Axel Springer Medien Campus [in Bau]

  • Axel Springer Medien Campus [in Bau]

    BerlinOnline meldet vorab, dass der tagesspiegel am Sonntag morgen folgendes Berichten wird:



    Enge Vertraute von Leo Kirch engagieren sich mit mehreren Mio. in Berlin.


    Ruth Kirch (Leos Frau) und zwei enge Vertraute von Kirchs neuer Mediengruppe sollen an dem Geschäft beteiligt.


    Gekauft haben sollen Sie ein rund 9300 Quadratmeter großes Grundstück in Mitte. Das Areal steht zurzeit Frei und der B-Plan, der schon besteht, lasse ein Bürohaus mit bis zu 27.000 qm BGF zu.


    Laut Insidern, so der Tagesspiegel, wolle die "neue Kirch-Gruppe" Ihre Aktivitäten in Berlin verstärken. Ein Kirch-Konzern Spreche hab Umzugspläne jedoch dementiert und von "privaten Investements" gesprochen.


    Ehefrau Ruth habe persönlich eine Grundschuld in Höhe von 3,8 Millionen Euro auf das erworbene Grundstück eintragen lassen. Außerdem beteiligte sich Kirchs rechte Hand Dieter Hahn sowie der Kirchvertraute und Rechtsanwalt Hans Erl mit eigenen Gesellschaften an dem Projekt.


    http://www.berlinonline.de/akt…il.php?msg=ddp_1971205350


    Kann sich dabei eigentlich nur um dieses Grundstück handeln:



    Unten im Bild das Springer Hochhaus, links unten die Springer-Passage.


    EDIT: mal schauen, was der tagesspiegel morgen so schreibt.

  • Ziemlich verworrener Artikel des Tagesspiegels zum Thema. Man nimmt den Grundstücksdeal zum Anlass das gesamte Geflecht von Kirch Vertrauten/Firmen "aufzuschlüsseln".


    • Grundschuld in Höhe von 3,8 Millionen Euro wurde bereits zu ihren Gunsten in das Grundbuch eingetragen (Verzinsung: 20% p.a.)


    • Unternehmenssprecher Kirchs: "Spekulationen über Umzug der Kirch-Gruppe... ...nach Berlin sind Unsinn.“


    • eines der letzten Filetgrundstücke in Mitte, ein ganzes Karree zwischen Schützen-, Jerusalemer, Zimmer- und Axel-Springer-Straße


    • genau der richtige Ort für letztes Fanal im Ringen mit Springer


    • eine Niederlassung mit Blick auf das Verlagsgebäude der Axel Springer AG


    • in der Münchener Konzernzentrale ist das Berliner Investment bekannt


    • die Möglichkeit in kürzester Zeit über einen gewaltigen Neubau in Berlin-Mitte zu verfügen


    • kann wohl alles sehr schnell gehen: es gibt einen rechtskräftig festgesetzten Bebauungsplan


    • Grundstück ist nach ermittelten Verkehrswerten 15 Millionen Euro D


    • Bau eines Bürohauses dieser Größenordnung: Baukosten etwa 50 Millionen Euro


    (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 09.12.2007)


    http://www.tagesspiegel.de/med…-kirch-clans/1116730.html

  • In dem Zusammenhang frage ich mich, wem die angrenzende Brachfläche Axel-Springer-Str./Schützenstr./Jerusalemer Str./Zimmerstr. eigentlich gehört?
    Ist das eine Reservefläche des Springerverlags?
    Mir sind jedenfalls noch nie irgendwelche Planungen oder Vorhaben für diesen doch recht zentral gelegenen Block bekannt geworden, dessen aktuelle Nutzung als provisorischer Parkplatz doch eher ein wenig an die frühen und mittleren 90er Jahre in Berlin-Mitte erinnert...

  • In dem Zusammenhang frage ich mich, wem die angrenzende Brachfläche Axel-Springer-Str./Schützenstr./Jerusalemer Str./Zimmerstr. eigentlich gehört?
    Ist das eine Reservefläche des Springerverlags?
    Mir sind jedenfalls noch nie irgendwelche Planungen oder Vorhaben für diesen doch recht zentral gelegenen Block bekannt geworden, dessen aktuelle Nutzung als provisorischer Parkplatz doch eher ein wenig an die frühen und mittleren 90er Jahre in Berlin-Mitte erinnert...


    Ich komme an diesem Grundstück tagtäglich vorbei. Hier war vorher ein Parkplatz, der nun geschlossen ist. Hier sind nun Bagger unterwegs. Bäume, Sträucher und Asphaltteile wurden weitestgehend schon entfernt. Man sieht da allerhand Rohre rumliegen. Wer weiß, was da nun geschieht? Die ursprüngliche Planung sah vor, dass ein Teil des Geländes (Richtung Axel-Springer-Str.) bebaut und die andere Hälfte zu einem Park gemacht werden sollte.

  • Hier noch ein kleines Update zur Brachfläche "Schützenstr./Zimmerstr./Jerusalemerstr./Axel-Springerstr." Der provisorische Parkplatz, der hier war, wird wohl nun zu einem richtigen Parkplatz. In den letzten Tagen wurden auf dem Gelände Laternen installiert und Pflastersteine abgeladen. An dem benachbarten Grundstück "Schützenstr./Krausenstr." (ehem. Schulgelände) wurden indes schon ein paar Bäume gefällt. Mal sehen, was hier noch passiert.

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    Das fragliche Areal steht auf der Tagesordnung der am Mittwoch stattfindenden Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung (BVV-Saal Karl-Marx-Allee 31).
    Zitat:

    Zitat

    Neubauvorhaben Axel-Springer-Verlag (Block zwischen Axel-Springer-Straße, Schützenstraße, Jerusalemer Straße und Zimmerstraße)


    Spannend...

  • Diese Ausschüsse sind ja sehr interessant. Leider finde ich zu o.g. Ausschuss nur noch Protokolle bis Mai 2012.


    Was nützt die Internetpräsenz der BVV Mitte, wenn keine Transparenz über die Beschlüsse hergestellt wird. Oder gibt es noch andere Quellen? Oder bleibt es einem nur übrig, persönlich zu erscheinen?

  • Bin mir nicht sicher, ob man das als "kleineres Projekt Friedrichsstadt" einsortieren sollte, da es aber keinen besseren Thread dafür gibt:


    http://www.axelspringer.de/pre…s-in-Berlin_18588406.html


    Axel Springer plant auf dem Grundstück Zimmer-, Schützen, Jerusalem- und AS-Straße (also auf der Brache gegenüber des Hauptsitzes) einen Mediencampus. Das Grundstück ist 10171 m2 groß. Es wurden "Avantgarde Architekten" und "etablierte internationale Architekten" eingeladen um sich die Vision des Konzerns anzuhören.


    Es geht um dieses Grundstück.

  • Na bitte, da haben wir es doch schon. Danke für den Link mkwiteaux. Hab direkt mal einen neuen Thread angelegt. Klingt jedenfalls sehr vielversprechend.


    Konstantin
    Welche Kirch-Gruppe meinst du eigentlich? Die die in die Insolvenz gegangen ist? ;)


    NativeBerliner
    Notfalls beim Bezirksamt anrufen oder via Mail anfragen. Bei öffentlichen Veranstaltungen vorbeizuschauen ist auch ein guter Weg.

  • So sehr ich manche einschlägig bekannte Publikationen aus dem Hause Springer verachte, so freut mich doch dieses Engagement. Zum einen ist es ein weiteres Bekenntnis zum Standort Berlin und zum anderen ist Springer wohl schon weiter an das digitale Medienzeitalter angepasst als andere und könnte daher mit seinen Produkten prägend sein. Dann ist es wiederum gut für Berlin, wenn hier diese Trends gesetzt werden und das Personal hier entsprechend vorhanden ist. Das könnte weitere Ansiedlungen ähnlicher Art für den Medienstandort Berlin nach sich ziehen. Auf jeden Fall aber wird ein Gebäude das "überwältigend schön" ist (so es dies denn auch tatsächlich sein wird), schon mal eine positive Strahlkraft entwickeln. Auf die Architektur bin ich daher auch schon gespannt. Das Verlags-Hochhaus gefällt mir eigentlich ganz gut. Zumindest ist es durch den Knick und die zwei verschiedenen Baustile ein Blickfang.

  • Wie die Blöd-Zeitung berichtet sollen in den „Axel Springer Campus“ digitale Tochter-Unternehmen der Axel Springer AG sowie Start-ups einziehen.


    Der Architekturwettbewerb soll aus zwei Phasen bestehen und bis Ende Dezember 2013 abgeschlossen sein.


    In der Jury sitzen u.a. Regula Lüscher, Nationalgalerie-Direktor Udo Kittelmann und Friede Springer.

  • Auch die MoPo (als weiteres hauseigenes Blatt) hat einiges zu berichten. In euphorischen Tönen wird die damalige visionäre Standortentscheidung der 1960er und die bisherige Entwicklungsgeschichte beschrieben. Der neue Campus soll nun also wieder ein Quantensprung werden. Das Unternehmen mache inzwischen 60% des Umsatzes und knapp 50% des Gewinnes im digitalen Bereich.


    Die Vorgaben an die Architekten klingen ebenfalls sehr visionär und auch etwas großspurig. Der Bau solle wie schon geschrieben avantgardistisch und zugleich "überwältigend schön" werden, sodass Passanten der Mund offen stehen bleibe und die gefragten Fachkräfte sich davon magisch angelockt fühlen (3500 Arbeitsplätze sollen an dem Standort gebündelt werden). In seiner Architektur und Konzeption soll der Bau daher radikal anders sein als das Verlagsgebäude. Döpfner will ein Gebäude wie er es so noch nie gesehen habe... Daher sollen die Architekten den bestehenden Bebauungsplan von 2000 "am besten nicht beachten". Was auf dem Gelände gebaut werden könne, sei ganz sicher verhandelbar - das gelte u.a. für die Ausrichtung des Baukörpers auf dem Gelände und auch für die Größe und die Traufhöhe. Wie sich Döpfner so sicher sein kann? Weiß ich auch nicht aber Juroren werden neben Döpfner selbst und Friede Springer auch Regula Lüscher und Mittes Baustadtrat Carsten Spallek sein ;)


    http://www.morgenpost.de/berli…adikal-anders-werden.html

  • Bis hier gebaut wird, dauert es wohl noch eine ganze Weile. Springer hat erst einmal auf einem großen Teil des Grundstücks einen kostenpflichtigen Parkplatz errichten lassen:



  • Präsentation der Neubaumodelle

    Die Modelle für den Neubau werden am Montag (16.9) um 18 Uhr in dem kürzlich aufgebauten Zelt auf dem Grundstück "Lindenpark" (neben dem Parkplatz) präsentiert. Dazu gibt es noch eine Ausstellung mit historischen Fotos des Zeitungsquartiers. Die Begrüßung findet durch Mathias Döpfner statt.


    Da es im Anschluss ein Spätsommer-Fest für alle Mitarbeiter mit Currywurst gibt steht das Ganze unter dem Motto "Curry & Design"


    Scheint eine geschlossene Veranstaltung zu sein.

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    Dazu gibt es auch eine Pressemitteilung auf der Axel-Springer-Seite:


    Zitat

    Architektenwettbewerb von Axel Springer: Die Sieger der ersten Phase stehen fest


    Zitat

    Axel Springer hat die erste Phase des Architektenwettbewerbs für seinen geplanten Neubau auf dem „Lindenpark“-Gelände in Berlin abgeschlossen. Die Jury hat am 13. September 2013 entschieden, dass die Architektenbüros Bjarke Ingels, Rem Koolhaas (OMA), Kuehn Malvezzi, SANAA und Ole Scheeren mit ihren Entwürfen in die zweite und finale Wettbewerbsphase einziehen werden.


    Zitat

    In der zweiten Wettbewerbsphase sollen die ausgewählten fünf Ideen konkretisiert werden. Im Dezember entscheidet die Jury aus Vertretern von Axel Springer, Architekten und Kunstexperten sowie Senats- und Bezirksvertretern über die Endauswahl. Ein Planungsauftrag erfolgt, nachdem entschieden wurde, ob und wann das Bauprojekt tatsächlich realisiert werden kann.

  • Die BZ hat schon Infos zu den 3 möglichen Gewinnerentwürfen, samt ein paar Visualisierungen, die eine wirkliche Einschätzung allerdings meines Erachtens nicht zulassen. Trotzdem nett zu sehen, in welche Richtung es sich entwickeln könnte.


    Hier der Link zur BZ