Allgemeine Meldungen zwischen Altstadt und Südstadt (Tafelhof)

  • Allgemeine Meldungen zwischen Altstadt und Südstadt (Tafelhof)

    Um die vielen kleineren Projekte etwas besser finden zu können, wird dieser Thread eingerichtet für die Projekte zwischen Plärrer, Hauptbahnhof, Altstadtmauer und Bahnlinie. Aktuell baut hier die Spardabank und in der Essenweinstraße entsteht ein Wohnheim. Der "Deutsche Hof" hat einen eigenen Thread, aber das alte Arbeitsamt wird ja noch zum Thema, sowie einiges rund um die Oper und das Eisenbahnmuseum. Hoffe das hilft beim Finden von Infos.
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    Grad gefunden


    Planung für einen Büroneubau auf dem Parkplatz gegenüber dem Sheraton Hotel.


    http://bickel.de/1_4_3_buerogebaeude_eilgutstr.html


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  • Das alte Gebäude der Spardabank ist nun fast verschwunden. Die Abrisskanten zu den Nachbargebäuden und ein noch stehender, kärglicher Rest des Altbaus weisen Reste eines historischen Baus auf. Entweder hat sich ein "echter" Altbau mit Natursteinfassade hinter der Blechverkleidung versteckt, oder die Reste sind noch älter. Weiss da jemand mehr??
    Fotos:

  • Das ist ja interessant! Anscheinend war es günstiger, die Altbaufassade zu verdecken, als diese zu sanieren. Schade... Mich wundert allerdings dann doch die niedrig anmutende Deckenhöhe.

  • @ Mattes, so gering waren die geschosshöhen garnicht einmal, sondern sogar etwas höher als der östliche Nachbarbau. Klammheimlich ist da ein Altbau verschwunden!

  • Essenweinstraße 6

    Gegenüber der Avia-Tankstelle in der Essenweinstraße entsteht ein Studentenwohnheim. Die ganze Straßensituation erinnert mich immer ein wenig an Hamburg St. Pauli. Die Tanke ist gut frequentiert, liegt eingebettet in ein Wohnhaus und in direkter Umgebung vom Amüsement am Frauentorgraben und der Zeltnerstraße. In diese Umgebung direkt hinein pflanzt man nun ein Studentenwohnheim, wie sie zurzeit in Nürnberg vielerots entstehen. Die endgültige Giebelhöhe ist bereits erreicht, die Fenster sind drin, die Lücke ist geschlossen:



    Vorzustand als Hotelparkplatz: https://maps.google.de/maps?q=…jA&cbp=12,239.46,,0,-9.56

  • Allgemeine Meldungen zwischen Altstadt und Südstadt (Tafelhof)

    Der Spardabank-Neubau in der Eilgutstraße ist schon ziemlich weit. Bezug Beitrag von Scritch. Die Endhöhe ist fast erreicht:




    Die Sabelschule daneben müsste ja irgendwann auch wegziehen in den sanierten Bau in der Widhalmstraße.

  • Das Studentenwohnheim in der Essenweinstraße ist nun äußerlich fertig. Schaut ganz akzeptabel aus, die Fassade ist senkrecht gegliedert und mal nicht einfach nur weiss. Die Fenster haben eine Teilung und weisen das Gebäude als Wohnhaus aus. Lediglich das Erdgeschoss ist missglückt, das rechte Fenster hat man aus der Fassadengestaltung herausfallen lassen:


  • Äußerlich ist der Neubau der Spardabank in der Eilgutstraße fertig:



    Ich weiss nicht so recht ob mir der Bau gefallen soll oder nicht. Er wirkt zweifellos modern, großzügig und die großen Fensterflächen lassen Transparenz und im Innern Helligkeit erwarten.
    Auf der anderen Seite wirkt das Gebäude mit seinen reflektierenden und spiegelnden Oberflächen grell, abweisend und kühl. Es wirkt auf mich wie ein Protzbau aus den 1990'ern... qualitätvoll, aber stilistisch aus der Zeit gefallen. Wie seht ihr das?

  • Sehr dunkel, viel Glas, keinerlei Fassadendetails. Erinnert mich an andere Bauten aus den 80ern. Mir gefällts leider nicht. Die Visualisierungen ließen mich auf besseres hoffen. :(


    Die Fassade wirkt sehr ähnlich wie die der neuen Mercedes Benz Verwaltung an der Berliner Mediaspree (Bild).

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    Ja, wobei die Spardabank auf mich etwas stimmiger wirkt als der MB-Neubau in Berlin. Wie kann man bitte auf ein an sich elegant in dunklen Tönen gehaltenen Baukörper ein mit weißem Blech verkleidetes Technikgeschoss aufsetzen? Da wurde grob gepatzt. Patzer sehe ich an der Spardabank keine, dennoch empfinde ich das Gebäude als unangenehm.

  • Sanierung Hochhaus am Plärrer


    Mit 50 Millionen EUR Investitionsvolumen ist dies ein zu großes Projekt, um unerwähnt zu bleiben: Die Sanierung des Hochhaus am Plärrer. Es wurde zwischen März 1952 und Oktober 1953 errichtet, stammt aus der Feder der Nürnberger Architekturikone der Moderne, Wilhelm Schlegtendal, der nach dem Krieg seinen Architekturstil prompt auf die neue Zeit ausrichtete. Das Gebäude ist 55 Meter hoch und bietet 15 Stockwerke. Bis heute ist es die höchste Landmarke in der Innenstadt. Seine strenge Rastergliederung aus Lochfassaden mit den Brüstungsfeldern und die Verjüngung jedes Stockwerks nach oben hin um 1 cm lassen es noch schlanker aussehen als es eigentlich ist.


    Ein Glück für Nürnberg, dass das heute Nachfolgeunternehmen "N-Ergie" des damaligen Bauherrn "Städtische Werke Nürnberg" das eindrucksvolle und wichtige gebäude nicht aufgeben zugunsten eines neuere Bürobaus anderswo, sondern dieses denkmalgeschützte Gebäude aufwändig sanieren und ertüchtigen. Die Winterausgabe 2016 von "meine N-Ergie" widmet dem Sanierungsprojekt eine ganze Doppelseite und beschreibt die Maßnahme genauer: Es werden die Geschossdecken saniert, neue Haustechnik installiert, die Beleuchtung auf LED umgestellt und neue Fahrstühle eingebaut, sondern das Haus erhält auch wieder neue Fenster, die näher an den Originalen sind. Denn wie auf alten Fotos erkennbar ist waren die originalen Fensterflügel in der Mitte drehbar. Was ich etwas überraschend finde ist, dass eine Außendämmung angebracht werden soll. Wenn damit ein Wärmedämmverbundsystem gemeint ist wundere ich mich doch sehr, denn das Haus steht unter Denkmalschutz und das Einpacken in eine Wärmedämmverbundsystem verändert die Ästhetik des Gebäudes doch ziemlich stark, selbst wenn man die Fensterebene nach außen ansetzt. Das macht die Sanierung und den Unterhalt unnötig teuer. Naja die werden schon wissen was sie vorhaben.


    Jetzt, da es schon Nachmittags dunkel wird kann man gut die Entkernungen im Innern erkennen: Die Geschossdecken liegen blank. Im laufe des nächsten jahres dürfte das Gebäude dann eingerüstet werden um die Außenhaut zu bearbeiten.




    Die Bauarbeiten sollen 2019 beendet sein.

  • Also ich muss sagen, ich kann dem Plärrer-Hochhaus nicht so viel abgewinnen, dass ich es unter Denkmalschutz stellen hätte lassen!
    Finde es schade, dass der Denkmalschutz hier vermutlich eine Auffrischung der Fassadengestaltung verhindert. Vor allem die Fassade wirkt für meinen Geschmack doch langweilig und sehr angestaubt.

  • Ja, wirklich aufregend ist die Fassadengestaltung des Schlegtendal'schen Hochhauses wirklich nicht. Aber es ist eben eine Art Prototyp des Hochhausbaus in Deutschland, das erste und damit älteste in Bayern und mit seinen knapp 65 Jahren im Prinzip schon ein Altbau. Die gestalterische Konkurrenz war damals quasi nicht vorhanden. Nachdem der Denkmalschutz eben nicht nach Schönheit geht, sondern mehrere andere Kriterien heranzieht, kann ich das schon nachvollziehen.


    Die aktuellen Fenster entstellen das Hochhaus ja leider auch. Es sind aktuell primitive "Bruchbudenfenster" eingebaut, umgeben von einem weißen Rahmen für eine Jalousie. Die originalen Fenster haben anders ausgesehen mit denen der Bau auch völlig anders gewirkt hat. Ich schau mal ob ich davon ein Foto finde und hier zeigen kann.

  • Historisch betrachtet sehe ich es auch ein, dass das Gebäude geschützt werden muss!
    Und ich kann mir auch vorstellen, dass kleine Veränderungen auch einiges bewirken können... Leider sind alle historischen Aufnahmen des Gebäudes, welche mir bisher unter die Augen gekommen sind, zu pixelig um genaueres erkennen zu können.

  • Ich halte Denkmalschutz für essentiell wichtig für den Erhalt des Erscheinungsbilds von gewachsenen Städten. Dass es dabei auf den historischen und architektonischen Wert ankommt und nicht auf Gefälligkeit oder Zeitgemäßheit, ist mir bewusst. Trotzdem wundert es mich immer wieder, wie viele Bauten gerade aus der Nachkriegszeit mit dem Denkmalstatus "geadelt" wurden. Es scheint mir, dass sich die Generation, die für den Wiederaufbau verantwortlich war, gleich selbst ein Denkmal gesetzt hat, indem sie ab den 1970er Jahren großzügig den Denkmalstatus an Gebäude aus den 1950ern verliehen hat. Besonders ärgert es mich, wenn solche Denkmäler flugs geschützt werden, wo sie auf dem Grundriss früherer jahrhundertelang Stadtbildprägender Bauten entstanden sind wie bei der Hauptmarkt-Nordseite oder beim Pellerhaus.


    Um zum Plärrer-Hochhaus überzuleiten: Man wundert sich schon, dass dem historisch vielschichtigen Kopfbau am Hauptbahnhof keine Denkmaleigenschaft zukommt (wobei mir die dortigen Neubaupläne sehr zusagen), dass aber gleichzeitig der reine Zweckbau des Plärrer-Hochhauses, den jedenfalls ich als äußerlich extrem uninspiriert empfinde, noch für Generationen an seinem Platz "zementiert" wird.

  • Ich denke beim Plärrer-Hochhaus ist es besonders wichtig auf die Wirkung in dessen Entstehungszeit zu achten. Das Gebäude landete wie in Ufo in der historisch recht zerklüfteten, vom Krieg zerschundenen Platzanlage. Das Gebäude war ein mutiger Schritt in die Moderne und wirkt heute eher unspektakuär weil es praktische eine Blaupause für den Wirtschaftswunderstil war. Gut das es nun behutsam dem Ursprungszustand wieder näher gebracht wird, denn wer das Gebäude kennt weiß um die vielen guten Details die es ausmachen...


    Der Bau am Bahnhof, bekannt als Hauptpost, hat zwar eine gewisse Geschichte, ist baugeschichtlich aber wirklich in keiner Weise stilprägend. Ich persönlich finde den Bau eigentlich ziemlich verkorkst.


    d.


  • Ansichtskarte aus Privatsammlung


    Das Bild zeigt das Gebäude kurz nach seiner Fertigstellung, es kleben noch die Etiketten vom Fensterbauer an den Scheiben und einige Fenster sind offen zum Auslüften. Man sieht dass die Fenster zierlichere Rahmen haben und nicht so klobige Plastikeinfassungen wie die heutigen. Der damalige Clou war das ankippen nach außen.


    Ich stimme Dexter zu, das Haus wirkt beeindruckender, wenn man sich in die Entstehungszeit zurückdenkt, als es um den Plärrer herum nur Ruinen aus vergangenen Epochen gab, die meisten mit Notdach und viel verußter Sandstein. Dieses Hochhaus mit seinen hellen, freundlichen Farben und seine gratfreie Silouette, die hoch in den Himmel aufragt und deren viele Fenster den Himmel spiegeln - das muss richtig Hammer ausgesehen haben. Die Denkmaleigenschaft dieses Hauses würde ich mal nicht anzweifeln, auch wenn für uns der Anblick heute alltäglich ist, gar langweilt.


    Der Vergleich mit der Hauptpost ist interessant, denn diese wurde ja fast zur gleichen Zeit wieder aufgebaut und ahmt gewissermaßen diese Form nach, wenn auch mit völlig anderer Textur. Dass die Hauptpost verkorkst ist würde ich jetzt nicht sagen, im Gegenteil, sie ist vom Entwurf her eben deutlich älter und mehrfach überformt. Denn ihr ursprünglicher Entwurf ist dem des Plärrerhochhauses ja nicht ganz unähnlich. Im Gegenteil, man kann an der Hauptpost die wichtige Geschichte des letzten Jahrhunderts ablesen, damit lassen sich ganze Doktorarbeiten schreiben. Trotzdem steht es nicht unter Denkmalschutz, während wiederum das Pellerhaus unter denkmalschutz steht. Das ist schon alles etwas zufällig und wirkt nicht als läge der Entscheidungsfindung beim Denkmalschutz ein gleichbleibender Qualitätsstandard zugrunde.