Mediaspree Südufer (Kreuzberg/Mitte)

  • Du meinst also: die Eisfabrik bleibt erhalten, für die Kühlhäuser liegt eine Abrissgenehmigung vor? (Können ja sonst schlecht einen positiven Bauvorbescheid erhalten haben.) Ich dachte das wäre ein Ensemble.

  • Mediaspree Südufer (Kreuzberg)

    Das Grundstück Köpenicker 40/41 ist ein Ensemble.
    Dazu gehören die Kühlhäuser, der veräußerte und damit gesicherte Komplex aus Maschinenhaus, Kesselhaus und der sogenannten Eisfabrik (Eisbildnerraum), sowie den Wohnhof mit einem Fabrikgebäude als Quergebäude.


    Die neue Bebauung im Bereich der Kühlhäuser (Büros, Wohnungen) halten sich an den Grundriss der Kühlhäuser.


    Die TLG hatte 1995 einen Bauantrag eingereicht, auf dem nur das Vorderhaus an der Strasse und der daran anschließende Seitenflügel erhalten werden sollte (siehe Grundriss http://www.mediaspree.de/index.php?id=detail&nr=68 die helleren Gebäude).


    Mit Kühlhäusern tun sich Architekten generell schwer (Kein Licht, geschlossene Fassaden etc.) und schnell sind die verantwortlichen Behörden davon zu überzeugen, das sie nicht umnutzbar seinen. Zudem ist ja auch von "Lagerhäusern" die Rede, doch Kühlhäuser sind technische Einrichtungen! Noch heute benötigt man eine besondere Erlaubnis zum Betreiben von Kühlhäusern.


    Aufgrund der langen Nutzung (bis 1995) sind diese Kühlhäuser, die zu den ersten dieser technischen Entwicklung gehörten, die ältesten noch erhaltenen Kühlhäuser weltweit.


    Die Kühlhäuser wurden sicher in den Verhandlungen des Denkmalamtes mit der TLG "geopfert" um den Rest erhalten zu können.


    Um das Denkmal Eisfabrik zu erhalten wurde sicherlich auch gestattet, einen Teil zu veräußern, was für das Ensemble nicht so gut ist, aber....


    Das Vorderhaus an der Strasse soll ergänzt werden, der dort befindliche Seitenflügel erhalten und mit dem Vorderhaus verbunden werden.


    Außerdem hat die TLG in den Verkaufsausschreibung zur Eisfabrik klar gemacht, das Sie eine Brandwandbebauung an der Eisfabrik haben will, sodaß das Grundstück einen eigenen Hof bildet.


    Jedoch scheint es so zu sein, daß die TLG, nachdem der Widerspruch gegen die Erhaltungsverordnung des Bezirks vom Senat abgelehnt wurde, dieses Gelände mit dem Büro Kahlfeldt zu einem positiven Bauvorbescheid führte. Mit der geplanten Privatisierung 2008, die jetzt aber erstmal verschoben wurde, das
    Pferd aber nochmal neu aufrollen möchte....


    Sonst würden der Verfall der Gebäude durch offene (Berliner) Dächer keinen Sinn machen.

  • Auch die kleineren Projekte sollen eine Chance bekommen...:)


    Spreeetagen am Spreeufer (Kreuzberger Seite)


    • Aus- und Umbau eines bestehenden Fabrik-Gebäudes (alte Eisfabrik)
    • Fertigstellung wahrscheinlich 2010
    • Architekt: Christian Schöningh


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    Zwillingshaus
    sowie KarLoh Lohmühlenstrasse


    • Neubau eines Wohnhauses
    • Fertigstellung Winter 2009
    • Architekt: Christian Schöningh
  • Mediaspree Südufer (Kreuzberg)

    laut Morgenpost bekommt Berlin wohl in Zukunft ein schwimmendes Hotel.
    Das dänische Unternehmen Aquadomi will vor den Twintowers, gegenüber von Mtv ein sogenanntes "Floating Hotel" ins Wasser setzen.
    Es soll 2400qm Grundfläche haben, 102 Doppelzimmer enthalten und auf einem Ponton stehen der fest im Grund verankert ist.
    Man spricht wohl auch mit den Arena-Betreibern über ein ganzes maritimes Zentrum mit Schiffsanleger, Yachthafen und einer schwimmenden Terrasse.


    Die Visualisierung sieht schonmal interessant aus. Mal gucken was Mediaspree-Versenken dazu zu sagen hat.

  • Sieht wirklich gut aus. Und davon einmal abgesehen würde das die Gegend wohl um einiges beleben. Gehört das denn auch noch zum Mediaspree Entwicklungsgebiet? Ist ja immerhin auf der anderen Spreeseite.

  • Gefaellt mir gut. Innovatives Konzept (zumindest fuer Berlin), entsprechender Standort und das Rendering sieht doch auch ganz putzig aus. Hat meinen Segen. ;)

  • Nachschlag:
    laut Bild soll die Bauzeit 6 Monate betragen.
    Und ja, Mediaspree beinhaltet beide Spreeufer (obwohl sich das Regionalmanagement Mediaspree e.V. ja zum 31.12. aufgelöst hat, von daher...)

  • Umnutzung und Aufstockung des Gebäudes Köpenicker Straße 9

    "Die Firma „init“, Anbieter von digitaler Kommunikation
    wird ihren Unternehmenssitz in die Köpenicker Straße 9 verlegen.
    Gleichzeitig erhält das Gebäude zwei weitere Stockwerke. „Unsere 200 Mitarbeiter sind derzeit noch über ganz Berlin verteilt“, erklärte Geschäftsführer Franz-Josef Buschmeier vor kurzem im Spreeraum-Ausschuss."


    http://www.berliner-woche.de/index.php?id=4&bezirk=KB
    Ausgabe 5/2009 der Berliner Woche, Kreuzberg, S. 1


    Hier findet sich auch ein Bild des umzunutzenden Fabrikaltbaus, der um zwei Geschosse aufgestockt werden soll. Die Bezirksverordneten wollen den Umbau- und Aufstockungsmaßnahmen wohl zustimmen, obwohl das erfolgreiche Volksbegehren "Mediaspree verseneken" 22 Meter als Traufhöhe gefordert hatte.


    Die Lage des Baus hier: http://tinyurl.com/bg7c4z

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  • #336
    Bei den Spreeetagen handelt es sich Nicht um die alte Eisfabrik!!!
    Die Baugruppen wollen die Fabrik weiter Vorn (Köpenicker Str. 50 - nicht 40/41) in ihre Planung einbeziehen. Diese steht Nicht unter Denkmalschutz! Auf den von Bato selbst verlinkten Seiten findet man folgenden Hinweis auf die Fabrik:


    http://www.bfgruppe.de/unternehmen_buf


    "Am 1. Oktober 1874 gründeten Otto Bergmann und Adolph Franz in der Berliner Köpenicker Straße 50 die »Bleirohrfabrik und Röhrengroßhandlung Bergmann & Franz«. Seither hat das Unternehmen viele Wandlungen durchgemacht und dabei stets Flexibilität und das richtige Gespür für die Erfordernisse des Marktes bewiesen...."


    Die Denkmalgeschützten Kühlhäuser auf dem Grundstück Köpenicker Str. 40/41 (Eisfabrik) sollen durch die größte immobilienfirma Ostdeutschlands (Selbstdarstellung) abgerissen werden!


    So ist das mit den Groß - und Mittelinvestitionen...

  • @344
    Auch der Link ist falsch... Oder gibts in der Köpenicker Strasse in Alt-Glienicke jetzt auch ein Mediaspree-Gebiet?


    Innerhalb eines Threads bitte möglichst wenig zitieren. Schreib einfach "^^" oder zu "#xyz" oder "@Rudi Völler" bspw. Der Strang ist sonst mühsam zu lesen, weil Dinge sich wiederholen.

  • Mediaspree Südufer (Kreuzberg)

    In einem älteren Beitrag habe ich über die Baugruppenprojekte Zwillingshaus sowie KarLoh in der Lohmühlenstrasse berichtet. Hier gibt es jetzt offenbar Streit mit den Anwohnern die sich durch die "neureiche Mittelschicht" aus ihren Kiez gedrängt sehen (neudeutsch Gentrifizierung).


    Artikel Taz

  • Man kann zwar teilweise nachvollziehen wieso die Leute sich bedrängt fühlen und sie in der Mitte Berlins bleiben wollen.


    Aber trotzdem sollten die Bewohner des Kiez z.B. Mediaspree nicht so sehr im Weg liegen den ihre Kinder wollen später vielleicht ein Job haben und wen es keine Jobs in deren Umgebung gibt, dann müssen diese auch aus ihrem Kiez ausziehen.


    Und ich kann mir gut vorstellen, dass auch nicht alle Bewohner in Treptow gerne Hartz 4 Empfänger bleiben wollen. Klar gibt Media Spree nicht jeden einen neuen Job aber es ist zumindest mal ein Anfang. Außerdem ist es ziemlich unfair anderen Berlinern gegenüber die vielleicht nicht aus dem Kiez stammen und eine Arbeit suchen die Jobs weg zunehmen.


    Ich finde wenn manche schon alternativ leben wollen und keine Lust zum arbeiten haben dann können sie auch aufs Land ziehen, da stört sie auch kein Mittelstädler und sie haben es dort immer schön grün.


    Und den Aufstand um die Bäume kann ich auch nicht verstehen. Das " kleine Biotop" ist/war sicher eine Ecke wo Junkies ihre Spritzen hinein schmeißen und wo jeder beim Vorbeigehen seinen Müll liegen lässt und die Hunde ständig ihr Geschäft verrichten . Aber darüber möchte ich mich nicht so sehr auslassen, denn ich war ja noch nie in Treptow und weiß daher nicht genau wie es dort ausschaut.

  • Also ich muss sagen, dass mir das ganze Meckern der Anwohner langsam ein bisschen blöd kommt. Ich meine wer die Gegend, die entwickelt werden soll, schonmal gesehen hat weiß was ich meine wenn ich sage, dass dort dringend etwas gebaut werden muss. Es werden neue Jobs geschaffen, die Gegend wird aufgewertet, ich meine das kann doch nur ein Vorteil für die Anwohner sein. Die ganzen baufälligen Häuser sind vielleicht tolle Junkie-Treffplätze, nützen der Allgemeinheit aber auch nicht. Ich hab noch nie erlebt, dass sich jemand querstellt wenn sein Kiez verschönert und verbessert werden soll.
    Aber wahrscheinlich wollen die sich auch nur wichtig machen und ein bisschen in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen...

  • Berliner Sky:


    Die Gebäude sind weder baufällig noch sind Freiflächen zwangsläufig Junkie Treffplätze. Natürlich will niemand verhindern, das sein Kiez verschönert wird. Aber was bringt einem ein schönerer Kiez, wenn man es sich nicht mehr leisten kann dort zu leben?


    Berlin ist nun mal arm, und das Lohnniveau niedrig. Auch die, die Arbeiten haben häufiger nicht viel mehr als Hartz IV zum Leben. Aber das ist nun mal ein anderes Thema.


    Passend zum Thema, ein Artikel zur Wohnungsknappheit:


    http://www.tagesspiegel.de/ber…gen-Berlin;art270,2780204

  • Die Problematik der Wohnungsknappheit bezieht sich wohl vorallem auf Altbausubstanzen...


    PrenzlauerBerg ist langsam ausgeschöpft und Friedrichshain wurde auch schon vieles saniert.


    Ich sehe ja noch großes Potential in Wedding und Neukölln, sicherlich sind diese Bezirke eher als soziale Brennpunkte bekannt, doch man kann immer mehr den Zuzug von Studenten, etc. in diese Bezirke feststellen.


    Aber zurück zum Thema, der Zustand der im freien stehenden Arena finde ich wirklich sehr beunfriedigend, eine Bebauung beführworte ich auf jeden Fall.


    Berlin hat so viele Freiflächen und Erholungsgebiete am Stadtrand, das genügt meiner Meinung nach vollkommend.

  • Ist vielleicht etwas ungünstig von mir gewählt worden das in #364 (bzw. 336) angesprochene Baugruppenprojekt in diesen Thread zu posten (geografische Lage in unmittelbarer Nähe zum Mediaspree-Gebiet war mich hierbei ausschlaggebend). Insofern gehört die Diskussion darüber eher zur generellen Gentrifizierungs- und weniger zur Mediaspree-Kontroverse.
    Denn Jobs werden durch dieses Baugruppenprojekt ja nicht wirklich geschaffen bzw. angesiedelt.


    Eine Umfassung der Arena mit modernen Gebäuden erachte ich auch als wünschenswert. Diese Brachen sind in der Art zu nichts zu gebrauchen (außer vielleicht als Parkplätze). Was gegen deren Bebauung auszusetzen ist leuchtet mir nicht wirklich ein. Nur wird eine Realisierung bei der wirtschaftlichen Lage leider kurzfristig nicht zu machen sein, und wenn, dann nur Häppchenweise.