Agromex-Projekt Fanny-Zobel-Straße (Mediaspree)

  • ^ mich wundert, dass die Entwurfsansichten überhaupt akzeptiert wurden. Das sind doch keine realitätsnahen Darstellungen, sondern reine Baumassenstudien. Oder gibt es Gebäude mit Fenstern, die so aussehen?


    Mich wundert im Allgemeinen, dass die Frage nach der Materialität und Gliederung der Fassade in Wettbewerben oft so schwammig bleibt, ist sie doch für die Öffentlichkeit von besonderem Interesse. Für die Bauherren sind natürlich oft "innere Werte" wichtiger.


    Dennoch ist der neue Entwurf doch in Ordnung. Wenn man auf der anderen Seite des Flusses nicht hoch bauen darf (falscher Bezirk), dann halt wenigstens hier. Drei einzelne schlanke Türme wirken doch elegant und passen ans Flussufer, weshalb ich den Wohnturm an der East-Side-Gallery auch gut finde, den geplanten Hotelriegel dagegen schlechter. Die Türme erlauben den Durchblick von der zweiten Reihe zum Fluss. Ein überzeugendes Konzept.

  • Also überzeugend finde ich diese geplante Kette von Hochhäusern überhaupt nicht. Man stelle sich nur mal den Blick von der Oberbaumbrücke stadtauswärts vor...

  • ^ja gut, wäre natürlich besser, wenn man auch stadteinwärts etwas mehr als gammelige Lagerplätze, Nachkriegsruinen und anderweitig okkupierte Uferbereiche sehen könnte - aber das ist ja von den Verantwortlichen nicht so gewollt.


    Ansonsten, wesentlich anders wird er von dort auch nicht sein:

  • … ungefähr so könnte es aussehen, no?



    unter Verwendung des Fotos von tel33 und Teilen von (C) Pysall Architekten | Agromex GmbH & Co KG


    Infos zum Einbinden von Bildern gibt es hier.
    Bato

  • ^^ Finde ich gut! Die Höhenstaffelung der Häuser war mir noch gar nicht so bewusst geworden. Das gibt sicherlich einen netten Effekt, wenn sich diese Staffel wie ein Fächer auftut, wenn man nach Osten weitergeht.


    Was ist denn an diesem Anblick so verkehrt?

  • Was daran verkehrt sein soll, frage ich mich auch!? :mad:
    Allerdings wird es nicht so fächermäßig sein, denn der mittlere Turm wird der höchste werden und mit 110 m Höhe auch optisch, von der Oberbaumbrücke her betrachtet, so hoch wirken, wie der dahinter liegende Allianz-Turm!


    Schade, daß niemand Connections hat um, was an der Aussage, der Investor wäre in finanziellen Schwieigkeiten, Aufschluß zu bringen!? :confused:

  • Auf gammelige Lagerplätze, Ruinen etc kann ich auch gut verzichten und darauf wollte ich auch gar nicht hinaus. Für mich wirkt solch eine geradlinige Aufreihung der Hochhäuser einfach nicht wirklich ansprechend, da man sie von Osten/Westen nur als einen Lückenlosen Pulk und von Norden bzw Süden in Reih und Glied stehen sehen wird. Eben diesen Effekt kann man schon in der Leipziger Straße bewundern.

  • Durch die krasse Änderung der Gewinnerentwürfe verliert der Wettbewerb deutlich an Wirkung. Mit dem Ziergestänge das die Zweitplazierten Barkow-Leibinger an und vor ihren Fassaden anbringen wollen kann ich mich aber auch nicht so recht anfreunden. Vielleicht gefällt es mir in Realität besser als auf den Entwürfen. Deren Estrel Entwurf soll ja tatsächlich gebaut werden.


    ....... da man sie von Osten/Westen nur als einen Lückenlosen Pulk und von Norden bzw Süden in Reih und Glied stehen sehen wird. Eben diesen Effekt kann man schon in der Leipziger Straße bewundern.


    Den Anblick der Aufreihung am Ufer oder an der Leipziger Straße finde ich passabel. Wirkt ordentlicher als eine willkürliche Verteilung der Hochhäuser.:D Andererseits würden sie durch eine Platzierung direkt am Ufer aus dieser Perspektive schon ein wenig den Ausblick verstellen.



    Friedrichshain4 von Berlin_Nex auf Flickr

  • ... nicht unbedingt, da sie ja am ufer stehen und sich dann gestaffelt verdecken.



    Unter Verwendung eines von Chandler geposteten Bildes von Friedrichshain4 von Berlin_Nex auf Flickr und einzelner Bestandteile eines Bildes von (C) Pysall Architekten | Agromex GmbH & Co KG

  • ^ mag sein, dass Du Recht hast Bato. Es könnte wie eine Kette recht unterschiedlich hoher und auch in der Architektursprache unterschiedlicher Perlen aussehen. Denen auch die Hinterfütterung mit ähnlich hohen Gebäuden fehlt. Aber ich sehe es als eine Art Startschuß. Wer weiss, vielleicht haben wir in 20 Jahren dort etwas wie die Front de Seine in Paris oder den Mainkai in Frankfurt. Die Weiterführung der A100 wird hier zur Weiterentwicklung und besseren Anschluß dieses Gebietes beitragen.


    Paris:


    http://upload.wikimedia.org/wi…t_de_Seine_-_Paris_15.jpg


    Frankfurt:


    http://www.staedte-fotos.de/10…t-am-main-blick-24520.jpg

  • ^
    Ich schätze mal du spielst auf die beiden linken Türme an (in groß):



    (C) Pysall Architekten | Agromex GmbH & Co KG


    Was genau machen S+S in ihrem Entwurf, mal abgesehen von der detailierteren Visualisierung, besser?

  • Die beiden linken Türme, korrekt.


    In der von dir verwendeten älteren Visualisierung ist die Antwort einfach, nichts.


    Allerdings ist in der späteren "deutlicheren" oder überarbeiteten Visualisierung die luftige wellenförmige Fassadengestaltung völlig verloren gegangen. Das diese Art der Turmgestaltung aber durchaus möglich ist, und nicht nur zur Baumassenstudie taugt, mit der man seltsamerweise vor B+L Wettbewerbe gewinnt, zeigt die S+S Visualisierung.

  • ^
    Hm, weiß ich nicht ob man das so einfach vergleichen kann. Bei s+s ist die horizontale Geschossakzentuierung, dieses Terassenartige dann doch recht stark ausgeprägt. Pysalls erste Version wirkt dagegen verschachtelter und - wenn auch wenig detailiert - auf hohem Glasanteil fokussiert.


    Wie auch immer. Die überarbeitete Version hat damit praktisch nichts mehr zu tun.

  • Vielen Dank für die Information. Klingt nach einem attraktiven Angebot was dort entstehen soll. Das könnte die Gegend noch mehr beleben. Aber ich würde natürlich auch gerne wissen was nun mit den Hochhäusern ist. Da hört man ja leider seit längerem nichts Neues mehr...

  • News vom 31.10.2014: Probebohrungen wurden erfolgreich gestartet.


    Eigentlich sollten die Probebohrungen/Tests bereits beendet worden sein, da sie im September begonnen wurden und 8 Wochen dauerten sollten.


    Interessant, aber auch fragwürdig finde die auf fanny-zobel-strasse.de erwähnte Statistik: "...Nach Einschätzung einer bulwiengesa-Studie benötigt Berlin pro Jahr rund 20.000 neue Wohnungen..."


    Das würde heißen, nach Berlin ziehen jährlich ca. 40000 Menschen (wenn man 2 Mann/Wohnung im Durchschnitt annimmt). Das würde bedeuten, irgendwo im Bundesgebiet verschwindet jährlich eine kleine Stadt mit 40000 Einwohnern :-), denn Demographie ist weder in Berlin noch im Rest der Bundesrepublik ein Wachstumsfaktor.


    Weitere Ungereimtheit: Agromex sieht sich als "Wohltäter", weil sie auf diese Entwicklung in Berlin reagiert, indem sie Wohnhochhäuser bauen will (was ich übrigens gut finde). Nun, wie viele Einwohner passen in die 2 geplante Häuser (220 Wohneinheiten). 500 - 1000? Selbst wenn wir 2000 Menschen die die beiden Hochhäuser rein quetschen, braucht Berlin also 40 solche Hochhäuser jährlich (all die anderen Neubauten mit 12 Mietparteien pro Haus kann man wohl ignorieren).
    Das ist doch unrealistisch, der beschriebenen Entwicklung entgegen zu wirken.



    http://www.fanny-zobel-strasse.de/news/

  • Berlin wächst derzeit um etwa 40.000 Einwohner pro Jahr. Die durchschnittliche Haushaltsgröße liegt bei 1,8 Personen, so daß ein Bedarf von jährlich 20.000 neuen Wohnungen in etwa hinkommt. Ob die ca. 12.000 "Flüchtlinge" (2014) mit einberechnet werden, ist mir nicht bekannt. Da man in Berlin mittlerweile selbst für Plattenbauwohnungen in Friedrichsfelde Bewerbungen schreiben muss, stellen auch 2 Wohnhochhäuser für 1000 Personen eine Entlastung dar. Wo liegt jetzt genau das Problem?