Mediaspree: Bauprojekte an der East Side Gallery

  • Neubauten an der East Side Gallery (Mediaspree)

    Die Entwicklung der Tchoban-Entwürfe für das Wohnhochhaus (erinnert mich ein wenig an das Skylight in Frankfurt) in der Mühlenstraße 60 hatten soweit mir bekannt bisher diese Entwicklung (Bild 2 ist gibt den Stand der Mediaspree-Seite wieder).



    Bildquelle: nps tchoban voss GbR Architekten BDA


    Der Entwurf auf der Citybauten-Seite (Projektentwicklung für Stoffel) ist mir gänzlich unbekannt und dürfte wohl die aktuellste Version sein da sie zudem noch wesentlich detaillierter ausgearbeitet ist.



    Bildquelle: nps tchoban voss GbR Architekten BDA


    Gefällt mir wesentlich besser als die älteren Entwürfe für den East-Side-Tower. Die Gestaltung der Fassade wirkt strukturierter und die Farbe passt gut zusammen. Weniger gefällt mir allerdings der Bruch der Fassadenstruktur zur Seite der Mühlenstraße hin. Insgesamt aber sehr ansehnlich. Hoffe die Planungsphase ist nun endlich beendet und es erfolgt der Baustart.

  • das ist ja mal ein interessanter entwurf... aber ob ein Wohnhochaus so gut ankommt? es ist ja nicht gerade so, dass es in Berlin an Wohnungen mangelt...

  • Es mangelt in Berlin vor allem an 1 bis 2 Raumwohnungen der unteren bis mittleren Preisklasse. Aber ob diese Bedürfnisse durch das geplante Gebäude gestillt werden können, sei erstmal dahin gestellt.

  • hhm, ich weiß nicht. Anders als in der letzten visiualisierung dürften die verglasten Flächen hinterher lange nicht so hell ausfallen, es sei denn die Sonne leuchtet zufällig gerade die dahinter liegenden Räume aus. In der Realität wird das Gebäude also wohl sehr viel dunkler wirken.


    Wenn ich mich recht erinnere, ist die unmittelbare Gegend nur gering bebaut (auch wenn sich das im Zuge der Mediaspree sicher ändert, wird es m.E kein dichtbesiedeltes Gebiet o.ä). Da stellt sich mir mal ganz grundsätzlich die Frage, warum gerade hier Solitäre entstehen. IMHO erinnert das doch stark an Stadtplanungen der 60er und 70er Jahre.

  • Verstehe die Frage nicht. Gerade weil hier noch kaum Bebauung besteht ist es doch logisch, dass die Vorreiter (noch) Solitäre sind. Woran sollten sie sich denn orientieren?

  • ^^
    Da aber die verputzten Fassadenflächen mit diesem Beige-Ton eh schon recht hell wirken, dürfte der Kontrast mit den dunkleren Fensterflächen doch eigentlich ganz angenehm ausfallen.


    necrokatz
    Warum sollte denn ein Wohnhochhaus nicht gut ankommen? Die Lage direkt an der Spree hat ja durchaus was für sich und wenn dazu noch der Park an der East-Side-Gallery kommt, dann würde mich nicht mal die stark befahrene Mühlenstraße mehr stören. Und für die Zielgruppe die mit diesem Projekt speziell angesprochen werden soll, spielt der restliche Berliner Wohnungsmarkt wohl nicht so die große Rolle.

  • ^^ ich weiß nicht... wenn ich das geld hätte, würde ich mir nicht eine wohnung im (noch-) niemandsland kaufen/mieten, sondern mehr dort wo es eine bessere infrastruktur gibt. aber das ist ja auch wieder ansichtssache...

  • Hm...Wasser im Süden, Nah- und Fernbahnhof, Baumarkt und diverse andere Einkaufsmöglichkeiten im Norden (Wriezener Karree). Dazu die Stadtmitte sowie Kreuzberger und Friedrichshainer Kneipenszene um die Ecke. Wenn man nicht zwingend mitten im Kiez wohnen will, dann hört sich das eigentlich nach ganz guter Infrastruktur an. :confused:

  • Mit dem Postbahnhofareal und dem geplanten Viertel am Anschutz-Areal (mit geplantem EKZ - laut einem alten Morgenpostartikel in Alexagröße, Vergnügungs- und Showviertel etc.) dürfte dieses Haus in ferner Zukunft mal recht beliebt sein.
    Ursprünglich sollte dieses Haus den hohen Abschluß für eine Kette von Häusern am Fluß bilden, siehe Post 351 Bild 1. Die restlichen Häuser sind hinfällig und fielen dem Park zum Opfer, den Bau dieses Türmchen konnte man allerdings nicht mehr aufhalten.

  • Neubauten an der East Side Gallery

    Einen Artikel möchte ich noch nachliefern. Das Projekt East-Side-Tower hat sich wohl erledigt (siehe #351). Zum einen möchte der Bezirk an der Stelle keine so hohe Bebauung, zum anderen wollte der Investor das Grundstück eh verkaufen. Der B-Plan soll nun dahingehend geändert werden, dass der Grünstreifen hinter der East Side Gallery weitergeführt und nicht durch eine Bebauung unterbrochen wird.


    Artikel Berliner Zeitung

  • Im Artikel steht,dass der Käufer kein Hochhaus bauen will,aber die gleiche Bruttogeschossfläche auf dem Grundstück errichten möchte.Statt einem schlanken Hochhaus wird es ein kompaktes Ensemble geben,welches keineswegs mehr Freiräume und Grün ermöglicht.Gewonnen ist dadurch nichts,es sei denn man betrachtet 18 geschossige Häuser generell als nicht angebracht und will sie um jeden Preis verhindern.


    An was ist der East side Tower gescheitert ? Mangelndes Geld,kein Käuferinteresse ? Bebauungsrecht ist gegeben.Wenn der Bezirk jetzt anders plant,wird das für ihn teuer.

  • Green Tower...


    Ich finde es schon interessant, dass mehr und mehr Investoren versuchen und es schaffen, das grüne Millieu mit geschickten Produktdesign einzulullen. Offenbar möchte man das übliche Protestritual bei Bauten in dieser Gegend etwas abkürzen.

  • Neubauten an der East Side Gallery

    Ich dachte bissher das diese Fläche frei bleiben soll...


    Laut diesem Artikel aus dem September (siehe Beitrag #789) hatte der bisherige Grundstückbesitzer eigentlich vor das Grundstück zu verkaufen. In der BV gibt es Initiativen eine so ufernahe Bebauung zu untersagen. Ich schätze mal die Chancen stehen gar nich mal so schlecht dafür.


    Die gezeigte Visualisierung stammt übrigens aus dem Jahr 2009 (siehe Beitrag #351). Könnte mir vorstellen, dass dieser Projekt-Aktionismus eventuell als Druckmittel dienen soll um ggü. dem Bezirk maximale Interessen in Punkto Grundstücksausgleich durchzusetzen.

  • Das fände ich schade. Gerade hier wäre mal ein Turm sehr reizvoll in die Uferzone eingebunden und man hätte ja immer noch genug Platz zum Flanieren...

  • Der w.o. präsentierte Entwurf für den geplanten Greentower wurde nochmal abgeändert und nun um 2 Etagen gestutzt:



    (C) LIVING BAUHAUS / cic group gmbh


    Glaubt man diesem Artikel auf xhain.net dürften die Cancen für das Projekt jedoch sehr schlecht stehen. Demnach hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gestern mit dem Aufstellungsbeschluss die Änderung des Bebauungsplans eingeleitet. Dort soll eine Grünfläche entstehen und der Investor mit einem anderen Grundstück in Citynähe entschädigt werden.

  • Kann es sein das die Brommybrücke, falls sie realisiert wird auf Höhe des Grundstücks vom Greentower wäre? Kann sein das es täuscht, aber auf der Visualisierung sieht es fast so aus.

  • ^falls es sich um das East Side Grundstück handelt (aus der Perspektive nicht zu erkennen) müsste die Brommystraße genau vor dem Gebäude verlaufen... wodurch die Ufergrünflächen ('Park' genannt) ohnehin durchschnitten werden.
    So ganz klar ist mir auch noch nicht, wie und wo man den Eigentümern adäquate Tauschgrundstücke für dieses Projekt anbieten will.


  • So ganz klar ist mir auch noch nicht, wie und wo man den Eigentümern adäquate Tauschgrundstücke für dieses Projekt anbieten will.


    Beruht seitens der Grünen alles auf dem Prinzip Hoffnung:
    In folgendem Abendschau-Bericht schaut die Lage schon wieder ganz anders aus. Der Investor will Anfang nächsten Jahres mit den Gründungsarbeiten beginnen und scheint von einem B-Plan auch nichts zu wissen.