischer Wind von außen kann der kartellig-vermieften hiesigen Architekturszene nur gut tun.


  • Die prominente Lage hätte besseres verdient. Ich habe aber die Hoffnung längst aufgegeben, dass da noch was Brauchbares kommt in der Ecke.


    Es reicht doch ein Blick auf die völlig unmaßstäblichen Klötzer im Übersichtsmodell, um zu erkennen, welche Art 'Architektur' hier vorrangig geplant wird. Da bedarf es überhaupt keiner weiteren Visualisierung.

  • Man mag den Entwurf zu Recht als einfallslos und zu wenig originell bezeichnen, aber ich kann ganz gut damit leben. Der Entwurf ist unauffällig, unaufgeregt und erzeugt ein angenehmes Ensemble, das an dieser Stelle glaube ich ganz gut passt. Nur die einheitliche öde Rasterfassade zur Invalidenstraßen hin stört mich. 1-2 Stockwerke zusätzlich dürften es an dieser Stelle eigentlich auch sein.

  • Mir persönlich sind alle drei Plätze nicht wirklich spektakulär, zumindest der zweite setzt aber konsequent die "Verrasterung Berlins" fort, weswegen dieser Entwurf für mich der nicht schlechteste ist von allen Dreien. Er fügt sich mehr dem allgemeinen Baustil in dieser Gegend.


    Gespannt bin ich aber auf die Sichtachse/Gasse zwischen Hafen und Invalidenstraße. Man kann nur hoffen, dass sich das wirklich so lebhaft entwickelt, wie auf den Visualisierungen zu sehen.