Kistlerhofgarten (163 WE) [fertiggestellt 2015]

  • Unglaublich welch banaler Wohnraum in München zu global betrachtet Höchstpreisen verkauft werden kann. Das sind keine Wohnungen mit Blick auf den Hafen von HongKong oder in einem Pariser Styler-Viertel. Das ist Banalität in einem sich konversierenden Gewerbegebiet 6 km vom Marienplatz entfernt. Dazu gibt es noch 30 % München Modell Klientel.

  • Naja, Isek, wenn du ne Wohnung mit Blick auf den Hong-Konger Hafen willst, dann musst du min. das dreifache bezahlen...


    Ich finde die Gebäude jetzt nicht schlecht...

  • Isek , Man muss nicht alles schlecht machen und an allem herumnörgeln. Für den Standort finde ich das ganz ok und auch wesentlich besser, als zB Standardwohnbau in den 50igern - 70igern. An den Preisen ist nicht der Investor schuld, sondern v.a. die Marktumgebung.

  • 5000 Euro oder mehr für den Quadratmeter in solch einem Objekt sind für weite Bevölkerungsschichten einfach nur krank. Aber anscheinend gewöhnt man sich schnell an das hier in München durchgesetzte und politisch unterstützte Marktniveau.

  • Sicher ist das viel. Aber dafür ist der Wiederverkaufswert auch unschlagbar gut, da du in München immer eine Wertsteigerung erhalten wirst. Du musst mal überlegen, wohin sollte man sein Geld denn sonst anlegen? Immobilien sind derzeit das einzig Wahre.

  • Das ist ja gerade die Münchner Krankheit. Die Stadt wird nur fùr Anleger und Investoren zurecht gerichtet. Für jemanden, der nur eine Wohnung zur Eigennutzung sucht und nicht eben mal 500.000 am Sparkonto rumliegen hat, ist München der absolute Wahnsinn.

  • 500.000 braucht man da gar nicht. Die haben nämlich nur die wenigsten übrig. Eine kleine 2 Zimmer Wohnung am Stadtrand bekommt man schon für ein Drittel...


    Es gibt ja noch die Möglichkeit eines Kredits, wenn man solide wirtschaften kann und weiß sich nicht zu übernehmen.

  • Eine 2 Zimmer Wohnung für 166.000 Euro? Das ist aber dann übelster Plattenbau im Assoviertel. Und in diese Mini-Wohnung soll ich dann mit meinen 2 Kindern ziehen? Schon heftig, was einem von den Besitz-Münchnern alles zugemutet wird.


    Kredit? Für alle Mittelschichtler extrem gefährlich. Nimm 400.000 auf, jetzt extrem billig. Aber den musst du auch als Normalverdiener mit Kindern über min. 30 Jahre zurückzahlen. In 10 Jahren sind da immer noch etwa 300.000 neu zu finanzieren, was teuer wird und deinen Ruin bedeuten kann, wenn dann die Zinsen bei 4 oder 5 % stehen.

  • Wenn die Preise deutlich sinken sollen, benötigen wir aber auch massiv Neubauwohnungen.
    So um die 10.000 bis 15.000 / Jahr.
    Wegen der begrenzten Flächenausweisung zunehmend in Hochhäusern.
    Weil das viele "Anwohner" optisch ablehnen, müssten wieder Trabantenstädte gebaut werden,
    wo es noch keine "vorherigen Nachbarn" gibt.
    Das will man dann auch wieder nicht(?)

  • Bin gerade 1 Woche auf Billigurlaub in San Juan bei Alicante. Die Spanier scheinen dem Wohnen in Hochhäusern sehr offen gegenüber zu stehen. Das interessante dabei ist, dass es neben den hässlichen Kisten auch ältere Hochhäuser mit sehr ansprechender Architektur gibt. Die Häuser, die im Boom der letzten 10 Jahre entstanden sind, sin eigentlich durchweg gut anzusehen.


    In München ist es ein Witz der Geschichte, dass innenstadtnah eher locker bzw. eben niedrig gebaut wird und wurde, jedoch es weit draussen Hochhäuser gibt. Menschen, die dann teuer und aufwändig in die Innenstadt gefahren werden müssen. Extremste Beispiele sind z.B. die Gartenstädte in Laim an denen dann weiter außen dichte Wohnsiedlungen wie die Blumenau Haderner Stern oder noch extremer Forstenried anschließen.

  • Interessant finde ich auch Valencia mit den alten Hochhäusern in der Innenstadt
    mit E+10 bis E+12 und den vielen Gesimsen und kastellartigen Aufbauten.
    Das wär was für unsere Ludwigsvorstadt oder bei der Marsstrasse als Anregung, hmm...?

  • Anders als hier suggeriert liegen die hohen Münchner Mietpreise zum großen Teil am Versagen der rot-grünen Stadtregierung, die sich beharrlich weigert neue Baugebiete im Stadtgebiet auszuweisen.

  • :ibao:


    Richtig. Man schiebt nur das eigene Versagen bzw. die Politik des Bewahrens etablierter Vermögens- und Machtverhältnisse auf den nicht greifbaren Begriff des "Marktes". Dass man den Markt auch steuern kann, wird bewusst verschleiert und verschwiegen.

  • Ich denk, dass es gar kein richtiges "Versagen" ist, sondern dass ein Stadtwachstum insbesondere
    die optische Veränderung von fast allen Beteiligten insgeheim innerlich doch vehement abgelehnt wird.
    Äusserlich wird man dann auf alle nur denkbaren "Probleme der Umsetzung" hinweisen à la "uns sind die Hände gebunden".


    Frage: Fehlt es vielleicht an Zement, Kies, Holz, Stahl oder gibt´s zuwenig Architekten oder Baufirmen oder Maschinen?
    Denn: Bauflächen sind noch vorhanden, auch Techniken für dichte bzw. hohe Gebäude.
    Die Interessenten sind en masse vorhanden, also von der Nachfrageseite stünde der "Markt" in den Startlöchern.

  • Ja, aber es gibt zu wenig Baugenehmigungen seitens der Stadt. Und gegen die ist auch ein noch so nachfragestarker Markt machtlos...


    Allerdings macht es natürlich auch wenig Sinn jetzt einfach drauf los zubauen. Die Stadt muss hier ihrer Pflicht gerecht werden und zusammen mit den Umlandgemeinden nachhaltige Siedlungsstrukturen erarbeiten.


    Dafür müssten viele Bürger aber auch mal Kompromisse eingehen und lernen, dass nicht alles Neue gleich schlecht ist.

  • Hier ein paar Eindrücke des fertiggestellten Projekts, Fotos aufgenommen am 24.05.2015:









    Typische, preiswerte Demos-Bauweise. Nicht schön anzuschauen, aber immerhin mal wieder ein paar zusätzliche Wohnungen - in diesem Fall auch mit angemessener Dichte und Höhe.

  • Ach, ich find´s gar nicht mal so schlecht. Es macht sich eben doch bemerkbar im Gesamtbild, wenn moderne Gebäude auch mal Staffelgeschosse und andere Versetzungen haben und nicht einfach nur wie ein nasser Sack herumstehen. Die Farbgebung finde ich auch einigermaßen ansprechend.