Humboldt-Forum / Stadtschloss - Der Bauthread

  • Danke, Georges Henri, für die Information und die zwei Links. Auch der rbb hat in der Abendschau hierüber mit einen kurzen Video (Nachrichten 2) berichtet. Ich freue mich schon sehr darauf bald die tolle neue Aussicht zu genießen.

  • Ich finde es einerseits toll, dass das Café realisiert wurde und der Ausblick für alle da ist. Andererseits verstehe ich immer diesen "Wink mit dem Zaunpfahl" nicht, alles soziale im Sinne der Errungenschaften des 20. Jahrhunderts auch immer mit der Architektur des 20. Jahrhunderts zu versehen. Hätte man nicht einfach einen Teil des Obergeschosses des Original Stadtschlosses als Café-Haus benutzen können? Oder zumindest einen Aufbau historisierend zur besseren, harmonischen Eingliederung?


    Aber ich will mal nicht zu viel meckern - ich freue mich auch auf den Ausblick!

  • Ich war gleich heute morgen oben. Das Café ist sehr gemütlich geworden. Leider konnte ich vom Innenraum keine Bilder mehr machen - mein Akku war leer ||

    Alle Bilder von (c) Betonkopf

  • Wieso diese Verwunderung?


    Alle detaillierteren Schnittzeichnungen zeigen an dieser Stelle ja eine abgehängte gewölbte Decke und diese war auch schon während der Bauphase auf den Webcams deutlich zu sehen. Da die Schlosskapelle ja nicht rekonstruiert wurde, war die gesamte Raumhöhe des Tambourgeschosses samt seiner Fenster ja für das Museum für Asiatische Kunst selbst nicht notwendig. Andererseits ist der Raum unter der Kuppel wegen des gewölbten und wohl auch nicht sehr belastbaren Bodens, halt nicht wirklich nutzbar.

    Aber immerhin schön, dass man wenigstens einen Blick hineinwerfen kann, wenn man schon nicht höher auf die Ebene kommt, auf der man einmal komplett um die Kuppel herumlaufen könnte.

  • Hä?! War das jetzt die Erklärung für den Haufen?


    Ja. Nur ist der "Haufen" ist halt kein Haufen, sondern die Oberseite einer Betonkuppel in der Kuppel.


    Dass die Kuppel wegen dieser Konstruktion nicht genutzt werden kann, ist IMHO unfassbar. Die Kuppel wäre der logische Ort für das Cafe, nicht das Dach.

  • Das mit dem Café sehe ich auch so. Für den Sitzbereich würde es nicht reichen, aber den Tresen hätte man unterbringen können.


    Hoffentlich gestaltet man den "Haufen" bzw. den ganzen Raum wenigstens noch irgendwie. Das ist doch kein Zustand. Oder ist es wieder ein "Burch"?

    Einmal editiert, zuletzt von Ben ()

  • Das ist kein beabsichtigter Bruch, sondern eine sich aus den Umständen ergebene Notwendigkeit...


    Um die Höhle der Schwertträger im Museum für asiatische Kunst darunter in voller Höhe aufzubauen, benötigt man ja die entsprechende Raumhöhe unter der abgehängten Zwischendecke. Die Abhängung erlaubt wiederum eine möglichst leichte Konstruktion. Eine gerade, belastbare Zwischendecke hätte ja die Fenster des Tambourgeschosses mittig geschnitten und wäre dadurch auch von außen deutlich wahrnehmbar. Der Raum darüber wäre für ein Café oder den Tresen auch nicht nutzbar ohne deutlich sichtbare Anbauten nach außen für den barrierefreien Zugang.


    Durch die diagonalen Traversen von der Deckenabhängung ist auch so keine wirkliche Nutzung des Raumes möglich. Man könnte aber sicherlich eine Kunstinstallation dort einrichten. :-)


    Immerhin wäre die abgehängte Decke bei einer Rekonstruktion der Schlosskapelle leicht wieder entfernbar. Allerdings ist die Schlosskapelle sicherlich ein Raum, der bei möglichen Innenraumrekonstruktionen des Stadtschlosses nicht an erster Stelle steht. Man denke nur an die schon heftigen Diskussionen ums Kuppelkreuz und den umlaufenden Spruch um die Kuppel. Insofern wird man sich mit der jetzigen Situation fürs Erste abfinden müssen.

  • Die Schlosskuppel, so erinnere ich mich, darf als Raum nicht genutzt werden, weil das Gebäude sonst qua Höhe dann baurechtlich als "Hochhaus" gegolten hätte, als das es aber nicht genehmigt wurde. Die Kuppel ist ja eine Zutat, die ursprünglich nicht geplant war. Dass die Kuppel dann doch errichtet wurde, verdanken wir einem Großspender.

  • ^ Welche baurechtlichen Konsequenzen hätte es nach sich gezogen, wenn das Humboldt-Forum als Hochhaus gegolten hätte? Hätte es weitere Auflagen beim Brandschutz gegeben? Oder hätte man (weitere) Aufzüge einbauen müssen? Vielleicht kann das jemand, der Ahnung hat, erläutern. Danke im Voraus.

  • ^ Ich meine, genau darum ging es. Es war zum Zeitpunkt der Großspende alles schon so weit geplant und genehmigt, dass man endlich beginnen wollte und keine weitere Verzögerung riskieren wollte.

  • Der aktuelle baurechtliche Stand ist aber nicht für die Ewigkeit. Grundsätzlich ist es möglich, dass es nachträglich zu Ausnahmen bzw. Freistellungen von baurechtlichen Festsetzungen kommen kann. Es ist nach wie vor möglich, dass die Kuppel irgendwann mal ausgebaut und genutzt werden kann. So wie ich das sehe, ist auch die Rekonstruktion der Schlosskapelle immer noch möglich.


    Aber ich will hier nicht den Schlaumeier spielen. Vielleicht weiß jemand Anderes mehr dazu. Neben dem baurechtlichen Aspekt wäre ja noch die Statik zu berücksichtigen.

  • Ich bin gestern früh übrigens zusammen mit 14 weiteren Besuchern mit dem Lastenaufzug hochgefahren, da die 2 (!) Besucherfahrstühle ausser Betrieb waren und man dies bis Montag nicht mehr hinbekommen konnte.

    Das Interessante daran war, dass der Lastenaufzug nicht, wie der Besucherfahrstuhl, 4 Etagen hochgefahren ist, sondern im Prinzip 5.

    Es gibt ein, für die Öffentlichkeit unzugängliches Geschoss (3.5 laut Fahrstuhlanzeige) zwischen der 3. und 4. Etage.

  • Also die “Dachterrasse” wirkt doch äußerst lieblos und kahl. Ein wenig mehr als reiner Rasen hätte man schon erwarten können. Ob es nun am Foto liegt: der Bodenbelag sieht aus, als sei er die letzten zehn Jahre bereits in einer x-beliebigen Fußgängerzone auf sämtliche Unbill getestet worden. Das Dach ist für mich, von der Aussicht mal abgesehen, der schwächste Teil des Gebäudes. Schade.