Alexanderplatz - Abkehr vom Kollhoff-Plan?

  • @ Knuddelknutsch: es geht ja nicht um Bürohochhäuser sondern um Hochhäuser. Die zwei in der Umsetzung befindlichen HH von Hines und am Alexa sind Wohnhochhäuser.


    Nur das Hines-Projekt ist in der Umsetzung befindlich (B-Plan ist aber noch nicht umgeändert, Architektenwettbewerb steht auch noch aus. Und wer weiß ob es sich Hines nicht doch noch anders überlegt?). Neben bzw. hinter dem Alexa ist jedoch dieses Appartmenthaus mit einer Höhe von ca. 65 m geplant.

    Zitat


    Und die TLG als Grundeigentümer? Die sind doch gerade verkauft worden..


    Die TLG hat zwar einen anderen Eigentümer, besteht jedoch weiterhin als Gesellschaft.

  • Bato weiss mal wieder alles besser.


    Für das Hochhaus am Alexa ist der Bauantrag abgegeben. Stand sogar in der Zeitung (Tagesspiegel, mit Foto - das hat B. ja gepostet. Ich poste hier nichts gar mehr sonst findet Bato wieder eine Urheberrechtsverletzung oder die Zusammenfassung gefällt ihm nicht). 65 Meter sind doch ein HH, oder nicht? Die BauO sagt: Über 25 Meter letzter Fussboden gilt die HH-Richtlinie.


    Der B-Plan für das Hines-HH ist zwar schon geändert (neu gezeichnet, öffentlich ausgelegt, in der Trägerbeteiligung öff. Belange etc.), jedoch noch nicht vom Abgeordnetenhaus festgesetzt. Das macht auch, so detailliert wie er ist, vor dem Ergebnis des Architekturwettbewerbes keinen Sinn. Bei den Vorkosten, die Hines jetzt für das HH investiert hat kann ich mir nur schwer vorstellen, dass das Bauvorhaben wieder aufgegeben wird. Aber ich weiss: die Pferde und die Apotheke...

  • Bato weiss mal wieder alles besser.


    Kein Grund die beleidigte Leberwurst zu geben. Klar kann man die Planung hinterm Alexa als Wohnhochhaus bezeichnen.
    Jedoch dachte ich, dass wir hier über die Stadtkrone reden - also den 150m Turm vorm Alexa Alexander- Ecke Grunerstraße. Schreib doch einfach hin welchen Alexa-Turm du meinst, dann gibts keine Verwirrung. Und wenn du du Hintergrundinfos hast die noch keinem bekannt sind - um so besser.
    Der B-Plan für's Hines-Projekt mag umgeändert worden sein, Änderungen könnte es theoretisch als Resultat der öffentlichen Auslegung immer noch geben. Diese läuft bis einschließlich 30. April.


    Was deine Urheberrechtsverletzungen angeht. Solange du dich an unsere Forenregeln haltest ist doch alles im Lot (siehe PNs).

  • Immerhin könnten somit in Zukunft Planungen wie der Blackstone-Entwurf umgesetzt werden. So lange sie dort grundsätzlich weiterhin Hochhäuser erlauben, finde ich die Entscheidung vom Plan abzurücken vernünftig. Eine Ausweitung der Hochhausplanungen auf das Marx-Engels-Forum wäre gut. Die Idee, alle neuen Hochhäuser auf solch kleinem Raum in etwa gleich hoch zu bauen und dabei Bestand zu zerstören, ist sowieso nicht gut. Ich hätte lieber etwas spannenden Wildwuchs und dabei auf größerer Fläche.

  • Inwiefern wären Hochhäuser auf dem Marx-Engels-Forum gut?
    Humboldt-Forum, Nikolaiviertel und Dom geben im Grunde eine begrenzte Höhe ja vor. Ein Hochhaus genau neben diesen Gebäuden wären meiner Meinung sehr unpassend.
    Den Blick von Unter den Linden mit einem Hochhaus direkt hinter dem Humboldtforum abzuschließen wäre meiner Meinung optisch ein Graus.

  • Hochhäuser auf dem Marx-Engels-Forum würden nicht nur das Schloss marginalisieren
    sondern womöglich auch noch den Blick auf das Rote Rathaus beeinträchtigen.


    Nein: Dorthin passen nur Gebäude bis maximal zur Standart-Traufhöhe!

  • Wenn es entschädigungsfrei möglich ist bin ich dafür,die Kollhoffschen Hochhauspläne am Alex fallen zu lassen. Nur Hines und das Mini Hochhaus hinterm Alexa und sonst nichts.
    Die Hochhauspläne,die von Anfang an unrealistisch waren,1993 war die Euphorie längst verflogen,behindern die Entwicklung des gesamten Gebietes.Solange man an diesen Plänen festhält,werden alle anderen Optionen verhindert. Ohne dieses Wolkenkuckucksheim wären der Alex und seine Umgebung heute wahrscheinlich besser entwickelt.


    Das Problem ist allerdings,dass man ausser am Alex keine weiteren Hochhausstandorte ausgewiesen hat.Fast überall in den zentralen Lagen gibt es massive Widerstände,selbst gegen 13 Geschosser. IMHO sollte man überlegen am Hbf / EC ein bis zwei Hochhausstandorte mit zu planen.Dort dürfte der Widerstand am geringsten sein. Es ist ja nicht so,dass kein Bedarf an Büroräumen besteht,aber es gibt zu viele Entwicklungsgebiete und zu viele kleinere Projekte.

  • Jetzt muss ich tatsächlich auch zustimmen :lach: Ich meinte eigentlich das Gebiet um den Platz zwischen Fernsehturm und Spandauer Straße auf dem der Neptunbrunnen steht (der sowieso vor das Schloss gehört). Das liegt auch ausserhalb der Blickachse von Unter den Linden.

  • Ich finde, dass die Debatte über eine Revision des Kollhoff-Planes längst überfällig ist. Dieser Plan hat einfach zuviele Mängel, als dass er beibehalten werden sollte.


    Ein Problem ist, dass der Plan am realen Bedarf völlig vorbeigeht. In der Ursprungsversion hat der Plan ja den Bau von 13 Hochhäusern mit einer Höhe von 150 Metern vorgesehen, der Bedarf reicht bisher nicht einmal für ein Hochhaus. Ich habe auch große Zweifel, dass der angekündigte Wohnturm kommt. Die Kosten für Wohnhochhäuser sind einfach dermaßen hoch, dass sie sich nur bei sehr hohen Mieten oder Kaufpreisen amortisieren. Beides ist am Alexanderplatz nicht zu erzielen.
    Zweitens, und das wiegt noch schwerer, ist der Kollhoff-Plan extrem unflexibel. Er funktioniert nur, wenn er in großen Teilen realisiert wird. Er sieht dagegen keine Strategien für den Fall vor, dass sich die Nachfrage nicht wie erwartet entwickelt. Er erlaubt kein schrittweises Vorgehen, keine Strategie der kleinen Schritte, die sich viel besser an wechselnde Marktlagen anpassen kann.
    Diese Schwäche hat mit einem dritten Problem zu tun, mit der mangelhaften Berücksichtigung des vorhandenen baulichen Bestandes. Der Kollhoff-Plan ist letztendlich ein "tabula-rasa-Konzept", eine Kahlschlagplanung, die den Abriss der Bestandsbauten erfordert. Wenn sich die Eigentümer entschließen, diese Bestandsbauten nicht zu abzureißen, sondern zu erhalten, dann geht der ganze Plan nicht auf.


    Daher halte ich es wichtig, den Kollhoff-Plan zu beerdigen und stattdessen behutsamere, flexiblere Planungen zu entwickeln. Daher ist es gut, dass Regula Lüscher diese Diskusssion jetzt anstößt. Ich bin kein Rechtsexperte, aber wenn es wirklich möglich sein sollte, die Planungen abzuwickeln, dann sollte diese Chance unbedingt genutzt werden. Zur Zeit hängt der Kollhoff-Plan noch wie ein Damoklesschwert über dem Platz und behindert seine Weiterentwicklung.

  • ^^ Hausschwamm : Auch das nicht. Das wichtige aus meiner Sicht ist Alt-Berlin frei zu halten von Höhe, vor allem, damit die Sichtachse Unter den Linden auf Mitte die Türme und Kuppeln möglichst störungsfrei von Marienkirche-Dom-Rathaus-Schlosskuppel, Nicolaikirche-Stadthaus- bis Parochialkirche (in Zukunft) und eigentlich auch Petrikirchturm voll zur Geltung kommen (Referenzblick aus meiner Sicht Postkartenmotiv von der Siegessäule über das Brandenburger Tor nach Alt-Berlin). In Alt-Berlin und Alt-Cölln (Spreekanal bis Stadtbahndamm) hat alles wesentliche über Traufhöhe aus meiner Sicht gar nichts zu suchen. Wenn die Investoren in die Höhe denn bauen wollen, dann bitte hinter der Stadtbahn und eigentlich auch nur links von Fernsehturm aus Sicht unter den Linden (damit wäre das Alexa-Hochhaus eigentlich eine Sünde) und Rechts vom Fernsehturm aus Sichtachse KMA ab Straussberger Platz/Frankfurter Allee (damit wäre das Alexa-Hochhaus ebenfalls die Sünde, weil es direkt vorm Fernsehturm steht und die Kugel vom Straussberger teilweise verdeckt). Die dritte wichtige Sichtachse wäre noch der Blick von der Oberspree (Jannowitz bis Oberbaum) - auch von da dürften links vom Fernsehturm keine HH stehen, um eben die historischen Türme wirken und den historischen Kern der Stadt weithin sichtbar zu lassen.

  • Einige der von Klarenbach angesprochenen Aspekte finden sich auch in einem Artikel des Tagesspiegel, der sich mit dem Abrücken des Senats von den Plänen Hans Kollhoffs befasst. Auch die Abendschau hat heute (natürlich) hierüber berichtet und die unterschiedlichen Positionen noch einmal zusammengefasst.

  • Wozu denn jetzt dieser Aktionismus? Wenn die Eigentümer ihren Bestand noch nicht abreissen wollen ist das doch ok. Der Platz wird sich so oder so langsam entwickeln und wenn der entsprechende Bedarf irgendwann da ist (und das wird er garantiert!), dann geht das mit der Bebauung von selbst.

  • Ich meinte eigentlich das Gebiet um den Platz zwischen Fernsehturm und Spandauer Straße auf dem der Neptunbrunnen steht (der sowieso vor das Schloss gehört). Das liegt auch ausserhalb der Blickachse von Unter den Linden.


    Also das Marienviertel? Das dürfte ja wohl der ungeeignetste Ort für Hochhäuser jedweder Art im gesamten Stadtgebiet sein... Nördlicher Alex, bis zur Mollstraße - da darf man sich meinetwegen austoben.


  • Ein echter urbaner Platz, der Times Square in New York und ein mittelmäßiger Stadtplatz mit Dauerrummel, der Berliner Alexanderplatz.


    Das Bild vom Times Square ist am 24.12.2012, also Heiligabend entstanden.
    Das Bild vom Alexanderplatz letzte Woche, also fast 15 Wochen nach Weihnachten.


    Es fehlt definitiv noch ein Lidl, Aldi oder Netto Flachbau auf dem Platz. Irgendwo muss ja das Volk sein Sternburger in rauen Mengen erwerben können.

  • Ostkreuzblog : Aber was soll denn nun am Times Square erstrebenswert sein? Die Gegenüberstellung zeigt doch ganz gut, dass beide Plätze ziemlich ähnlich sind: An beiden Orten regiert allein der Konsumrausch, es ist laut, ungemütlich und geht proletenhaft zu. Wenn es einen Rummelplatz gibt, ist es der Times Square doch schlechthin! Und auch die Architektur (soweit überhaupt noch erkennbar) ist, abgesehen von der Höhe vielleicht, am New Yorker Platz selbst auch nicht gerade spektakulär.

  • Japher warst du schon mal da?


    Es ist so dass der Namensgeber schon mal eine der größten Zeitungen der Welt ist, die New York Times, das hat schon mal was.
    Dann hat man am Times Square den Broadway, berühmt für seine vielen Musicals. Die vielen Reklametafeln mögen nicht jedem gefallen, jedoch machen sie die Nacht zum Tag und sorgen für einen Wow-Effekt beim Besucher.


    Der Alex hingegen ist Abends einfach nur tot, wie zu DDR Zeiten. Vor dem Krieg war der Alex auch sehr belebt und es gab auch Leuchtreklametafeln, sehr viel sogar. Heute wird der Platz mit Absicht tot gehalten. Krönung sind diese Holzbuden sowie die Erzgebirgspyramide.


    Mein eigentliches Augenmerk galt jedoch des Datums an dem beide Bilder entstanden sind. Wir haben April und auf dem Alex steht ein Weihnachtsmarkt, während am Times Square an Heiligabend fast nichts und wenn nur sehr dezent was von Weihnachten zu sehen ist.


    Die Leuchtreklame am Times Square spielt pro Quadratmeter sogar mehr Geld ein als der Quadratmeterpreis der anliegenden Büros. Kann also nicht von so schlechter Aufenthaltsqualität zeugen.


    Frau Regula Lüscher war es auch die sich einst dafür stark machte dass es keine Leuchtreklame am Alex geben wird.


    Haben wir den sozialistischen Riesenplatz jetzt nicht lang genug gesehen? Mehr Farbe bitte.

  • Was soll dieser suggestive Vergleich von Äpfel und Birnen? Zentraler Platz in der Welthauptstadt vs. zentraler Platz in der ehem. Hauptstadt der DDR. Ostküsten- vs. Ostblockarchitektur? Coca Cola vs. Sternburger?
    Ich versteh es einfach nicht...


    Der Plastikrummel am Alex ist auch meine Sache nicht. Gleichwohl besteht zum Alex-Bashing nun wirklich kein Anlass. Wenn man nicht gerade das Kriterium der klassischen "Schönheit" zum Anlass nimmt, so empfinde ich die Gesamtsituation "Alex" als nicht sonderlich defizitär. Ein bishen Balkan, ein bishen Disparates und Undefiniertes dürfen wir an dieser Stelle schon aushalten. So denke ich.


    Der Platz tut sich entwickeln, nach den Bedürfnissen und Bedarfen der Zeit. Den Kollhoff-Plan mag man deshalb gerne zu Gunsten einer flexibleren Lösung zur Disposition stellen.


    Ganz allgemein verstehe ich die Hitzigkeit nicht, mit welcher sich die Protagonisten in den Berliner Feuilletons (weniger hier im Forum!) die Köpfe rot reden.


    Der Alexanderplatz, wie wir ihn vorfinden, ist das Ergebnis einer städtebaulichen tabula rasa Politik. Der ganze Historismus musste damals weg, da nicht mehr zeitgemäß opportun und die ganze sozialistische Moderne musste hin, da opportun. Das finden natürlich ganz viele Leute heute ganz abscheulich. Manche sind nun heute der Meinung, dass die gesamte sozialistische Moderne doch weg muss, da nicht mehr zeitgemäß opportun und die ganze post-postmoderne Architektur hin muss, da opportun. Sozusagen eine "fight-fire-with-fire" Reaktion auf die tabula rasa Politik der vergangen Tage.
    10 Hochhäußer da hinklotzen zu wollen empfinde ich zumindest mehr als vulgäre Überformung denn als sinnvolle Ergänzung des Alexanderplatzes + Umfeld. Aber auch einige andere Pläne und Wünsche, die zur Zeit öffentlich artikuliert werden, zielen eher auf Umwertung denn Weiterentwicklung.


    Anders als damals an der Mauer-Brache Potzdamer Platz bewegt man sich mit dem Alex in einer vorgefunden städtebaulichen Situation. Diese wieder komplett umgestalten und umdeuteln zu wollen finde ich ein wenig phantasielos.
    Etwas mehr Ausgeruhtheit in den Debatten, etwas mehr perspektivischer Inkrementalismus in der Planung bzw. auch ein bishen "durchwurschteln" darf hier schon sein.


    Klar, man kann und darf und soll man manches besser machen an der "Ist-Situation". Und klar auch; Alexa und Saturn ist Murks, manch Anderes ist einfach nur banal! Irgendwie aber auch ein Ergebnis der mangelnden Wertschätzung die der städtebaulichen "Ist-Situation" entgegengebracht wird. Wenn in der öffentlichen Meinung zum Alex alles nur irgendwie "Sternburger" und problembehaftet ist, warum sollten Investoren diesen Platz dann ästhetisch ambitionierter behandeln?


    Ein gewisses Grundbekenntnis und Affirmation der "Ist-Situation", gepaart mit einer ausgeruhten und bedarfsgerechten Weiterentwicklung des Umfeldes, erscheint mir deshalb angebrachter, als den Alex immer wieder aufs Neue komplett zur Disposition zur stellen.


    Zur "Ist-Situation", die es zu bejahen gilt, zähle ich ausdrücklich auch den transitorischen und weitläufigen Charakter des Alexanderplatzes + Umfeld. "Betonwüste" hin oder her - man kommt schnell von A nach B, das Auge blickt weit und wird nicht durch "Stadtgrün" und kleinteilige Bebauung gestört. Das ist auch eine Facette von Urbanität, die Berlin gut tut.
    Jegliche Bemühungen den Platz zu einem Ort "an dem die Menschen sich wieder wohlfühlen" "sich wieder begegnen können", "den Platz wieder erleben können" und was sonst noch diesen Wellness-Denker/Innen wieder vorschwebt, bitte ich deshalb tunlichtst zu unterlassen! Ich will hier weiterhin klare Kanten und einen großzügig bemessenen Stadtraum und keine "weichgezeichneten und wiedererlebbaren Wohlfühl-Oasen". Für die oben genannten Bedürfnisse gehe ich in den Stadtpark oder in die Kneipe.


    P.S. Die Beiträge 764 & 765 habe ich eben erst gelesen.

  • Ostkreuzblog : Ich persönlich fände etwas Leuchtreklame am Alex nicht schlimm und ich hätte auch weiterhin überhaupt nichts gegen einige zusätzliche Hochhäuser (ob 69m, 100m oder 150m). Aber trotzdem verschließt sich mir die Logik und Argumentation des Vergleichs. Beim Times Square (zumindest auf Bildern noch hässlicher und noch mehr "billige" Effekthascherei als am Alex) kann ich keine echte Aufenthaltsqualität erkennen und ich weiß auch nicht was die Erträge aus Werbung mit Aufenthaltsqualität zu tun haben sollen. Wenn die Tafeln pro m² weniger einbringen würden als die Büros dann wäre das auch zugleich weniger Aufenthaltsqualität :confused:


    Und ich finde es immer wieder interessant, wenn dem Alex die Urbanität abgesprochen wird. An den objektiven Kriterien kann das mE nicht liegen, der Platz ist extrem stark frequentiert und auch verdichtet. Gut ich bin selten spät Abends da wenn die Läden zu sind, aber wirklich tot kam er mir nie vor. Die Kritik an Ästhetik und Aufenthaltsqualität kann ich hingegen schon verstehen. Hier sehe ich aber durch die Lückenschlüsse eine langsame Verbesserung der Situation. In dem Sinne würde ich eine gut abgewogene Überprüfung des Kolhoff-Plans auch befürworten, eher als weitere Jahrzehnte stur darauf zu pochen. Vielleicht kann man ja trotzdem so bauen, dass einige Türme noch aufgesetzt werden können. Ich kann mir vorstellen, dass der Bedarf schon da ist falls man die Preise nicht zu extrem nach oben schraubt. Einige weitere Hotels und auch Wohnungen würden zudem doch dazu beitragen den Platz noch urbaner wirken zu lassen.

  • Bei der Debatte um die Abkehr vom Kolhoff-Plan fehlt mir ein wenig das Konkrete: meiste wird über den Hochhausbau geredet, aber nicht über den Grundriss. Was ist mit letzterem? Steht der auch zur Disposition? An sich ist dieser ja nicht schlecht, gerade was die Nachverdichtung zwischen Alexanderplatz und Alexanderstraße anbelangt.


    Interessant ist am ursprünglichen Plan auch der kreisförmige Platz, funktionell zwar fragwürdig (die Straßenbahn macht Halbkreise mitten auf dem Alex), aber optisch ganz ansprechend (ggf. durch Pflasterung könnte man dies ja noch nachholen, obwohl eine Berolina-Statue in besagtem Rondel auch nicht übel wäre :) )