Neubauten an der East Side Gallery (Mediaspree)

  • Gibt es für die Katerholzignachbar-Genossenschaftshäuser in #1084, Abbildung 2 Information zur verwendeten Fassade? Wenn das einfach nur verputzt ist, sähe das etwas banal aus, besonders wenn da auch Metallbrüstungen aus dem Baumarkt rankommen. Insgeheim hoffe ich auf Backsteinelemente...

  • ich geh mal davon aus, das dieser "mediaspreeversenken-genehmer" entwurf keinerlei deko oder architektonische raffinesse aufweisen wird...die homepage des projekts weißt darauf mehr oder weniger hin:


  • Ich finde es auch nicht so tragisch wenn ein Mauerstück von 19 Meter aus diesem langen Mauerstreifen entfernt wird. Mir würde es gefallen wenn man dieses Mauerstück in die Fassade des geplanten Baus integriert würde.


    Wie wäre es denn mit einem Kompromiss bei der ganzen Sache. Die 19 Meter werden rausgenommen und woanders wieder aufgestellt (in der Nähe natürlich).


    Gleichzeitig verpflichtet sich der Bauherr des Hochhauses im/am Erdgeschoss eine Infostätte zu platzieren. Große Videodisplays in der Ergeschossfassade integriert könnten Videomaterial von der Entstehung der Bilder, deren Sanierung und Interviews der Künstler zeigen. Was man natürlich auch noch zeigen sollte ist der Umstand warum hier auf Ostberliner Seite eigentlich Mauerteile stehen, die sonst nur auf der Westseite standen. Man sollte eben auch etwas zu den Grenzanlagen zeigen.


    Dann, erst dann sollte man es Gedenkstätte oder Denkmal nennen dürfen.
    Was haltet ihr davon?

  • Tja, so etwas kommt heraus, wenn man die Entwicklung eines der wichtigsten Gebiete Berlins (östliche Stadtspree) aus politischen Gründen (Scheitern inklusive) dem Bezirk überlässt und stattdessen Verfahren wegen der Dachgestaltung von Kiosken (S-Bahnhof Charlottenburg) aus "gesamtstädtischen Gründen" dem Bezirk entzieht und durch die Hauptverwaltung genehmigt.

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    Tja, so etwas kommt heraus, wenn .....


    ...man keine konsistente übergreifende Stadtplanung hat und punktuell den Investoren für maximalen Profit das Feld bestellt... Mediaspree ist ein Desaster (verlorene Uferbereiche bzw. zu wenig Ufer für alle, zu wenig Wohnungen in einem Bereich, in dem man gerne leben würde zwischen FHain und KBerg an der Spree, aber eben nicht so verplant). Wie Herr Scholz in Hamburg sagt: "Wir wollen nicht maximalen Profit beim Verkauf von Grundstücken sondern das beste Konzept (für Stadt und Bürger)." Mit so einer Maxime wäre die derzeitige Planung Mediaspree nicht möglich!

  • Na, der maximale Profit für Investoren ist natürlich ein Märchen. Wenn man - wie hier bei dem Wohnturm - fast 10 Jahre auf eine Baugenehmigung warten muss ist das sicher nicht gewinnmaximierend sondern massiv baubehindernd. Egal, wie man das Haus findet.


    Die heisse Luft, die der Senat über angeblich zur Verfügung stehende Bauflächen verbreitet, hilft auch nicht weiter. Die meisten Flächen sind mit den Bezirken strittig und müssen in jahrelangen Verfahren zu Baurecht getrieben werden - da ist 2013 und 2014 keine Marktentlastung zu ertwarten. Die Wohnungsbaugesellschaften bauen auch seit Jahren nicht neu, trotz gegenteiliger Ankündigungen des Senats.


    Zusätzlich gibt es an jeder Stelle, an der gebaut werden soll irgendwelchen Protest. Meist soll alles bleiben, wie es ist.


    Das Pilotprojet zur Konzeptvergabe am Blumengroßmarkt endete nach zwei (!) Jahren im Desaster: ein Viertel des Grundstückswertes wurde für Workshops, Beteiligungsmoderationund Gutachten ausgegeben, das Ergebnis sind genauso kommerziell orientierte Projekte wie bei der Höchstpreisvergabe. Das ist wie beim Kater Holzig: angeblich handelt es sich um Alternativkultur aber im Restaurant kostet das Steak 50 Euro. Das ist doch bigott! Und was sich Herr Scholz in HH unter "bestem Konzept" vorstellt wäre in Berlin nie durchsetzbar. Einfach hier mal im Hamburg-Forum blättern.


    In summa wäre der Mietpreisanstieg nur zu stoppen, wenn das Land den Markt mit Baugrundstücken fluten würde. Es sind ja genügend da. Es tut aber das Gegenteil und verknappt das Angebot, der Lifo verkauft nichts mehr und die jahrelangen Diskussionen um jedes Bauprojekt verringern die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stetig.


    Deshalb werden die Mieten weiter steigen, und zwar rapide. macht Euch alle schonmal auf das Erscheinen des nächsten Mietspiegels gefaßt und schnallt Euch an. Danach werden die Rufe der Sozialisten erschallen: der Staat soll's richten, schuld sind diejenigen, die überhaupt noch Wohnungen bauen (Investoren, Bauträger, Entwickler). Also: Zuzugsperre für Berlin, wie vor 1989!

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    ...man keine konsistente übergreifende Stadtplanung hat und punktuell den Investoren für maximalen Profit das Feld bestellt...


    Wenn ich so was lese kommts mir echt hoch.
    Dieses Antiinvestorengeplapper in dieser Stadt nervt.


    Wer soll denn in dieser mit 62.000.000.000 € verschuldeten Stadt noch Wohnungen bauen? Der Senat? Die Wohnungsbaugesellschaften?


    Die SPD kündigte vor der letzten Abgeordnetenhauswahl ja großspurig an das Wohnungsproblem anzugehen und Wohnungen zu bauen um die Mietpreise stabil zu halten. Nichts, gar nichts davon ist passiert. Stattdessen kommt man auf so absurde Ideen und verbietet den Leuten: doppelte Waschbecken, Parkett, Fußbodenheizung usw. in ihrer künftigen Altersvorsorge. Tituliert das ganze mit dem Zusatz "Luxus" und schon hat man die Menge auf der eigenen Seite.


    Und im Senat passiert eben auch das Gegenteil von Nachhaltigkeit, mit dem Versemmeln des Flughafens werden noch mal mindestens 5.000.000.000 € Steuergeld in den Sand gesetzt. Der eigene Chef und Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens fordert neuerdings täglich nur einen Betrieb von 16 Stunden. Das muss man sich mal vorstellen, so etwas gibt es nur hier.


    Zurück zur MediaSpree. Auch hier, absolutes Versagen von Senat und Bezirksregierung. Erst gammelt die EastSide Gallery vor sich hin, keiner kümmert sich drum alles wird dem Selbstlauf überlassen. Dann wird sie teuer saniert, wogegen erst mal alle sind weil es ja so viel Geld kostet. Nun zieht es Massen von Touristen an, wogegen auch wieder alle sind. Der Ort wird natürlich beliebter, erste Bauten entstehen rings rum, so der Plan dem erst mal alle zugestimmt haben. Der Bezirk ist einer der ärmsten der Stadt. Investoren kommen von aussen und bringen ihr Geld in diesen Bezirk und wollen bauen. Es entstehen Arbeitsplätze auf dem Bau und in der Dienstleistungbranche. Das ist jetzt nun auch wieder nicht gut.


    Das Ganze weil eben auf politischer Seite niemand bereit ist einen Kompromiss zu finden. Jeder fischt im Wählerwasser des anderen. Es gibt nur 0 oder 1, ja oder nein, dafür oder dagegen.
    Man sollte sich hier mal ein Beispiel an der NewYorker Highline nehmen. Dort hat man auch den Kompromiss geschafft. Die HighLine wurde saniert und zu einem Park gemacht (mit festen Öffnungszeit und Parkranger). Ringsum entstanden Hotels, Gallerien, Läden, Clubs und auch Wohnungen. Es funktioniert also. So ist das in Städten die sich permanent verändern. In Berlin hat man jedoch den Eindruck dass es langsam zu einer großen Provinz vergammelt in der keiner mehr irgendwas will ausser Transferleistungen beziehen.


    Wie schon geschrieben wäre mein Vorschlag die 19 Meter zu entfernen und gleich in der Nähe wieder aufzubauen und in der Erdgeschossfassade des entstehenden Gebäudes eine Videogallerie zur EastSide Gallery zu installieren, mehrsprachig. Dann wissen die Touristen auch was sie sich hier wirklich angucken. Und ups, ganz nebenbei können die Touristen dann im Café unten in dem Haus ihren Kaffee trinken und Souviniers kaufen. Schafft Arbeitsplätze und spühlt Steuern in die Bezirkskasse wovon man dann vielleicht auch mal den Grünstreifen an der Spree sauber halten kann.


    Wie leichtfertig der Bezirk mit den Touris umgeht die zur EastSide Gallery wollen sieht man am Ostbahnhof. Kein Schild weist darauf hin wo es zur Galerie geht. Die Touristen laufen oft in die völlig falsche Richtung fast bis vor zur Karl-Marx Alle, kann ich jeden Tag beobachten. Über das Umfeld des Ostbahnhofes brauchen wir erst gar nicht reden.


    Die Antwort hierauf findet sich in diesem Thread.
    Bato

  • libero : hast du das aus der Fibel 'Mein erster Klassenkampf' abgeschrieben?


    Zur ESG: Man sollte vielleicht mal darüber nachdenken, weitere Abschnitte der Mauer an dieser Stelle zu entfernen und in zugänglicherer Anordnung im 'East-Side-Park' wieder aufzustellen. Dadurch würde man ein für alle mal die damit verbundenen Nutzungskonflikte beseitigen. Allerdings erfordert dies das Abrücken von Extrempositionen, was wenn man sich das Verhalten der Berzirkspolitiker anschaut, unwahrscheinlich ist.

  • Wie wäre es denn mit einem Kompromiss bei der ganzen Sache. Die 19 Meter werden rausgenommen und woanders wieder aufgestellt (in der Nähe natürlich).


    Ja, genau darum ging es von Anfang an - es wurde nur von den üblichen Verdächtigen ganz anders medial verbreitet.


    Zitat

    Gleichzeitig verpflichtet sich der Bauherr des Hochhauses im/am Erdgeschoss eine Infostätte zu platzieren.


    Aussichtslos. Hier geht es doch überhaupt nicht um Gedenken oder historisch korrekte Aufbereitung. Wir führen eine klassische Neiddebatte, weil es da ein paar Reichlinge wagen ihr Projekt direkt vor die Haustür der Verhindererfraktion zu pflanzen, vielleicht sogar mit Brückenschlag nach drüben. Da ist die Mauer schon das passende Sinnbild - aber eben eher für jene in den Köpfen.

  • tel33


    Von mir aus können ruhig ein paar "Reichlinge" ihr Projekt verwirklichen. Ich finde es nur sehr fragwürdig, wenn dafür ein absolutes Berliner Highlight Federn lassen muß. Da bringt auch der Verweis auf die O2-World nichts. Das ist genauso fragwürdig.


    Hätte die Öffentlichkeit vorher ausführlich und transparent von dieser Aktion erfahren, hätte sich bestimmt großer Widerstand geregt. Man bekommt bei diesen Dingen nun einmal den Eindruck, über den Tisch gezogen zu werden. Ähnlich wie bei Stuttgart 21 und anderen Projekten. Es ist schlicht eine sehr fadenscheinige Angelegenheit. Es gibt auch viele Nichtprotestierer, die gegen diese Beschädigung der East Side Gallery sind. Ich glaube zwei Drittel sind beim Tagesspiegel wohl dagegen.


    Es ist die übliche krumme Tour, um es Investoren so leicht wie möglich zu machen. Nichtökonomische Belange werden so stark wie möglich zurückgedrängt. Es hat niemand etwas gegen Investoreninteressen. Es geht um das Wie und die Transparenz.


    Leider greifen hier dann wieder einige in die McCarthy-Mottenkiste.

  • Gab es denn ähnliche Proteste bei der Lücke, die im Zuge des Baus der O2 World entstanden ist? Das Thema wird völlig aufgebauscht und in nahezu jedem Artikel den ich dazu gelesen habe, philosophiert man rum statt einfach mal die Fakten zu nennen. Man könnte wirklich meinen es wurde insgeheim der völlige Abriss der Galerie geplant und ein par Tapfere stemmen sich mutig dagegen. Aber wenn auf der Schlossbrücke die Sockel der Figuren beklebt und bekritzelt oder die kaum fertige Rathausbrücke beschmiert werden, interessiert das die Herren und Damen die dort protestieren nicht die Bohne. Da ist ja dann auch nicht der Senat oder ein Investor der Böse der ein Wahrzeichen angeblich mutwillig beschädigt.

  • tel33


    Hätte die Öffentlichkeit vorher ausführlich und transparent von dieser Aktion erfahren, hätte sich bestimmt großer Widerstand geregt. Man bekommt bei diesen Dingen nun einmal den Eindruck, über den Tisch gezogen zu werden. Ähnlich wie bei Stuttgart 21 und anderen Projekten. Es ist schlicht eine sehr fadenscheinige Angelegenheit. Es gibt auch viele Nichtprotestierer, die gegen diese Beschädigung der East Side Gallery sind. Ich glaube zwei Drittel sind beim Tagesspiegel wohl dagegen.


    Es ist die übliche krumme Tour, um es Investoren so leicht wie möglich zu machen. Nichtökonomische Belange werden so stark wie möglich zurückgedrängt. Es hat niemand etwas gegen Investoreninteressen. Es geht um das Wie und die Transparenz.


    Deine Ausführungen sind sehr falsch. Die Bebauungspläne sind seit Jahren bekannt lagen sogar öffentlich aus. Wenn sich die Leute erst immer dann für etwas interessieren wenn längst die Bagger rollen, dann ist das jetzt einfach Pech. Es ist mir ehrlich gesagt dann auch etwas zu einfach wenn alles immer nur auf die Politik geschoben wird.


    Egal welcher Partei die jetzt angehören, sie versuchen es auch nur den Leuten recht zu machen. Und wenn man vor ein paar Jahren dachte dass die Ansiedlungen an der Spree gut für den Bezirk und für die Menschen ist, dann war das eben so. Wenn die gleichen Politiker nun plötzlich einfach anderer Meinung sind weil sie Angst haben ihre Wähler zu verlieren, dann ist es ihre Aufgabe zur Entscheidung zu stehen und den Leuten zu erklären was das für Vorteile hat. Oder aber sie müssen die Konsequenzen tragen die daraus resultieren dass sie bereits genehmigte Entscheidungen wieder kippen. Eine Konsequenz daraus wäre die Schadensersatzforderung in Millionenhöhe.


    Das ist bei Stuttgart 21 eigentlich genau das gleiche. Das Projekt ist seit den 90ern bekannt. Interessiert hat sich die Menge erst als die Bagger rollten. Aber auch da lagen die Unterlagen vorher öffentlich aus.


    Also man sollte es tunlichst unterlassen der Politik hier transparenzlosigkeit oder gar Korruption vorzuwerfen.


    Man sollte nun auch mal anfangen zu betrachten welche Chancen das hier mit sich bringt. Und die Chancen die der Bezirk Friedrichshain hat sind riesig, nur lassen sie sich mit derart verhärteten Meinungen kaum nutzen.

  • Mich erinnert diese Berichterstattung, die ganz offensichtlich nicht fahrlässig sondern vorsätzlich falsch ist, an die Presseberichte über die Prenzlauer Gärten, die angeblich von der Öffentlichkeit abgeschlossen seien und über eine Eingangskontrolle verfügten - obwohl im Gegenteil ein grundbuchlich gesicherter öffentlicher Weg durch die Anlage führt. Ist die Schlagzeile gut genug hilft einfach keine Wahrheit mehr.

  • Das ist einfach eine Kriege zwischen die Kulturen: eine ist die Kultur der Fortschritt, der Respekt und der Gedanke. Die andere ist die Kultur der Extremismus, der Desinformation und "Gammelheit". Jetzt hangt von uns selbst zum welche wollen wir gehoeren.
    Heute ich habe 10 minuten von meine Zeit genommen um eine Tag von eine Informationsschild zum entfernen. Und in diese 10 minuten allein ich habe etwas nutlicher gemacht als die 6000 Personen die haben heute nicht anders gemacht als geschrien.

  • ^ Es ist ja dein gutes Recht, hier in Berlin deinen Ordnungswahn auszuleben, aber diffamiere doch bitte nicht Leute, die mit ihrem ersten Sonnen-Sonntag seit Wochen etwas besseres anzufangen wissen, als irgendwo Aufkleber abzukratzen oder ihre Wäsche mit dem Lineal zu ordnen.


    Zum Thema: der bleibende Eindruck, den die Eastside-Gallery bei den meisten Gästen hinterlässt, entsteht auch durch die Länge des Bauwerks, die, obwohl Wachturm & Postenweg fehlen, weitaus besser verdeutlicht, was die Teilung für die Stadt bedeutet hat, als das kurze Stück an der Bernauer. Natürlich gab es auch beim Versetzen des Teilstücks an der O2-Arena-Proteste, allerdings hat man damals ebenfalls von Ausnahmen usw. gesprochen. Hier wird jetzt auch wieder mit 19 Metern argumentiert und unter den Tisch fallen gelassen, dass ein weiteres Bauprojekt direkt nebenan errichtet werden soll, für das dann wieder ein Teilstück entfernt wird. Irgendwann hat man dann eben mehr Lücke als Mauer. Nochmal: es handelt sich hier um ein unter Denkmalschutz stehendes Objekt von nationaler Bedeutung.


    Interessante Metapher bei dieser Thematik:
    Eine Mauer soll bleiben und der Bau einer Brücke soll verhindert werden.


    Das wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Für die nicht-technokratische Anbindung eines Fuß- und Radwegs wäre der bereits vorhandene Durchbruch völlig ausreichend.


  • Das wird auch durch Wiederholung nicht richtiger. Für die nicht-technokratische Anbindung eines Fuß- und Radwegs wäre der bereits vorhandene Durchbruch völlig ausreichend.


    Sagst Du, aber wenn man auf die Karte schaut, kann man eine direkte Verbindung auch zur Mühlenstraße befürworten.


    Ich glaub bei dem Thema im Grunde keinem mehr: andauernd wird in RBB und bei den Gegnern über Abriss der East Side Gallery geredet, obwohl da nur ein Stück versetzt werden soll. Daß da vor einigen Jahren schon Teile versetzt wurden, scheint niemanden interessiert zu haben damals. Der eine sagt, es geht um den Erhalt eines Denkmals zu Erinnerung der Grenzen, obwohl der Zustand (restaurierte Grafitis) beileibe nichts damit zu tun hat. Der nächste sagt wieder man will keine Brommybrücke, wieder andere keine neuen WOhnungen (aber dann wieder meckern, wenn der Wohnungsmarkt knapp wird...) Bei einigen bekommt man den Eindruck, die Touristen würden wegbleiben, wenn das Stück verrückt ist, ein anderer sagt der Senat sei Schuld. Und wer hat das eigentlich genehmigt? Schulz, der sich jetzt an die Proteste mit anschließt?


    Und einige skandieren "Die Mauer muss bleiben!" - ich als Ex-DDR'ler kann darüber nur den Kopf schütteln.


    Und warum haben sich die Protestler nicht schon früher damit beschäftigt? Diese Sache kommt mir allgemein doch etwas merkwürdig vor, vorallem bei den ganzen Fehlinformationen, die verbreitet werden.

  • ..bleibt zu hoffen,dass der Entwickler keine kalten Füße bekommt und das Projekt platzen lässt.Das wäre ein wirklich fatales Signal aus dieser Stadt,mit Folgen weit über die Immobilienbranche hinaus. Wenn hier dem Protest nachgegeben wird,welches ambitionierte Projekt soll denn dann hier in Zukunft noch angegangen werden ?
    Architektonisch leben wir schon im Kommunismus,Einheitsbrei allerorten,bloß nicht aus der Reihe fallen,dann gibt es Ärger.


    Den Bezirkspolitikern ist scheinbar nichts anderes mehr geblieben,als gegen 60m hohe Häuser und mehrspurige Straßen zu kämpfen.


    Ich bin heute am HbF von Touris auf englisch angesprochen wurden,sie wollten "the rest of Berlin Wall " besichtigen.Ich habe ihnen die Bernauer Straße vorgeschlagen.Die Mauer ist eine enorm wichtiger Zugfaktor für Berlin.Deswegen sollte man bei der ESG jetzt abschließend transparent festlegen,wieviel Segmente noch versetzt werden und wo die versetzten Elemente aufgestellt werden.
    Ich meine,dass das Versetzen einiger Elemente in den dahinter gelegenen Park der Anlage gut tut.

  • Die taz äußert sich in überraschender Weise zum Thema und entspricht damit eigentlich voll und ganz meiner Einschätzung zur Media Spree Versenken Gruppe und ihren Zielen und fragwürdigen Methoden:
    http://www.taz.de/Desinformation/!112114/


    Kurz umrissen: Die Lücke die jetzt entsteht, wurde von den Hauptinitiatoren des vermeintlichen Mauerabriss-Protests selbst so akzeptiert und auch in ihren eigenen Broschüren eingezeichnet. Eben für jenen Rad-/Fußgängersteg, der seinerzeit durch den von MS Versenken initiierten Bürgerentscheid durchgesetzt wurde. Nun wird genau an dieser Stelle planmäßig der Zugang geschaffen. Hier wird gezielt eine mediale Desinformationskampagne gefahren und es ist schon ziemlich beunruhigend, wie einfach es ist Massenmedien und ihre Konsumenten weltweit in die Irre zu führen...

  • Noch heftiger finde ich das Interview in der Berliner Zeitung aus dem hervorgeht dass der Bezirksbürgermeister Franz Schulz selbst den Investor per Vertrag verpflichtet hat Mauerteile zu entfernen. Und zwar nicht für seinen Neubau, sondern für den Neubau der Brommybrücke. Das ist echt das Schärfste. Der Bezirk selbst wollte sich wohl den Protest nicht aufhalsen.