Mediaspree Südufer (Kreuzberg/Mitte)

  • ^ Gerade das ist der Punkt, dass es eine alte Planung gibt, die max. 30 Meter Höhe vorschreibt, was angesichts des Flächenmangels obsolet ist. Eine Altstadt o.ä. in der Nähe, auf die man Rücksicht nehmen müsste, gibt es nicht. Die Probleme mit der Höhe sind oft mit der Verschattung verbunden, doch die Verschattung der Spree dürfte unproblematisch sein.


    Wenn man nach Stichworten wie Kreuzberger Mauerschattenfraktion googelt, findet man schnell diese Debatte darüber, dass ein Lokalpolitiker sogar damit prahlt, die Bebauungspläne um 20% beschnitten zu haben - obwohl der Bedarf nach Bauflächen und BGF bereits vor ein paar Jahren absehbar sein müsste.


    Ich bin übrigens nicht der Einzige, der sich hier mehr Geschossigkeit vorstellen könnte, direkt vor mir schrieb Batō etwas in diese Richtung - siehe am Ende des Postings. Outet sich noch jemand in diese Richtung?

  • ^ Harry Seidler hat uns gerade erklärt, dass es hier nicht um Kreuzberg geht, sondern um Mitte. Nicht um einen grünen oder linken Lokalpolitiker, sondern um einen von der CDU. Und die Debatte, die Du da verlinkt hast, bezieht sich auf die andere Seite der Spree – auf exakt das Gebiet, auf dem gerade so viel gebaut wird, wie nirgends sonst in der Stadt. Dort sind sechs Hochhäuser bis zu 140 Meter Höhe in Bau bzw. in Planung.


    Mir ging es übrigens nicht um die Höhe des Projekts, sondern um den Ideologievorwurf, den Du mit dieser Höhe verknüpfst. Ich bin gar nicht gegen Hochhäuser. Wenn ich mir die dortige Uferzeile anschaue, finde ich die geplante Kubatur aber schlüssig.


    Der Holzuferblock zwischen Schilling- und Michaelbrücke (ehemals Ost-Berlin) gehört aber zum Bezirk Berlin Mitte, wie sich auch der von Batō zitierten Pressemitteilung des Investors entnehmen lässt. Die Planungen im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt fallen dabei in die Amtszeit des Bezirksstadtrats für Stadtentwicklung Carsten Spallek (CDU).


    @ HarrySeidler: Danke, liebe Stimme der Vernunft. Ich war vorhin tatsächlich so "vulkanisch" unterwegs, dass ich die Bezirke auch durcheinander gebracht habe...


    Die sitzen auch im Senat und ja tatsächlich: Umso "linker", umso versiffter wird es manchmal.


    Also, in Kreuzberg ist jeden Sonntag die Stadtreinigung unterwegs, um die Spuren der Nacht unverzüglich zu entfernen.


    Soll ich dir eine Fotogalerie zur Verfügung stellen mit "Berliner Ansichten" und den im jeweiligen Bezirk gewählten "Lieblingsparteien"?


    Nein. Ich brauche keine Fotos, um zu wissen, wie meine Wahlheimat aussieht. Ich weiß aber auch, dass der Zusammenhang von Sozialstruktur, Parteienpräferenz und Sauberkeit auf der Straße um einiges komplexer ist, als Du es hier nahelegst. Vom Club- und Partytourismus mal ganz zu schweigen.


    Wenn ich so in Friedrichshain rumlaufe und die "Anarchie" Tags zähle, dann fällt mir aber zwischen den von Vandalismus geprägten Parkbänken, bei etwas nachdenken schon auf, welche politische Richtung sich ganz nah zu den grenzdebilen, selbsternannten Antifaschisten gesellt.


    Gut, ich sehe schon. Dich stört nicht nur mein Ton (was ich teilweise nachvollziehen kann), Du bist auch inhaltlich auf einer ganz anderen Linie. Dann sind wir uns einig, dass wir uneins sind, und belassen es dabei.


    Nur hört dir keiner mehr zu, wenn du mit so etwas kommst, weil dann klar ist, dass du auf Krawall gebürstet bist: „links-grün versiffter“


    Nur um sicher zu gehen: "Linksgrün versifft" ist nicht mein Sprachgebrauch, das war als zugespitzte Paraphrase von Bau-Lcfrs Beitrag gedacht. Und inzwischen ist ja geklärt, dass der zuständige Stadtrat nicht grün und versifft, sondern schwarz und frisch gebügelt war.

  • Krass, was für ein Murks hier von den 'Linkenhassern' und 'Hochhausfetischisten' so alles geschrieben wird.


    Was ist denn daran so schlimm, wenn da jetzt kein Hochhaus gebaut wird. Als wenn ein Hochhaus an sich schon was gutes wäre.


    In dem Interview mit Frau Lüscher https://www.morgenpost.de/berl…n-in-Umgebung-passen.html
    erklärt sie, wie ich finde recht gut, wo und warum es Hochhäuser geben soll und wo halt nicht. Das Interwiew wurde hier ja schon mal diskutiert.
    Denen, die beim Anblick von Frau Lüscher vorn Zorn dunkelrot im Gesicht werden, empfehle ich, das Foto einfach abzudecken.:lach:


    Ansonsten finde ich den Entwurf eher mittelmäßig, er stört mich in der Lage aber nicht.

  • ^ Der Spruch mit dem Foto-Abdecken erklärt keinesfalls, warum gerade hier an dieser Stelle kein Hochhaus passen sollte. Im Interview ist davon die Rede, dass die Hochhäuser von der Massstäblichkeit her in die Umgebung passen sollten - dass der Bürobau der Verkehrsbetriebe auf der anderen Spree-Seite nicht gerade klein ist, wurde darüber bereits erwähnt.


    Fr. Lüscher sagt im Interview, für sie fangen Hochhäuser erst bei 50-80 Metern an und spricht viel über welche mit 150 oder gar 300 Metern Höhe. Für diese konkrete Stelle dachte ich eher an etwas unterhalb der nächsten Brandschutz-Schwelle - die liegt (glaube ich) bei Räumen über 55 Meter oberhalb der Straße, was zusätzlichen Brandschutz kostet. Für Fr. Lüscher wäre es städtebaulich also nicht mal ein Hochhaus, dennoch mit 12-15 Geschossen statt 9 weit mehr BGF als bisher geplant. Und der Entwurf würde schlanker, besser proportioniert wirken.

  • Cuvry Brache

    Das ist aber wirklich ein sehr schöner Entwurf.
    Ungewöhnlich für einen Neubau, daher dachte ich zuerst, es handelt sich um ein Revitalisierungsprojekt.
    Erinnert mich an die Kontorhäuser in Hamburg. :daumen:

  • Cuvry Brache

    Schlechte Nachrichten!


    Zalando hat seinen Mietvertrag mit der Cuvrystraße 50–51 Berlin GmbH gekündigt. Als Grund nennt Zalando dass vertraglich festgelegte Fristen und Meilensteine bei der Bauausführung vom Bauträger nicht eingehalten wurden. Deshalb habe das Unternehmen nun Zweifel an der fristgerechten Fertigstellung des Baus und zieht die Notbremse.


    Mal sehen wie es also weiter geht, nachdem der Ankermieter abgesprungen ist...

  • Keine gute Nachricht....! Aber da das Projekt bereits im Bau ist und ein enormer Druck am Immobilienmarkt in der Hauptstadt, kann ich mir vorstellen das schnell ein neuer Mieter gefunden ist.


    Außerdem war von vornherein eine Mischnutzung vorgesehen d.h. Zalando wäre zwar ein Hauptmieter gewesen, aber nicht der alleinige.

  • Cuvrystraße 50/51


    Noch können die östlichen Nachbarn nach Feierabend der Bautrupps gemütlich auf dem Balkon grillen. In ein paar Jahren werden ihnen dann die Start-Up-Hansel aus dem Fenster das Sellerieschnitzel vom Teller starren.



  • Sehr langsam tut sich etwas in SO36


    Die Torgebäude zur Schlesischen Straße werden saniert und etwas weiter wachsen die Cuvryhöfe. In ein paar Jahrzehnten ist es dann vielleicht etwas weniger schmuddelig hier ;).



  • ^ Ich auch. Schön, dass es jetzt so fix geht (nach der Räumung der Brache war ja lange nichts passiert). Das Ergebnis wird stark von der Qualität des Backsteins abhängen. Da kann man bekanntlich viel falsch machen, und der Investor muss schon ein bisschen in die Tasche greifen, damit es gut wird. Hoffen wir, dass er das tut.

  • Das federführende Architektenbüro ist Trockland-Partner Graft. Das vorhandene Wohnhaus und das Kühlhaus sollen denkmalgerecht saniert werden. An der Köpenicker Straße ist ein Neubau geplant der sich zwar konzeptionell vom Bestandsgebäude abheben wird, jedoch die Fassadengliederung des benachbarten Altbaus aufgreifen soll.


    Zu diesem Projekt gibt es Neuigkeiten. Hier die PM:

    Zitat

    Berlin, 28. November 20I8 – Nach umfangreichen Planungen für das denkmalgeschützte Ensemble „Eiswerk“ in Berlin-Mitte liegt nun die Baugenehmigung vor. Auf dem Gelände einer der ältesten Kunsteisfabriken Deutschlands haben daraufhin bauvorbereitende Arbeiten zur Sanierung und Erweiterung des Wohnhauses und Kühlhauses begonnen. Zwischen Köpenicker Straße und dem Spreeufer entsteht bis Anfang 2021 ein neues Stadtquartier mit Mietwoh-nungen, Gewerbe und kreativwirtschaftlicher Nutzung. Besonders erfreut ist Bauherr und Projektentwickler Trockland über den neuen Ankermieter Techspace. Das expandierende Unternehmen aus Großbritannien wird im Kühlhaus auf rund 4.400 m² Mietfläche einen zweiten Workspace-Standort für kreative, schnell wachsende Unternehmen der Digital- und Technolo-giewirtschaft betreiben.


    Eine Projektseite und Visus gibt es auch:




    © EISWERK BERLIN 2017 | Graft | Trockland

  • ^ Zumindest roter. Aber ich fand es nicht wirklich gut gewählt, selbst für eine Visualisierung irgendwie zu satt.
    Auch wenn man noch nicht viel erkennen kann, scheint die Farbe der Riemchen eher braun-beige zu sein.