Areal westl. O₂ World (Mediaspree)

  • Bauantrag für M_Eins eingereicht

    Das DM berichtet heute, dass im Januar der Bauantrag für das Gebäude M_Eins eingereicht wurde. Dazu gibt es folgende, meines Wissens nach neue Visualisierung:



    © OVG / LBBW Immobilien


    Die wichtigsten Fakten:


      13.000 qm Mietfläche


      Baubeginn Sommer 2015


      Fertigstellung Ende 2016

  • Was soll man noch Anderes erwarten?


    Ich habe eine neue Theorie für dieses Phänomen: Der Senat für Stadtentwicklung und 80 % der in und für Berlin tätigen Architekten haben Ihre Fantasielosigkeit erkannt und bauen in Demut vor der Baukunst vergangener Jahrhunderte nur noch Loch- oder Rasterfassadenkisten. um die historischen Bauwerke hervorzuheben.


    Oder hat jemand eine bessere Erklärung?


    ;-)

  • Also, etwas besonderes ist das natürlich mal wieder nicht, aber wenn das Gekrissel auf der Visu Backstein darstellen soll, dann finde ich es nicht arg so schlecht. Zumindest um einiges besser als der alten Entwurf (zuletzt #87), den ich damals als Flecktarn-Fassade wahrgenommen hatte.

  • ^ Sehe ich auch so. Backstein wäre eine ganz erhebliche Verbesserung gegenüber Blech im Fleckendesign.


    Ist das nun auch von KSP-Engel oder von einem anderen Architekten. Die Öffentlichkeit wird tatsächlich schlecht informiert bei vielen Bauvorhaben. Der Fassadenbau müsste wichtiger genommen werden. Warum geht es immer nur um die Höhe?


    Falls das ein schöner Backstein in ganzen Steinen sein sollte und das Gebäude schöne Fenster-Profile aus Metall bekommt, so könnte es tatsächlich sehr ordentlich werden und die Speicherarchitektur der Umgebung aufgreifen. Hoffen wir auf das Beste.

  • Da sprichst Du das Problem an, Rotes Rathaus… Jenseits der Oberbaumbrücke ist meiner Meinung nach tatsächlich etwas sehr Gutes gelungen, nämlich eine abwechslungsreiche Mischung aus der alten Speicherarchitektur (zB die alten Getreidespeicher –jetzt MTV und Büros– mit ihren schönen Dächern, oder auch das ehemalige Eierkühlhaus –jetzt Universal– mit der einprägsamen Fassade) und markanten Neubauten (zB das NHow Hotel, Coca Cola, dieses grüne Labels-Tarnding). Zu den einzelnen Bauten kann man stehen wie man will, die Mischung ist einprägsam.


    Stadteinwärts der Oberbaumbrücke klappt das nicht mehr: Die schönen Altbauten fehlen (bzw. sind sparsamer verteilt – Postbahnhof), und die neuen Bauten sind scheusslich (DB, O2-Arena) bis belanglos (dieser neue Karton zB). Kein Sinn fürs Ganze vorhanden und jeder Block wird ängstlich bis autistisch einzeln mit Zweckbauten gefüllt. Eine vertane Chance. Aber liegt natürlich auch daran, dass die Ufersituation hier durch die ehemalige Mauer und die jetzige East Side Gallery anders ist...

  • Meinem Eindruck nach kann man das Problem vereinfachend so zusammenfassen: Gibt es in einem Gebiet bereits schöne Architektur oder kleinteilige Strukturen, dann entsteht dort auch ambitioniertere, kleinteiligere Architektur. Wird ein unbebautes Gebiet völlig neu geplant, dann entsteht dort vor allem mutlose Billig-Architektur. Das sieht man z.B. bei Media-Spree, Europacity, Europaviertel in Frankfurt sowie in diversen Arealen in München. Die attraktiven Projekte entstehen anderswo. Anders verhielt es sich am Potsdamer Platz oder in der HafenCity, da man hier seitens der Stadt von vornherein fest entschlossen war, etwas Besonderes zu entwickeln. Das Fazit was man ziehen könnte wäre: die Ambitionen müssen von Seiten der Stadt ausgehen und es muss klar sein, dass man vorhat ein attraktives Gebiet zu entwickeln. Wenn man einfach sagt, so jetzt baut mal, dann entsteht nur Müll, weil sich jeder denkt: Warum soll gerade ich etwas Besonderes bauen, wenn mein tolles Projekt hinterher in Belanglosigkeit versinkt und ich Geld verliere?

  • Also, etwas besonderes ist das natürlich mal wieder nicht, aber wenn das Gekrissel auf der Visu Backstein darstellen soll, dann finde ich es nicht arg so schlecht. Zumindest um einiges besser als der alten Entwurf (zuletzt #87), den ich damals als Flecktarn-Fassade wahrgenommen hatte.


    also das ist ja wohl der neue Tiefpunkt auf dem gesamten spreeverlauf xberg/friedrichshain !!! wie kann man das hier noch schönargumentieren?
    Ein Kasten mitten an einem Fluss in Berlin ohne Balkone, ohne Terrassen ohne Bezug zum Lebensraum Fluss... Gehts noch? Dachte schon Zalando sei nicht zu toppen...

  • @TowerMaranhao


    Ein bißchen relativiert wird dein Erklärungsversuch dadurch, daß der Potsdamer Platz schlicht und einfach ein Mythos war. Das gilt für die anderen Areale nicht.


    Aber man müßte in der Tat die Ambition haben, ein neues legitimes Stadtviertel zu schaffen und nicht bloß eine identitätslose Ansammlung von Mittelmaßbauten.

  • ^ Damit bestätigst du doch, was ich meine. Wenn der Potsdamer Platz, wie du sagst, ein "Mythos" war, waren auch die Ambitionen entsprechend hoch und es war allen Beteiligten klar, dass hier etwas Qualitätsvolles entstehen wird. Wenn du davon als Investor überzeugt wärest, wärst du dann nicht auch bereit, das bisschen mehr Geld für eine ansprechende Gestaltung auszugeben, um damit das Viertel und dein Investment zum Erfolg zu führen?

  • Es Wird

    Hallo Zusammen, die grotten Langweiligen Visus nehme ich jetzt mal zum Anlass meine Meinung zum Areal rund um die O2 Arena zu geben. Abgesehen von nicht gelungen Gebäuden wie dieses wird sich die Gegend aber im Gesamtpaket wirklich machen. Living Levels sind super aus und sogar der MB Turm wirkt dadurch schicker. Wenn Max und Moritz und der Postbahnhof Turm kommt dann ist es doch ein architektonisches Highlight. Klar, alles wäre spektakulärer Möglich gewesen, ABER (Ich habe fünf Jahr dort gewohnt) für Berliner /Friedrichshain Verhältnisse ist mehr daraus geworden als ich es mir vorgestellt hätte. Gerade knapp 100 Meter Türme waren vor ein paar Jahren undenkbar. Wenn der Entertainment District steht wird dieses Areal ein Wunderbarer Gegensatz zum RAW Gelände. (Keine Missverständnisse, ich liebe das RAW Gelände und verstehe wenn gegen jede Änderung protestiert wird.)

  • @M_Eins

    So wie darüber dargestellt, wirkt der Entwurf reichlich klotzig. Vielleicht wäre es eleganter, wäre das letzte Geschoss unterhalb der Dachterasse ein klares Staffelgeschoss, mit leicht zurückgesetzten Wänden - selbst wenn es (zum Ausgleich) noch ein Geschoss mehr geben sollte. Irgend eine Fassadengliederung um die Symmetrieachse wäre ebenso nicht verkehrt. So ist die Wirkung wie oft abwertend formuliert - die eines Schuhkartons.


    Im Innenhof sehe ich übrigens keine Verklinkerung - einfach nur Putz (man wird diesen doch von den EG-Cafes aus sehen?). Anscheinend war billig die oberste Prämisse.