Mediaspree Südufer (Kreuzberg/Mitte)

  • Was ist nun eigentlich mit der alten Eisfabrik? Die Tipi Landschaft tummelt sich da noch immer aber keine Baufahrzeuge.


    Die wird demnächst von Trockland entwickelt:

    Unter dem Namen „Eiswerk“ planen wir dort die Sanierung und Entwicklung eines Areals, das sich bandartig zwischen der Köpenicker Straße 40-41 und der Spree erstreckt. Seit Jahrzehnten weitestgehend ungenutzt, stehen zwischen der Michael- und der Schillingbrücke die Überreste einer der ältesten deutschen Kunsteisfabriken. Das heutige Baudenkmal wurde zwischen 1909 und 1910 errichtet und firmierte als Nordeutsche Eiswerke A.G.


    Das federführende Architektenbüro ist Trockland-Partner Graft. Das vorhandene Wohnhaus und das Kühlhaus sollen denkmalgerecht saniert werden. An der Köpenicker Straße ist ein Neubau geplant der sich zwar konzeptionell vom Bestandsgebäude abheben wird, jedoch die Fassadengliederung des benachbarten Altbaus aufgreifen soll.


    siehe auch Artikel DM

  • Anfang Oktober fand die Expo Real 2017 statt und eines der teilnehmenden Unternehmen war die Trei Real Estate die Immobilien von Tengelmann entwickelt. Eines ihrer aktuellen Projekte und hier noch nicht vorgestellt ist die Entwicklung des Grundstücks Köpenicker Str. 11/12 direkt neben dem Zapf-Areal.
    Geplant sind dort 170-180 Wohnungen sowie rund 2.000m² Gewerbefläche. Das Projekt befindet sich noch im B-Planverfahren. So stellt man sich die Bebauung vor:



    (C) Trei Real Estate GmbH

  • Ein paar Meter weiter auf dem Grundstück Michaelkirchstraße 20-21 laufen anscheinend bauvorbeitende Maßnahmen:



    Was genau gebaut werden soll konnte ich nicht entdecken.

  • Michaelkirchstraße 20-21

    ^^
    Zu Batos Foto der bauvorbereitenden Maßnahmen an der Michaelkirchstraße 20-21: Hier baut die F&B Asset Holding mit Sitz in Leipzig, wie ich in Openstreetmap gesehen habe. Unter http://www.f-b-group.de/media/…2_Michaelkirchstrasse.pdf findet man eine Visualisierung und Projektinformationen:


    Das drei Hektar große Grundstück Michaelkirchstr. 20, 21 in Berlin-Mitte zählt zu den wenigen, die an der Spree und gleichermaßen zentral in der Stadt gelegen sind. Es befindet sich im Kern einer Achse prominenter Projekte entlang der Spree von der Jannowitzbrücke bis zu den Treptowers. Berlins City Ost und das Regierungsviertel liegen in unmittelbarer Nähe. Für das Areal am Fluss wurde die Baugenehmigung bereits erteilt. Künftig sollen hier auf über 12.000 Quadratmetern Möglichkeiten für Gewerbe (3.297 m²) und Wohnen (9.127 m²) geschaffen werden. Was überzeugt: Ein Großteil der Wohnungen verfügt über Wasserblick. Mieter können außerdem auf den Komfort einer Tiefgarage zurückgreifen. Vor dem Hintergrund eines Anstiegs der Singlehaushalte (54 Prozent der Berliner leben allein) und wachsender Studentenzahlen (zum Semesterbeginn 2014 suchten über 15.000 Studierende in Berlin Wohnraum) liegt der der Schwerpunkt der Wohnungen bei Appartements mit einer Fläche von 20 Quadratmetern.
    (Zitat aus o. g. PDF-Datei)

  • ^ Ich habe am Wochenende durch die Lücken im Bauzaun gelugt – ehrlich gesagt wundert es mich, dass dort schon ein Kran steht. Die Baugrube ist jedenfalls noch nicht ansatzweise ausgehoben. Habe den Eindruck, es geht dort sehr langsam voran.

  • Während auf dem Grundstück Michaelkirchstraße 20-21 die Bauarbeiten für ein Büroneubau laufen, befinden sich die Planungen für eine Bebauung des Nachbargrundstück Michaelkirchstraße 22-23 auf den Zielgeraden. Der Investor Development Partner veröffentlichte hierzu kürzlich eine PM:


    Der Entwurf:



    (C) Development Partner | J. Mayer H. Architekten


    An sich nicht schlecht, aber ein höheres und schlankeres Türmchen hätte mir besser gefallen.

  • ^ Ich zähle 9 Geschosse, also bei den üblichen Bürogeschosse-Höhen muss zumindest das letzte mehr als 22 Meter über der Straße liegen - Brandschutzfolgen inklusive. Dann könnten es genausogut 10, 12 oder 15 sein. Gibt es in dieser Lage in Kreuzberg Probleme mit der Büroflächen-Vermietung? Sonst können nur die grundalternativen Vorbehalte der Lokalpolitiker ein Grund sein, warum im B-Plan nicht mehr Dichte vorgesehen wurde.
    In der Nähe gibt es immerhin zwei U-Bahn-Stationen und eine S-Bahn-Station.

  • Sonst können nur die grundalternativen Vorbehalte der Lokalpolitiker ein Grund sein, warum im B-Plan nicht mehr Dichte vorgesehen wurde.


    Genau, andere Gründe als links-grün versiffter Hochhaushass kommen nicht in Frage... :doof:


    Hast Du das Grundstück mal gesehen? Hast Du irgendeine Ahnung von den Zielen des Investors? Hast Du mit einem Projektentwickler oder einem Architekten gesprochen? Kennst Du die Hintergründe der Bebauungsplanung? Mit ziemlicher Sicherheit musst Du jede einzelne dieser Fragen (außer vielleicht der ersten) mit "Nein" beantworten. Und trotzdem meinst Du aus 500 Kilometer Entfernung beurteilen zu können, dass "nur" "grundalternative" Lokalpolitiker Schuld sein können - an was auch immer. Ich verstehe es echt nicht mehr.

  • Architektenkind : Ich habe jetzt schon mehrfach von deiner Seite, recht aggressive Verteidigungshaltung gegenüber der Politik des Senates festgestellt.


    Mann muss aber nicht immer gleich den Vogel zeigen, wenn sich jemand über Politik auslässt. Dieses Forum beschäftigt sich mit Architektur und nur in zweiter Linie mit Politik.


    Politik hat trotzdem ab und an Auswirkungen auf die Stadtgestaltung. Nehmen wir einmal an, die CDU wäre in Berlin an der Macht und sie würde (das ist ja nicht weit hergeholt), stockkonservative Politik in Richtung Stadtentwicklung verursachen oder zumindest das "Image" dieser Politik widerspiegeln.


    Müssen dann selbsternannte CDU-Fans ständig mit einer gewissen Aggressivität, Anmerkungen die in Nebensätzen passieren, mit glühendem Eifer zu widerlegen versuchen?


    Ich denke, wir brauchen das nicht. Ich bin selbst (offenkundig) kein Fan von RRG, ich muss das auch nicht immer wieder hier propagieren, aber man muss auch nicht in einen Ton/Diskussion verfallen die ständig Politik hochkocht.


    Ich denke - wie in anderen Foren auch - ist es nun einmal so dass Politik auch Architektur beeinflusst (wer auch immer an der Macht ist). Also lass doch bitte den Leuten die Freude und sich ab und an über Lüscher, RRG oder wen auch immer auszulassen.


    Rein technisch gesehen hat ja Wowereit sicherlich auch nicht Schuld daran, dass der BER in die Hose gegangen ist. Der Miesepeter ist aber trotzdem bei ihm und JA, man darf das auch sagen und sich darüber aufregen, denn als Politiker steht er eben für das Gesamtergebnis.


    Das müssen sich ja schon kleinere Rollen, wie Projektleiter etc. anhören - Politiker als umso mehr.


    Summa Summarum: Politik-Bashing? Ja, ist OK!

  • ^ Der Witz ist doch, dass es hier überhaupt nicht um den Senat oder um Politik geht, sondern um einen Investor, der sein Projekt vorstellt. Bau-Lcfr hätte gern ein Hochhaus gehabt (was sein gutes Recht ist), und er behauptet (ohne den Ansatz eines Beleges dafür), dass die "grundalternative" Einstellung irgendwelcher Lokalpolitiker Schuld daran trage, dass er keines bekommt. Das ist Humbug - genau wie die Behauptung eines anderen Foristen, man müsse jedes genehmigte Hochhaus-Projekt vor dem Senat schützen, weil dieser angeblich alles daran setze, jedes Hochhaus "auf Traufhöhe zu stutzen".


    Es gibt hier bei vielen Foristen die Tendenz, bei allem, was ihnen nicht gefällt, geheime ideologische Motive zu unterstellen. So habe ich z.B. kürzlich gelesen, die Straßen seien schmutzig, weil es als "alternativ" gelte, dass Scherben herumliegen. Ich habe nichts gegen den Vorwurf, die Stadt sei zu schmutzig, weil die Stadtreinigung unterfinanziert ist. Wenn aber behauptet wird, die Verschmutzung der Stadt sei Absicht und ein links-ideologisches Projekt, dann sind wir nahe an der Verschwörungstheorie.


    Dieses Forum beschäftigt sich mit Architektur und nur in zweiter Linie mit Politik.


    Sehe ich auch so. Deshalb kritisiere ich, wenn aus heiterem Himmel die Politik herangezogen wird, wo sie überhaupt keine Rolle spielt.


    Summa Summarum: Politik-Bashing? Ja, ist OK!


    Politik-"Bashing" ist in Ordnung, wenn es um Themen geht, in die Politik involviert ist. Das ist hier nicht der Fall. Und deshalb finde ich es nicht in Ordnung. Ich werde nicht aufhören, zu kritisieren, was ich für Humbug halte. Du kannst danach gerne jedes Mal auf meine vermeintliche Aggressivität hinweisen (obwohl ich mich heute gar nicht aggressiv fühle).

  • Du kannst einfach sachlich dagegen argumentieren. Nur hört dir keiner mehr zu, wenn du mit so etwas kommst, weil dann klar ist, dass du auf Krawall gebürstet bist: „links-grün versiffter“


    Ein wenig mehr vulkanisches Verhalten im Sinne von Star Trek statt Vesuv würde helfen.

  • Ich denke schon dass es in Kreuzberg grundalternative Vorbehalte gegen - fast jegliche Bebauung - gibt. Das hat nichts mir Bashing zu tun sondern ist einfach Realität und trägt bestimmt zur Beliebtheit der Grünen in diesem Bezirk bei vielen Anwohnern bei.


    Ich denke auch wie mein Vorredner dass Politik und Parteien auch für bestimmte Architektur stehen. Das zu leugnen hielte ich für naiv. Dass der rot rot grüne Senat teilweise andere Vorstellungen von Bebauung und Stadtentwicklung hat, als die CDU oder FDP ist offensichtlich und dass man diese Vorstellungen für ungeeignet hält ist wohl legitim.

  • Architektenkind : Wenn ich so in Friedrichshain rumlaufe und die "Anarchie" Tags zähle, dann fällt mir aber zwischen den von Vandalismus geprägten Parkbänken, bei etwas nachdenken schon auf, welche politische Richtung sich ganz nah zu den grenzdebilen, selbsternannten Antifaschisten gesellt.


    Die sitzen auch im Senat und ja tatsächlich: Umso "linker", umso versiffter wird es manchmal. Soll ich dir eine Fotogalerie zur Verfügung stellen mit "Berliner Ansichten" und den im jeweiligen Bezirk gewählten "Lieblingsparteien"?

  • "Gibt es in dieser Lage in Kreuzberg Probleme mit der Büroflächen-Vermietung? Sonst können nur die grundalternativen Vorbehalte der Lokalpolitiker ein Grund sein, warum im B-Plan nicht mehr Dichte vorgesehen wurde." (Bau-Lcfr) ... "Ich denke schon dass es in Kreuzberg grundalternative Vorbehalte gegen - fast jegliche Bebauung - gibt." (Theseus532) ... "Wenn ich so in Friedrichshain rumlaufe (...)" (UrbanFreak).


    All diesen Kommentaren würde dann mehr Bedeutung zukommen, wenn das Baugrundstück eben auch in Kreuzberg (oder dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg) liegen würde. Der Holzuferblock zwischen Schilling- und Michaelbrücke (ehemals Ost-Berlin) gehört aber zum Bezirk Berlin Mitte, wie sich auch der von Batō zitierten Pressemitteilung des Investors entnehmen lässt. Die Planungen im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt fallen dabei in die Amtszeit des Bezirksstadtrats für Stadtentwicklung Carsten Spallek (CDU).


    Anhand der Konzeptbroschüre zum Holzuferblock von 2013 lässt sich auch die Bauhöhe klären (S.128):


    http://www.luisenstadt-mitte.d…konzept_Holzuferblock.pdf


    Während der Anschluss zur Michaelkirchstraße 20-21 und die Spreeuferbebauung "Gebäudehöhe nach Einfügungsgebot" vorsieht, sieht das Eckgebäude zur Brücke "max. 30 m." vor und orientiert sich damit wohl an den Gebäuden der Berliner Verkehrsbetriebe auf der gegenüberliegenden Spreeseite (auch das "Eckwerk" soll einmal einen solchen Hochpunkt bilden).