Allgemeine Meldungen zwischen Altstadt und Südstadt (Tafelhof)

  • Irgendwie auch ein wenig ein Armutszeugnis, denn heißt das nicht, dass die Attraktivität von Werbeanzeigen in dieser Lage nicht einmal genutzt werden? Ich hätte nichts dagegen, wenn die Plane bedruckt wäre. Aber Nürnberg muss sowieso schon deutlich an seiner Attraktivität und seinem Außenbild arbeiten. Das ist ja seit Jahren schon bekannt.

  • Naja Plakatwerbung an Baustellenplanen würde ich jetzt nicht als attraktivitätsteigernd bezeichnen. Ich frage mich vielmehr ob das nicht entgangene Einnahmen für den Bauherren sind. Hat es die N-Ergie nicht nötig ein paar Mark zusätzlich einzunehmen? Mir scheint als verdiene man in Nürnberg prächtig und als gehe es der Stadt bei Weitem nicht so schlecht wie es immer behauptet wird. Umso mehr ärgert mich der Stillstand bei einigen Projekten, diese Perspektivlosigkeit bei der Quelle z.B. oder das Volksbad. Geld ist offensichtlich da.

  • So, ich habe von der AOK inzwischen eine Anwort bekommen:


    Der Grundstein (die in dem die Zeitkapsel ist) bleibt erhalten und bildet sogleich das Fundament des neuen Gebäudes.


    Der Brunnen (des Bildhauers G. Rossow) der vor dem jetzigen Gebäude steht, wird fachmänisch abgebaut, eingelagert und somit für eine weitere Verwendung gesichert!
    :daumen:

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    Danke für die Recherche. Die Aussage hinsichtlich der Verwendung der Brunnenskulptur könnte aber auch etwas vielversprechender lauten. Ich vermute nämlich, dass das Ding in einem Depot verschwindet.


    In den Nürnberger Depots liegen unglaubliche architektonische Schätze, die bei Rückbauten, Abrissen und aus den Trümmerhaufen gerettet wurden. Nur was nützen sie dort, wenn es kein Programm gibt das sie systematisch wieder ins Stadtbild zurück bringt. Die einzigen, die dem systematisch nachgehen, sind die Altstadtfreunde Nürnberg.

  • Kleines Rätsel aus dem Deal-Magazin:


    DM berichtet vom Erwerb eines Immobilienpaketes durch P&P in Nürnberg:


    Zitat


    Im Einzelnen handelt es sich um vier Wohn- und Büroobjekte sowie um ein Ärzte- und Bürohaus. Die Grundstücksflächen summieren sich auf mehr als 2.100 Quadratmeter. Sämtliche Immobilien sind komplett vermietet. Von insgesamt gut 4.800 Quadratmetern Mietfläche entfallen 1.900 Quadratmeter auf Wohnnutzung, 2.200 Quadratmeter auf Büro- sowie 730 Quadratmeter auf Praxisflächen. Sämtliche Objekte überzeugen durch ihre attraktive Lage im Nürnberger Stadtzentrum. In unmittelbarer Nähe befinden sich der Südstadtpark sowie der Nürnberger Hauptbahnhof. Die Einkaufsmeilen der Frankenmetropole sind fußläufig zu erreichen. Die fünf Objekte, die über eine gemeinsame Tiefgarage verfügen, sind in einem sehr gepflegten Zustand. Dank der Modernisierungen in den Jahren 2014 und 2015 besteht kein Renovierungsstau.


    Quelle: Deal-Magazin, 06.07.2017


    Link: http://deal-magazin.com/news/1…Gewerbe--und-Wohnobjekten


    Preisfrage: Um welche Objekte geht es?


    Wenn man sich vergegenwärtigt, wieviele solcher Deals in allein in diesem Magazin dokumentiert werden, ohne dass damit spürbare Entwicklungen einhergehen, bspw. Bau- und Entwicklungspläne, sondern lediglich eine „wir lassen erstmal alles wie es ist wegen Cashflow“-Erklärung nachgeschoben wird, bekommt man eine konkrete Vorstellung davon was in Ausnahmesituationen mit „Immobilienspekulation“ gemeint sein könnte. Denn täglich wechseln Immobilien ihren Besitzer, teils riesige Pakete in dreistelligen Millionensummen, manchmal auch nur Brachen wie neulich am Nordring, ohne dass eine konkrete Investitionsabsicht dahinter steckt.


    Ich werfe hier niemandem kritikwürdiges Verhalten vor, bitte nicht falsch verstehen, aber die Branche, für die dieses Deal-Magazin ein Medium darstellt, steckt nach meinem Dafürhalten schon zu beträchtlichen Anteilen voller heißer Luft. Ich durchforste die Meldungen auf DM regelmäßig nach konkreten Hinweisen auf Bauprojekte, aber es geht meist schlicht um Deals, das hin- und herverkaufen von Immobilienpaketen vor dem Hintergrund erwarteter Preissteigerungen.

  • könnte der Komplex Endterstraße Ecke Celtisstraße sein. Ist auch auf Google Maps eingerüstet, was durchaus die erwähnte Renovierung von 2015 sein könnte.

  • Aufstockung Hotel Sheraton Eilgutstraße

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    Leider habe ich selbst keine konkrete Vorstellung davon um welchen Komplex es sich handeln könnte. Könnte auch der Bürokomplex Sandstraße/Zeltnerstraße sein. Du liegst aber vermutlich richtig.


    Heute morgen beim Vorbeifahren gesehen: Das Hotel Sheraton in der Eilgutstraße wird nicht nur aufgestockt:



    Sondern erhält auch einen Pool auf dem Dach. Heute wurde er geliefert und hochgehoben:



  • Den Bürokomplex Sandstraße/Zeltnerstraße würde ich schon aufgrund zweier Angaben im DM ausschließen: "unmittelbar am Südstadtpark", "Tiefgarage". Zudem sind dort ja nur Büros des Finanzamtes untergebracht, Wohnen und Ärzte findet man dort (fast) nicht.

  • AOK-Neubau

    Auf der Website der AOK sind zwischenzeitlich detaillierter Visualisierungen zum geplanten Neubau am Frauentorgraben zu sehen:



    Quelle: AOK Bayern


    Leider sieht das trotzdem nicht besser aus als bisher bekannt. Scheint aber immerhin eine Naturstein- oder Klinkerfassade zu werden, vielleicht so wie beim GfK-neubau am Kohlenhof geplant, der ja nur einen Steinwurf davon entfernt entsteht.


    Die Ansicht von der Sandstraße sieht sogar etwas interessanter aus, da der langweilige Gebäudekubus hier etwas ausdifferenziert wurde:



    Quelle: AOK Bayern


    Allerdings fielen diesem Konzept sämtliche bestehende Bäume zum Opfer (Ist-Zustand), aber Bäume haben wir im südlichen Stadtgebiet ja anscheinend genug. Die Planungen wirken schon sehr konkret, und es sieht nicht so aus als würde sich da noch etwas zum Besseren hin entwickeln. Insgesamt scheint mit der Ort dann öder und steriler zu werden.

  • Hotelneubau: Steinbühler Straße 24-30

    Die Bauarbeiten für das Hotel an der Steinbühler Straße (letzter Beitrag), das seit über 3 Jahren in der Planung ist (Beitrag aus 2014), scheinen loszugehen. Seit Montag wird auf dem Grundstück der Asphalt entfernt, eine Mauer abgerissen und Baureife hergestellt:





    Dieser Bereich direkt am Kohlenhof wird in den kommenden Jahren vollkommen auf den Kopf gestellt werden: Der GfK-Komplex, die Entlastungsstraße zum Frankenschnellweg und weitere, diverse Brachen in dem zerklüfteten Stadtraum des östlichen Gostenhofs bieten noch viel Potenzial für z.B. weitere Hotelketten.

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    Der link und damit auch die Info ist allerdings schon Jahre alt. Bisher ist auf dem Gelände (noch) nichts passiert.


    ...allerdings wird in der Steinbühler Straße 30 (neben der SUPOL-Tankstelle) scheinbar ein Motel gebaut. Der Bauzaun steht schon und die ersten Bagger reißen bereits den Boden auf. Visualisierung siehe hier: http://https://www.letomotel.de/


    Es wird das erste Motel der Kette Letomotel außerhalb Münchens, siehe auch http://www.letomotel.de


    Mod-Hinweis: Beiträge zusammengeführt und Zitat entfernt. Bitte die Forengrundsätze berücksichtigen, vielen Dank!

  • Ja der Projektentwickler hat das Hotel und das Studentenwohnheim Entwickelt, und beide Projekte Verkauft.


    Und die Käufer fangen jetzt an es zu verwirklichen.

  • Abriss AOK

    Unterdessen beginnen die Abrissarbeiten am AOK-Gebäude. Begonnen wird an der Zeltnerstraße, vermutlich ist man kurz vor dem Ende der Entkernung:


  • Ich hatte mich damals zum Entwurf für den AOK-Neubau nicht geäußert, tue das aber jetzt, da es dem alten Kasten an den Stahlbeton geht. Ich persönlich atme auf, wenn dieses unförmige, dunkle und deprimierende Monstrum verschwindet. Der GMP-Entwurf für den Neubau gefällt mir hingegen gut. Nicht überragend, aber gut. Er kommt für mich zwar nicht an das Niveau des hochstrebenderen und eleganteren Entwurfs für das Hauptpost-Areal ran. Aber das Erscheinungsbild ist offen, freundlich, klar gegliedert und in seiner Zurückgenommenheit ein m.E. gutes Gegenüber für die historische Stadtmauer, die er nicht zu übertrumpfen versucht. Den Architekten ist da ein stimmiges Konzept gelungen.


    Insgesamt muss man sagen, dass es schon phantastisch ist, was sich nun in kurzer Zeit an der Achse zwischen Wörder See und Plärrer alles bewegt, wo zuvor gefühlt Jahrzehntelang Stillstand war: Marienzeile, Marienterrassen, dann die (leider in Teilen weniger gelungene) Budgethotelzeile, das Novotel, die Premiumbauten an der Hauptpost, das ehem. Bavarian-American-Hotel, der Schauspielhaus-Kubus, Deutscher Hof, AOK-Neubau und am Ende das Plärrer-Hochhaus. Die überwiegende Zahl der Realisierungen und Planungen gefällt mir. Das macht auch aus der Ferne stolz auf die alte Heimat, in der offensichtlich der Aufschwung angekommen ist. Und es nährt die Hoffnung, dass sich in diesem Umfeld auch der eine oder andere weitere Immobilienbesitzer ermutigt oder gezwungen sieht, bei sich zumindest mal eine Fassadenaufhübschung zu betreiben, um nicht als rückständig wahrgenommen zu werden. Nächster Kandidat hierfür wäre m.E. das Victoria-Hochhaus mit seinen schrottigen Blechfenstern.

  • Insgesamt muss man sagen, dass es schon phantastisch ist, was sich nun in kurzer Zeit an der Achse zwischen Wörder See und Plärrer alles bewegt, [.....] die alte Heimat, in der offensichtlich der Aufschwung angekommen ist. Und es nährt die Hoffnung [...]Nächster Kandidat hierfür wäre m.E. das Victoria-Hochhaus mit seinen schrottigen Blechfenstern.


    Danke, ja,da ist tatsächlich viel Bewegung drin! Aber beim Viktoria-Hochhaus hab ich keinerlei Bauchschmerzen, mir sind die Alu-Fenster deutlich lieber als die Plastikbomber, die bei billigen Sanierungen gerne verbaut werden.


    Das Sorgenkind in dieser Zeile ist aber zweifellos das alte Arbeitsamt!